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Fee der magischen Energie

von Seilix
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
OC (Own Character) Palladium
18.08.2017
23.02.2021
94
415.867
41
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Dieses Kapitel
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30.10.2020 4.931
 
Schon am frühen Morgen flog Glimm putzmunter wie sie war durch das Schloss.
Noch vor allen anderen erwacht summte sie glücklich leuchtend durch die Gegend und klapperte dabei sämtliche Wege ab die sie kannte.
Für einen Bruchteil der Sekunde flammte die Überlegung in ihrem Köpfchen auf, dass sie schauen könnte, ob der gute alte Heiler schon aufgewacht war und schoss wie der kleine schnelle Flummi der sie war durch die Gänge entlang zu Athmos Flügel.
Beinahe als würde sie sich mit etwas, das nicht da war, ein Wettrennen liefern kam sie bei der geöffneten Labortür an und schoss einfach hinein.
Kaum war sie jedoch hinein geflogen, war der Gedanke weshalb sie denn dorthin wollte schon wieder verschwunden.
Sie begann zu glucksen, als sie feststellte wie schön es doch war zu fliegen und drehte noch ein paar Kreise durch den Raum.
Dunkle Räume die sie einfach mit dem leuchtenden Bauch erhellen konnte waren ihr am liebsten.
Nach der fünften Runde stoppte sie abrupt und drehte sich einmal im Kreis.
Es war Zeit zu schauen, ob Vara schon wach war! Den Anflug auf die Tür nehmend, wurde sie allerdings auf einmal mit voller Wucht gebremst und gegen die Wand gehauen.
Sie plumpste auf den Labortisch unter ihr und bemühte sich ihre drehenden Augen wieder zu beruhigen. Einmal den Kopf geschüttelt und es ging wieder.
Einen Moment überlegend, ob sie sich bei, was auch immer das war, beschweren sollte, sah sie plötzlich einen Mann in den Raum treten.
Sie glaubte ihn schon einmal gesehen zu haben, aber es war nicht Athmos… auch nicht Palladium. Oh, wäre sie doch nur nicht so vergesslich und schlecht darin sich Gesichter zu merken.
Sie beobachtete gespannt wie der Mann einen Tee aufsetzte.
Entdeckt hatte er sie wohl nicht. Stattdessen suchte er sich ein paar Kräuter aus dem Regal über sich „Mal sehen… der Lieblingstee der Prinzessin… ah, da haben wir ihn ja. Genau, Melisse und Lavendel“.
Er nahm ein wenig der Tee-Mischung und setzte sie in das heiße Wasser auf.
Dann entfernte er sich und suchte ein Fläschchen das auf der anderen Seite des Labores zurückgelassen worden war „Da ist es ja“.
Glimm erkannte, dass das Fläschchen eine blaue Farbe hatte.
Der Mann trat wieder an den Tee heran und träufelte ein paar Tropfen hinein.
Dann entfernte er sich wieder aus dem Labor und ließ es aufkochen.
Glimm flog zu der Teekanne herüber und sah in das blubbernde Wasser.
Zu gerne hätte sie gewusst, was in dem Fläschchen gewesen war, doch das hatte er mit sich genommen. Je länger Glimm in das Wasser sah und ihr Spiegelbild betrachtete, stellte sie fest wie komisch sie aussah wenn immer mehr Blubbers aufsprudelten und begann ein paar Grimassen zu ziehen. Das war zu lustig!

*

Als Palladium an diesem Morgen den Saal betrat wusste er bereits, dass heute wieder eine Konferenz anstehen würde.
Es waren noch zwei Tage bis zum besagten Eintreffen der Sarcas die sich bereits längst auf dem Weg zu ihnen befanden.
Ihre Runde war größer als er es bislang gewohnt war, entsprechend wirkte die Stimmung nicht so ausgelassen wie bei vorigen Morgenverkündungen.
Mit den Feen und Spezialisten, die sich auf der linken Seite des gewaltigen Tisches, der beinahe schon wie eine Tafel wirkte, befanden, schloss Teiz etwa in der Mitte zu Pluma und Zillah auf, die heute erstmals selbst anwesend waren. Beide wirkten sehr unbeteiligt und glatt abweisend. Besonders die Anführerin der Estrellas hatte die Arme durch und durch angespannt vor der Brust verschränkt und sah keinen an.
Ihnen gegenüber die Lords mit denen er selbst auf Callistos Feier zu Anfang noch Bekanntschaft geschlossen hatte. Sir. Mathis, Sir. Espen und Lady Lia. Zur rechten Seite endete die Runde mit Cinder und Athmos. Die Tischenden waren zum einen mit seiner Freundin auf ihrem altbekannten Stammplatz besetzt, die Enzo gerade ihre Teetasse reichte. Die andere Seite war jedoch noch leer.
Palladium trat näher zu dem Platz neben Varanda heran „Guten Morgen“.
„Ah, guten Morgen“ begrüßte sie auch ihn „Ich hoffe ihr wart gestern nicht mehr allzu lang im Labor“.

Der General schenkte ihr indessen einen Tee ein „Euer Lieblingstee, der Fürst hat ihn heute angefertigt“.
„Tatsächlich?“ fragte Varanda überrascht.
Wieso setzte Dragomir einen Tee auf und kam dann später?

„Nein, keine Sorge“ beruhigte Palladium sie sofort und stellte dann seine Frage die ihn bereits die ganze vergangene Nacht beschäftigt hielt, als er sich setzte „Sag mal, wofür hast du denn das Gift gebraucht?“
„Gift?“ fragte diese nur mit einem Lächeln und bedankte sich im selben Moment mit einem nicken bei Enzo „Wofür sollte ich denn Gift brauchen?“.
Der Elf war ein wenig ratlos, bemerkte im selben Moment aber wie Varanda kurz das Gesicht verzog als ginge es ihr nicht gut „Ist alles in Ordnung?“.
„Jaja, gleich geht es wieder“ entgegnete sie nur mit einem tiefen durchatmen und nahm einen Schluck ihres Tees „Das ist sicher nur der Stress der letzten Wochen. Ich hab gerade ein wenig Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen, nichts weiter. Das vergeht“.
„Vielleicht sollte ich dich besser untersuchen, nicht dass du dir etwas eingefangen hast“ entgegnete Palladium besorgt, der nach ihrer Hand griff die sie auf dem Tisch abgelegt hatte.
Sie bemühte sich um ein Lächeln „Muss das sein? Du weißt wie gedrängt meine Termine sind. Gerade jetzt“.
„Ich würde mich beruhigter fühlen“ antwortete er jedoch.
Die Fee seufzte als sie sich breit schlagen ließ „Also schön, gleich nach der Konferenz“.
Kaum gesagt, trat auch schon der letzte der noch fehlte in den Raum.
Dragomir platzierte sich wie immer der Kronprinzessin gegenüber „Verzeihung, es gab da noch… ein paar Dinge zu regeln“.
Damit setzte sich auch Enzo. Die Runde konnte beginnen.
Varanda nickte zu Teiz herüber der sich damit erhob.
Er hatte einige Aufschriebe gesammelt um vor versammelter Mannschaft nicht aus dem Konzept zu geraten und begann zu sprechen „Liebe Freunde… nein, Familie trifft es eher… in den letzten Wochen ist viel passiert und wir sind alle vor Herausforderungen gestellt worden denen jeder für sich niemals alleine gewachsen gewesen wäre. Ihr habt uns in jeder Sekunde unterstützt und uns den Rücken gestärkt, selbst in Situationen in denen wir niemals mit eurer Hilfe gerechnet haben“.

Die Feen reagierten mit einem Lächeln, sowie David und Jared mit einem breiten Grinsen. Palladium senkte nur dankend den Blick.

„Fürst Dragomir…“ fuhr er fort „Auch wenn mir diese Worte sicher nicht leicht fallen, aber… ich weiß, dass Euch Callisto mindestens genauso viel bedeutet wie uns, daher danken wir auch für alles was Ihr in den letzten Tagen tun konntet“.

Teiz hielt diesen Teil sehr unpersönlich, jedoch in Anbetracht der Tatsache, dass er und der Fürst sich verabscheuten noch sehr respektvoll. Der Mann nickte nur anerkennend, legte seinen grimmigen Blick jedoch nicht ab.

„Liebe Lords Callistos. Wir können uns nur dafür bedanken, dass ihr uns in Zeiten wie diesen mit eurer Streitmacht loyal zur Seite steht und für dieses Reich bereit seid zu kämpfen. Ebenso die Estrellas. Eure mutigen Krieger können stolz auf alles sein was sie erreicht haben“.

Auch sie nickten lediglich anerkennend.

„Enzo und Athmos… die treuen Seelen dieses Schlosses. Ich kann euch nur für einen jeden Ratschlag danken die ihr in eurer vergangenen Zeit nicht zu wenige verschenkt habt. Für eure Weisheit und Zuversicht“.

Alle beide reagierten kaum darauf.
Obwohl Teiz damit wohl hätte enden sollen, da Varanda bereits den Mund öffnete weiter zu sprechen, setzte er auf einmal noch einmal an.

„Prinzessin Varanda und Prinzessin Cinder… mein Fleisch und Blut“.

Alle beide wirkten in diesem Moment mehr als überrascht, geradezu schockiert das von ihrem Halbbruder zu hören.

„Ich habe mir immer gewünscht, dass wir eine solche Situation nie wieder erleben müssten. Von klein auf ging mir nichts über unsere Familie. Ich habe all diese Kriege und Kämpfe verabscheut und heute… stehen wir an den Plätzen unserer Eltern und führen selbst diese Rebellion an. Wir sind erwachsen geworden und haben uns verändert… wir alle drei. Es gibt nach wie vor nichts was wichtiger sein könnte als die Familie, doch was ich gelernt habe ist, dass eine Familie wächst. Mal langsamer, mal schneller und plötzlich ist es ein ganzer Planet und abermillionen von Wesen die dazu gehören… die man beschützen muss. Diese Verantwortung ist unglaublich groß und doch das höchste Gut das wir haben. Wir sind bereit dazu!“.

Varanda schloss die Augen als würde ihr ein jedes Wort durch Mark und Bein gehen, bis sie sich schließlich äußerte „Ich danke Euch, Sr. Teiz“.
Cinder brachte ihm ein sanftes, liebevolles Lächeln entgegen.
Nachdem sich der Schutzherr wieder setzte, sprach Mathis seine Vermutung aus „Das klingt ja als würde ein konkreter Plan existieren“.
„Das tut er“ versicherte Enzo sofort „Kommen wir also gleich zur Sache“.
Es war ein Flächenhologramm der direkten Umgebung, sowie der Berglandschaft Callistos das er aktivierte.
Trotz des altertümigen Erscheinungsbildes des Schlosses, sowie der Stadt hatte der technische Fortschritt auch vor Callisto nicht halt gemacht.
„Wir wissen, dass die Hauptstadt ihr Ziel ist, also werden wir versuchen den Kampf auf die äußeren Plateaus zu verlegen. Die Bewohner sind bereits in die alten, unterirdischen Katakomben evakuiert worden, sollte es uns nicht gelingen sie in Schach zu halten“.
„Wie sieht die Strategiegrundlage aus?“ fragte Lia bedacht.
„Es sollen verschiedene Spezialtrupps gebildet werden“ nahm es Dragomir vorne weg „Lady Lia, Eure Männer und Frauen sind geradezu Legenden im Umgang mit den Drachen. Entsprechend werdet ihr in zweiter Front warten, dass sie zu euch kommen. Sir Mathis und Sir Espen… die Paladine der Kolonien sind starke und erprobte Streitmächte. Ihr werdet jeweils die Ost- und die Westflanke abdecken. Die Krieger der Estrellas bilden die letzte Verteidigung vor den Stadttoren. Sie sollen einzig und allein die Bevölkerung schützen. Kein Sarcas darf an ihnen vorbei kommen!“
Einen Moment wurden Blicke umher geworfen, weder zufrieden, noch abgeneigt. Es war ein Plan, vermutlich der Beste den es mit solchen Voraussetzungen herauszuarbeiten galt.
Lord Mathis sprach dabei jedoch eine unbeantwortete Frage aus „Wer wird dann die vorderste Front bilden?“.
Die durch und durch gefährlichste Position in einem jeden Krieg war noch unbesetzt.
Teiz begegnete ihm mit Entschlossenheit „Die vorderste Front werden die Paladine und Soldaten Callistos selbst unter dem direkten Befehl von mir und Obergeneral Enzo übernehmen“.
Geweitete und erschrockene Blicke. Callisto selbst würde seine eigenen Leute in die direkte Gefahr schicken?! Damit hatte keiner der Anwesenden gerechnet.
Insbesondere Amaryls leiser Aufschrei der Unverständnis und Sorge die mit ein paar hervor tretenden Tränen ihr Entsetzen zum Ausdruck brachten. Sie wusste was das bedeutete. Teiz wollte sich selbst in die direkte Schussbahn begeben…
Im Falle eines unvermeidlichen Kriegsbeginns war vorprogrammiert, dass mindestens 50 % dieser Einheit fallen würden, ehe der Kampf wirklich begonnen hatte.
Sie suchte verzweifelt nach Varas Augenkontakt, sie zu bitten das irgendwie zu verhindern, doch diese wich ihr bewusst aus.
Sie ließ es einfach zu…
„Ihr wisst was unweigerlich auf euch zukommen wird“ bemerkte Zillah mit einem Funken des Respekts für diese Entscheidung.
Der Schutzherr nickte „Ich hätte bereits vor Jahren auf dem Schlachtfeld mein Leben lassen sollen… wenn es nun passiert, hat das Schicksal nur seinen Tribut gezollt. Der Obergeneral und ich haben uns speziell für diesen Weg entschieden“.
„Das ist ein Risiko das wir nur zu gern für unser Reich eingehen“ stimmte Enzo dem zu.
Die Lords nickten ihrer Zustimmung. Dragomir schwieg und fuhr sich lediglich durch den Bart.
Der Schock in den Gliedern der Feen und Spezialisten legte sich indessen auch bei dem nächsten Punkt nicht den Enzo ansprach „Wir werden eine Handvoll Wachen zum Schutz für Prinzessin Cinder und Prinzessin Tine abstellen. Ich dachte da an…“.
„Was?! Nein! Ich will auch mitkämpfen und euch helfen! Ich bin auch eine Fee!“ protestierte diese plötzlich, worauf Dragomir ihr sofort über den Mund fuhr „Unter keinen Umständen. Du bist immer noch ein Kind“.
„Das ist auch mein Volk!“ diese bestimmten Worte ihrerseits waren neu für den Fürsten, der jedoch noch immer bestimmt knurrte „Was keine Rolle spielt! Solange ich dein Vormund bin wirst du dich nicht in diesen Krieg begeben“.
„Er hat recht Cinder“ fiel ihr selbst ihre große Schwester damit in den Rücken „Du bist Callistos Hoffnung. Du bist die Zukunft des Volkes und der Sterne, vergiss das nicht. Wirf all das nicht für eine Sache weg an der du selbst nichts ändern könntest. Sei stark für die Momente die kommen in denen du gebraucht wirst und diese werden kommen. Außerdem wird Tine dich brauchen wenn es zum äußersten kommt“.
Langsam aber sicher verstand die Jüngste und setzte sich wieder mit dem zur Tischplatte gerichteten Kopf.
Varanda atmete einmal tief durch.
„Gibt es einen Notfallplan? Eine kleine Absicherung?“ erfragte Lady Lia, die ganz genau wusste, dass das Königshaus niemals zu hoch pokern würde.
„Der Winter ist auf dem Weg“ fasste Varanda sich kurz „Sie sind nicht auf unsere Schneestürme eingestellt, schon gar nicht mit den plötzlich auftretenden Kälteeinbrüchen. Das ist unser Ass im Ärmel“.
„Natürlich…“ zählte Mathis 1 und 1 zusammen „Die Schutzfee des Wetters… ich verstehe… aber seid ihr wirklich in der Lage ein solches Ausmaß heraufzubeschwören?“.
„Allein nicht…“ musste die Prinzessin gestehen und suchte zeitgleich den Blickkontakt zu ihren Freundinnen, speziell zu Alice „…aber mit Hilfe“.
Die Fee des Eises wusste sofort worauf sie hinaus wollte und nickte. Endlich gab es etwas das auch sie tun konnte, schluckte sie dennoch ihre ansteigende Nervosität vor dieser Herausforderung hinunter. Wenn es hart auf hart käme könnte das Leben hunderter Krieger in ihren Händen liegen…
„Ich werde die gesamte Kriegsführung alleinig überwachen… ich denke damit sind sämtliche Fragen geklärt“ beendete Dragomir zuletzt.
Zustimmendes Nicken der Beteiligten, als Katy jedoch einwarf „Moment! Wieso allein? Was ist mit Vara?“.
„Ich denke meine Enkelin wird während des Krieges andere Prioritäten haben, habe ich recht?“ entgegnete dieser wohl wissend und forderte die Prinzessin mit seinem bloßen undurchdringlichen Blick auf, auch die anderen in ihre Pläne einzuweihen.
Varanda sah in die Runde „Ich habe die Kriegsführung voll und ganz Dragomir übertragen, weil… ich Conver herausfordern werde“.
„Das kann nicht euer Ernst sein?!“ brüllte Amaryl es geradezu heraus „Du hast doch selbst gesehen wie gefährlich der Kerl ist und du beherrschst nichtmal deine vollen magischen Kräfte! Dazu will sich Teiz in den sicheren Tod stürzen, sagt mal habt ihr sie noch alle?!“.
Der plötzliche Gefühlsausbruch der Fee machte alle beteiligten sprachlos.
„Amaryl…“ wollte Vara versuchen ihre Freundin zu beruhigen, doch diese ließ sie nicht einmal den Versuch wagen „Denkt ihr auch mal daran wie es uns dabei geht?! Wir, eure Freunde oder Familie wie Teiz es noch gesagt hat?! Was ist mit Tine und Cinder? Ist es euch vollkommen egal was aus ihnen wird wenn ihr weg seid?! Ich glaub das nicht… wie könnt ihr nur so egoistisch sein?!“.
Kurzerhand stieß die Sternenstaubfee den Stuhl beiseite und trat schnellen, energischen Schrittes in Richtung der Tür.
„Amaryl!“ Varanda war ebenfalls aufgesprungen die Fee noch schnell zu erreichen, ehe sie verschwand, doch gerade als die Prinzessin zwei Schritte vom Tisch weg tat passierte etwas in ihr.
Als würde ihr Herz einen Moment lang aussetzen, stoppte sie.
Die Augen geweitet spürte sie das langsame Versagen ihrer Atmung.
Ihre Glieder wurden Taub und die Sicht verschwamm.
Dieses unerträgliche Pochen des Kopfes das sich noch schlimmer anfühlte als sonst.
Die Erkenntnis traf sie wie ein Schlag, als sie es bemerkte.
Etwas stimmte nicht… etwas stimmte ganz und gar nicht mit ihr.
Den letzten rettenden Versuch nach der Lehne ihres Stuhles zu greifen, kippte sie zur Seite weg und fiel in gähnende Leere.
Nichtmal mehr den Aufprall auf dem harten Marmorboden bekam sie mit.

*

„Vara!“ „Prinzessin Varanda!“.

Erst die Schreie ließen Amaryl zurück schauen.
Sämtliche Beteiligte waren aufgesprungen und starrten gegen das Tischende hinter dem die Prinzessin zusammen brach.
„Vara!!!“ Cinder hatte den Stuhl geradezu umgeworfen, während sie auf die andere Seite hastete wo bereits Teiz und Palladium neben der ohnmächtigen knieten.
Es waren keine zwei Sekunden in denen Amaryl begriff, dass ihre beste Freundin nicht mehr reagierte und sprang zurück „Was ist gerade passiert?!“.
Alice, die sich beide Hände vor dem Mund hob antwortete nur stotternd „K-keine Ahnung… sie ist plötzlich umgefallen“.
Selbst der Fürst am anderen Tischende fragte mit einem leicht besorgten Anflug „Was ist mit ihr?“.
Niemals waren die Feen glücklicher darüber gewesen Palladium bei sich zu haben, der sich der hellblonden Fee sofort gefasst annahm.
Ob sie seine Freundin war oder nicht, doch wenn es um Patienten ging konnte er durch und durch ruhig und klar agieren.
„Sie atmet“ gab er daher schnell Entwarnung nachdem er und Teiz die Prinzessin auf den Rücken gelegt hatten.
„Nein… nein… das kann nicht sein… wieso?“ Cinder war von allen die Erste die sofort begriff, als sie nur in das bleiche Gesicht ihrer Schwester sah.
Sie brach augenblicklich in Tränen aus und sank zu Boden „Warum passiert uns das?!“.
Mit diesen Worten kam es Palladium wie durch einen Geistesblitz, als sich auch in seinem Gesicht die Reue abzeichnete und er so leise mehr zu sich selbst sprach und es abgesehen von Teiz keiner hören konnte „Die Symptome… sie hat es… sie ist krank“.
Der Schockstarre die in dem Blick des Schutzherren nieder fuhr, folgte die unregulierte Atmung, der er sich bemühen musste nicht selbst sämtlicher Fassung zu entsagen.
Reglos saß er da, die Worte verarbeitend, während die Erinnerungen auf ihn einprasselten wie ein Hagelsturm und ihn mit der Schwere von Zentnern erdrückten.
Nicht Vara… er durfte sie nicht auch noch an diese Krankheit verlieren.
Was war das nur für ein Höllenfluch?!
Am liebsten den Kopf in Händen vergraben, einfach nur betend, dass es ein Missverständnis sein musste, dass die Sterne doch nicht ihnen ein solches Schicksal auferlegen konnten, wollte er schreien.
Die ganze Verzweiflung und die Wut herausschreien, doch es kam kein Ton.
Stattdessen vernahm er Palladiums nächste Worte, während er ihren Puls überprüfte „Das kann doch nicht sein… vor wenigen Wochen ging es ihr noch gut… es muss etwas mit den äußeren Einflüssen hier auf Callisto zu tun haben…“.
„Was denn für äußere Einflüsse?“ fragte Lia allarmiert „Es muss etwas sein das in den Genen der Königsfamilie liegt, schließlich ist doch Königin Luzia an derselben Krankheit gestorben“.
„Diese Vermutung hatte ich zu Anfang auch“ antwortete Palladium der in die Runde sah „aber das kann nicht sein. Es wäre möglich gewesen wenn Königin Luzia auch in direkter Blutsverwandtschaft mit Prinzessin Tine gestanden hätte, allerdings war sie nur eingeheiratet… und wäre es etwas, das nur die Frauen der Familie befällt müsste es auch Prinzessin Cinder schon weitaus schlechter gehen…“.
Palladiums innere Ruhe beeindruckte Teiz, obwohl auch er Vara hier am Boden liegen sah und er genau wusste was früher oder später mit ihr passieren konnte.
Der Elf analysierte noch immer und gab nicht auf das Geheimnis um diese Krankheit zu lösen an der noch jeder gescheitert war.
„Helft mir! Was hat sich für Varanda verändert seit wir auf diesem Planeten angekommen sind“ forderte er schließlich seine Leute auf „Es muss etwas aus dem direkten Umfeld sein… eine unverträgliche Spore die sich durch den Wind verbreitet? Die Kälte oder etwas im Grundboden…“.

Als sei das ihr Stichwort gewesen, schoss aus dem nichts die leuchtende, kleine Kugel durch den Raum mit direktem Blick auf ihr Ziel.
„Was ist das?!“ brüllte Dragomir erschrocken, sowie verärgert auf und versuchte das etwas von sich zu schlagen, das ihn wie eine lästige Fliege umkreiste.
Es blendete ihn wie ein aggressives Glühwürmchen und quasselte in einem viel zu hohen Piepston auf ihn ein „Könnte das Ding bitte jemand einfangen!“.
Doch kaum holte der Fürst zu einem weiteren viel zu schwungvollen Schlag aus, fiel er beinahe gegen den Tisch, worauf sich etwas von seinem Mantel löste und zu Boden fiel.
Das kleine, blaue Fläschchen auf das es Glimm abgesehen hatte rollte zu Enzo herüber der es aufhob „Fürst Dragomir, eure Schlafmedizin“.
„Ja, danke“ antwortete dieser und wollte sie gerade wieder an sich nehmen, als die kleine Elfe, die damit von Dragomir abgelassen hatte, das Fläschchen gerade noch rechtzeitig aus den Fängen erwischte und auf die andere Tischseite zu Palladium herüber schoss.
„Was hast du denn da?“ fragte dieser natürlich allarmiert und nahm es entgegen.
Das vollkommen aufgebrachte Glühwürmchen brabbelte indessen weiter und flog glatt panisch um die Teekanne herum welche in unmittelbarer Entfernung zu dem Platz der Prinzessin stand. Varandas Lieblingstee hatte er gesagt.
Vorsichtig öffnete Palladium den Verschluss der Flasche und roch an der vermeidlichen Medizin.
Sofort schoss ihm der bekannte, bittere Geruch in die Nase.
Lorbeerblätter, Nachtschattenriegel und Dunkelwurz… das war sicher keine Medizin.
Am liebsten wollte er seiner Vermutung nicht trauen, musste es jedoch überprüfen und stand auf, sich dem Tee anzunehmen.
„Palladium, was hast du vor?“ fragte Cinder bereits wieder etwas gefasster, als der Professor Varandas Teetasse, die noch halbvoll bereits ausgekühlt war, begutachtete.
Der Tee roch vollkommen normal, nichts was einem geschmacklich hätte auffallen können, doch die Farbe… Nachtschattenriegel hinterließen einen rötlichen Schimmer. Etwas das nichts in einem Kräutertee zu suchen hatte.
Er fixierte den Fürsten auf der anderen Seite des Tisches der ihn mit seinem ebenso undurchdringlichen Blick betrachtete wie bislang niemals zuvor.
Es war toten still. Keiner wagte auch nur einen Kommentar abzugeben, bis Palladium sich sicher war:

„Die Prinzessinnen sind nicht krank! Ich glaube, dass es nie eine Krankheit gegeben hat. Sie wurden vergiftet!“.

„Das ist eine äußerst schwere Anschuldigung“ bemerkte Enzo streng, als Athmos langsam aber sicher bei seinem neuesten Kollegen ankam um sich ebenfalls seine Meinung darüber zu bilden.
Auch er inspizierte das Gebräu und den Tee.
Dragomir knurrte „Unerhört! Das ist mein Schlafmittel nichts weiter!“.
„Wenn Ihr davon auch nur einen Schluck genommen hättet, würden Eure kompletten Sinne davon aussetzen!“ hielt der Elf ihm stand.
Zwar war er kein Freund direkter Bloßstellung oder des verbalen Angriffs, doch diese Situation war zu ernst um einfach abzuwarten.
„Er hat recht“ gab plötzlich auch Athmos seine Diagnose ab „Das sind Nachtschattenriegel und ein paar andere Substanzen. Äußerst schädlich für den Körper. In längerfristigen Dosen verabreicht kann es sogar den Tod herbeiführen… Dragomir… sagt mir, dass Ihr das nicht getan habt…“.
„Ich… ich…“ bekam nicht einmal der Fürst einen vernünftigen Satz bei solchen Anschuldigungen mehr zustande.
„Großvater…“ entfuhr es auch Cinder beinahe lautlos die sich langsam wieder aufrichtete. Sie fixierte den Fürsten mit einer Mischung aus Unglaube und Schmerz.
„Ich glaube, dass Glimm euch dabei erwischt hat wie ihr den Tee vergiftet habt!“ Palladium musste dem Rätsel endgültig auf den Zahn fühlen, zu lange war er falschen Tatsachen hinterher gejagt „Woher hätte sie sonst wissen sollen, dass Ihr dieses Gift in eurem Besitz habt. Es befand sich immer im Tee, nicht wahr? Wie lange verabreicht ihr es den Prinzessinnen bereits? Was ist Euer Motiv? Geht es dabei einzig und allein nur um den Thron?“.

Kaum einer bemerkte wie Teiz allmählich die Hände zu Fäusten ballte.

„Moment, dann hätte er doch alle Thronerben vergiften müssen… aber Prinzessin Cinder scheint es gut zu gehen, das passt nicht zusammen“ warf Enzo noch immer schockiert dieser Anschuldigungen ein.
Der treue Obergeneral war wohl in diesem Moment der Einzige der sich noch an die mögliche Unschuld seines Fürsten klammerte, doch auch diese Hoffnung wurde ihm zuletzt genommen.
Ausgerechnet Cinder, die doch so ruhige und dem Fürsten glatt demütige Prinzessin ließ all die Vorwürfe sich um ihn zuschnüren „Er hatte keine Möglichkeit dazu… ich trinke keinen Tee…“.
Selbst Pluma und Zillah waren aufgesprungen und hatten sich in direkter Abwehrhaltung entgegen des Thronesvertreters platziert.
Dragomirs Kopf verfärbte sich rot als wollte er explodieren, doch zeigten seine Augen, dass er wusste in welcher misslichen Lage er sich befand.
„Hört zu, ich weiß nicht wie…“ machte er einen erneuten Anlauf, als er rigoros unterbrochen wurde.

„ICH WERDE DICH UMBRINGEN!!!“

Wie in Lichtgeschwindigkeit und mit der Kraft eines Elefanten war Teiz plötzlich mit dem puren Hass im Blick bei Dragomir aufgetaucht und ließ seine Faust auf ihn zuschnellen, der den Schutzherren nicht einmal kommen sah.
Er erwischte seine volle Breitseite und schleuderte den Fürsten mit einem lauten Knall gegen die nächste Wand.
Schockierte Blicke sämtlicher Beteiligten zogen durch den Raum, von denen keiner mit diesem nächsten Schauspiel gerechnet hatte.
Keiner von ihnen hätte auch nur im Ansatz mit dieser Stärke von Teiz gerechnet.
Dieser, am Rande seiner Fassung angekommen, schwenkte nur auf einem schmalen Grat zwischen direkter Verzweiflung und uneingeschränkter Wut sich in einem tiefen Abgrund zu verlieren.
Seine Atmung ging so hektisch, dass er sich kaum ruhig stellen konnte sich auf sein Ziel zu konzentrieren.
Der Fürst, welcher nicht einmal annähernd mit einem solchen Angriff gerechnet hatte, saß hustend und benebelt am Boden.
Der Staub der eingedrückten und halb zerbrochenen Wand flog umher.
Blut schoss ihm aus Mund und Nase. Die noch so perfekte Frisur war zerstört.
Für Teiz war das damit jedoch nicht genug, erneut holte er aus „ICH WERDE DICH INS JENSEITS BEFÖRDERN WO DU HINGEHÖRST!!!“.
Der Fürst, der nur seiner eigenen Vernichtung entgegen sah, hielt schützend die Arme vor das Gesicht und krächzte, wobei er das Blut nur so herausspritzte „Teiz! Warte!“, doch dieser wollte keine Gnade zeigen.
Nicht dieses Mal.
Mit seinem Handeln würde es einen Dämon weniger auf dieser Welt geben.
Seine Hand jedoch schlug gegen blankes Metall.
Jemand, der ebenso schnell war wie er hatte sein großes Breitschwert zwischen ihn und den Fürsten erhoben.
Teiz angespannter Blick begegnete den ruhigen und strengen Augen einem der Lords „Ihr reagiert zu emotional um eine klare Entscheidung treffen zu können, überlasst das uns Sr. Teiz“.
Der Schutzherr, der von dem Rückstoß einen Satz zurück geworfen wurde, spürte seine schmerzende Hand durch all das Adrenalin kaum „Sir Mathis. Ich werde diesen Mann nicht länger am Leben lassen! Er hat Prinzessin Tine und Varanda vergiftet und damit ihren unweigerlichen Tod in Kauf genommen! Darüber hinaus, wenn es nie eine Krankheit gab…, ist er für die Ermordung von Königin Luzia verantwortlich…  Ich will Rache!“
Die Lords weiteten die Augen. Ein Aspekt den bislang keiner von ihnen bedacht hatte.
Nicht einmal mehr Enzo wagte etwas der Runde hinzuzufügen. Mit gesenkten, verschlossenen Augen drückte er seine Resignation aus.
Palladium sah dem Geschehen nur ernst und ruhig zu.
Das hier war nichts mehr in das er sich einmischen konnte. Das hier war ein politisches Attentat, das er den Großmächten Callistos überlassen musste.
Ebenso wussten das die anderen Spezialisten und Feen.
„Bitte… nein…“ brachte es Dragomir nur noch stockend heraus „Ich habe nie… niemals etwas derartiges… geplant“.
Doch seinen Worten glaubte keiner… zu präzise war die Beweislast.

„Bringt ihn mir aus den Augen!“

Die bittere, vor Enttäuschung und Wut geprägte Stimme der verbliebenen Prinzessin.
Cinder hatte sich majestätisch erhoben und trat näher an das Geschehen heran.
Ihre sichere Fassung, sowie die klaren und erhobenen Worte aus ihrem Mund waren denen einer echten Herrscherin gleichzusetzen „Dragomir wird seine gerechte Strafe erhalten Teiz… aber nicht hier und nicht heute. Bringt ihn mir einfach aus den Augen. Ich ertrage sein Gesicht nicht mehr. Wir werden später entscheiden was mit ihm passiert… Enzo! Sperr ihn weg!“.
„Nein, Cinder! Dieser Mann hat unsere Mutter, die Königin kaltblütig umgebracht. Er verdient den Tod!“ verweigerte sich Teiz auch weiterhin.
„So lautet mein Befehl!“ rief sie ihm jedoch entgegen.
Der Schutzherr schluckte. Niemals zuvor war ihm seine kleine Schwester so begegnet…
Athmos ergriff das Wort „Der hohe Rat wird ein Urteil über die Taten von Fürst Dragomir verhängen, doch im Moment…“ er sah ein weiteres Mal auf Prinzessin Varanda herab „… in Anbetracht der derzeitigen Situation haben wir andere, wichtigere Prioritäten. Ein Krieg steht bevor und weder der Fürst, noch die Prinzessin werden ihn anführen können… in diesem Fall Sr. Teiz werdet Ihr und Obergeneral Enzo das tun müssen… begeht nun keinen Fehler den ihr bereuen werdet“.
Während einige Wachen bereits herbei geeilt waren um den noch immer am Boden sitzenden Fürsten zu ergreifen und abzuführen, sah dieser nur mit seinem allseits bekannten Blick in die Runde „Ihr begeht einen gewaltigen Fehler!“.
Sein letztes Augenmerk ruhte auf Palladium selbst.
Allein durch ihn war er in diese Situation geraten.
Dragomir flüsterte mehr zu sich selbst als an irgendeinen gerichtet „Du wirst es noch merken… ich bin unschuldig“.
Der Elf wandte sich jedoch nach dieser Entscheidung ab sich wieder um die bewusstlose Prinzessin zu kümmern die inzwischen in der Obhut ihrer Freundinnen lag.
Als der Fürst jedoch stillschweigend abgeführt wurde brachen in Cinder die Dämme ihres selbst.
„Wie konntest du nur?! Wir sind eine Familie und du hast uns alle verraten?! Du wirst niemals den Thron besteigen! Nicht solange ich lebe!“ brüllte sie ihm sowohl verzweifelt, sowie wutentbrannt hinterher.
Keiner der Beteiligten hatte Cinder jemals so mit ihren eigenen Emotionen kämpfen und zugleich des sicheren Befehles äußern hören, das Schicksal eines Menschen entsprechend zu besiegeln.
Ihre Augen wirkten düster und hasserfüllt.
Er hatte sich einmal zu viel zwischen sie und ihre Schwester gestellt.





Hallo ihr lieben,

ich weiß, dass es viele von euch schon geahnt haben, hier also die Bestätigung. Die Krankheit war überhaupt keine Krankheit ^^ Allerdings würde es mich doch interessieren für wen diese Tatsache doch etwas überraschend kam. Teilt es mir gerne mit. Zudem muss ich sagen, dass mit diesem einen Kapitel unfassbar viel Vorbereitung zusammen hing, immerhin musste ich die Tee-Trinkerei schon früh ins Spiel bringen damit da ein Schuh draus wurde und Himmel! Wie oft ich dieses eine Kapitel gelesen und wieder überarbeitet habe! Es geht mir tatsächlich inzwischen ein wenig auf den Keks, weil ich soooo lange einfach nicht zufrieden damit war, doch jetzt würde ich tatsächlich nichts mehr daran verändern, sodass ich es euch zufrieden präsentieren kann. Die betreffenden Emotionen von Teiz und Cinder waren diesbezüglich mein schwierigstes Unterfangen. Verzweiflung, Wut und Traurigkeit zur selben Zeit rüber zu bringen ist gar nicht so einfach und es hat recht lange gedauert bis ich Athmos und Enzo richtig in das Geschehen integriert hatte. Aber jetzt ist glaube ich alles stimmig. Falls ihr das anders seht oder falls euch etwas fehlt, lasst es mich dennoch gerne wissen. Viellicht überschreibe ich das ganze Konstruckt dann doch nochmal ;D

LG Seilix
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