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Fee der magischen Energie

von Seilix
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
OC (Own Character) Palladium
18.08.2017
23.02.2021
94
415.867
41
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02.10.2020 5.237
 
Wie jeden Morgen saßen wir alle am Frühstückstisch des Saales den ich heute ausnahmsweise auch zur Konferenzrunde umfunktionieren wollte.
Meine Freundinnen beendeten langsam ihre Mahlzeiten. Nur die Männer der Runde waren sichtlich von der andauernden Umsorgung der Schlossbediensteten angetan. Ganz besonders David, wer auch sonst?
Palladium hatte sein Frühstück als erster der Runde beendet und war entgegen der nicht gerade leisen Gespräche zwischen mir und meinen Freundinnen in ein Buch versunken.
Ich sah wie der General, der uns auch heute beiwohnte die Runde um den Tisch zu mir machte.
Wie jeden Morgen hatte er wieder eine seiner Spezialmischungen aufgebrüht mit der er meine Tasse füllte.
„Danke Enzo“ ich nahm einen Schluck und bemerkte sofort das wohltuende Aroma „Ist das Lavendel? Wir sollten doch wach werden und nicht einschlafen“.
„Dient nur zur Beruhigung“ versicherte der Obergeneral und tat mit der Teekanne die Runde.
Die meisten von ihnen bedienten sich allerdings lieber am Kaffee, selbst Teiz der nicht wirkte als habe er beruhigend geschlafen.
Langsam aber sicher sorgte ich mich ein wenig um meinen Schutzherren.
„Wo steckt denn Cinder?“ fragte Alice schließlich in die Runde „Kommt sie heute Morgen nicht?“.
„Sie muss sich ein wenig ausruhen“ versuchte ich das Thema schnell abzutun „Sie wird kommen wenn sie Zeit findet“.
Ich sah an den Platz am anderen Kopfende mir gegenüber.
Er war leer. Bei dem Gedanken an die gestrige Nacht seufzte ich.
Das Ganze beschäftigte mich noch immer.
Nach einer gefühlten Ewigkeit in der sie sich nicht hatte beruhigen können, hatte sie mir erzählt, dass sie den Kontakt zu Tyrian verloren hatte.
Unser Bote der Sterne wachte nicht mehr wie zuvor über Callisto.
Immerhin wurde mir damit so einiges klar.
Sonst hätte er längst das ganze Unheil über Callisto, Conver und die Estrellas vorhergesagt…
Ob das einen Umschwung bedeutete? Noch die halbe Nacht hatte ich mir darüber den Kopf zerbrochen. Möglicherweise war das ein Zeichen für etwas bevorstehendes…
Wenn, dann konnte es wie ich wusste nur für eines stehen…
Kein Wunder kam Cinder mit all dem nicht klar.
Zum ersten Mal in ihrem Leben spürte sie überraschende Situationen wie wir anderen.
Für sie war diese Art Informationen aufzunehmen neu und nicht verarbeitbar, doch sie würde sich daran gewöhnen müssen…
Genauso wie ich mich an das Gefühl gewöhnen musste ohne Flügel oder magische Verwandlung zu leben.
Wir hatten uns gestern gegenseitig unsere größten Schwachpunkte gestanden.
Keine von uns Prinzessinnen war unfehlbar… das wurde mir unweigerlich bewusst.
„Vara“ riss mich Katy plötzlich aus meinen Gedanken „Du wolltest glaube ich etwas besprechen?“.
Sie hatte mich in das hier und jetzt zurückgeholt.
Um kurz meine Stimme zu ölen nahm ich einen weiteren Schluck von meinem Tee.
Die anderen richteten mir sämtliche Aufmerksamkeit zu, als ich in ihre Runde sah.
Abermals bemerkte ich diesen leichten Anflug der Kopfschmerzen und massierte kurz meine Schläfen bevor ich zu sprechen begann „Zuerst wollte ich euch allen Danken. Der Tag gestern war wirklich ein voller Erfolg und das habe ich nur euch zu verdanken“.
„Quatsch, das warst du selbst“ warf Jared jedoch, sanftmütig wie er war, ein.
„Du und deine Rede. Du hast wirklich aus dem Herzen gesprochen“ Alice klang, als sei sie so stolz auf mich wie nie.
„Mag sein und trotzdem habt ihr mir erst den Mut zu all dem gegeben. Ohne euch hätte ich wahrscheinlich längst aufgegeben. Vor allem dir Teiz, möchte ich danken. Ich weiß, dass Callisto auch deine Heimat ist, aber du tust so viel für mich und dieses Volk, dass ich manchmal Angst habe, dass du vergisst auf dich selbst zu achten“.
„Allerdings“ bekräftigte Amaryl mit einem scharfen Blick meine Vermutung.
Der Spezialist verdrehte nur die Augen „Ich weiß wie ihr darüber denkt, aber komm bitte auf den Punkt“.
Unverbesserlich! Ich atmete tief ein „Der Punkt ist, dass wir noch nicht am Ende sind und ich hoffe, dass ich auch weiterhin auf eure Unterstützung zählen kann. Ohne euch könnte ich das nämlich nicht“.
„Wie schon gesagt, wenn es kein weiterer verrückter Ex ist bin ich da“ gab David mal wieder den unpassendsten Kommentar von allen.
Selbst Katy verdrehte dabei die Augen „Manchmal wäre es besser, wenn du einfach die Klappe hältst“.
Trotz allem amüsierten mich die beiden zu oft. Ich bemühte mich das Ganze einfach zu ignorieren „Jedenfalls… nachdem wir die Friedensmission erfolgreich abgeschlossen haben, hat Amaryl etwas interessantes von den Menschen erfahren. Wie es aussieht hat sich eine Gruppe aus jungen, ehemaligen Kriegern Callistos gegründet die Dragomir vor einiger Zeit sich selbst überlassen hat. Sie nennen sich Estrellas. An sich ist all das eine Sache des Lebens und leben Lassens, allerdings dringen sie zunehmend in die Stadt ein und plündern. Als einer ihrer wurde Finn fälschlicherweise gehalten als wir ihn fanden, deswegen sind die Wachen auf ihn losgegangen. Wie viele andere ist auch dieses Problem Dragomir bekannt und er hat absolut nichts dagegen unternommen…“.
„Das bedeutet dann wohl, dass wir etwas dagegen tun“ äußerte sich Amaryl entschlossen.
Ich nickte „Ich muss etwas dagegen tun und ich bitte euch darum, mir zu helfen“.
„Das ist doch gar keine Frage“ lachte Katy beinahe über diese Bitte.
„Was sind die Fakten?“ fragte Jared.
Ich legte sämtliche meiner Informationen offen „Teiz und ich haben uns beraten und sind zu demselben Entschluss gekommen. Wir werden sie an ihrem Hauptquartier aufsuchen und überraschen. Sie werden nicht mit uns rechnen. Viele der dort ansässigen sind vor allem mir bekannt, weil ich sie einst selbst ausgewählt habe um Callisto zu dienen“.
„Warte, willst du damit sagen wir sollen eine ganze Horde von Paladinen, Spezialisten, Feen und Hexen herausfordern?!“ David klang geradezu schockiert „Also, ich zweifle nicht daran, dass wir gut sind, aber übermenschliche Kräfte habe ich noch nicht erreicht“.
„Nein“ stellte Teiz sofort klar „Wir werden uns unter das Volk mischen um „Pluma“ ausfindig zu machen. Der Krieger hat sämtliche Fähigkeiten eines Spezialisten und nach unseren Informationen ist er der Anführer der Estrellas. Wenn wir es schaffen ihn zu überzeugen werden sich die anderen nach ihm richten“.
„Zumindest geht ihr davon aus“ ergänzte Amaryl „Das klingt ziemlich riskant“.
„Ist es“ bestätigte ich „Darum werde ich auch keinen von euch überreden mit uns zu kommen. Wir wissen nicht wie viele es sind, noch wie sie mir gegenüber reagieren werden. Sollte etwas schief gehen könnten wir jeden Einzelnen gegen uns haben, aber das ist ein Risiko das ich in Kauf nehmen muss. Ich will sie nicht bezwingen. Ich will, dass sie sich für das Richtige entscheiden“.
David lehnte sich belustigt zurück „Das klingt wirklich ganz nach dir. Immer schön mit dem Feuer spielen, was Vara?“.
„Wenn es sein muss“ bestätigte ich Davids dämlichen Kommentar.
Die Feen musterten sich gegenseitig mit ihren vielsagenden Blicken die ich noch aus unserem gemeinsamen Unterricht kannte.
Die Verständigung ohne Worte die ich ebenfalls noch beherrschte.
Palladium hatte das einst wahnsinnig gemacht, so kannte ich ihre Antwort noch bevor Amaryl es uns mitteilte „Wir sind dabei“.
„Nur darum sind wir doch hier“ warf Katy wie so oft ihre übermotivierte Hand in die Luft.
Die beiden Jungs stimmten den Feen unumwunden zu.
Damit fehlte nur noch einer… Palladium war über die ganze Diskussion unparteiisch geblieben und hatte kein Wort gesagt.
Er hatte von seinem Buch aufgesehen und die Ellenbogen auf dem Tisch abgestützt. Seine verschränkten Hände hatte er vor dem Mund gefaltet als überlegte er.
Natürlich war er durch und durch Professor und besaß einiges mehr an Lebenserfahrung als einer von uns.
Er durchdachte immer alles gründlich und wägte ab.
An sich bewunderte ich noch immer seine Entscheidung einfach blindlinks nach Callisto aufzubrechen.
Ohne irgendeine Nachricht von uns hatte er einfach auf eigene Faust beschlossen hier aufzuschlagen um uns zu unterstützen.
Das passte überhaupt nicht zu seinem sonst so vorsichtigen Verhalten und doch war er hier.
Schließlich erhob er die Stimme „Angenommen wir finden diesen Pluma… was willst du ihm sagen?“.
Seine bernsteinfarbenen Augen fixierten mich. Ich hielt seinem Blick stand.
Er testete mich. Doch ich konnte ihm darauf nur eine Antwort geben „Keine Ahnung“.
Seine Augen weiteten sich ein Stück.
Ein ironisches Grinsen konnte ich mir nicht unterdrücken „Ich hab gemerkt, dass ich unter Drucksituationen am besten arbeiten kann. Egal welche Worte ich mir zurecht legen würde… es wird hinterher alles ganz anders als geplant“.
Ob ihm diese Antwort ausreichte?
Kurz erkannte ich keine Reaktion in seinem Gesicht.
Natürlich konnte Palladium genauso gut wie wir abwägen was alles auf dem Spiel stand und wie hoch unsere Chancen waren Erfolg zu haben und doch seufzte er schließlich „Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass ich euch das allein machen lassen würde“.
Teiz begann zu Grinsen „Natürlich nicht. Wir sind und bleiben ein Team. Wir alle“.

*

Der Abend rückte näher und damit die Umsetzung unseres mehr oder minder vorhandenen Plans.
Der Treffpunkt der Estrellas lag an den Fällen des östlichen Berges der Stadt, also machten wir uns mit den Drachen auf den Weg dorthin.
Selbst Amaryl, Katy und Alice hatten sich erbarmt nicht als Feen vorzufliegen.
Wir mussten dicht zusammenbleiben um nicht frühzeitig entdeckt zu werden, schließlich wollten wir als deren Krieger durchgehen.
Laut Enzo, der es ebenfalls bereits mit diesen Estrellas zu tun gehabt hatte, waren es lediglich eine außer Kontrolle geratene Jugendbande.
Sie feierten, suchten ihren Spaß und zogen sich mit ihres Gleichen zurück.
Nichts leichter als sich dem unter zu mischen.
Erstmals seit langem mein elegantes Prinzessinnen-Dasein wieder abgelegt, hatte ich mich in meine Party-Klamotten geworfen die ich mir erst in Alfea zugelegt hatte.
Das kurze hellblaue, eng anliegende Kleid mit den langen rosanen Ärmeln war mit den richtigen Schuhen, mit keinem zu geringem Absatz, perfekt für diesen Anlass.
Dazu offene, voluminöse Haare und ich war als Kronprinzessin kaum wieder zu erkennen.
Meine Freundinnen taten es mir praktisch gleich.
Süße oder Sexy kurze Röcke und dazu etwas Bauchfreiheit.
Die Jungs hatten sich stattdessen in etwas lässiges geworfen.
So hatten wir bei der Friedensmission den Eindruck erwecken wollen zu Callisto selbst zu gehören, war nun das Gegenteil gefragt.
Selbst Palladium hatte sich dem ganzen nicht verweigert.
Er trug ein dunkelbraunes Shirt mit einer dunkelgrünen Jacke darüber.
Selbst das lange Haar hatte er zusammengebunden.
Inzwischen etwas sicherer als beim ersten Versuch saß er hinter mir auf Daros Rücken der sich von mir wie immer perfekt führen ließ.
Nach wie vor… kein Mann konnte die Liebe zu meinem Drachen überflügeln. Keiner!
Teiz, der mit Amaryl voraus flog deutete uns anderen einen geeigneten Landeplatz an.
Während wir darauf Kurs nahmen hörte ich Palladium hinter mir „Ist das Musik?“.
Ich nickte „Die Party scheint schon voll im Gange zu sein“.
„Dann sind das wirklich nur feierwütige Jugendliche? Ich dachte ihr macht Witze“.
Einen Moment sah ich zu ihm nach hinten „Das wirst du gleich selbst sehen. Interessanter Weise kenne ich die Fälle von denen die Rede ist. Ein ausgebautes Höhlensystem von vor Jahrhunderten aus denen einige Quellen entspringen. Das Flussbett ist so seicht, dass gerademal die Füße unter Wasser stehen. Es wird dir gefallen“.
Kaum das wir die Drachen abgestellt und gesichert hatten, entfernten wir uns weiter in Richtung der Showdownkulisse.
Teiz führte uns an.
Schließlich standen wir ungemein davor.
Der Fluss dem wir gefolgt waren mündete langsam aber sicher in ein seichtes Flussbett wie ich es vorhergesagt hatte.
Der Untergrund war purer, glatt geschliffener Stein der weiter in Richtung des Berges führte.
„Ab hier könnte es rutschig werden, also passt auf“ warnte der Grünhaarige alle Beteiligten.
Zur Sicherheit zog ich meine Schuhe aus. Meine Freundinnen taten es mir gleich.
Langsam aber sicher durch das Wasser watend kamen wir dem lauten Erklingen der Musik näher.
„Ab hier wird es ernst“ warnte ich „Vergesst nicht, unser Ziel besteht darin Pluma ausfindig zu machen“.
Die ersten lustig torkelnden Minderjährigen kamen uns entgegen.
Die ersten die sich wohl von der Party verabschiedeten, während unser eins erst eintrudelte.
Schließlich entdeckten wir das Hauptgeschehen.
In einer Höhle mündend entdeckte ich das gleißende Licht einiger Scheinwerfer.
Je näher wir kamen, desto mehr bewunderte ich was diese Leute aus diesem abgelegenen Winkel Callistos geschaffen hatten.
Mit DJ-Pult, Bar und Sitzgelegenheiten auf einigen Felsplateaus waren sie inmitten des überfluteten Grundes ganz schön kreativ.
Alles wirkte geradezu futuristisch und hatte doch seinen naturellen Touch und wir passten alle perfekt ins Bild.
Ohne ein weiteres Signal teilten wir uns auf und mischten uns getrennt langsam unter die Leute.
Innerhalb der Höhle wurde das Gedränge durchaus präsenter.
Mich störte es jedoch wenig, sodass ich weiter vordrang, nach einem mehr oder minder bekannten Gesicht suchend.
Ein paar langsam angedudelte Feierwütige befragte ich nach Pluma, doch keiner konnte mir sagen wo er sich aufhielt.
Einer behauptete sogar, dass er gar nicht dort war.
Wenn das stimmte wäre alle Mühe umsonst gewesen… doch so schnell gab ich nicht auf.
Ich begegnete Amaryl, die jedoch durch einen kurzen Blickwechsel ebenfalls noch nichts herausfinden konnte.
Ebenso Jared, der mir dieselbe Geste deutete.
Inmitten der Menge hielt ich einen Moment und musterte die Leute um mich.
Alterstechnisch passte ich hier wirklich perfekt rein und bislang schien mich noch niemand erkannt zu haben.
Plötzlich wurde mir auf die Schulter getippt „Sag mal, kennen wir uns nicht?“.
Bereits befürchtend die Augen zusammen kneifend, drehte ich mich vorsichtig um und entgegnete dem jungen Mann so glaubhaft ich rüber kommen konnte „Das glaube ich nicht“.
Ich musterte ihn kurzerhand, wie er auch mich.
Allerdings musste ich feststellen, dass ich auch ihn bereits einmal gesehen hatte.
Einen Moment klebten unsere Blicke aneinander, einer misstrauischer als der andere.
Doch keiner von uns kam darauf. Stattdessen meinte der Mann „Ich hab dich hier noch nie gesehen. Heute sind wohl mehrere Neuzugänge hier“.
Er lachte plötzlich los. Sein brünettes, kurzes Haar war zur linken Seite herüber gekämmt, die andere war beinahe kahl ausrasiert. Die Gesichtszüge… er war einer der Paladine gewesen die ich einst selbst ausgesucht hatte… ich war mir fast sicher.
Da ich noch immer schwieg, fragte er „Wie sieht‘s aus? Soll ich dich herum führen?“.
Ich nickte sanft und entgegnete leicht verlegen „Ja, das wäre toll“.
Der Kerl zeigte mir alles von A bis Z.

„Und das ist Darrel, unser Barkeeper“ beendete er schließlich die Tour.
„Super, ich bin beeindruckt“ sprach ich wirklich meine Bewunderung für das aus was sie in dieser Höhle geschaffen hatten.
„Es ist ein cooler Rückzugsort für alle die so sind wie wir“ erklärte er mir zuletzt und nahm einen Schluck von dem Bier das er sich von Darrel ergattert hatte.
Inzwischen hatte ich Teiz und David ausgemacht die mich beide bereits mit diesem Kerl entdeckt hatten und auf Abstand, aber in Sichtweite blieben.
Vielleicht schaffte ich es von ihm ein paar Informationen zu entlocken.
„Jetzt habe ich schon so lange deine Zeit beansprucht, aber ich kenne immer noch nicht deinen Namen“ tat ich gespielt naiv.
Er trank in einem Zug das Bier leer und stellte sich vor „Ich bin Pluma und du bist Varanda von Callisto, die Kronprinzessin“.
Geschockt wusste ich kaum wie ich mich verhalten sollte, geschweige denn was zu sagen „Du wusstest es die ganze Zeit?“.
Er nickte grinsend „Jup, nur deshalb habe ich dich angesprochen. Allerdings frage ich mich, warum begibt sich die einzige Hoffnung für dieses Königreich ausgerechnet in die Höhle des Löwen? Kannst du mir das erklären? Obwohl… lass mich raten. Du hast von den sogenannten Überfällen gehört und willst das nun unterbinden“.
Ich konnte gar nicht so schnell reagieren wie mir der Kerl die Worte aus dem Mund nahm.
Genau deswegen hatte ich beschlossen alles spontan auf mich zukommen zu lassen!
Typen wie der waren intelligent und unberechenbar.
„Ich will keinen Ärger“ stellte ich schnell klar.
Pluma wirkte nicht annähernd angespannt „Klar willst du das nicht, sonst hättest du sämtliche Soldaten dabei“.
Irgendwie faszinierte es mich, dass mich der Kerl duzte, obwohl er mich kaum kannte und zugleich wusste, dass ich die Kronprinzessin war.
Es flößte mir dezent Respekt ein, dass er sich in seiner Sache so sicher schien.
Natürlich waren sie viele, doch alle leicht angesäuselt auf einem Fest… ich hätte tatsächlich leichtes Spiel haben können wenn ich das gewusst hätte. Nur war ich keine klassische Monarchin wie Dragomir.
„Ich will mit euch verhandeln“ sprach ich meine Grundlage aus.
„Ah! Jetzt kommen wir der Sache schon näher“ legte Pluma kurzerhand seinen Arm um mich und kam näher als das es mir lieb war.
„Nicht auf der Basis!“ stellte ich schnell klar und schob ihn von mir.
„Was?! Du dachtest… man, ihr Blaublüter seid echt unentspannt“ seufzte der Kerl und trat weiter durch die Menge.
Ich folgte ihm, mein Ziel nicht aus den Augen zu lassen und redete schnell auf ihn ein „Hör zu, ich will euch ein Angebot machen. Ich will das Königreich wieder aufbauen. Callisto soll wieder das werden was es einst war, das dürfte doch auch in eurem Interesse sein, oder? Lass uns reden und eine Lösung für all das finden“.
Außerhalb der Höhle und der größten Menschenmassen stoppte er schließlich und wandte sich um „Das würde ich wirklich gerne, aber das ist nicht meine Entscheidung“.
„Wie meinst du das?“ fragte ich kurz irritiert, als eine weibliche Frau hinter ihm in unsere Richtung trat die das Gespräch gehört hatte „Das ist meine!“.
Die Frau mit dem Dunkelbraunen in einen strengen Zopf gebundene Haar musterte mich eindrücklich „Dass wir uns wirklich noch einmal wiedersehen Prinzessin Varanda“.
„Zillah!“ stellte ich mit dem Blick in ihre dunklen Augen fest.
Pluma fügte indessen hinzu „Diese Entscheidung fällt allein meine Schwester“.
Ich erinnerte mich an das Mädchen in meinem Alter wie am ersten Tag als ich sie sah.
Sie hatte Träume und Visionen besessen wie ein jeder andere vor ihr.
Zillah war eine der ersten Frauen gewesen die gebeten hatten für die Leibgarde des Königshauses ausgebildet zu werden.
Ich hatte sie damals angenommen, doch Dragomir nicht.
Sie hätte Teiz Schützling werden sollen, doch noch bevor ihre Ausbildung begann war er fortgeschickt worden, somit hatte auch Zillah gehen müssen.
Die 21 Jährige umkreiste mich wie eine hungrige Löwin ihre Beute.
Langsam und doch bedacht „Unglaublich, dass du heute vor mir stehst und etwas von mir willst“.
„Ich dachte… Pluma wäre für die Estrellas verantwortlich“ äußerte ich mich vorsichtig.
„Das denken viele“ entgegnete sie „Der kleine Vorteil eines Bruders, aber das müsstest du ja am besten wissen“.
Ich schluckte. Dass sich die Überlegungen unter dem Volk geregt hatten, dass Teiz in Blutsverbindung mit der Königsfamilie stand, wusste ich ja, doch dass es sich inzwischen entsprechend verhärtet hatte…

*

Teiz und David hasteten gefolgt der anderen vor in das Geschehen, stoppten jedoch in entsprechendem Abstand.
So hatte das Ganze nicht laufen sollen…
Der Schutzherr wurde von der Frau fixiert, die schließlich ihre Umkreisung stoppte „Aha, wenn man vom Teufel spricht, was Sr. Teiz?“.
„Zillah“ auch er erinnerte sich gut an sie „Ich weiß, dass es eine große Ungerechtigkeit war die ihr durchlebt habt, aber auch wir haben damals sehr gelitten“.
„Oh keine Sorge, ich schreibe dir keine Schuld zu…“ bereits dezent erleichtert, dass sie es einsah, zog Zillah plötzlich eine Klinge aus ihrem rechten Stiefel und hielt diese in Varandas Richtung erhoben „Es ist ihre!“
Die Prinzessin schreckte einen Moment zurück, fing sich aber schnell wieder.
Pluma stand lediglich entspannt neben dem Geschehen und schien seine Schwester einfach weiter agieren zu lassen.
Teiz bemerkte wie Palladium neben ihm bereits zwischen das Geschehen treten wollte, so hielt er ihm schnell den Arm vor, die Situation jetzt nicht eskalieren zu lassen „Warte“.
Der Elf sah ihn flüchtig an, blieb jedoch an Ort und Stelle und schluckte nur merklich.
Ihm musste es wie Teiz selbst in den Fingern jucken Varanda sofort zur Seite zu stehen, doch hier war es besser, wenn die Prinzessin Callistos sich selbst der Sache annahm.
Hier ging es allein um sie und Zillah, nicht mehr und nicht weniger.
Da musste sie allein durch.
Varanda tat indessen das einzig Richtige in diesem Moment.
Sie ließ sich nicht einschüchtern. Trotz der Waffe ihres Gegenübers war sie inzwischen kampferprobt genug um zu wissen, dass die Frau nicht von ihr Gebrauch machen würde.
Sie nutzte sie lediglich als Drohung um sich Respekt, Anerkennung und Gehör zu verschaffen.
Sie hatte etwas zu sagen, etwas worauf sie nur zu lange gewartet hatte.
„Ich weiß, dass ich damals nicht für euch alle einstehen konnte. Dass ich nicht stark genug war mich durchzusetzen, obwohl ich es hätte tun müssen. Deswegen gibst du mir die Schuld, aber ich bin hier um meinen Fehler wieder gut zu machen. Lass uns reden Zillah“ bat Varanda ruhig und diplomatisch.
„Ich will nicht reden“ entgegnete diese jedoch kalt.
„Was willst du dann?“.
Die Kriegerin verengte weiter die Augen und senkte das Messer ein wenig „Es ist doch so eine Selbstironie. Nur weil du drei Jahre irgendwo in Magix so eine kleine Feen-Schule besucht hast nennst du dich selbst „Schutzfee?“. Dass ich nicht lache. Du bist immer so schwach gewesen, als ob sich daran etwas geändert haben könnte… Nur weil du jetzt hier auftauchst und davon schwafelst Fehler wieder gut zu machen, müssen wir dir nicht zuhören!“.
„Nein, das müsst ihr nicht, aber ihr könnt es. Ich will euch aus dieser Lage befreien. Ihr versteckt euch hier in einem so abgelegenen Teil des Königreiches, weil ihr nicht wisst was ihr mit euch anfangen sollt. Ihr begeht Dummheiten aus langerweile. Das Volk in der Stadt fürchtet euch und ich kann nicht weiter zulassen, dass ihr sie tyrannisiert“.
Zillah brach in schallendes Gelächter aus „Hört, hört, die kleine Prinzessin von Schutzfee will uns aufhalten, wie niedlich“.
Um sie alle versammelten sich langsam aber sicher die Estrellas.
Keiner von ihnen schien die kleine Gruppe von Feen und Spezialisten als wirkliche Bedrohung wahrzunehmen. Kein Wunder, schließlich waren sie haushoch in der Überzahl.
Teiz spürte die Spannung die in der Luft lag. Es wurde brennslich wenn sich Vara nicht schnell etwas einfallen ließ.
„Hör dir meinen Vorschlag an!“ forderte Vara abermals bestimmt. Einschüchterung noch immer Fehlanzeige, dabei bluffte sie gewaltig wie er wusste.
Zillahs breites Grinsen verschwand „Du glaubst wohl wirklich immer noch, dass du uns Vorschriften machen könntest. Wir, die Estrellas, haben uns vom Königshaus abgewandt. Wieso sollten wir solch schwache Monarchen beschützen? Du und Dragomir… und die anderen Lords. Wieso sollten wir Wesen beschützen die uns niemals das Wasser reichen könnten? Ihr allesamt seid schwach! Du bist schwach! Du würdest es niemals schaffen mich in einem Kampf zu besiegen! Magie hin oder her. Jemand wie du hätte den Platz als Prinzessin überhaupt nicht verdient“.
Teiz lagen so viele ungehaltene Kommentare auf der Zunge, doch er wusste, dass er sich jeden einzelnen davon hinunter schlucken musste.
Würde er jetzt Varas Autorität untergraben wäre es vorbei… das wussten auch die anderen, obwohl David insbesondere Amaryl gelegentlich davon abhalten musste dazwischen zu preschen.
Plötzlich entdeckte er wie Vara fordernd den Arm in seine Richtung ausstreckte.
Ihr Blick zeigte die pure Entschlossenheit. Er wusste genau was sie wollte.
Ob er es als gute Idee heißen sollte war dahin gestellt, doch er wagte nicht eine Bitte der Prinzessin abzuschlagen.
Ohne zu zögern und noch bevor es Palladium oder Amaryl wirklich realisierten, entfernte er seinen Kampfstab vom Gürtel, ließ ihn ausfahren und warf ihn gezielt.
Ungläubige Blicke zierten die Runde der Estrellas, als die Prinzessin die Waffe abfing und sich gekonnt in eine stabile Kampfposition brachte „Na schön, was ist wenn ich dir beweise, dass wir uns auf Augenhöhe begegnen?!“.
„Das kann nicht dein Ernst sein“ Zillah stand ihr perplex gegenüber.
Ob es der Tatsache verschuldet war, dass ihr die Prinzessin lediglich als Fee bekannt war und ihr das Bild, dass sie mit einer Waffe umgehen wusste, fremd war oder es die Herausforderung selbst war, konnte der Schutzherr nicht sagen.
Jedenfalls hatte Vara schließlich ihre Aufmerksamkeit.
„Wenn das der einzige Weg ist nehme ich die Folgen in Kauf!“ versicherte die Blondine.
„Diese Entscheidung wirst du noch bereuen“ versicherte Zillah ihrer Kontrahentin, als sie ebenfalls ein Schwert anforderte, welches von ihrem Bruder herüber geworfen wurde.
Palladium wechselte einen befürchtenden Blick mit dem Spezialisten.
Ob das eine gute Idee war?
Varanda kannte das Gelände nicht, zudem war der Untergrund glatt und die leichte Strömung des Wassers war in einer solchen Lage nicht zu unterschätzen.
Die jungen Frauen standen sich in einem Ring aus schaulustigen Jugendlichen gegenüber.
Zillah tat den ersten Schlag.
Für eine Kriegerin typisch brüllte sie angriffslustig, ihren Gegner mit der lauten Stimme zu erschrecken, um dann mit der Klinge zurück drängen zu können.
Ein Unterfangen auf das Varanda sich nicht einließ.
Mit dem Kampfstab hielt sie den Angriff ab und ließ die Klinge gekonnt abrutschen um problemlos ausweichen zu können.
Sie ging bedacht und vorsichtig vor, die Kriegerin war jedoch das genaue Gegenteil.
Vor Kraft strotzend wollte sie dem Hochmut der Prinzessin sicher ein rasches Ende bereiten und schlug weitere Male zu.
Wie auch zuvor wehrte Varanda alles ab und wich nach hinten oder zur Seite weg.
„Was ist?!“ fauchte Zillah um einer kurzen Verschnaufpause „Wieso verwandelst du dich nicht?! Zeig deine Fähigkeiten als Schutzfee!“.
Vara schwieg lediglich dazu und wartete auf den nächsten Angriff.
Auf Provokationen hatte sie sich noch nie eingelassen.
Mit steigender Wut ging Zillah erneut blindlinks auf sie los, dabei hatte sie nicht bemerkt wie ihre Gegnerin ihr Muster studierte.
Ohne jegliche Vorwarnung wich sie schneller als zuvor nach rechts weg, wandte sich ein Mal im Kreis und verpasste Zillah einen Schlag in die Seite „Das werde ich nicht“.
Diese plötzlich in ihre Knie gezwungen, begegnete Vara nur noch mit blankem Hass „Du wagst es…“.
Schreiend richtete sie sich im Angriff wieder auf, doch auch dieses Mal parierte Varanda, übersah dabei jedoch den Fuß, der ihre Schulter erwischte und sie taumeln ließ.
Sie rutschte auf dem glatten Untergrund aus.
Kurz ihrem Gleichgewicht beraubt nutzte Zillah den Moment und zog das Schwert von oben herab.
Dem Fallen nahe hatte Vara die Möglichkeit den Stab dazu zu nutzen sich einen erneuten, festen Stand zu verschaffen, oder sie parierte den Angriff quer vor ihrem Kopf.
Sie entschied sich kurzerhand für zweiteres und fiel dabei mit dem Schlag in das kühle Nass.
Jedoch verharrte sie nicht lange und verschaffte sich Abstand indem sie sich mit dem Stab vom Boden abstieß.
Ihre Freunde am Rande des Geschehens atmeten erleichtert aus. Das war verdammt knapp gewesen.
Abgesehen von ein paar nassen Klamotten hatte die Prinzessin zum Glück nichts zu beklagen und doch war ihr diese Warnung nicht genug.
Sie wirbelte den Stab einen Moment vor sich her das glitschige Gefühl von den Händen zu bekommen, als die Kriegerin erneut Anlauf auf sie nahm.
Geplant stieß Varanda den Stab mit dem Ende vor ihr zu Boden und schwang sich einmal um das Metall herum.
Zillah die das beinahe zu spät bemerkte, konnte ihr Gesicht gerade noch mit verschränkten Armen vor ihrem Körper schützen, worauf auch sie den Halt verlor und zurück rutschte, jedoch fest stand.
Vara nutzte ihre Gunst der Stunde, landete mit einem kleinen Platschen wieder auf beiden Füßen und hob den Stab an.
Sie konzentrierte ihre Magie.
Das gutartige weiße Licht sammelte sich in ihren Händen „Energieklinge!“.
Mit dem Stab zog sie mehrere Male durch die Luft.
Die Estrella weitete die Augen, wich jedoch jedem einzelnen Angriff aus, wenn auch mal knapp und zerschlug die letzte Klinge vor ihrem Körper mit dem Schwert.
Dabei kam sie der Prinzessin immer näher und erreichte sie kurzerhand wieder mit dem Schwert.
Gerade so konnte Varanda dagegen halten und versuchte sie zurück zu drängen, doch Zillah war eindeutig und um Längen stärker als sie.
„Du bist gut“ bemerkte sie.
Zillah schnaubte „Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sage, aber du auch. Ich spiele trotzdem in einer anderen Liga!“.
Zu einem noch mächtigeren Angriff holte die Kriegerin aus von dem auch Teiz wusste, dass seine Schwester das nicht ohne erhebliche Folgen überstehen konnte.
Diese machte zudem keinerlei Anstalt sich zu bewegen.
Mit geweiteten Augen sahen sie bereits dem unausweichlichen entgegen, als Zillah die Klinge hinab schnellen ließ, als es kam:

„Ich gebe auf!“.
Sie ließ den Stab fallen.

Zillah, vollkommen überrumpelt von diesem Statement ließ den Angriff gerade im letzten Moment wenige Zentimeter vor dem Gesicht ihrer Gegnerin halten.
„Was hast du gesagt?“ fragte sie ungläubig.
Varanda sah ihr direkt in die Augen und war noch immer die Ruhe selbst „Es ist egal was ich tun würde, du hast recht. Du bist mir überlegen, ich gebe es zu“.
Wie aufs Stichwort kamen die ersten Tropfen zu Boden.
Die dichte, sich bisher gehaltene Wolkendecke wandelte sich langsam aber sicher in einen Regenschauer der sich in einem regelrechten Platzregen über dem seichten Flussbett ergoss.
Auf Callisto war ein solcher Wetterumschwung jedoch so normal, dass dem kaum Beachtung geschenkt wurde.
Die Kriegerin ließ das Schwert sinken und gewann ungläubig an Abstand „Wa- Wieso? Wenn du das wusstest, wieso hast du mich dann herausgefordert?“.
Die Prinzessin, noch immer von all den Estrellas umzingelt nahm kein Blatt vor den Mund „Ich wollte wissen mit welchem Recht du diese Banden anführst und auch wie gut du geworden bist. Das schafft nicht jeder aus eigener Kraft. Ich bin… wirklich beeindruckt“.
„Du hast mich getestet?“ der Ausdruck ihrer Stimme war sowohl empört, als auch verblüfft.
„In gewisser Weise hast du recht“ gestand Varanda „Im Vergleich zu dir bin ich schwach und habe noch viel zu lernen. Ich bin kein Naturtalent darin zu kämpfen oder das Wetter zu beherrschen, darin ein Reich zu regieren schon gar nicht. Eigentlich bin ich wie ihr. Uns unterscheidet rein gar nichts voneinander… außer dass ich noch für meine Träume einstehe und sie verwirklichen will. Ihr allerdings lebt nur so vor euch hin. Ihr verfolgt keine Ziele mehr… vielleicht kann ich euch aber wieder eines geben. Ich möchte, dass ihr an den königlichen Hof zurückkehrt. Die Estrellas könnten genau die Zukunft für Callisto sein die ich brauche, die das Volk braucht. Vergeudet euer Talent nicht“.
„Nein!“ entschied Zillah entschlossen „Wir werden nie wieder diesem korrupten Königshaus dienen. Das haben wir uns geschworen. Wir werden nicht mehr von einem Lord zum nächsten gereicht, nie wieder!“.
„Das sollt ihr auch nicht“ versicherte Varanda „Ich will nicht, dass ihr dem Königshaus dient, nicht Dragomir und keinem Lord. Ich will, dass ihr das richtige tut und für euch selbst einsteht! Zeigt den Soldaten aus welchem Holz ihr geschnitzt seid und was ihr erreichen könnt. Beschützt die Menschen vor all dem was ihr an diesem Königreich so verabscheut und möglicherweise können wir: Ihr und ich, einen Teil des Weges zusammen gehen. Werdet zu Helden für die Menschen die euch heute fürchten. Für mich klingt das nach Mühen die es wert sein werden, aber diese Entscheidung liegt bei den Estrellas“.
Pluma trat langsam aber sicher zu seiner Schwester zurück.
Sie beide tauschten ein paar überlegende, sowie besorgte, aber auch fragende Blicke.
Die anfängliche Unruhe unter den Jugendlichen hatte sich in stille Unsicherheit gelegt.
Als Zillah die Stimme erhob klang sie misstrauisch „Woher wissen wir, dass du dein Wort hältst?“.
„Weil ich auf eure Unterstützung angewiesen bin“.
Mit diesem Satz katapultierte sich Varanda meilenweit in den Nachteil, doch nur indem sie den Estrellas das Gefühl gab die Spielregeln selbst vorgeben zu können, hatte sie eine Chance diese Krieger zu überzeugen.
Die Anführerin blickte in die Runde ihrer Leute.
Was sie aus den Gesichtern lesen konnte war für jeden außenstehenden ein Rätsel.
Schließlich schloss Zillah die Augen „Also schön, lass uns verhandeln“.
Allein diese kleinen Worte reichten aus um sämtliche Anspannung in Sekundenschnelle schwinden zu lassen.



Einen schönen guten Abend,

Ich habe nicht wirklich etwas zu dem Kapitel zu sagen. Mir bringen diese Szenen wieder ein wenig Spannung und Kampfgeist, da ich einmal demonstrieren wollte, dass Vara sich auch ohne ihre Verwandlung noch immer zu helfen weiß, wenn auch nicht so machtvoll wie zuvor ist sie trotzdem klug genug ihre Schwächen zu ihrem Vorteil zu nutzen. Lasst mir Liebe da ^^

LG Seilix
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