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Fee der magischen Energie

von Seilix
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
OC (Own Character) Palladium
18.08.2017
23.02.2021
94
415.867
41
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16.09.2017 3.820
 
„Bloom wurden die Kräfte gestohlen?“ ich konnte es nicht fassen.
Stella nickte betrübt „Ja, als ich auf der Erde ankam war es bereits zu spät. Sie wurde von den Hexen überrascht“.
„Unfassbar, dass sie so weit gegangen sind“ entfuhr es Amaryl.
„Die drei Hexen sind die Nachfahren der Urhexen die damals hinter der Drachenflamme her waren, die von Bloom beschützt wurde. Damals haben sie es nicht geschafft, aber Icy, Darcy und Stormy sind ihr auf die Erde gefolgt und haben sie besiegt“ erzählte Stella die ganze Geschichte.
„Und was passiert jetzt?“ fragte meine Mitbewohnerin.
Stella stand auf „Wir werden uns erst einmal um Bloom kümmern und sehen dann wies weiter geht“.
Ich nickte „In Ordnung, wenn ihr irgendetwas braucht, gebt einfach Bescheid“.
Ich brachte Stella zur Tür.
„Keine Sorge, wir schaffen es schon sie wieder aufzubauen“ Stella zwang sich ein Lächeln auf, doch man sah ihr klar an wie bedrückt sie war.

Amaryl und ich saßen noch eine ganze Weile beieinander ohne einen Ton zu sagen.
„Sollten wir auch nach ihr sehen?“ fragte sie irgendwann.
Ich schüttelte nur den Kopf „Nein, die Winx sind bei ihr. Das reicht“.
„Und du zählst dich noch nicht als Teil von ihnen?“.
Ihre Frage überraschte mich „Ich ein Teil der Winx, nein wieso?“.
„Du bist in letzter Zeit so viel mit ihnen unterwegs, dass man es so sehen könnte“.
Draußen zog sich ein Gewitter zusammen.
„Amaryl, ich bin doch nur mit ihnen befreundet“.
Sie seufzte „Ja, du hast ja recht. Vielleicht war ich einfach ein wenig eifersüchtig“.
Ich lächelte sie verständnisvoll an „Möglicherweise war ich wirklich etwas viel mit ihnen weg, entschuldige“.
Sie schüttelte den Kopf „Lass nur… und du solltest wirklich zu ihnen, vielleicht braucht Bloom dich“.
Ich überlegte einen Moment.
Bloom brauchte jetzt vermutlich wirklich jeden Zuspruch.
„Na los, worauf wartest du?“ forderte sie mich ernst auf.
„Okay“ ich erhob mich „Aber stell nichts an während ich weg bin“.
Sie winkte ab „Würde mir niemals einfallen“.
Ich lächelte sie an.
Amaryl war wirklich beinahe wie eine Schwester.
Ich trat also einmal mehr die Gänge des Wohntraktes entlang.
Ich sah hinaus und bemerkte, dass es wirklich in strömen regnete.
Zunächst war es völlig normal, eben ein Unwetter.
Doch dann hörte ich Geschrei.
Erschrocken stürzte ich zum Fenster und sah hinaus.
Dann sah ich sie, diese Haufen von undefinierbarem Ungeziefer.
Sie entstanden aus diesem Regen.
Ich riss die Augen auf.
Die panischen Feen begannen sich zu verteidigen und feuerten wild um sich.
Was war hier los?!

„Varanda!“.

Überrascht drehte ich mich um und sah Professor Palladium.
„Was geht hier vor sich?“ rief ich aus.
Auch er sah einen Moment hinaus „Das weiß ich nicht, aber was es auch ist, es greift die Schule an. Wir müssen hier raus!“.
Ich nickte und hielt mit ihm Schritt.
In den weiteren Korridoren scheuchte er sämtliche Feen aus ihren Zimmern.
So kamen wir auch zum Zimmer der Winx.
Palladium riss die Tür auf „Los kommt Mädchen, die Schule wird angegriffen“.
Ich entdeckte die ersten Krabbelviecher, die es in die Gänge geschafft hatten.
„Vorsicht, die Scharben!“ warnte ich und sprang ein Stück zurück.
Palladium war allarmiert „Beeilt euch!“.
Indessen setzte ich meine Kraft ein und zermalmte sie mit meinen unsichtbaren Energie-Klingen.
Wieder und wieder holte ich aus, doch die waren nicht klein zu kriegen.
Eine nach der anderen stürmte aus dem Zimmer.
„Vara!“ hörte ich Bloom nach mir rufen, die sah wie sich einige Schaben bereits an meinem Bein zu schaffen machten.
Ich schoss einen Energie-Ball auf diese und sprang zurück „Die werden nicht weniger“.
„Eine Prinzessin sollte sich mit so etwas nicht rum schlagen müssen“ hörte ich Stella.
Flora kam zu mir „goldene Pollen“.
Sie pustete einen funkelnden Staub auf das Ungeziefer, worauf ihre fleischfressenden Pflanzen aus dem Boden wuchsen und sie fraß.
„Was ist mit Mirta?“ fragte ich aufgebracht.
„Sie ist in Sicherheit“ versicherte sie mir.
„Los jetzt!“ befahl Palladium schon beinahe.
Wir nahmen die Beine in die Hand und rannten den Gang entlang.
Draußen angekommen bemerkten wir schnell, dass es auf dem ganzen Schulgelände nicht besser aussah.
Die meisten Feen waren in Panik und schossen weiter wild um sich.
Einige flogen bereits umher und verteidigten die Schule.
„Das ist eine echte Invasion!“ rief Tecna „Wir müssen zurückschlagen“.
Musa trat auf eine der Schaben „Schicken wir diese ekligen Käfer zurück in ihre Löcher!“.
„So sieht es aus!“ rief ich entschlossen.
Bloom sah entrüstet auf das Geschehen „Ich… ich kann euch nicht helfen“.
Stella legte ihr zwinkernd eine Hand auf die Schulter „Keine Sorge, wir übernehmen deinen Part“.
Dann richtete sie sich an uns „Seid ihr bereit?“.
„Magische Winx!“
„Enchantix!“
Wie jedes Mal umgab mich das gleißende Licht.
Ich sah meine violetten Handschuhe und das funkelnde, weiße Kleid an mir.
Das goldumrandete Korsette und ich spürte meine mächtigen Flügel, die für ein solches Wetter wie geschaffen waren.
Sofort erhob ich mich in die Lüfte.
Stella hielt ihren Stab in Händen „Also dann, los Mädels!“
Wir verteilten uns in Windeseile.
Ich entdeckte einige noch etwas unbeholfene Feen und beschloss sofort sie zu verteidigen.
Ich sammelte meine Energie in der Hand und schoss einen Strahl.
Durch die zusätzliche Druckwelle wurden sie von den Käfern befreit und sahen mich dankbar an.
Ich entdeckte Musa, die eine leuchtende Kugel erschuf, die ihre Feuerzauber auf die Scharben schoss.
Flora erschuf weitere ihrer Käfer fressenden Pflanzen und Tecna vernichtete sie mit einigen Kraftfeldern.
Doch die Lage spitzte sich schnell zu, als ich einen Haufen der Scharben vor mir bemerkte, die sich immer weiter vermehrten.
Sie bauten sich vor mir auf und ich erkannte eine Form.
Keine Minute später stand eine Kreatur der Dunkelheit vor mir, die um sich brüllte.
„Hervorragend, die können sich transformieren?“ ich sprang zurück und schwang meinen Arm in der Luft herunter.
Die Energieklinge zerstörte es.
Die Krabbelviecher fielen wieder zu Boden.
Ich drehte mich zufrieden um, entdeckte aber im selben Moment, dass dieses Monster nicht mehr das Einzige war das hier sein Unwesen trieb.
Was waren das für Wesen?!
Sie marschierten in Alfea ein und flogen über die Schule hinweg.
Das konnte so nicht weiter gehen.
„Vorsicht!“ ein Lichtstrahl schoss direkt über meinem Kopf hinweg.
Erschrocken sah ich hinter mich und sah erneut die Bestie, die hinter mir zusammen fiel.
Beinahe wäre ich Matsch gewesen.
Die Fee der Sonne und des Mondes sprang zu mir, Rücken an Rücken.
„Danke“.
„Kein Problem“ entgegnete Stella „Wir müssen uns etwas einfallen lassen“.
„Diese Biester bilden sich immer wieder neu, wenn man nicht jede Schabe einzeln vernichtet bekommen wir die nie los“ überlegte ich.
„Aber die regnen wie Wasser vom Himmel, wortwörtlich“ ich bemerkte, dass Stella weiter mit ihrem Zepter Lichtpfeile schoss.
Auch ich ließ meine Energieklingen durch die Luft schnellen und vernichtete damit einige Monster.
„Was machen wir?“ fragte Stella „Die Feen werden langsam müde“.
Ich überlegte einen kurzen Moment.
Stunden würden wir das auf keinen Fall durchstehen.
„Ich hab da eine Idee“ verkündete ich schließlich „Ich geb euch ‚ne Startenergie!“
Stella verstand sofort und nickte „Okay, wir verlassen uns auf dich Vara!“.
Ich erhob mich in die Luft und überließ der Prinzessin die Feinde in meinem Weg.
Ich nutzte den nächsten Auftrieb in diesem Sturm und spannte meine Flügel.
Sofort beförderte er mich über die gesamte Schule.
Ich zog einen Moment meine Kreise und visierte sämtliche Feen an um die Größe meines Kraftfeldes einschätzen zu können, das ich erschaffen musste.
Dann konzentrierte ich mich.
Ich schoss in dem nächsten Luftstrom in Kreisen umher.
Ich presste meine Hände aufeinander und kniff die Augen zusammen.
Ich sammelte meine innere Mitte und spürte das Prickeln auf meiner Haut.
All die Kraft der Luft, der Natur und des Windes umgab mich und ich schaffte es sie zu bündeln.
Die Energie meines Inneren vereinigte all das.
Als ich die Augen öffnete sah ich meine strahlende Kraft.
Die Energie die ich in mir trug. Sie war gewaltig!
„Ein wenig Licht gefällig?“ ich setzte sämtliche Macht frei die sich in mir befand.
Das grüne Leuchten weitete sich aus.
Die Bestien in meinem unmittelbaren Umfeld verpufften sofort, der Rest wurde immerhin damit geschwächt.
Die Zone breitete sich immer weiter aus je mehr ich meiner Energie freisetzte.
Beinahe hatte ich selbst nicht gewusst wozu ich im Stande war.
Niemals hatte ich meine Kräfte bis zum äußersten ausreizen müssen.
Als ich den gesamten Schulhof in mein Kraftfeld gezogen hatte spürte ich langsam meine Erschöpfung, doch ich war noch nicht fertig.
Ich zwang mich weiter zu machen.

*

Die Feen, die diese Energie spürten drehten sich überrascht nach dem Kern dieser Kraft um.
Gleichzeitig verspürten sie auch diese wohltuende Stärke mit der sie umgeben wurden.

Es dauerte nicht lange, bis auch Amaryl diese Macht erreichte.
Auch sie verteidigte Alfea mit allem was sie hatte.
„Was ist das?“ fragte sie überrascht.
„Schau, das ist Vara!“ Alice hatte sie bereits entdeckt.
Amaryl riss die Augen auf, als sie sie erblickte „Das glaub ich jetzt nicht“.
Die Fee über dem höchsten Punkt von Alfea teilte ihre Kraft mit allen Mitstreitern.
Um sie herum war die Macht so groß, dass sich kein Monster in ihre Nähe wagte.
„Das hält sie doch nicht lange durch!“ rief Amaryl.
„Sie überträgt uns ihre Kraft“ entgegnete Alice „Amaryl, sie schützt uns alle“.
„Und wer schützt sie?“ Amaryl fackelte nicht lange, sondern flog sofort in ihre Richtung.
Sie kannte Varanda inzwischen gut genug um zu wissen, dass sie ihre eigenen Kräfte der Enchantix noch nicht richtig einschätzen konnte.
Das hatte sie ihr selbst schon so oft gesagt und langsam verstand Amaryl.
Vara brauchte keine Hilfe, nie!
Doch es gab für alles ein erstes Mal.
Je näher sie kam umso mehr erkannte sie die Anstrengung ihrer Freundin.
Ein solches Kraftfeld war doch nicht ohne, ebenso wurde langsam ihre Macht schwächer.
Die Flugmonster hatten den Mittelpunkt der Quelle dieses starken Feindes längst ausgemacht und warteten nur darauf, dass der Angriff nachließ.
Sie würde sie nicht rechtzeitig erreichen!

„Nein, nicht aufgeben“ zwang sich Varanda weiter ihre Energie aufrecht zu erhalten, doch sie spürte ihren Zauber schwinden.
Das gleißende Licht um sie wurde schwächer.
„Verdammt, ich habe mich überschätzt“ wurde ihr im selben Moment klar.
Aber wenn sie jetzt stoppte, war ihr Kraftfeld vollkommen nutzlos gewesen.
Nein! Wenn es zum Ende gehen sollte musste sie es jetzt schaffen.
Sie zog Beine und Arme an sich und holte alles aus sich heraus was sie bieten konnte.
Das Prickeln wurde stärker und wandelte sich beinahe in ein Brennen auf ihrer Haut.
Eine solche Phase der Energie hatte sie bislang nie erreicht.
Möglicherweise reichte es.
Mit nur einem Gedanken ließ sie all das frei.
Keinen Moment später spürte sie den Wind und all das was um sie herum flog.
Regen, Böen und Zauber die durch die Luft getragen wurden.
Sie öffnete die Augen und sah wie ihr der Boden näher kam… der Boden kam näher!
Vor Schreck fasste sie sämtliche Muskel in ihrem Körper und schlug mit den Flügeln.
Sie wurde langsamer, doch damit nicht genug.

„Vara!“.

Sie sah nach vorne und entdeckte die fliegende Bestie, die ihr Maul bereits nach ihr aufriss.
Sie versuchte ihren Arm danach auszustrecken, doch ihre Kraft war am Ende.
Es flog im Volltempo gezielt auf Vara zu, aber ehe es sie erreichen konnte, schoss ein Zauber an ihr vorbei, der das Vieh mit sich nahm.
Beinahe schon taumelnd schaffte es die Fee nur zu Boden zu fliegen.
Kein Teil ihres Körpers wollte Varanda mehr gehorchen.
Sie hatte sich mit diesem letzten Angriff viel zu sehr verausgabt.
Kaum berührten ihre Füße den Boden, gaben auch ihre Flügel auf.
Sie fiel auf alle viere und keuchte.
„Vara, geht es dir gut?“ Amaryl landete neben ihr und versuchte sofort ihre Freundin zu halten und zog sie hinauf.
„Ja“ atmete diese tief „dank dir…“.
Amaryl lächelte sie mitfühlend an „Das war wirklich unglaublich, schau… ich glaube du hast sie in die Flucht geschlagen“.
Zum ersten Mal sah Varanda sich richtig um und bemerkte, dass die Scharben weniger wurden.
„Ein Glück“ seufzte sie und ließ sich von Amaryl zu den Professoren helfen.

Palladium kam mit den Winx bereits auf sie zu gelaufen.
Er sah sofort, dass sich seine Schülerin kaum noch auf den Beinen halten konnte.
Kein Wunder bei einer solchen Macht die sie frei gesetzt hatte.
Die Mädchen griffen ihr ebenfalls sofort unter die Arme.
„Vara! Das war unglaublich“ rief Musa und Tecna „Wie hast du das hingekriegt?“.
Doch die schwache Fee brachte nur ein weiches „Hallo“ heraus.
„Du wirst uns jetzt bloß wach bleiben, hörst du?“ ermahnte Stella die den Ernst der Lage erkannt hatte.
„Keine Sorge“ wieder erzwang sich die Prinzessin von Callisto ein Lächeln.
Auch Palladium begutachtete sie sofort „Setzt sie hin“.
Die Mädchen folgten, wichen ihrer Freundin aber nicht von der Seite.
„Varanda, wie geht es dir?“ sprach ihr Professor sie an und führte indessen ein paar Reflextests durch.
„Ein wenig verausgabt“ untertrieb diese es gewaltig.
„Das kannst du wohl sagen“ antwortete Palladium „Du bist vollkommen fertig. Das darf keines Falls noch einmal passieren, stell dir vor die Scharben hätten sich nicht zurückgezogen oder Amaryl hätte dir nicht geholfen“.
Der Elf erschreckte sich beinahe selbst vor seiner Stimmlage.
Palladium hatte besorgter geklungen als er es gewollt hatte.
„Entschuldigung“ schuldbewusst sah Varanda zur Seite.
Ihr Professor seufzte „Aber… diese Kraft ist wirklich beeindruckend. Nicht einmal ich könnte nach meinem Studium der Energie eine solche innere Kraft aufbringen“.
Varanda getraute sich nicht irgendjemanden noch einmal anzusehen.
Sie wusste, dass sie übertrieben hatte.
„Mädchen!“ kam es plötzlich aus dem Schulgebäude hinter ihnen.
Griselda kam angerannt, als würde sie immer noch von den Scharben verfolgt werden.
„Die Direktorin wünscht euch umgehend zu sehen“.

*

Keine 5 Minuten später standen wir zu sechst vor Pharagonda.
Ich hatte mich teils wieder erholt und die Direktorin verlor auch kein Wort über meinen Vorfall.
Stattdessen kam sie gleich zur Sache „Die Hexen planen einen Angriff gegen uns. Diese drei tun das, was ihre Vorfahren getan haben. Damals haben es die drei alten geschafft das Gleichgewicht der magischen Dimension zu stören und jetzt nimmt eine neue Generation von Hexen den Kampf auf und dieses Mal benutzen sie eine Waffe, die ihren Ahnen nicht zur Verfügung stand“ sie blickte Bloom direkt an „Deine Kräfte und diese Waffe macht die drei jungen Hexen leider unbesiegbar. Bloom, jetzt hör mir gut zu: Unter den gegebenen Umständen bleibt dir nichts anderes übrig als nach Domino zurück zu kehren“.
Wir blickten alle die Rothaarige in unserer Mitte an „Nach Domino? Aber warum denn?“.
„Weil es genau diese drei Vorfahren waren, die deinen Geburtsort zerstört haben Bloom. Sie haben dein Königreich vernichtet und jetzt treten Icy, Darcy und Stormy in ihre Fußstapfen und ich habe die Hoffnung, dass du vielleicht irgendwo zwischen den Ruinen des königlichen Palastes einen Schlüssel oder einen winzigen Hinweis, irgendetwas finden wirst was dir helfen kann das wiederzufinden was dir genommen wurde. Die Flamme des Drachens“.
Sie ließ ihre Kräfte wirken und erschuf vor unseren Augen ein Bild des Schlosses inmitten von Eis und Schnee, vollkommen zugefroren und nach und nach von den Flocken verschüttet.
„Bloom, du bist unsere einzige Hoffnung“ verkündete die Direktorin zuletzt.
„Wenn das so ist, begleiten wir dich natürlich“ Musa legte ihrer Freundin sofort eine Hand auf die Schulter.
„Ist doch logisch“ auch Flora war dafür „Du kannst auf uns zählen“.
„Keine von uns würde dich allein gehen lassen“ stimmte Stella zu.
Bloom kamen die ersten Tränen „Ich danke euch so sehr“.
„Ja, jede von euch wird sie begleiten, bis auf Varanda“ kam es noch immer streng von der Direktorin.
Natürlich hatte ich mit so etwas gerechnet und senkte bedrückt den Kopf „Entschuldigt, das werdet ihr ohne mich machen müssen“.
Bloom wischte sich die Tränen ab und begann zu lächeln.
Sie kam zu mir und umarmte mich „Ich bin dir trotzdem unheimlich dankbar“.
Auch Stella stimmte in die Umarmung mit ein „Du erholst dich bis wir wieder zurück sind und dann zeigen wir‘s den Hexen“.
Als auch Flora, Musa und Tecna dazu kamen fand ich mein Lächeln wieder „Ich warte bis ihr wieder da seid“.

Wenige Augenblicke später fand ich mich mit der Direktorin und Professor Palladium im Kontrollraum der Simulationskammer wieder.
Ich sah die Winx durch die Scheibe in der Kammer stehen, wie sie lediglich auf das Portal warteten.
Palladium saß am Pult und richtete bereits die Daten ein „Also gut meine Lieben. Hier ist alles klar, seid ihr dann so weit?“.
Ein paar Lichtkugeln flogen in den Raum, die sich über den Feen platzierten.
Sie ließen etwas magischen Staub herab regnen, wodurch sich ihre Klamotten in Winter-Outfits wandelten.
„Passt auf Mädchen, ich habe das System vollkommen überarbeitet und in ein paar Sekunden wird sich in der Simulationskammer vor euren Augen ein multidimensionaler Korridor öffnen der euch direkt nach Domino führt“ der Professor kam gar nicht mehr aus dem Geschwärme seiner Erfindung heraus.
Dabei hörten ihm die Mädchen kaum zu wie mir schien.
„Gebt da draußen alles und beschützt Bloom, verstanden?“ rief ich ernst nach unten.
„Jawohl Ma’am“ salutierte Musa halb.
Ebenso rief Flora „Erhol dich gut“.
Ich zeigte ihr den Daumen nach oben.
Kaum standen sie an das Wetter angepasst da, leuchtete die Kammer bereits auf.
„Und denkt bitte daran, dieses Mal ist alles echt. Es ist keine Simulation“ warnte Palladium sie zuletzt „Konzentriert euch, entspannt euch und behaltet euer Ziel im Auge. Ich wünsche euch allen viel Glück“.
Das Licht nahm überhand und keine Sekunde später waren sie weg.
Ich schluckte als mir klar wurde, dass sie sich wieder einmal in größte Gefahr begaben.
„Unser Schicksal liegt in ihren Händen“ kam es noch einmal leise von dem Professor.
Ich blickte noch immer wie gebannt auf die Stelle, wo sie gerade noch gestanden hatten.
Dann legte mir Griselda eine Hand auf die Schulter „So und wir konzentrieren uns jetzt darauf dich wieder aufzubauen, na komm“.
Ohne ein Wort folgte ich der Hausdame zur Tür.


*

Pharagonda sah ihrer Musterschülerin hinterher „Wie lange wird es wohl dauern bis sie wieder fit ist?“.
Palladium drehte sich von dem Pult weg und stand auf „Sie ist eine starke, junge Fee. Ein so kleiner Rückfall wird sie nicht lange aufhalten“.
„Das ist meine Befürchtung“.
„Wie meinen Sie?“ Palladium verstand nicht.
„Sie kann die Kräfte die in ihr stecken noch nicht einschätzen. Sie sind sehr stark und das ist das Problem. Nach ihrem Angriff konnte sie sich kaum noch bewegen. Ja, dieses Mal ist alles glimpfig ausgegangen, aber sie hat sich trotzdem großer Gefahr ausgesetzt“.
„Natürlich“ der Elf dachte an den Moment, als er sie hatte abstürzen sehen „Ihre Energie ist wirklich gewaltig. Ich habe noch nie zuvor eine Fee mit einem solchen Potential gesehen. Aber ich habe bereits mit ihr gesprochen, sie weiß, dass es zu viel war“.
Pharagonda erhob leicht die Mundwinkel „Das wird sie nicht lange aufhalten. Varanda ist die Art Fee, die an sich selbst wachsen will. Sie ist lernwillig und wird nicht lange still sitzen. Gefahr hin oder her“.
Die Direktorin musste schmunzeln „Sie erinnert mich sehr an ihren Vater. Palladium…“.
„Ja Direktorin?“.
„Sie sollten auch noch ein wenig an sich wachsen, man hat nie ausgelernt“.
„Ähm, sicher…“ was wollte sie ihm damit sagen?


Währenddessen:


„Wir werden angegriffen! Alle Spezialisten zu den Waffen!“.

Teiz schwang sich über den Absatz der Mauer und ließ sein Kriegsgebrüll hören.
Er zog seinen Kampfstab vom Gürtel und landete in der Arena auf einem der Monster.
Er rollte sich gekonnt ab, drehte sich in einem Schlag herum und schlug der Bestie mit dem Stab den Kopf ab.
Keine Zeit sich umzusehen, sie waren überall.
Er trat das nächste Monster von sich, stemmte den Stab auf den Boden, sprang und wirbelte herum.
Zwei weiteren schlug er auf diese Weise die Beine ins Gesicht.
Teiz war keinesfalls ungelernt und rannte zu einigen Spezialisten die in ihrem ersten Jahr auf der Akademie waren.
Ein riesiger Klopfer hatte sie ergriffen und schleuderte sie umher.
„Kopf einziehen!“ brüllte er, sprang und zog mit voller Kraft seinen Stab nach unten durch.
Sein Schlag verursachte eine kleine Druckwelle, die den Riesen zu Boden riss.
Der Asphalt unter ihm splitterte.
Der Riese zerfiel zu den Scharben aus denen er entstanden war.
Die Schüler aus seinen Fängen fielen zu Boden und bemühten sich aufzusehen.
„Danke“ keuchte einer von ihnen.
Teiz nickte nur kurz, ehe er sich zum nächsten auf machte.
Er zog seine Peitsche und schwang diese auf den Arm eines Monsters zu, das mit dem Rücken zu ihm stand.
Die Bestie hatte ausgeholt um Prinz Sky zu zerquetschen, welcher mit einem anderen Riesen beschäftigt war.
Teiz zog an dem Arm und mit aller Kraft und seinem Kriegsgeschrei gelang es ihm das Monster von den Füßen zu reißen.
Sky sprang zu ihm.
Rücken an Rücken stellten sie sich weiter den Ungeheuern.
„Wie lang kann das so weiter gehen?“ fragte der Prinz.
„Wahrscheinlich bis wir aufgeben oder fallen“ entgegnete der Grünhaarige.
„Nichts von beidem wird passieren“ Sky war entschlossen und schlug sein Schwert in das nächste Monster vor sich.
Auch Teiz durchbohrte die nächste Kreatur der Dunkelheit, ehe sie wieder zusammen sprangen.
„Hast du etwas von der Feenschule gehört?“ fragte Sky plötzlich völlig unerwartet.
Natürlich wusste Teiz inzwischen, dass er sich um das Feen-Mädchen sorgte mit dem Vara vor einigen Tagen von dem Festival verschwunden war und er musste zugeben, dass auch er viel zu oft an seine Prinzessin denken musste.
„Nein“ antwortete er nur.
Er konnte nur beten, dass es Varanda gut ging, dabei wusste er insgeheim, dass es in Alfea nicht besser aussehen konnte.
Würde ihr etwas geschehen hätte er versagt, dann war er kein angehender Schutzherr der königlichen Familie, sondern nichts als ein Versager der nicht zur Stelle war wenn seine Prinzessin ihn brauchte.
Teiz schluckte bei diesem Gedanken und schüttelte ihn ab.
Vara ging es gut, davon war er überzeugt.
Er kannte ihre Kräfte.
Der Spezialist hatte sich beinahe wieder beruhigt, als es knallte und der Boden unter ihren Füßen bebte.
„Was war das!?“ rief Sky aus.
Kurz darauf hörte er das Gebrüll. Dieses allzu bekannte Geräusch.
Teiz riss die Augen auf „Das sind die Drachen“.
„Die Drachen?!“ der Prinz sah ihn schockiert an.
Im selben Moment sah man sie.
Die großen, mächtigen Tiere, die sich panisch in die Luft erhoben.
„Nein! Sie haben die Ställe in Brand gesetzt!“ hörte er Codatorta brüllen.
Um ihre Hälse waren selbst noch die Eisenbänder zu sehen, von deren Ketten sie sich los gerissen hatten.
Teiz ließ einen Moment vor Reue seine Waffen sinken „Daro…“.
Der grüne Drache flog panisch durch die Luft und brüllte um sein Leben.
Der Spezialist wusste genau, es gab nichts was er tun konnte um ihn zurück zu bringen.
Aber das Tier war frei und damit in Sicherheit, das war die Hauptsache.
Er packte wütend seinen Stab in beide Hände und schlug erneut um sich.
Den Spezialisten kam es vor wie Stunden in denen sie um ihr Leben kämpften.
Bei einem genauen Blick war zu sehen, dass den meisten das Stehen immer schwerer fiel und schließlich war auch Teiz davon überzeugt als er sie sah… die drei Hexen.

„Strategischer Rückzug, alle Mann zu den Schiffen!“ befahl Codatorta.

Die rote Fontäne-Schule würde fallen.
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