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Fee der magischen Energie

von Seilix
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
OC (Own Character) Palladium
18.08.2017
23.02.2021
94
415.867
41
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Dieses Kapitel
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18.09.2020 5.325
 
Die Prinzessin klopfte zwei Mal mit dem Fingerknöchel gegen das massive Holz der Tür, ehe sie ohne auf eine Antwort zu warten die Tür öffnete.
In ihrem seidenen Abendmantel hatte sie eigentlich nicht mehr geplant ihr Zimmer zu verlassen.
Nach all der Strapazen des Tages wollte sie sich nur noch schlafen legen, doch ihr schlechtes Gewissen appellierte an ihr, noch einmal nach den betroffenen zu sehen.
„Ah, Prinzessin. Kommt herein“ wurde sie zunächst von der kratzigen Stimme des alten Priesters begrüßt.
Die hellblonde Fee trat in das Zimmer ein.
Mit verschränkten Armen kam sie vorsichtig an das Bett heran auf dem der Patient des Schlosspriesters saß und fragte „Wie schlimm ist es?“.
Athmos war natürlich sofort zur Stelle, wenn es einen medizinischen Vorfall gab und machte dann selbst Zimmerbesuche.
„Halb so wild, ein paar Kratzer, aber keine größeren Verletzungen“ versicherte der Priester der den Verband um den rechten Arm zuletzt fixierte.
„Das war Glück im Unglück“ antwortete auch Palladium, der sich trotz allem gut hielt.
Varanda schaffte es nur ein bemitleidendes Lächeln auszudrücken.
Athmos packte seine Utensilien zusammen „Beide haben es gut überstanden. Jaja, mit König Conver ist nicht zu spaßen… besser mit keinem der Sarcas. Also dann, meine Arbeit hier ist erledigt“.
„Danke Athmos“ drückte die Prinzessin ihren Respekt aus und sah dabei zu wie er langsam zur Tür schlurfte.
„Nichts zu danken, das ist schon über Generationen meine Arbeit“ entgegnete dieser nur wie selbstverständlich und verschwand aus der Tür.
Mit dem zufallen des Schlosses wandte sich Vara wieder dem in Mitleidenschaft gezogenen zu.
Palladium krempelte den rechten Ärmel des Hemdes wieder nach unten um den Verband darunter zu verstecken, doch etwas anderes erweckte viel mehr ihre Aufmerksamkeit.
Zunächst sagte keiner von beiden etwas.
Sie trat vorsichtig näher heran und kniete sich ohne ein Wort vor ihm zu Boden.
Palladium, der zunächst überrascht über die Situation wirkte, bemerkte jedoch schnell, dass sie seine Brust genauer in Augenschein nahm.
Sie hatte die breite Wunde entdeckt die sich quer über seinen Körper erstreckte.
„Darf… ich das genauer sehen?“ fragte sie vorsichtig und hob die Arme bereits ihm zu helfen, das sowieso geöffnete Hemd herunter zu ziehen.
Palladium wehrte sich nicht dagegen, schließlich wusste er, wenn er jemandem all das zeigen sollte, dann ihr.
Langsam und zaghaft zog sie mit zwei Fingern den seichten Schnitt entlang der Palladiums eigene Klinge abzeichnete, als Conver ihn mit voller Kraft über die Brüstung hatte werfen wollen.
Sie bemerkte wie sich der Elf bei dieser Berührung sichtlich anspannte. Obwohl es keine schwerwiegende Verletzung war, schmerzte sie natürlich.
Varanda seufzte mit reuevollem Blick „Mir tut das… so leid… das hätte niemals passieren dürfen“.
„Du konntest nichts dafür“ stellte Palladium sofort klar, der ihre Hand fasste.
Varanda setzte sich an das Bett am Boden und lehnte sich vorsichtig an seinem Bein an „Egal was passiert… ich mache dir nur Probleme. Irgendwie ziehe ich Schwierigkeiten magisch an… Du hättest dich vom ersten Moment von mir fern halten sollen…“.
Er strich ihr sanft mit einer Hand durch das Haar „Unter keinen Umständen. Auch wenn es nicht immer so einfach war und ist, ich habe versprochen dir zu helfen, darum bin ich hier. Wir alle sind hier um euch beizustehen und ihr braucht Hilfe“.
Vara kamen bei diesen Worten die Tränen.
Sie hatte ja gewusst, dass es nicht leicht werden würde wieder nach Callisto zurückzukehren, doch so unerträglich war nicht einmal die Zeit bei Valtor gewesen.
„Womit habe ich dich nur verdient?“ fragte sie so leise, dass es Palladium kaum hätte hören dürfen, doch kurz darauf spürte sie einen Kuss in ihr Haar, bevor sie nach oben gezogen wurde.
Mehr überrascht fand sie sich auf einmal auf seinem Schoß wieder.
Irritiert legte sie mit weit geöffneten Augen die Arme auf seinen Schultern ab, als er sich vor beugte die leicht überforderte Fee zu küssen.
Noch immer mit ein paar Tränen, die Vara über die Wangen rannen, ließ sie sich auf seine Aufmunterung ein.
Nachdem er den Kuss langsam löste, sah er der Prinzessin sanftmütig lächelnd ins Gesicht.
Mit dem Finger strich er die Tränen beiseite „Ich sehe dich lieber mit einem Lächeln, auch wenn du immer wunderschön bist“.
Diese Worte riefen geradezu die nächsten Tränen hervor, wenn auch dieses Mal nicht durch Unmut geprägt.  
Ein weiterer Kuss folgte.

Noch Stunden später lagen beide nebeneinander auf dem Bett und sahen sich einfach nur an. Das Licht war gedimmt und lediglich eine Kerze auf dem Nachttisch vertrieb die Schatten in die Ecken des Raumes.
Es musste nun nach Mitternacht sein, doch keiner von beiden machte eine Anstalt den Augenblick zu beenden.
Varanda hatte begonnen mit dem Zeigefinger ein paar Formen auf Palladiums Handfläche nachzufahren. Es kribbelte ihn ein wenig, doch er ließ es sich nicht ungern gefallen.
Diese andauernde Nähe war das erste Mal in dem auch er sich erstmals auf all das was sie nun verband einlassen konnte. Sie waren nicht mehr Professor und Schülerin, auch keine Kollegen und ebenso wenig Fee und Elf.
Sie waren sich als Paar erstmals so nah, dass er die Ruhe spürte die ihm ihre bloße Anwesenheit vermittelte.
Jede Berührung und jedes Wort ging viel tiefer als es jemals der Fall gewesen war.
Er lag noch immer oberkörperfrei auf dem Rücken, den einen Arm unter den Kopf geschoben, den er ihr zugewendet hielt.
Varanda lag stattdessen auf der Seite, voll und ganz mit Palladiums Hand beschäftigt, bis sie anfing zu sprechen „Conver hat mir ein Angebot gemacht. Ich heirate ihn und im Gegenzug gibt er Callisto frei…“.
Palladium war nicht annährend überrascht, dennoch wunderte ihn eine Sache „Und du hast nicht angenommen? Ich hab geglaubt, dass dir deine Heimat über alles geht“.
„Und darum will ich sie retten“ antwortete sie schlicht „Callistos Probleme verschwinden nicht einfach, aber ich kann dagegen vorgehen. Conver zu heiraten hätte nichts an all dem geändert… ich glaube, das wusste ich schon damals“.
Sie ließ von seiner Hand ab „Außerdem habe ich ihn nie geliebt… nicht so wie dich“.
Palladium entwischte ein kleines Schmunzeln darüber, bevor er zur Decke sah „Ich glaube ich muss dir auch etwas gestehen“.
„Achja? Sag bloß du hast auch eine heimliche Verlobte von der ich nichts weiß“ versuchte Varanda einen Witz zu reißen, die entspannte Situation nicht zu verlieren, doch auf einmal schloss Palladium einen kurzen Moment die Augen „Hatte“.
Vara erhob sich erschrocken, als sie feststellte ins Schwarze getroffen zu haben „Wirklich? Wann?“.
Er überlegte „Das war… als ich in Erwägung gezogen habe Alfea zu verlassen. Eine funktionierende Beziehung war nicht leicht während ich praktisch das ganze Jahr nicht zuhause war. Deshalb wollten Athris und ich auf Exkursion gehen“.
Er entdeckte den geweiteten Blick seiner Freundin, die jedoch nur verständnisvoll fragte „Was ist passiert?“.
„Sie ist gegangen. Vom einen auf den anderen Tag war sie einfach weg“ sprach er ruhig aus seiner Vergangenheit „Ich habe häufiger mit dem Gedanken gespielt nach Alfea zurückzukehren. Wir hatten plötzlich nicht mehr dieselben Vorstellungen vom Leben. Sie glaubte damals, dass ich mein Herz woanders verloren hätte und… vielleicht hatte sie damit sogar recht…“.
Um ihr ein wenig Halt zu geben fasste er ihre Hand und führte sie zu seinem Herzen.
Varanda indessen verarbeitete die Information noch „Warte… willst du mir gerade sagen, dass deine Beziehung wegen mir zerbrochen ist?!“
„Himmel, nein!“ stellte Palladium das Missverständnis sofort richtig „Bis sich zwischen uns etwas entwickelt hat lag fast ein Jahr dazwischen… aber ich leugne nicht, dass du mich gelegentlich doch sehr aufheitern konntest. Es ist wahrscheinlich viel, was mir damals noch nicht klar war“.
Leicht verlegen rieb er sich den Hinterkopf auch diesen Teil seines Lebens preiszugeben.
Varanda wirkte noch immer durch und durch schockiert und fasste sich an den Mund „Oh mein Gott, wenn ich das gewusst hätte…“.
„Es ist gut, dass du es nicht wusstest“ erwiderte Palladium sofort.
Die Prinzessin seufzte um sich wohl wieder etwas abzureagieren „Wir haben wohl alle unsere kleinen Geheimnisse vergraben“.
Er setzte sich neben ihr auf „Möchtest du gar nicht wissen wann es mir klar wurde?“.
Varanda überlegte einen kurzen Moment gespielt übertrieben und hob dann grinsend den Finger „Nein, nachher wird das nur noch so eine Geschichte die mich nicht mehr schlafen lässt“.
Das wollte der Elf nicht auf sich sitzen lassen und zog ihr kurzerhand den Arm weg, worauf die Prinzessin in einem leisen quietschen wieder auf das Bett fiel und er sich spielend leicht über ihr aufbauen konnte.
Er sah in das erschrockene Gesicht, wie sie damit absolut nicht gerechnet hatte.
„Ich werde es dir trotzdem sagen“, er beugte sich weiter nach unten, bis seine Lippen beinahe ihr Ohr berührten.
Er flüsterte es ihr zu, was die Fee nur weiter aus der Fassung brachte „Was?! So lange?!“.
Sie versuchte Palladium von sich zu drücken, doch ihr ehemaliger Professor war eindeutig stärker, der lachend nicht eine Sekunde daran dachte sie flüchten zu lassen und sich sichtlich darüber amüsierte.

*

Währenddessen:

Teiz hatte noch einmal nach David gesehen, der jedoch kaum eine Schramme durch den Kampf davon getragen hatte und in Katys Obhut würde sie schon dafür sorgen, dass der Spezialist Athmos Anweisungen folgen würde.
Amaryl wartete indessen auf seinem Zimmer „Was hat denn so lange gedauert?“.
Dieser vollkommen fertig von diesem Tag, wie auch von den letzten, schlürfte nur praktisch zu einem Sessel herüber „Ich hab mich noch mit Athmos unterhalten und Enzo bin ich begegnet… achja, ich muss noch die Einheiten für Finn morgen vorbereiten“.
Amaryl, die kurz mit ansah wie ihr Freund sich die Schuhe abstriff um anschließend zu seinem mit Papierkram übersäten Schreibtisch herüber zu laufen, fasste langsam die Unruhe.
Seit sie auf Callisto waren hatte Teiz sie kaum beachtet.
Zu sehr war er von einem Termin zum anderen gesprintet, jederzeit für Vara zur Stelle und hatte nun auch noch einen neuen Schüler.
Schließlich entsprechend entnervt äußerte sie sich „Hallo, ich bin übrigens auch noch da“.
Teiz jedoch hatte inzwischen einen Zettel in Händen und wirkte nicht einmal, als hätte er sie gehört.
Der Spezialist mochte zwar in diesem Schloss voll und ganz in seinem Element sein und jederzeit seine Pflichten für die Prinzessinnen erfüllen, wie er es immer so schön nannte, doch fühlte sich Amaryl zunehmend unwichtiger für ihn.
Sie war da, wie Katy und Alice auch, das war aber auch schon alles, so war die letzte liebevolle Aufmerksamkeit seinerseits gewesen, wie er sie gelobt hatte, nachdem sie Finn aus der Klemme geholfen hatten.
Das letzte und einzige Mal auf diesem Planeten, dass er sie wirklich beachtet hatte.
„Meinst du nicht du solltest dir helfen lassen? Ich bin sicher wir könnten ein paar Dinge für euch erledigen und du hättest wieder etwas Freiraum“ schlug sie ihm lieb gemeint vor, doch Teiz reagierte erneut nicht.
„Hallo?! Bin ich etwa Luft für dich?“ knurrte sie daraufhin.
„Was? Nein, bist du nicht“ entgegnete Teiz schließlich doch, der ihr diese Aufmerksamkeit aber nur kurz widmete und dann weiter las.
„WoW, danke“ meckerte sie und stand von ihrer Sitzgelegenheit auf, ebenfalls den Zettel hinter seiner Schulter in Augenschein zu nehmen „Was ist das?“.
„Ach“ Teiz klatschte das Stück Papier zurück „Ein Lagebericht von Enzo über die Truppen. Ich mache mir echt Sorgen“.
„Das ist nicht zu übersehen“ bemerkte Amaryl „Vielleicht können wir ja helfen. Du bist in letzter Zeit einfach zu überfordert… ich meine, Schutzherr, Berater und jetzt auch noch ein Schüler?“.
„Quatsch, das schaff ich so“ blockte Teiz jedoch stur ab „Tut mir ja leid, aber ihr kennt euch einfach nicht mit der Materie aus und ich will euch nicht in Dragomirs Fänge laufen lassen. Der Fürst versucht doch gerade aus allem einen Schwachpunkt zu schlagen und da wärt ihr die perfekte Angriffsfläche wenn etwas schiefläuft“.
„Warte, willst du damit sagen wir schaden dir?“ Amaryls Stimmlage war empörend in die Höhe geschossen, was selbst Teiz nicht entgehen konnte.
„Nein, natürlich nicht. Nur, können wir uns gerade keine Fehler mehr erlauben. Vara hat so vom Volk schon ihren Stempel weg und dank Dragomir sind es jetzt noch drei Wochen zur Wahl. Nach Conver können wir uns keinen Zeitverlust mehr leisten wenn Vara auf den Thron soll“.
„War ja klar, es dreht sich wieder alles darum“ konnte sie sich ihren Kommentar nicht verkneifen.
Teiz seufzte leicht gereizt auf und unterbrach seine Arbeit sich wirklich zu ihr umzudrehen „Ich dachte das Thema hätten wir durch“.
„Ja, dachte ich auch, aber wie es aussieht verrennst du dich gerade wieder in etwas“ verschränkte sie die Arme.
„Amaryl, ich hab gerade keine Zeit für sowas. Entweder du schluckst es runter, oder du lässt mich in Ruhe meine Arbeit machen. Gerade gibt es einfach wichtigeres, als…“.
„Es runter schlucken?! Sag mal, hörst du dir eigentlich selbst beim Reden zu? Es hat sich nie irgendwas geändert. Ich weiß, dass Vara dir über alles geht und ich akzeptiere das, aber es ist immer dasselbe… erst war es der Brief und ihre Enterbung, dann Darkar, dann die Reise und jetzt… du bist jedes Mal so verkrampft auf etwas eingeschossen, dass du um dich herum überhaupt nichts mehr wahr nimmst! Das kann so nicht weiter gehen“.
Der Spezialist versuchte die Stimme ruhig und gezügelt zu halten, trotz dessen wurde ihm das Spiel langsam zu dumm „Hier geht es um viel mehr als du dir im entferntesten vorstellen kannst Amaryl! Falls du es nicht bemerkt hast, Callisto steht am Abgrund und der Thron könnte die einzige Möglichkeit sein um das zu verhindern. Hier geht es um meine Heimat und dafür werde ich alles tun was in meiner Macht steht. Also tu mir bitte einen Gefallen: Schluck deine Eifersucht runter und lass mich meine Arbeit machen“.
„Eifersucht? Darum geht es doch überhaupt nicht“ entfuhr es Amaryl verständnislos.
„Genau so hört es sich aber an“ Teiz stemmte die Arme energisch gegen den Schreibtisch „Ich dachte wir wären über den Punkt hinaus, dass ich mich für alles rechtfertigen muss“.
Die Sternenstaubfee konnte nur den Kopf schütteln „Denkst du das wirklich von mir? Mag sein, dass ich mir unsere Beziehung in manchen Punkten anders vorgestellt habe, aber ich habe immer zurück gesteckt! Egal was dir in den Kopf kam, ich habe es unterstützt! Selbst als du mich einfach über Wochen zurückgelassen hast! Ich habe alles akzeptiert und nie ein Wort gesagt, aber du siehst das nicht mal. Ich liebe dich, aber du machst es mir ziemlich schwer…“.
Es war lediglich ein Seufzen das sie von ihrem Freund hörte, der sich über das Gesicht rieb „Hör zu, können wir dieses Gespräch bitte wann anders führen? Ich hab keine Nerven mehr dafür“.
Dieser direkten Antwort hatte die Fee nichts mehr entgegen zu setzen.
Mit Enttäuschung und Wut im Bauch machte sie kehrt und verschwand ohne ein weiteres Wort aus dem Raum.
Die Tür schlug mit einem gewaltigen Donnern zu.
Teiz, der sich aus seiner Sicht durch und durch im Recht empfand, war froh endlich seine Ruhe wieder zu haben und sich den letzten Dingen für diesen Tag widmen zu können.

*

Als ich an diesem Tag aufwachte bemerkte ich nur schleppend, dass ich mich nicht in meinem eigenen Zimmer befand.
Überrascht darüber musterte ich meine Umgebung und berührte dabei versehentlich einen neben mir liegenden Arm.
Durch die überraschende Berührung öffnete auch mein Neber blinzelnd die Augen.
Erschrocken stellte ich fest, dass ich es nicht mehr geschafft hatte aus Palladiums Zimmer zu verschwinden. Wir waren so quer nebeneinander auf dem Bett eingeschlafen wie wir in der Nacht zuvor noch gelegen hatten.
Ich musterte seinen verschlafenen Blick und wie er sich die Augen rieb.
Ich ordnete meine Gedanken und ließ den Blick dabei weiter über seinen Körper schweifen.
Die Sonne war längst über den Bergen aufgegangen und erstmals sah ich seinen nackten Oberkörper in vollem Licht.
Beim Anblick seiner breiten Schultern, sowie den leicht sichtbaren Bauchmuskeln und der strammen Brust wallte ein leichtes Unbehagen in mir hoch.
Ich hatte ihn nie zuvor so gesehen. Mir wurde heiß bei diesem Gedanken und ich musste erröten wie eine Tomate.
„Ist etwas?“ nachdem auch Palladium vollends die Grenze zum Bewusstsein überschritten hatte, musterte er mich mit einem so unschuldigen Blick, als sei eine solche Situation für uns vollkommen normal.
Sofort sah ich beschämt zur Seite „Nein, nichts…“.
Ich setzte mich auf und sah mich noch immer leicht benebelt im Raum um… ich war wirklich nicht in meinem eigenen Zimmer…
Erst nach und nach sah ich an mir selbst runter und erschrak zu Tode.
Ich selbst sah ja nicht besser aus!
Wie ich ihn sah, sah er natürlich auch mich!
Mein viel zu leichtes, sowie kurzes, seidenes Negligé war abgesehen von dem dazu passenden Morgenmantel aus demselben Stoff, der auch nicht mehr verdeckte, das Einzige das ich trug.
Dabei war mir der Morgenmantel entsprechend bis über die Schultern hinweg gerutscht.
Wieso hatte mich das am vorigen Abend überhaupt nicht gekümmert?! Ich war nichtmal betrunken oder etwas anderes, was das hier rechtfertigen würde! War ich wirklich so kaputt gewesen? Nun, jetzt war ich wach und mein Kopf funktionierte auf Anschlag.
Kurzerhand schämte ich mich noch mehr und rutschte beinahe zu hastig zur Kante des Bettes um aufzuspringen.
Dabei versuchte ich glatt panisch den leichten Mantel vor mir zuzuziehen, dass ich zumindest nur etwas zu viel Oberschenkel zeigte.
„Was hast du?“ fragte Palladium indessen nur belustigt, als ich begann mich vorsichtig zurück zu ziehen.
„Gar nichts“ belächelte ich nur gezwungen und stieß rücklinks im selben Moment gegen einen Sessel der mir den Weg versperrte „Ich war nur schon viel zu lange hier, und…“.
Im nächsten Anlauf erwischte ich den dazugehörigen Tisch.
Palladium, der sich inzwischen selbst aufsetzte, sah mir nur tiefenentspannt mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht dabei zu, das mir so viel sagte wie: „Ich weiß was du da tust und du müsstest es absolut nicht, wenn du mich richtig lesen könntest“.
Oh Doch! Ich konnte ihn sehr wohl lesen, nur war ich absolut noch nicht auf diese Situation vorbereitet und seelisch eingestellt.
Irgendwann sicher, doch noch nicht heute!
Nachdem ich mit dem dritten Anlauf endlich die freie Fläche erwischte, versuchte Palladium wohl so amüsiert wie das hier aussehen musste, mich zu beruhigen „Varanda, alles ist gut. Ich würde nie auf die Idee kommen…“.
„Oh mein Gott! Wie spät ist es?“ ich konnte ihn nicht einmal aussprechen lassen, nachdem ich erstmals den Sonnenstand inspiziert hatte der aus dem Fenster zu sehen war.
Wie hatte mir ausgerechnet das nicht auffallen können?!
„Wir haben verschlafen!“ sofort war meine vorige Panik vergessen und auch er schien zu realisieren, dass wir wirklich ein Problem hatten „Das war heute?“.
Heute war der Tag des Zuges in die Armenviertel den ich mit Enzo und den Paladinen organisiert hatte.
Das war meine größte und bislang einzige Chance das Volk wirklich für mich zu gewinnen!
Innerhalb weniger Augenblicke begann mein Kopf durchzuorganisieren „Okay, okay… ich muss in mein Zimmer und mich fertig machen. Wir treffen uns bei den anderen!“.
Palladium nickte schnell, während er ebenfalls bereits sein Zeug zusammen suchte um sich entsprechend anzuziehen „Ich werde Tine die Mixtur bringen und bereite dann alles vor“.
„Gut“ kommentierte ich lediglich und war bereits drauf und dran aus der Tür zu verschwinden, als es noch einmal von ihm kam „Varanda… da ist noch etwas das du wissen solltest… über Tine…“.
Sofort spürte ich den leichten Kloß in meinem Hals den ich gerade so hinunter schlucken konnte um ihn anzusehen und leicht zu nicken „Ich weiß… Teiz hat es uns gesagt…“.
Nur schwer konnte ich das Bild unterdrücken als Cinder bei der Information in Tränen ausgebrochen und auf die Knie gesackt war. Sie nahm das Ganze unheimlich mit.
„Trotzdem. Es muss möglich sein ihr zu helfen, egal wie. Ich werde nicht aufgeben.“ kam es plötzlich so selbstsicher und stark von Palladium wie ich ihn selten gehört hatte.
Zudem schenkte er mir ebenso diesen Blick. Seine bernsteinfarbenen Augen die mir zu jederzeit den nötigen Halt gaben den ich brauchte…
Ein leichtes Lächeln konnte ich ihm schenken „Wir auch nicht“.
Damit verschwand ich aus der Tür.

*

Mit gerade noch entschuldbarer Verspätung traf ich bei meinen Feen und Spezialisten im Saal ein.
An diesem Tag hatte ich die schönen Kleider, wie es für eine Prinzessin üblich war gegen eine königliche Rüstung eingetauscht. Diese beinhaltete ein Korsett, das der Struktur von goldenen Drachenschuppen glich, sowie ein luftiges, schulterfreies Top in hellem Grün.
Die hautenge Leggins war grau, wurde jedoch größtenteils des Stoffes mit den Reichszeichen darauf und der Beinschienen verdeckt die ich ebenfalls vergoldet trug.
Die vordersten Strähnen hatte ich mir hinten zusammen gesteckt, nur mein Pony lag wie immer unverändert über dem rechten Auge.
Zum ersten Mal seit langem hatte ich mich dazu durchgerungen mir mein Diadem aufzusetzen, welches ich mit meinem Verlassen mit vielen anderen Dingen aus meinem Dasein verbannt hatte.
Es hatte mich viel Überwindung gekostet dieses Artefakt am vorigen Tag von Dragomir zurück zu fordern. Eine beinahe nicht endende Diskussion, bis er doch eingeknickt war.
Ich sah in die Runde meiner durch und durch besten Freunde.
Auch sie waren am heutigen Tage alle Krieger Callistos.
Voll und ganz zum Aufbruch bereit trugen auch sie die Rüstungen und Monumente des Reiches als Erkennungszeichen.
Sie gehörten zu mir. Zu meinem engsten Familien- und Beratungskreis.
Nur Cinder fehlte. Als Prinzessin durfte sie zwischen Dragomir und mir nicht offiziell Partei ergreifen.
„Da bist du ja endlich“ kam Teiz sofort auf mich zu gesprintet.
„Tut mir leid, ich habe vollkommen verschlafen“ antwortete ich wahrheitsgemäß.
Teiz seufzte und fasste sich an den Kopf „War ja klar, ausgerechnet heute. Na ein Glück habe ich mich um alles gekümmert“.
„Ist das dein Ernst?“ fragte ich überrascht.
Der Spezialist zeigte mir ein überlegenes Grinsen „Die Drachen sind Abflugbereit auf der Brücke. Alle Vorbereitungen wurden getroffen. Enzo hält die Garde bereit und hat dir sogar einen Tee dagelassen“.
„Du bist der Wahnsinn“ musste ich ihn einfach loben.
„Das weiß ich“ nahm er wieder kein Blatt vor den Mund „Dann lasst uns verschwinden“.
„Moment“ wandte Amaryl allerdings ein „Palladium fehlt noch“.
„Interessant“ äußerte sich David dabei „Haben eure Verspätungen vielleicht etwas miteinander zu tun Vara?“. Er war so scheinheilig.
Katy, Alice und Jared konnten sich das Gekicher dabei nicht verkneifen.
„Quatsch“ log ich schlichtweg, wusste aber, dass ich mir nicht alles der roten Farbe unterdrücken konnte, als ich an die Situation des Morgens dachte.
Zum Glück schwang die Tür auf und erlöste mich. Der Letzte der Runde stürmte ebenfalls hinein „Entschuldigt die Verspätung. Es kann losgehen“.
Auch er hatte sich in Callistos Rüstung geworfen und war für sein Aufgabengebiet des Tages sichtlich vorbereitet.
Ich nickte ihm nur leicht zu. Wie alle hier tat auch er jederzeit sein bestes.
Ich stellte mich der Gruppe entgegen „In Ordnung. Der heutige Tag könnte bereits über die anstehende Wahl entscheiden. Bei den Adligen des Reiches habe ich keine Chance. Sie alle sind von Dragomirs Diplomatie festgefahren und profitieren weiterhin durch Callistos Situation. Die Leidtragenden sind die Menschen selbst. Die Bevölkerung ohne blaues Blut leidet von Tag zu Tag mehr. Wenn es uns gelingt nur die Hälfte davon zu überzeugen, dass es besser werden kann, haben wir die Mehrheit auf unserer Seite. Ich möchte ihnen eine Welt bieten in der sie leben können, finanzielle Mittel hin oder her. Sobald sie wissen, dass sie die Geschäftsbeziehungen wieder ausweiten können, wird sich auch das geben. Sie brauchen nur eine Perspektive und die schaffen wir heute!“.
Katy warf den Arm in die Luft „Wäre doch gelacht! Auf uns kannst du zählen Vara“.
Auch David und Jared nebeneinander gaben ihre Zustimmung „Wir sind auch dabei“.
Palladium nickte, bereit sich durch diese Mission leiten zu lassen.
„Also dann“ Teiz gab das Signal zum Aufbruch, als es plötzlich knallte.
Die Tür war mit so viel Schwung aufgeworfen worden, dass es einen gewaltigen Luftzug tat.
Doch dieser Luftzug war kein normaler Windstoß. Ich spürte die Wut mit der er geladen war „Was um alles in der Welt hast du getan?!“.
Alle beteiligten drehten sich erschrocken um, doch ich wusste nur zu gut wer seiner Aggression Luft machen wollte.
Es war Dragomir selbst, der mit hochrotem Kopf nicht mehr zu bremsen schien und mit kräftigem Schritt auf mich zustürmte „Du hast König Conver aus dem Schloss werfen lassen?! Bist du des Wahnsinns?!“.
Natürlich hatte ich früher oder später damit gerechnet.
Nichts geschah in diesem Schloss, ohne dass mein Großvater es nicht mitbekommen würde.
„Ja, das habe ich“ bestätigte ich ihm seine Information „Unter keinen Umständen hätte ich einem Tyrann wie ihm gestattet weiter hier zu bleiben“.
Dragomirs Stimme wurde so leise, wie gefährlich, wenn er nicht mehr wusste wie er seinen ganzen Unmut sonst ausdrücken sollte „Ist dir bewusst, was du damit angerichtet hast? Du hast Callistos Schicksal besiegelt“.
„Das ist deine Ansicht“ entgegnete ich kalt „Ich weiß was ich tue Dragomir. Ich sorge für dieses Volk“.
„Du wirst es ins Verderben stürzen! Conver wird keine Ruhe geben. Du hättest all das abwenden können wenn du ihm einfach das gegeben hättest was er wollte. Ob es dir gefällt oder nicht, die Welt ist grausam und hässlich und wir müssen uns damit abfinden! Wir alle haben unseren vorgeschrieben Platz und wärst du nicht so stur, egoistisch und selbstsüchtig gewesen wäre es niemals so weit gekommen!“
Ich musste scharf schlucken. Möglicherweise hatte er recht, doch das konnte doch nicht der einzige Weg gewesen sein…
Ich überlegte mir meine nächsten Worte, doch Dragomir setzte noch einen drauf und brüllte „Du wurdest in diese Familie hinein geboren Varanda, also finde dich damit ab! So etwas wie eigene Entscheidungen gibt es in einer Königsfamilie nicht! Es wird zum Wohle aller entschieden. Jeder muss sich seinem Schicksal fügen und dem großen Ganzen zu Diensten sein! Deines war es nach Sarcas einzuheiraten, wieso also kannst du das nicht akzeptieren? Wieso musstest du uns den Rücken kehren, deine Familie verraten. Cinder und Tine mit dieser Bürde allein lassen. Du hättest alles verhindern können und Tine wäre vielleicht niemals krank geworden“.
Es war wohl das erste Mal seit ich zurückgekommen war, dass ich es nicht mehr schaffte ihm Paroli zu bieten. Meine Worte waren weg, einfach weg. Der Kopf leer.
Er appellierte an meine Schuldgefühle und so manipulativ wie er war… funktionierte es.
Die letzten Tage waren zu hart gewesen als das ich all das einfach so weg stecken könnte.
Ich kämpfte damit nicht einfach einzuknicken, mich zu fügen, wie er es wollte, doch das durfte ich nicht. Nicht dieses Mal.
Ich ballte die Hände zu Fäusten und wollte ihm etwas entgegen brüllen, egal was. Ob es Sinn machte oder nicht, doch die angestaute Wut, Verzweiflung und Reue explodierten in mir.
„Die Selbstaufgabe ist doch keine Lösung!“ sprang auf einmal Amaryl dazwischen „Vara hat den besten Weg gewählt indem sie nach Alfea gekommen ist! Sie können nicht einfach ein Leben nach einem anderen Messen! Sie ist ein Mensch wie wir es sind! Eine Fee und unsere Freundin! Zu heiraten hätte nur den Unterschied gemacht, dass sie aufgegeben hätte, aber sie ist hier und darauf sollten Sie stolz sein!“
Erschrocken musterte ich meine Freundin. Ihr Gesicht war von Wut zerfressen. Ihre Augen loderten dem Fürsten entgegen. So war sie mir vollkommen fremd.
Ich sah wie der Fürst den Mund öffnete, als zwei weitere vor geprescht kamen „Sie kämpfen hier gegen etwas an, das Zukunft hat! Sollten Sie das nicht lieber unterstützen, als jemandem die Schuld zuzuweisen“ Alice!
„Nur weil sie nach Alfea kam hat Vara uns und zusammen haben wir schon oft bewiesen, können wir alles schaffen! Wir sind ein Team! Sie kriegen uns nicht los!“ Katy!
„Also eins weiß ich…“ Jared trat vor „…diese Fee ist gut und es ist ein Fehler sie zu unterschätzen. Alle vier zu unterschätzen“.
„Meine Rede. Gegen uns kommen Sie nicht an. Jeder von uns würde für jeden einzelnen hier ins Feuer springen“ David!
Auf einmal spürte ich zwei Hände auf meinen Schultern. Auch ohne hinzusehen wusste ich, dass Palladium selbst Dragomir fixierte „Sie ist die Schutzfee des Wetters von Callisto, vergessen Sie das nicht. Es ist ihre Aufgabe diesen Planeten zu beschützen, dafür wurde sie ausgebildet. Dafür hat sie gekämpft und nie aufgegeben. Varanda ist heute so stark wie nie und das wird sie Ihnen beweisen“.
„Du kannst noch so gegen uns arbeiten Dragomir, aber wir stehen das durch“ beendete Teiz das Ganze.
Diese Woge des Glücks so viel Zuspruch zu erhalten… ich hatte nicht einmal gewagt darauf zu hoffen, nicht einmal von ihnen.
Dragomirs Stimme hatte an Intensität und Nachdruck verloren „Ihr seid doch alles noch Kinder, grün hinter den Ohren. Wie wollt ihr etwas bewirken?“.
Der Fürst stand vollkommen allein dar. Selbst mit all seiner Erfahrung und den durchschlagenden Argumenten war er nichts anderes als ein abgedankter König, wie ich eine noch nicht ernannte Königin war. Uns trennten lediglich Jahrzehnte.
Ich wusste es. Endlich kamen mir die einen Worte… die richtigen „Ich habe einen Traum Großvater. Ich habe den Traum eines besseren Lebens für das Volk. Für UNSER Volk! Und das werde ich schaffen, mit ihnen zusammen. Diese Kämpfe, Kriege und Korruptionen müssen ein Ende haben! Nur wir können etwas dagegen tun. Du und ich! Es ist deine Entscheidung, ob du mir dabei hilfst oder nicht, aber das Ergebnis wird dasselbe sein“.
Ich sah den alten Mann sichtlich schlucken.
Meine Selbstsicherheit hatte ich nicht verloren „Und nun entschuldige uns, wir habe einen Wahlkampf zu gewinnen“.
Ich wandte mich mit meinem Team um und trat aus dem Raum hinaus.

Auf der großen Brücke hinter dem Schloss hatten sich die Schlossdrachen versammelt die uns ins Dorf tragen würden.
Der Tag war bewölkt, doch der Wind sacht und kein Tropfen kam zu Boden.
Ein beinahe perfektes Flugwetter.
Unterhalb im Innenhof hatte sich die Paladingarde unter Enzos Aufsicht versammelt der mir bestätigend zunickte.
Ich wartete nicht lange und schwang mich gekonnt auf Daros Rücken.
Die Zügel angelegt, war auch er von den Soldaten nur so herausgeputzt worden.
Teiz tat es mir gleich „Also dann die Damen, darf ich Sie bitten aufzusteigen?“.
Amaryl jedoch zog eine Augenbraue nach oben „Auf keinen Fall. Solange ich eigene Flügel habe kann ich die auch benutzen“.
Mit Katy und Alice verwandelte sie sich und hob ab in die Luft „Schon viel besser“.
Ich erwischte mich, wie ich sie um dieses Gefühl beneidete.
Zu gerne wäre ich mit ihnen einfach los geflogen, doch das würde ohne meine Feenflügel nichts werden… Ich sah zu den anderen herüber.
David hatte sich ebenfalls sofort einen Drachen gegriffen, nur Jared war etwas zaghafter „Also Drachenfliegen war noch nie meine Stärke“.
Der blonde Spezialist begann zu lachen „Ach komm, das wird ein Spaß“.
„Für dich vielleicht… du hattest in der Abschlussklasse ja auch die besten Noten“.
David? Das konnte ich mir kaum vorstellen.
„Hier, fang auf!“ ich beobachtete, wie er Jared etwas herüber warf „Vielleicht bringt es dir ja auch Glück“.
„Hast du das nicht von Katy bekommen?“ fragte der jüngste Spezialist.
„Ach, gib es mir einfach irgendwann zurück, das geht schon in Ordnung“ winkte David nur ab und hob im selben Atemzug mit dem Drachen ab.
„Hey, warte!“ Jared tat es ihm gleich.
Wie aus Reflex wechselte mein Blick zu Palladium, der sich noch immer nicht in Bewegung gesetzt hatte einen Drachen zu wählen.
Ich konnte es mir beinahe denken und fragte „Bist du schon mal einen Drachen geflogen?“.
„Naja… ehrlich gesagt nicht“ belächelte er etwas verlegen.
Da hatte ich ihm tatsächlich mal etwas voraus.
Mit einem Lächeln streckte ich die Hand zu ihm nach unten aus.
Er nahm sie ohne zu Zögern entgegen und ließ sich hinter mir auf Daros Rücken helfen.
Ich bemerkte schnell, dass er sehr angespannt und leicht wackelig saß und warnte „Halt dich gut fest“.
Ohne lange zu warten, gab ich das Signal und Daro schoss los.
Beinahe zurückfallend fing sich Palladium gerade nochmal und legte seinen Arm um meine Hüfte um den nötigen Halt zu finden „Du hättest mich auch warnen können, dass es so ein holpriger Start wird“.
„Achwas, daran gewöhnt man sich“ versicherte ich grinsend.
Die Paladingarde startete nach uns und folgte dicht auf den Fersen der Drachen in Richtung abgelegener Stadtteile.


Hallo ihr lieben,
auch heute gibt es von mir zu diesem Kapitel nicht mehr viel zu sagen außer, dass der Wahlkampf nun langsam an Fahrt aufnimmt und sich Vara nun mit ihrem eigenen Volk auseinander setzen muss. Wie und auf welche Art sie das anstellen wird erfahrt ihr nächsten Freitag ^^

LG Seilix
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