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Fee der inneren Energie

von Seilix
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16
OC (Own Character) Palladium
18.08.2017
27.11.2020
78
333.266
34
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20.08.2017 3.534
 
Die Zeit schritt voran.
Varanda schien sich gut vorzubereiten und sie lernte sehr schnell, wie die Professoren feststellen mussten.
Auch ihre Mitschülerinnen waren mehr und mehr von ihr beeindruckt.
Jeder Zauber funktionierte auf Anhieb und meist verbesserte sie selbst erlernte Tränke auf ihre eigene Art und Weise.
Lediglich bei den letzten Verwandlungs- und Flugübungsstunden hatte Pharagonda ihr Fehlen verzeichnet, wie Palladium beim durchblättern des Klassenbuchs bemerkte.
Es verwunderte ihn etwas, da ausgerechnet dieses Mädchen die Prinzessin des Planeten des Wetters und der Lüfte war.
Da dürften doch gerade die Flugstunden ihr liegen.
Trotz allem machte sich das Mädchen sehr gut und so hatte er kaum noch Zweifel, dass sie die Prüfung nicht bestehen würde.
Die Mädchen versammelten sich eimälig alle in der großen Halle und platzierten sich auf den Zuschauer Stufen um die Simulationskammer herum, schließlich wollten alle einen genauen Blick auf das Geschehnis haben.
Die meisten seiner Schülerinnen hatten die Prüfung bereits abgelegt, bis dieser eigenartige Zwischenfall bei Blooms Prüfung passierte.
Doch trotz aller Vorkommnisse war sie nun wieder einsatzbereit.
Palladium räusperte sich „Ich darf euch mitteilen, dass der Simulator nach Blooms kleinem Missgeschick wieder funktionstüchtig ist. Wenn ich mich nicht irre, gibt es da einige Damen, die sich noch nicht haben testen lassen. Flora, Musa, Tecna, Stella. Ebenso Hotensia, Amaryl und Varanda auf eigenen Wunsch hin. Ich hoffe ihr seid bereit“.
In der Menge der Mädchen brach bereits panisches Getuschel aus.
Amaryl versuchte sich selbst mit tiefem ein und ausatmen zu beruhigen.
„Ist doch halb so schlimm“ begann Varanda ihr gut zu zureden.
„Na du hast gut reden“ seufzte diese „Dir fliegt ja auch alles zu. Für mich ist das nicht so einfach“.
„Man muss sich nur richtig vorbereiten“ belehrte die Prinzessin ihre neue Freundin.
Amaryl nahm noch einmal tief Luft „Bei solchen Prüfungen werde ich immer so nervös“.
Die Mädchen sahen auf, als ihr Professor wieder anfing zu sprechen „Und wie ich sehe hat Stella noch einige Arbeiten abzugeben, aber sie ist heute gar nicht anwesend. Könnte das etwas damit zu tun haben.
Palladium gab sich mühe streng zu klingen, was ihm nur mäßig gelang, jedoch genug, dass sich die Klasse zu den Winx umdrehte bei denen die Fee der Sonne und des Mondes normalerweise ihren Platz hatte.
Auch Varanda viel wohl zum ersten Mal auf, dass ihre alte Kindheitsfreunden gar nicht hier war.
„Wo steckt sie nur wieder?“ flüsterte sie leise.
„Ach, kann uns doch egal sein“ Amaryl war mal wieder nicht gut auf Stella zu sprechen.
Bloom erhob das Wort „Sie hat sich heute Morgen nicht gut gefühlt Professor. Sie hat mir gesagt, dass sie sich bei der Krankenschwester melden will. Vielleicht kommt sie ja später“.
Palladium ergriff seine Unterlagen und trat zum Eingang der Kammer „Ich hoffe natürlich, dass sie nicht ernsthaft krank ist. Trotzdem, wenn sie jemand sieht, sagt ihr bitte, dass ich warte. Sie hat noch eine Menge nachzuholen“.
Einen Moment überlegte Palladium die erste Schülerin für die Prüfung auszuwählen.
Zu gerne hätte er Varanda als erstes ausgesucht, zu sehr interessierten ihn ihre wirklichen Fähigkeiten in realen Situationen, doch eine neue Schülerin als erste zu prüfen erschien ihm nicht richtig, daher entschied er anders „Flora, würdest du bitte beginnen“.
Die Fee zögerte kaum.
Elegant und vorsichtig trat sie zwischen ihren Freundinnen hindurch die Stufen der Tribüne hinunter.
Kurz vielen ihr die wilden Gestikulationen zwischen Bloom und Vara auf, die sich wohl versuchten über die weite Distanz über Stella zu unterhalten.
Es gelang ihnen nur mäßig, sorgte aber für Belustigung der restlichen Klasse bis Flora in der Simulationskammer stand.
Schließlich räusperte sich der Professor „Äh-häm, darf ich nun um ihre sämtliche und ungeteilte Aufmerksamkeit bitten“.
Die beiden Feen zuckten einen Moment zusammen und setzten sich wieder kerzengerade auf.
Varanda war das für einen kurzen Augenblick unangenehm, doch kaum sah sie Amaryl an war sie wieder die Ruhe selbst.
Von außerhalb war Flora gut durch die Scheibe zu betrachten, die sich rund um die Kammer erstreckte und der Professor im Kontrollraum der zu ihr sprach „Also dann Flora, für welche Aufgabe hast du dich entschieden?“
„Ich werde Magie anwenden um eines der schlimmsten Mittel zu bekämpfen derer sich die Hexen bedienen, Traurigkeit“ verkündete sie.
„Gut“.
„Ich habe mich im Schwarzschlammsumpf darauf vorbereitet, jetzt bin ich soweit“.
„Wunderbar, also dann… können wir anfangen? Denk daran, maximale Konzentration und ganz ruhig bleiben“ Palladium schaffte es auf jede Schülerin eine angenehme Ruhe zu verbreiten.
Varanda war inzwischen heimlich zu Bloom herüber geklettert „Sie war im Schwarzschlammsumpf?“.
„Wir alle“ bestätigte diese leise „wir hatten es ihr versprochen“.
„Ihr seid ja süß, wie ihr zusammen haltet“ flüsterte Vara.
Floras Prüfung begann und das Umfeld eines Waldes baute sich um sie auf.
„Deswegen sind wir die Winx“ grinste Bloom.
„Bist du nervös vor deiner Prüfung?“ flüsterte Musa von einer Stufe weiter oben zu ihnen herunter.
„Nicht besonders“ entgegnete die hellblonde Fee.
„Wirst du dich in der Prüfung verwandelt?“ wollte Tecna neben ihr wissen.
Varanda lächelte verlegen „Also geplant ist es nicht“.
„Du nimmst also die schwierige Tour, gefällt mir“ zum ersten Mal sah sie die Fee mit dem pinken Haar freundlich lächeln.
Flora während dessen hatte die verzauberten Opfer der Hexen bereits gefunden und half ihnen mit sämtlichen Zaubern wieder in ihre menschliche Gestalt zurück.
Sie verhalf den simulierten Menschen zu ihrem Glauben und ihrer Fröhlichkeit zurück, den die Hexen ihnen genommen hatten und verzauberte diese.
Damit war die Prüfung auch schon vorbei.
Palladium war zufrieden, Flora hatte damit sehr gut abgeschnitten.
Kaum war sie wieder aus der Kammer draußen und hatte ihre Glückwünsche entgegen genommen fuhr der Professor fort „Also, gibt es nun irgendwelche Freiwilligen?“.
Er meinte die Frage nicht einmal ernst.
In solchen Prüfungen gab es nie freiwillige.
Er machte sich daher schnell bereit weiter zu sprechen, als plötzlich eine Hand in die Höhe schnellte „Ich würde gern“.
Überrascht sah er auf Varanda, die bereits aufstand um zu ihm nach vorne zu treten.
„Tatsächlich?“ fragte er überrascht, damit hatte Palladium wirklich nicht gerechnet.
Die Fee nickte „Ja, ich bin vorbereitet“.
Irritiertes Getuschel entstand in der Mitte ihrer Mitschülerinnen.
Ausgerechnet die Neue meldete sich freiwillig.
Selbst Amaryl saß mit offenem Mund an ihrem Platz.
Kurz darauf stand Varanda in der Kammer und wartete auf den Beginn der Prüfung.
„Na schön“ begann Palladium „Als Fee des Wetters und Windes vermute ich, dass du dich in der Prüfung eines trostlosen Ortes versuchen willst um ihm wieder Leben einzuhauchen?“.
Er war sich beinahe zu sicher, schließlich wäre das das Element der Prinzessin.
„Nein“ widersprach sie zu seiner Verwunderung.
Ihre klaren, dunkelblauen Augen blickten entschlossen zu ihm hinauf „Ich werde mich wie Flora an der Prüfung gegen die Hexen versuchen und den Menschen aus ihrer Trostlosigkeit helfen“.
Dem Professor war nur ein leichtes Nicken anzusehen.
Zu sehr bestand seine Verwirrung über diese Entscheidung.
Wieso machte man es sich unnötig schwer?
Er tippte die Daten ein. Jedoch sollte das eine andere Prüfung als Floras werden.
Andere Situationen und Herausforderungen.

Die Welt einer Stadt baute sich vor Varanda auf.
Sie sah sich um und brauchte einen Moment um zu erkennen, dass diese Stadt sehr verlassen aussah.
Nicht zerfallen, jedoch still und leblos.
Kein Mensch weit und breit.
Sie lief los durch die Straßen.
Zunächst blieb es äußerst ruhig und sie begann sich beinahe zu fragen, ob diese Simulation wirklich richtig dargestellt war, bis sie ein Lachen vernahm.
Ein dunkles, düsteres Lachen.
Vara sah sich sofort um, konnte jedoch keinen genauen Punkt des Lachens ausmachen.
Dann vervielfältigte sich die Stimme.
Zwei, drei, vier, vier lachende Stimmen über ihr.
Gerade noch im letzten Moment sprang sie zur Seite, bevor ein Felsbrocken auf ihr gelandet wäre.
Der Brocken krachte auf den Boden und zermalmte die Straße unter sich.
Varanda atmete erschrocken auf gerade noch einmal davon gekommen zu sein.
Sie sah nach oben und erblickte die Hexen.
Sie flogen schadenfroh und angriffslustig über ihrem Kopf hinweg.
Das hier war vollkommen anders als Floras Prüfung.
Doch wo waren die zu rettenden Bewohner?
Sie hatte kaum noch Zeit sich umzusehen.
Die nächste Hexe schoss bereits eine Kugel voll dunkler Energie auf sie.
Kurz wollte sie ausweichen, entschied sich dann aber dagegen.
Dunkle Energie war auch nur Energie.
Sie hielt ihre Hand entgegen und konzentrierte sich.

Außerhalb der Simulationskammer sahen ihre Mitschülerinnen erschrocken dabei zu, wie sie die Kugel an ihrem Arm entlang gleiten ließ, als könnte sie sie kontrollieren, sich mit Schwung um die eigene Achse drehte und sie dahin zurück schickte von wo sie kam.
Die Hexe schrie, als sie von ihrer eigenen Waffe erwischt wurde.
„Ja! Super Vara!“ jubelte Amaryl sofort, worauf die restlichen Feen mit ein stimmten.
Den nächsten Angriffen wich Varanda aus.
Sie war nicht nur schnell, sondern auch sehr beweglich wie Professor Palladium feststellte.
Er hatte diese Art der Prüfung gewählt um zu sehen wie weit sie ihre Fähigkeiten wirklich ausreizen konnte.
Doch bislang sah er nichts.
Keine ihrer Fähigkeiten.
Sie selbst führte keinen einzigen Angriff durch, stattdessen hatte sie die erste Hexe mit dem eigenen Angriff außer Kraft gesetzt.
Eine Andere schoss einen Strahl Eis auf sie zu.
Dem konnte Varanda nicht ohne einen Gegenangriff entkommen.
Gespannt sah er zu, ob sie sogleich mit einem Blitz kontern würde oder doch mit einer Nebelwand verschwinden würde.
Er riss die Augen auf, als die Prinzessin einen Schritt nach vorne trat und lediglich ihren Arm durch die Luft schwang.
Es war nichts zu sehen und doch zerschlug etwas den Eisstrahl.
Es arbeitete sich bis zu der Hexe vor und schlug diese zu Boden.
Palladium riss die Augen auf. So etwas hatte er noch nie gesehen.
War das ein Luftstrom gewesen? Doch er hatte keine Böen gesehen.
Die Feen jubelten noch weiter.
Nur ein paar saßen ruhig dort, wie Tecna die sich wunderte „Wieso verwandelt sie sich nicht einfach? Das würde viel schneller gehen und sie weniger Kraft kosten“.
„Ich weiß nicht, vielleicht ist sie einfach noch nicht so weit“ überlegte Flora.
„Das glaubst du doch selbst nicht“ widersprach Musa „Wenn sie solche Angriffe ausführen kann, dann kann sie sich auch verwandeln“.
„Warum tut sie es dann nicht?“ fragte Tecna wieder.
„Hm…“ Bloom beobachtete weiter gespannt das Geschehen.
Sie hatte noch nie eine Fee auf diese Weise kämpfen sehen.

Die übrigen Hexen begannen Varanda zu umkreisen.
Sie hatten ihre Taktik durchschaut sich jede einzeln vorzunehmen.
Varanda blieb ruhig.
Diese Wesen ließen ihr keinen Rückzug mehr.
Stattdessen bereiteten sie etwas vor.
Einen mächtigeren Angriff, dem sie niemals mit bloßem Rückhalt standhalten würde.
Erneut holte sie zu einem Angriff aus.
Mit sämtlicher Konzentration wirbelte sie herum und nun konnte es selbst Palladium spüren.
Diese Energie die sie frei setzte.
Sie war noch immer nicht sichtbar, doch spürbar da.
Alles um die Fee wirbelte, die Kraft war so groß, dass sich selbst ihre zusammengeknoteten Haare lösten.
Die Kraft schoss auf die Hexen zu, doch diese wichen aus.
Das war Varandas letzte Chance gewesen.
Die Hexen bündelten lachend ihre Kräfte in einer Kreis der Verderbnis.
Die Fee war gefangen.
„Sie muss etwas tun, schnell“ rief Flora.
„Ja, oder die Prüfung ist vorbei“ stimmte Musa zu.
Varanda flogen etliche Gedanken durch den Kopf.
Sie wusste genau was sie alle erwarteten und sie wusste auch genau weshalb Palladium ihr ausgerechnet so eine Aufgabe gestellt hatte.
Er trieb sie damit in die Enge.
Sie hatte keine andere Wahl mehr, wenn sie diese Simulation doch noch bestehen wollte.
Die Physischen Angriffe ohne ihre Verwandlung kosteten Kraft und sie hatte jetzt schon mehr durchgehalten, als sämtliche andere Feen ihres Jahrgangs.
Natürlich erregte auch das mehr Aufmerksamkeit.
Vermutlich verfolgte selbst die Direktorin diese Prüfungen in diesem Moment mit.
Möglicherweise war das alles sogar Pharagondas Plan gewesen.
Vara seufzte und sah ihre Gegner an „Na gut, ihr habt es nicht anders gewollt“.
Sie begab sich mit ruhigem Schritt in die Mitte des Kreises und visierte mit voller Konzentration die Hexen an.

„Enchantix!“

Den Mädchen blieb der Mund offen stehen.
„H-hat sie gerade Enchantix gesagt?“ Flora konnte den Blick nicht mehr abwenden.
Auch sie war in ihrem ersten Jahr in Alfea, doch wenn sie etwas wusste, dann das das Enchantix die Dritte Form der Verwandlung einer Fee war und man diese als Schutzfee erreichen musste um hier seinen Abschluss zu machen.
Mit gebannten Augen sahen sämtliche Feen die Verwandlung der Prinzessin von Callisto.
Ihr Haar wandelte sich zu einem voluminösen Pferdeschwanz, ihr Pony hing auf die rechte Seite und eine violette, lange Strähne hing ihr frei über die Schulter.
Darüber hinaus trug sie eine Art Tattoo auf der Stirn, das durch das Pony frei gelegt wurde.
Die lilanen Umrisse von sechs Kristallen, die wie Flügel angeordnet waren.
Ihr Kleid war weiß, kurz und schulterfrei mit einem Herzausschnitt.
Es funkelte.
Nur das violette Korsett war mit goldenen Umrandungen verziert.
Sie trug eine ebenso goldene Kette mit lilanem Stein darin.
Ebenfalls violette Pumps und Handschuhe, die ihr bis zum Oberarm reichten rundeten das Outfit ab.
Auf ihrem Rücken entschwand eimälig das große Leuchten und zum Vorschein kamen ein paar große, wunderschöne Flügel.
Das oberste Flügelpaar war hellblau und ging nach unten hin zum zweiten Flügelpaar in einen dunkleren lilanen Ton über.
Das unterste paar war Lilienfarben.
Die Flügel liefen nach außen hin spitz zusammen und waren pink umrandet und sie glitzerten.
Die Mädchen konnten ihre Augen gar nicht mehr abwenden.
Auch Professor Palladium konnte nicht glauben was er dort sah.
Diese Fee kam nach Alfea und besaß bereits das Enchantix?! Aber wie?
Aus eigener Kraft, ungelernt war es alles andere als einfach an diese Fähigkeit zu kommen.
Das Varanda ein unglaublich hohes Talent aufwies war ihm bereits bewusst, doch alleine an das Enchantix zu kommen war beinahe unmöglich!
Erneut stellte sie sich den Hexen gegenüber und erhob sich in die Luft um dem dunklen Ring zu entkommen „Na gut, eigentlich wollte ich das nicht für eine Simulation anwenden, doch ihr lasst mir keine Wahl“.
Sie flog noch ein Stück höher um den Überblick über ihren Feinden zu behalten.
Dann begann sie sich zu konzentrieren und schließlich war es deutlich zu sehen.
Palladium hätte mit einem Wetterzauber oder ähnlichem gerechnet, doch stattdessen sah er ein gleisendes Licht in grüner Farbe, das sie umgab.
Beinahe wie Blooms Flammen, doch nicht annähernd so lodernd.
Das Licht breitete sich immer weiter aus, bis es selbst die Hexen in sich einschloss.
Varanda konzentrierte sich und zeichnete mit zwei Fingern einen Strahl der Energie in die Luft.
Sie schwang die Arme zur Seite und die Energiekugeln schossen auf die Hexen.
„Die Hexen können sich durch ihr Kraftfeld nicht bewegen!“ rief Tecna, die ihre Angriffe bereits analysierte.
„Das heißt sie sind ihrem Angriff schutzlos ausgeliefert“ freute sich Bloom.

„Verschwindet endlich!“ rief Varanda, als sich ihre Energiekugeln bei den Hexen entluden und sie schreiend zu Boden fielen.
Sie alle waren besiegt.
Die Fee landete auf dem zerstörten Untergrund der Straße und sah dabei zu wie sich ihre Feinde in Luft auflösten.
Doch damit war ihre Prüfung noch nicht vorbei.
Was war mit den verwunschenen Bewohnern?
Vara war sich sicher, dass sie sich hier irgendwo versteckten.
Jetzt, da ihr Geheimnis sowieso ans Licht gekommen war, konnte sie auch ihre volle Kraft einsetzen.
Sie schwang die Arme nach oben und erweiterte ihr Kraftfeld „Ihr könnt euch zeigen, die Hexen sind weg“.
Sie schloss die Augen und begann die dunkle Präsenz der Hexen diesem Ort zu entziehen.
„Das hier ist ein Ort der Liebe und des Glücks. Keine schwarze Magie wird jemals von ihm Besitz ergreifen. Dunkelheit, schwinde!“.
Mit ihrem Zauber verflog die Düsternis.
Sie sammelte sich über ihr und verpuffte mit einer Handbewegung.
Es dauerte kaum einen Augenblick, bis sich etwas auf sie zu bewegte.
Ein erstes Kaninchen kam aus seinem Versteck hervor und sprang auf sie zu.
Überrascht kniete sich die Prinzessin zu ihm herunter und tätschelte es „Tiere?“.
Mehr und mehr von ihnen kamen hinter den Hauswänden hervor.
Rehe, Vögel, Eichhörnchen und viele andere Waldtiere.
Katzen wie Hunde und auch Mäuse.
Varanda sah sich unter ihrer Vielzahl um „Ihr seid die verzauberten Menschen“.

Palladium begutachtete angestrengt seine Schülerin.
Sie hatte ein gutes Gespür und eine kluge Vorgehensweise.
„Keine Sorge, ich erlöse euch“ erneut erhob sie sich in die Luft.
Varanda atmete tief durch „Feenstaub!“
Ein kleines Fläschchen erschien vor ihr, welches sie vorsichtig ergriff und mit dem Staub ein Zeichen der Diamanten in die Luft malte, wie sie auf ihrer Stirn gezeichnet waren.
Der Professor konnte den Blick kaum abwenden, als sie sämtliche Menschen dieser Stadt von ihrem Fluch erlöste.
Draußen jubelten ihr ihre Mitschüler nur so zu.
Keiner hatte auch nur ansatzweise geahnt was wirklich in dieser Prinzessin steckte.
Kein Wunder hatte sie darauf bestanden an dieser Prüfung teilzunehmen.
Palladium nickte zufrieden und löste die Simulation auf.
Nun hatte Varanda sich all denen zu stellen, die ihr niemals eine Enchantix zugetraut hätten.
Sie atmete tief durch und drehte sich um.
Ihre Klassenkameradinnen waren alle geradezu aus dem Häschen.
Sie sah ihre fragenden und begeisterten Gesichter durch die Scheiben.
Es lief ihr eiskalt den Rücken herunter.
Hilfesuchend sah sie zu ihrem Professor im Kontrollraum hinauf.
„Es ist alles in Ordnung Varanda, du hast bestanden und deine Zensur führt die Spitzenleistung der Klasse, Glückwunsch“ Palladium lächelte fast schon stolz.
Das war absolut nicht das was Vara hatte hören wollen.
Sie sah weg und ihr bis eben noch erzwungenes Lächeln verschwand.
Missmutig verwandelte sie sich zurück und atmete tief durch.
Die eigentliche Prüfung kam erst jetzt.

Palladium hatte sofort bemerkt das etwas nicht stimmte.
Sie hatte sich nicht einmal über das Bestehen der Prüfung gefreut.
Ganz im Gegenteil, ihm war es eher so vorgekommen als hätte sie Angst.
Angst vor einem Frage und Antwortspiel, dem sie sich ihren Mitschülerinnen stellen musste.
„Das ist doch unfassbar!“ eröffnete Griselda die Versammlung der Professoren in Pharagondas Büro „Eine ungelernte Fee, die das Enchantix besitzt, das ist vollkommen unmöglich!“.
„Nichts von alldem ist unmöglich Griselda“ widersprach ihr Pharagonda ruhig, die sich nicht von ihrem Spiegel abwenden konnte, der noch einmal die Bilder von Varandas Kampf zeigte.
Sie hatte alles beobachtet „Jedenfalls erklärt uns das ihr Fehlen der letzten Woche bei dem Flug- und Verwandlungsunterricht“.
„Sie hat lange mit ihrer Verwandlung gezögert“ sprach es Palladium aus „Sie musste erst vollkommen in die Enge getrieben werden, bis sie sich dazu entschloss“.
„Eine Fee im ersten Jahr, die bereits mit dem Enchantix zu uns kommt? So etwas hat es zuvor nie in Alfea gegeben“ Professor Wizgiz saß auf dem Schreibtisch der Direktorin und sah sich ebenfalls die Bilder des Spiegels an.
„Aber weshalb ist sie dann hier?“ fragte Griselda „Unsere Feen machen ihren Abschluss mit Erlangen des Enchantix. Sie ist bereits eine vollwertige Schutzfee, es gibt nichts was wir sie noch lehren könnten“.
„Vielleicht sieht sie das anders“ Pharagonda wandte sich ihrem Professorenteam zu „Wie auch immer sie das Enchantix erlangt hat. Eine unausgebildete Schutzfee kann ihre wahren Kräfte meist nicht vollwertig einsetzen. Ich werde mich in den nächsten Tagen einmal mit ihr unterhalten und dann sehen wir weiter. Wir werden sie weiter prüfen und sie am Unterricht teilnehmen lassen, auf diese Weise erfahren wir am besten alles über ihre Fähigkeiten“.
Wizgiz legte ein Bein über das andere „Sie scheint jedenfalls noch viele Überraschungen für und bereit zu halten. Ich werde sie in meinem Unterricht mal im Auge behalten“.
Die Direktorin nickte „Allerdings und das gilt für sie alle“.

Griselda und Wizgiz verließen den Raum bereits wieder, doch Palladium lag da noch etwas anderes im Kopf.
„Gibt es noch etwas?“ sprach Pharagonda ihn direkt an.
„Ja“ er zögerte einen Moment „Während der Prüfung ist mir noch etwas spezielles aufgefallen“.
„Und das wäre?“.
„Da Varanda von Callisto kommt hatte ich erwartet sie würde das Wetter beherrschen oder zumindest die Lüfte wie es für den Planeten üblich ist“.
Die Direktorin überlegte einen Moment „Ja, wir hatten bereits ein paar Schülerinnen von Callisto. Der Planet liegt im äußersten Ring von Magix, jede von ihnen konnte einen Teil des Wetters oder die Winde beherrschen. Eine bemerkenswerte Fähigkeit die dort vererbt wird“.
„Richtig, daher ging ich von Varanda ebenfalls davon aus. Jedoch war keiner ihrer Zauber auf Luft oder Wetter basiert. Ganz im Gegenteil. Zu Beginn war nicht einmal zu sehen womit sie sich verteidigt hat. Ich dachte zunächst es seien Windböen, doch dazu passte ihr Vakuum während der Simulation nicht. Es sah so aus, als könnte sie einfach fremde Zauber gegen ihre Anwender verwenden. Erst nach ihrer Verwandlung wurde mir klar, dass mehr dahinter steckt. Sehen Sie sich das an“.
Er ließ noch einmal die Bilder abspielen, als die Fee in der Luft über den Hexen flog und ihre Barriere erschuf, in der sich die Hexen nicht rühren konnten.
„Es ist als würde sie mit eigener Willenskraft alles kontrollieren, was in diesen Energiering gelangt und dann wurde es mir klar. Es ist ihre eigene, innere Energie die sie verwendet und nicht nur das. Sie zieht fremde Energie auch aus der Luft wodurch diese leuchtenden Druckwellen entstehen. So etwas habe ich zuvor noch nie gesehen“.
Pharagonda weitete die Augen als es auch ihr klar wurde „Sie kann das Wetter nicht kontrollieren“.
„Das ist auch meine Vermutung“ stimmte der Professor ihr zu „Weder Wetter noch Winde, stattdessen hat sie ihre eigene Form des Zauberns erlernt. Es würde mich nur interessieren woher…“.
„Eine bemerkenswerte Fee“ entfuhr es der Direktorin ehe sie sich setzte und einen Moment nachdachte.
„Eine Fee von der Erde und eine ungelernte Enchantix, dieses Schuljahr könnte wahrlich noch interessant werden“ Pharagonda entwischte ein Lächeln.
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