A different kind of magic

KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P12
Newt Scamander Porpentina "Tina" Goldstein
18.08.2017
18.08.2017
1
2014
2
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Dieses Kapitel
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AN: Hier ist mein Wichtelbeitrag zu der Wichtelaktion von Wortzauberin.
Dieser Beitrag ist für mein Wichtelkind callahadra.
Ich hoffe es gefällt dir :)

Newt konnte es sich nicht erklären doch während er in dem Zug saß, aus dem Fenster schaute und seine Hände schützend auf seinem Koffer gelegt hatte überkam ihn ein Gefühl der Nervosität. Das letzte Mal als er dieses Gefühl so stark verspürt hatte war als er mit elf Jahren den sprechenden Hut aufsetzten musste um einen Hogwartshaus zugeteilt zu werden. Einige Jahre später als er nach seinem Schulverweis sein Elternhaus betreten musste und ihn der Zorn seiner Eltern überkam. Beides waren Erlebnisse positiver und negativer Art, das machte es ihm leichter seine Gefühle zu ergründen. Wobei es für ihn einfacher war das Verhalten seiner Tierwesen zu ergründen als das der Menschen die sich in seinem Umfeld befanden. Menschen waren in dieser Hinsicht einfach kompliziert, sie sagten etwas und meinten dann doch etwas anders. Bei den Tieren gibt es so etwas nicht sie kommunizieren mit klaren Signalen und sie hegten in den meisten Fällen keine Hintergedanken oder wollten nur ihren eigenen Vorteil aus einer Sache haben. Ausgenommen vom Niffler natürlich! Er warf einen kurzen Blick auf seine Taschenuhr, der Zug müsste in wenigen Minuten im Bahnhof halten. Diese Tatsache sorgte dafür dass das Gefühl der Nervosität ein wenig gesteigert wurde. Er konnte sich das nicht erklären, denn er stattete doch nur Tina einen Besuch ab um ihr wie versprochen ein Exemplar seines Buches vorbei zu bringen. Newt dachte schon daran ob sie nicht zusammen durch das Land reisen könnten um weitere Wesen zu finden die er in sein Buch aufnehmen könnte. Immerhin war Amerika um einiges größer als Britannien und wenn er schon jemanden kannte der Ortskundig war konnte er die Gelegenheit auch gleich nutzen.

Der Pfiff der Lok und die langsam werdende Fahrt kündigten die Ankunft in den Bahnhof an. Ein weiterer Blick auf seine Taschenuhr verriet ihm das der Zug pünktlich war wie es der Plan vorsah. Newt nahm seinen Koffer in die eine Hand während der sich mit der anderen festhielt um einen Sturz beim Bremsen zu vermeiden. Erst als der Zug endgültig zum stehen kam stellte er sich an die Tür. Aus seinem Abteil war er der einzige der an dieser Station aussteigen musste. Erst als er auf dem Bahnsteig stand sah er das aus dem Zug insgesamt nur vier Leute ausgestiegen waren. Er zog noch einmal Tinas Brief aus seiner Manteltasche um die Richtigkeit der Station zu überprüfen. Hier war er richtig doch wohin sollte er jetzt gehen? In Kingscross war es einfacher, da musste er einfach durch die Barriere zwischen Gleis 9 und 10 gehen, doch hier gab es nur einen Bahnsteig. Außerdem war es jetzt zu spät wieder in den Zug zu steigen, da dieser schon aus dem Bahnhof fuhr.

Er wollte gerade durch das kleine Bahnhofsgebäude gehen als ihm eine bekannte Gestalt entgegen kam.“Hallo Newt.“, begrüßte Tina den Engländer mit einem Lächeln. Wobei sie sich nicht sicher war ob sie ihm die Hand geben sollte oder umarmen.“Guten Tag, Tina.“, erwiderte Newt die Begrüßung und nahm ihr die Entscheidung ab in dem er ihr die Hand hin hielt. Natürlich nahm Tina die Geste an und schüttelte seine Hand kurz.“Lass uns erst mal zu mir nach Hause gehen, dann kannst du mir alles von deiner Reise erzählen.“, schlug Tina vor damit sie nicht weiter auf dem Bahnsteig stehen mussten.“Werden wir zu deinem Haus apparieren?“, wollte Newt wissen während er gemeinsam mit Tina durch das Bahnhofsgebäude ging.“Ja, das geht am schnellsten. Queenie und Jacob sind noch in der Stadt, sie kommen erst Freitag Abend zu Besuch.“, war ihre Antwort, wobei Newt nur eine kurze Veränderung in ihrem Gesicht auffiel als sie darüber sprach.“Allerdings müssen wir noch ein kurzes Stück gehen dort gibt es einen sicheren Punkt zum Apparieren und Disapparieren.“ Diese Information nahm Newt mit einem Nicken auf und warf einen kurzen Blick durch die Gegend. Der Bahnhof lag direkt neben einem Wald, durch welchen sie jetzt auf einem breiten Pfad entlang gingen. Die Sonne schien durch die Baumwipfel sodass sie im Schatten laufen konnten ohne das es zu warm wurde. Bei der Ankunft würde er erst einmal seinen Mantel ausziehen und anschließend gleich nach seinen Tierwesen sehen. Ob sie diese Reise auch gut überstanden hatten.

„Ich habe den Schutzzauber verbessert.“, sprach Newt das aus was er eigentlich für sich denken wollte.“Wie bitte?“, fragte Tina ein wenig überrascht darüber das er etwas gesagt hatte.“Naja du weißt schon...damit das vom letzten Besuch hier nicht nochmal passiert...Damit keins meiner Tierwesen wieder verschwindet...“ Sie sahen sich einen kurzen Augenblick direkt an. Erst jetzt betrachtete er sie genauer. Ihre Augen sahen müde aus doch es war auch ein kleiner Glanz darin zu erkennen. Ihre Haut war nicht mehr so blass wie beim letzten Mal, was daran lag das sie wieder mehr aus dem Büro heraus kam.
„...und deine Haare sind länger geworden..“, kam es wieder laut aus seinem Mund heraus statt das er die Liste an Veränderungen von ihr in seinem Kopf weiter führte.
Beide bekamen nach dieser Aussage rote Wangen, während Newt kurz in eine andere Richtung sah konnte Tina sich ein kurzes Kichern nicht verkneifen.“Ist länger denn besser oder schlechter?“, wollte sie wissen wobei sie sich jetzt ein kleines Grinsen nicht verkneifen konnte, denn auf seinem Gesicht war zu erkennen das die Situation gerade nicht so lief wie er es erwartet hatte.“Beides hat seine Vor- und Nachteile.“, sagte er nach einem Augenblick des Nachdenkens, denn er wollte nichts falsches oder verletzendes sagen also versuchte er einfach höflich zu bleiben. Newt hoffte gerade darauf das der sichere Punkt zum Apparieren nicht mehr weit entfernt war und das er seine Gedanken endlich wieder zusammenhalten konnte ohne sich zu blamieren!

Er hatte Glück denn nachdem sie eine Abzweigung genommen hatten und diesen Weg weiter entlang gelaufen waren kamen sie zu einem Schild auf dem stand, dass das Betreten des Weges verboten war. Tina sah sich einmal um bevor sie voraus ging woraufhin Newt ihr folgte. Er spürte sofort das hier ein Zauber lag und da Tina ihren Zauberstab aus der Tasche geholt hatte zog er seinen ebenfalls. Als sie stehen blieb tat Newt das Gleiche. Er konzentrierte sich schon auf den Vorgang zum Apparieren als sie ohne Vorwarnung seine Hand ergriff. Im ersten Augenblick zuckte er kurz zusammen, denn eigentlich mochte Newt so engen Kontakt nur mit seinen Tieren und weniger mit Menschen doch bei Tina war es für ihn irgendwie kein Problem.“Bist du soweit?“, fragte sie woraufhin er nur nickte und sich bereit machte.

Kaum hatte er seine Augen geschlossen konnte er sie auch schon wieder auf machen und die Umgebung hatte sich verändert. Er stand nicht mehr mitten im Wald sondern im Garten hinter einem Landhaus. Das Haus war aus dunklem Holz gebaut und auf der Rückseite gab es eine Veranda. Der Garten war sehr großzügig und wurde von einer halb hohen Steinmauer umfasst.“Das ist ein sehr schönes Haus...Es passt zu dir.“, sagte Newt nachdem er den Anblick des Hauses auf sich wirken lassen hatte.“Danke.“, antwortete Tina, die nun leicht rote Wangen bekam, da sie mit dem Kompliment nicht gerechnet hatte und fügte noch hinzu:“Ich wohne gerne hier, es ist viel besser als in der Stadt...und die wenigen Nachbarn die hier wohnen sind ebenfalls Hexen und Zauberer.“
„Wohnt Queenie nicht auch hier?“, fragte Newt, da sie nur von sich gesprochen hatte.
„Ich mach uns eine Kanne mit Tee...Du kannst dich hier draußen hin setzten.“, lautete ihre Antwort bevor sie schnell ins Haus verschwand. So unbeholfen wie Newt auch war, hatte sogar er verstanden dass er etwas angesprochen hatte worüber sie wohl nicht gerne sprechen wollte. Er biss sich kurz auf die Unterlippe denn er wollte sie auf keinen Fall in eine solche Situation bringen. Wenn sie wieder da war würde er sich bei ihr entschuldigen.  Doch bevor er sich setzte stellte er seinen Koffer ab und legte seinen Mantel über den Stuhl. Kaum hatte er sich hingesetzt kam Tina wieder. Mit ihrem Zauberstab dirigierte sie eine Kanne mit Tee, zwei Tassen und einen Teller mit Gebäck auf den Tisch. Mit einer weiteren Bewegung war der Tee eingeschenkt und sie setzte sich gegenüber von Newt hin.

„Es tut mir Leid...Ich wollte dich nicht in diese unangenehme Lage bringen.“, entschuldigte Newt sich wobei er ihr ins Gesicht sah und erkannte das sie in diesem Moment wirklich traurig war.
„Ist schon in Ordnung...es fällt mir einfach noch schwer mich daran zu gewöhnen das wir nicht mehr so eng bei einander sind...Ich freue mich für sie das es mit Jacob funktioniert. Er ist lieb und behandelt sie gut. Er ist der richtige Mann für sie. Sie ist glücklich das ist das wichtigste.“, sagte Tina leise die einen großen Schluck Tee nahm bevor sie noch anfing zu weinen.  
Instinktiv streckte Newt seine Hand aus und legte sie auf ihre um diese ein wenig zu streicheln. Er wusste das es bei einigen seiner Tierwesen funktionierte wenn sie traurig waren und das Gefühl brauchten das jemand für sie da ist. Wobei Tinas warme Hand viel angenehmer zu berühren war als der Schuppenpanzer eines Occamys oder die langen Haare des Demiguise.  Für eine kurze Zeit sagte keiner von Beiden etwas, sie saßen einfach nur da und sahen sich an. Tina war tapfer und zeigte keine Träne auf ihrem Gesicht.
„Bist du denn glücklich?“, fragte Newt nach einiger Zeit der Stille. Eigentlich war das keine Frage die man jemanden einfach so stellte doch schon seit seiner Ankunft sagte er so komische Dinge und sein Kopf tat nicht das was er wollte das er tat. Dabei kamen dann so unangebrachte Fragen heraus. Er wollte sich gerade für das Gesagte entschuldigen doch Tina kam ihm mit dem was sie sagte zuvor. „Ich denke die ganze Zeit ich sollte glücklich sein...Schließlich habe ich doch das was ich immer wollte...Ein eigenes Haus...ich wurde befördert und sehe wie meine kleine Schwester glücklich ist und ihr eigenes Leben führt. Doch ich habe nicht dieses Gefühl...dieses Gefühl das ich glücklich bin..obwohl ich es sein sollte...“ Sie hatte sich so sehr angestrengt nicht zu weinen doch nun liefen ihr Tränen über die Wangen.

Bevor Newt wusste was er tun sollte beobachtete er sie, nur einen ganz kurzen Augenblick und in diesem fand er das sie selbst mit Tränen im Gesicht anmutig aussah. Er rückte mit dem Stuhl näher an sie heran und nahm sie in den Arm. Er blieb entspannt und atmete ruhig ein und aus während er ihr sanft über den Rücken strich. Er sprach ihr keine Aufmunternden Worte zu sondern war einfach für sie da. Newt gab Tina die Zeit die sie brauchte um ihre Ruhe wieder zu finden. Als sie sich von selbst wieder aufgerichtet hatte reichte Newt ihr ein sauberes Taschentuch mit welchem sie sich die Tränen von den Wangen wischte.“Es tut mir Leid...ich..ich wollte eigentlich gar nicht weinen.“, entschuldigte Tina sich bei ihrem Freund.
„Ist nicht so schlimm...das passiert manchmal.“, sagte Newt da er nicht wusste was er sonst sagen sollte, wie so oft seit er hier war. Offenbar hatte er genau das Richtige gesagt denn Tina fing kurz an zu lachen. Es war nicht dieses Lachen was die meisten Menschen aufsetzten wenn sie nur so taten als würden sie über etwas lachen was gar nicht witzig war. Bei ihr war es ein echtes Lachen, so wie alles an ihr echt war. „Ja..das passiert manchmal...da hast du Recht mit dem was du sagst.“, entgegnete Tina ihm als sie fertig war und sich wirklich ein Stück weit besser fühlte. Sie nahm seine Hände in ihre eigenen wobei sie ihn einfach nur anlächelte.

„Begleitest du mich auf meine nächste Reise?“, platzte es einfach aus Newt hervor der mit dieser Frage eigentlich noch warten wollte doch gerade schien ihm ein guter Zeitpunkt danach zu fragen. Tinas Gesichtsausdruck war sehr überrascht denn mit so etwas hatte sie nicht gerechnet. Jetzt war sie es die erst einmal über das Gesagte nachdenken musste um es zu verarbeiten.
„Ich? Warum denn ich? Ich verstehe doch gar nichts von den Tierwesen und dem was du machst...“, wollte sie wissen, denn sie konnte sich nicht erklären warum Newt ausgerechnet sie dabei haben wollte, wo sie doch absolut keine Ahnung von den Tierwesen hatte.
„Du bist einfach die richtige Frau für....“, fing Newt an, der sich selbst noch mitten im Satz stoppen konnte da er sonst etwas gesagt hätte was womöglich alles ruiniert hätte. Zumindest einmal konnte er sich auf seinen Kopf verlassen bevor er sprach. Tina sah ihn nun mehr verwirrt an denn die Unterbrechung ging schon länger als es nötig war.
„...für diese Reise.“
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