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Rick und Morty: Eine grenzenlose Welt

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16
Rick Sanchez
17.08.2017
18.09.2017
4
8.019
5
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17.08.2017 667
 
„W-Wie kommen wir hier wieder raus?“

Du siehst dich panisch nach Rick um, der an seiner Portal Gun schraubt, während er einen beherzten Sprint hinlegt.

Die Waffe, die er dir ein paar Sekunden vorher zugeworfen hat, liegt vollkomme nutzlos in deinen Händen, während du versuchst Schritt zu halten.

Ein schneller Blick über die Schulter, du feuerst. Einer der Soldaten der galaktischen Föderation, die euch dicht auf den Fersen sind, geht zu Boden.

„Ich muss hier weg“, denkst du und folgst Rick in eine scharfe Kurve.

„Guter Schuss!“, ruft Rick, während dir langsam die Puste ausgeht.

„Rick, ich halt das nicht mehr aus. Was wollen die von uns?“

„Die galaktische Föderation besteht aus einer Horde Flitzpiepen, geführt von bürokratischen Arschkriechern.“ Rick rülpst. „Um es klar zu machen: Die und ich verstehen uns nicht sonderlich. Und irgendjemand hat sie auf unsere Spur gebracht. Aha!“

Rick hält inne und zielt mit dem Gerät in seiner Hand an eine Stelle vor euch. Ein grün leuchtendes Portal öffnet sich und du springst ohne zu zögern hindurch.

Rick hat euch in eine öde Wüstenlandschaft befördert. Doch es gibt keine Zeit sich umzusehen, ihr müsst schnell weiter, denn eure Verfolger haben ebenfalls Zugang zu dem gerade geöffneten Portal.

Rick öffnet das nächste, ihr springt hindurch. Eine Höhle, in der die Bäume und Pflanzen von der Decke wachsen. Dann eine Welt voller milchig-durchsichtiger Schleim-Kreaturen. Danach findet ihr euch in einer Art Freizeitpark für Otter wieder.

Nachdem du bereits aus dem Auge verloren hast, durch wie viele Portale ihr bereits gesprungen seid, öffnet Rick auf einen Streich sieben neue Portale hintereinander und zieht dich durch das mittlere. „Hier rein!“
Du bekommst kaum noch Luft, als du in Erleichterung auf den Boden sinkst. Rick hat endlich das Portal in eure eigene Dimension geöffnet, nachdem sicher war, dass ihr eure Verfolger endgültig hinter euch gelassen habt.

„Ich glaube, ich habe mich noch nie so sehr gefreut, deine Garage zu sehen“, keuchst du erschöpft mit einem dankbaren Lächeln gen Himmel. „Aber Rick… Was WAR das? Wie… Wieso?“, stammelst du in einem Anflug von Nervosität.

Nachdem Rick zu Atem gekommen ist, sieht er dich mit einem dir zuvor unbekannten, durchdringenden Blick an. Du bist dir nicht sicher, was dieser Blick zu bedeuten hat, aber er gibt dir ein zunehmend mulmiges Gefühl in der Magengegend.

Nach kurzem Zögern setzt er zu einer Erklärung an: „Weißt du… Ich habe bisher nicht viele Gedanken daran verschwendet, aber so wie es aussieht können sie mich anhand meiner Gehirnwellen orten. Wir Ricks – rülps – zahlen den Preis der Genialität.“

„Preis der Genialität? Ich glaube nicht…-“

Er unterbricht dich mitten im Satz. „Es ist nur eine Theorie unter den Ricks anderer Dimensionen, e-es besteht keine Garantie für deren Richtigkeit. Aber wie es scheint, haben einige der anderen Ricks eine Art Schutz – rülps – schild gefunden, mit dessen Hilfe sie ihre Gehirnaktivität verbergen können. Das bewahrt sie in den meisten Fällen vor einer frühzeitigen Ortung durch Feinde.“

Du wirst neugierig, als du von diesem Schild hörst. Mit Ricks Genie und deinem Tatendrang müsstet ihr eigentlich in der Lage sein, euch genauso gut ausrüsten zu können wir jeder andere Rick. Wenn nicht sogar besser.

Doch gerade, als Ricks Geschichte spannend zu werden scheint, wendet er sich ab und nimmt einen Schluck aus dem silbernen Flachmann, den er in seinem Laborkittel mit sich trägt.

„Genug für heute. Danke für deine Hilfe. Ich weiß an wen ich mich wende, wenn ich eine neue Ladung Groloptit benötige. Morgen um dieselbe Zeit?“, beendet Rick das Gespräch müde und macht sich langsam auf den Weg ins Hausinnere.

Er scheint nicht zu merken, wie unbefriedigend diese lückenhafte Erklärung für dich ist. Genauso wenig wie ihm wohl bewusst ist, dass das hintere Ende seines Laborkittels zu einem beträchtlichen Teil von feindlichen Geschossen versengt wurde.

Du entscheidest dich, keines von beidem zu kommentieren. Wenn du etwas in dem einen Monat gelernt hast, in dem du mit dem verrückten Wissenschaftler auf Reisen gegangen bist, dann dass man manchen Dingen seinen Lauf lassen muss.
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