Schattenkämpfer? Wie bitte?

GeschichteAllgemein / P18
Fili Kili Legolas OC (Own Character) Tauriel Thranduil
16.08.2017
12.06.2019
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Etwas verspätet, trafen Sariel und ihr Bruder in der Halle des Feuers ein. Elrond zog erstaunt die Augenbrauen hoch. Noch nie hatte er seinen obersten Berater mit einer Frau her kommen sehen und wenn, dann war es aus Pflicht heraus geschehen.

Glorfindel hingegen war das genaue Gegenteil. Eine Elleth war an seiner Seite und lenkte ihn ab, so dass er nicht mit bekam, dass sein bester Freund gerade in Begleitung seiner Schwester in die Halle des Feuers kam. Sariel lächelte leicht, als sie ihn sah, aber ihre Miene verdüsterte sich sofort wieder, den sie hatte die junge Elleth erblickt.

Elrond kam auf das Geschwisterpaar zu und richtete sofort das Wort an seinen Berater.

"Ich wusste gar nicht, dass du einmal freiwillig mit einer Frau hier auftauchen würdest! Oder ist dies wieder eine Pflicht?" meinte Elrond scherzhaft, wurde dann aber wieder ernst. "Ihr seid nicht von hier Lady?"

"Sariel Sirandoriel und ausserdem tut er diesen Gefallen für seine Schwester nur zu gerne." stellte sich die Moriquendi vor.

Erestor schüttelte nur belustigt den Kopf. Seine Schwester war manchmal schlimmer als eine Horde Elblinge.

Elrond sah auf jeden Fall überrascht zu seinem obersten Berater: "Du hast mir bisher noch nie jemanden aus deiner Familie vor gestellt! Wie kommt es, dass ausgerechnet heute deine Schwester hier aufkreuzt. Willst du etwa Glorfindel damit beeindrucken, wenn er seine Angebetene fragt, ob sie ihn heiraten möchte."

Sariel's Miene verfinsterte sich augenblicklich. Erestor sah ebenfalls alarmiert zu seinem besten Freund. Elrond sah irritiert drein, als Sariel knurrte: "Nur weil er denkt ich solle angeblich tot sein, heisst dass noch lange nicht, dass ich es auch bin. Na warte Fin, dieses Mal bist du so was von fällig!"

Mit diesen Worten löste sie sich von der Seite ihres Bruders und schlich unauffällig näher. Man bemerkte sie nicht, den sie wandte die Künste der Schattenkrieger an. Einzig ihr Bruder ahnte was seine Schwester vor hatte. Er schlenderte langsam, gefolgt von Elrond und Lindir, der ihn ebenfalls mittlerweile bemerkt hatte, auf seinen besten Freund zu.

Glorfindel, Fürst des Hauses der goldenen Blume von Gondolin seines Zeichens Balrogtöter und zurückgesandter aus Mandos Hallen hörte wie jemand sich seiner Gruppe näherte. Er war ein wenig überrascht, als er Erestor erblickte der eine edle schwarze Robe mit silbernen Stickereien und einen silbernen Stirnreif trug.

"Erestor mellon nin, du solltest dich öfter so sehen lassen. Ihr seht richtig gut aus!" begrüsste er seinen besten Freund erfreut.

"Ich hörte du würdest dich heute Abend verloben?!" wollte Erestor leise von seinem Freund wissen.

"Verrat es ihr bitte nicht, aber ja ich wollte heute Abend um Argaldis Hand anhalten." flüsterte der Heerführer Bruchtals seinem Freund zu.

"Liebst du sie?" hakte Erestor nach.

"Ich denke schon, aber sie ist nichts im Vergleich zu jener Frau, die einst in Gondolin mich einfing, ehe sie beim Überfall Morgoth's  starb." erklärte Glorfindel leicht irritiert, dass er von Erestor so etwas gefragt wurde.

Angespannt atmete Erestor aus. Seiner Schwester würde dies gar nicht gefallen und er wusste, dass Sariel sehr temperamentvoll war.

"Na dann, ich will dich nicht länger aufhalten." bemerkte Erestor nach wie vor angespannt.

Er ahnte, dass jetzt dann gleich etwas passieren würde.Tatsächlich kam eine silberblonde Elleth auf ihn und seinen Freund zu.

"Ich hab dich schon überall gesucht mein Lieber! Wo hast du nur wieder gesteckt?!" fragte sie und dann genau küsste sie ihn.

Bevor jemand reagieren konnte, war Sariel aus den Schatten getreten und hatte Glorfindel eine geschmiert. Wütend funkelte sie ihn an und zischte noch: "Idiot!" ehe sie davon stürmte total wütend und verletzt, dass Glorfindel ihr dies antun wollte.

Glorfindel sah fassungslos auf die Stelle wo vor wenigen Augenblicken noch Sariel gestanden hatte.

"Hab ich geträumt, oder war dies gerade Sariel?!" flüsterte er mehr zu sich selber, als zu jemand anderem.

Erestor grinste diebisch. Er hatte dies kommen sehen und antwortete laut, so dass jeder ihn hören konnte: "Nein, Glorfindel, Sariel war bis vor wenigen Sekunden gerade hier und hat dir eine rein gehauen. Bevor du fragst, ich kenne meine Schwester sehr gut."

"Aber warum hat sie nie ein Zeichen gegeben, dass sie noch lebt?" flüsterte Glorfindel jetzt mit Tränen in den Augen.

Leiser vertraute Erestor seinem besten Freund an: "Glaub mir, ich wusste bis vor kurzem auch nicht, dass sie wieder in den Landen ist. Aber ich weiss, dass sie dich liebend gerne darüber in Kenntnis gesetzt hätte, wäre es früher gegangen. Jedoch war sie durch die Ausbildung bei ihrer Retterin sehr stark eingenommen, so dass sie es nicht konnte."

"Sie ist deine Schwester? Wieso ist mir dies nie aufgefallen?" fragte Glorfindel jetzt etwas verärgert.

"Du hast nie gefragt und ausserdem, woher hättest du es wissen sollen? Sari hat uns dir nie vor gestellt!"erwiderte Erestor lapidar und setzte sich zu Elrond und Lindir, die es sich auf einem Diwan bequem gemacht hatten. "Wenn ich dich wäre, würde ich ihr jetzt nach gehen, sonst findest du sie nie."

Augenblicklich fuhr Glorfindel herum und wollte schon davon eilen, aber Argaldis stellte sich ihm in den Weg.

"Wer war diese Verrückte? Belästigt sie dich?" wollte sie abfällig wissen.

"Weder ist sie verrückt, noch belästigt sie mich. Viel mehr dachte ich, ich würde sie nie wieder sehen. Und jetzt entschuldige mich: Ich muss meine Zukünftige finden." wimmelte Glorfindel sie ab und rannte eilig aus der Halle des Feuers.

Unterdessen war Sariel zu ihrem Hengst Feuerfunke geflüchtet. Sie schlang ihre Arme um seinen Hals und weinte leise in die Mähne ihres Freundes. Feuerfunke schnaubte verwirrt, aufgrund dieser Reaktion seiner zweibeinigen Freundin und Reiterin. Seit er sie in Eluandor als seine Reiterin akzeptiert hatte, hatte Sariel noch nie eine solche Reaktion aufgewiesen. Daher versuchte der Hengst sie aufzumuntern, indem er an ihren Haaren zu knabbern begann.

"Lass das! Ich bin nicht dein Abendessen!" schimpfte sie ihn aus.

Der Hengst sah seine Reiterin ratlos an. Wenn sie ihn zurecht wies, lachte sie sonst immer, aber jetzt tat sie nicht einmal dass. Daher beschloss der Hengst etwas gewagtes zu tun. Nur wenige in Eriador wussten, dass er kein Pferd sondern ein kampferprobtes Einhorn war. Ehe er  jedoch nur ein Wort sagen konnte, tauchte dieser goldblonde Krieger auf.

Augenblicklich legte Feuerfunke seine Ohren an. Er ahnte, das dieser Elb Schuld daran war, dass seine Reiterin traurig war. Er schnaubte trotzig auf und schubste seine Reiterin mit den Nüstern an. Sie sah mit verweintem Gesicht über ihre Schultern und schwang sich auf Feuerfunke, als sie erkannte, wer sich ihr näherte.

"Bitte geh nicht!" flüsterte Glorfindel flehend.

Sariel sah ihren Liebsten stumm an. In ihr tobte ein Gefühlschaos. Zum einen war sie sauer auf Glorfindel, aber andersrum liebte sie ihn immer noch. Feuerfunke wusste, was in Sariel gerade vor ging, also nahm er ihr die Entscheidung ab. Anstatt davon zu traben, schritt er langsam auf den verzweifelten Elben zu. Sariel sah stumm auf Glorfindel nieder und schwang sich schlussendlich vom Rücken ihres Hengstes und warf sich in Glorfindel's Arme.

Jener atmete erleichtert auf und vergrub sein Gesicht in der Halsbeuge seiner seit Ewigkeiten Verlobten.

"Es tut mir Leid, aber ich hätte nie gedacht, dich wieder zu sehen!" flüsterte Glorfindel leise als sie sich von ihm wieder löste.

"Nein Fin, es ist meine Schuld! Ich hätte Eri wenigstens darum bitten können, es dir zu sagen, dass ich immer noch am Leben bin." schüttelte die Moriquendi den Kopf.

"Eres ist also dein Bruder?!" Glorfindel hatte die linke Augenbraue hoch gezogen und lächelte sie an.

"Ja, aber ich habe noch weitere Geschwister. Du musst wissen, ich bin eine der seltenen Elbendrillinge, die es gibt. Siriel und Suriel sind bei Adar, aber ich habe ihnen noch nicht gesagt, dass ich hier bin." erklärte sie mit einem liebevollen Lächeln auf den Lippen.

Eine Weile lang schwiegen die beiden verliebten Elben Da fiel jedoch Sariel etwas ein.

"Ich werde nicht ewig hier bleiben. Mich hat neben dem Drang dich hier zu sehen noch ein weiterer Auftrag her geführt. Arget Anuriel meine Lehrmeisterin entsandte noch zwei weitere Kriegerinnen in zwei andere Reiche. Wir sollten hier in Rhovanion und Eriador beobachten, was sich tut und notfalls Bericht erstatten. Ausserdem hat Anuriel beschlossen, dass wir alle drei Jahre den Ort wechseln, was dann heissen wird, dass ich von Sulvariel hier in drei Jahren abgelöst werde und wir uns dann wahrscheinlich sechs Jahre nicht sehen." erklärte Sariel ihm leise ihren Auftrag.

"Verstehe! Wo wirst du dann hin müssen?" hakte Glorfindel ernst nach.

"In den Erebor, wo ich Nieves ablöse. Sie geht dann in den Eryn Lasgalen. Sulvariel wird als erste los reiten und wenn ich den Erebor erreicht habe ist Nieves dann dran, um in den Düsterwald zu gehen. Aber jetzt sollten wir glaub ich mal zurück in die Halle des Feuers. Wir werden sicher schon vermisst!" erläuterte die Moriquendi die Pläne ihrer Anführerin.

"Aha und dieser Wildfang da ist dein Pferd." stellte Glorfindel fest.

"Er gehört sich selber und wenn ich irgendwo hin muss frag ich ihn erst, ob er so nett ist und mich trägt. Er ist kein Pferd, sondern ein Einhorn und sein Name ist Feuerfunke." stellte Sariel klar. "Du hast jedoch noch nicht Nachtsturm und Feuerstern kennen gelernt. Die zwei sind noch eigenwilliger als  Feuerfunke, wobei Schattensturm der schlimmste von allen ist, aber den wirst du vermutlich nie kennen lernen, weil er Anuriel trägt und die ist nach Eluandor gegangen."

Während die beiden so leise miteinander gesprochen hatten waren sie wieder zurück in Richtung des Gebäudes  gelaufen. Erestor wartete schon mit einem Lächeln auf das Paar und neigte leicht den Kopf, als sie bei ihm angekommen waren.

"Habt ihr beiden alles klären können?" erkundigte er sich bei seiner Schwester.

"Keine Sorge Brüderchen, er hat seine Lektion gelernt und so wie ich dich kenne hättest du ihm die Höhle heiss gemacht, wen er es gewagt hätte mich so zu verletzen." neckte Sariel ihren Bruder gutmütig und schmiegte sich an ihren Verlobten.

"Gut, dann sollten wir die anderen mal nicht warten lassen. Sie fragen sich alle schon, wer diese Frau glaubt zu sein, als dass sie dem legendären Glorfindel eine Ohrfeige geben dürfe." grinste Erestor spitzbübisch.

"Ich muss schon sagen, weg hat's getan, aber ich konnte es auch nicht mit ansehen, wie du einfach so verschwinden wolltest." nickte Glorfindel und küsste seine Verlobte zärtlich.

Sariel schmunzelte leicht und warf dann ein: "Dass war der Sinn der ganzen Sache. Aber glaub nicht, dass ich dir schon alles vergeben habe."

"Ich schwäre dir, dass ich nie wieder eine andere an mich heran lasse, so lange ich mir sicher bin, dass du lebst." schwor der Balrogtöter seiner Verlobten.

Hand in Hand erreichten die beiden seit einer Ewigkeit Verlobten hinter Erestor die Halle des Feuers. Erwartungsvoll sah Elrond zu seinen besten Freunden. In der ganzen Halle war es still geworden, als die drei eingetreten waren.

Argaldis kam aufgebracht auf Glorfindel zu.

"Da bist du ja endlich! Ich warte schon ewig darauf, dass es endlich öffentlich wird mit dir und mir!" zwitscherte sie erfreut und bemerkte dabei nicht, dass Glorfindel die Augen verdrehte.

"Argaldis, ich muss dich leider enttäuschen, aber ich bin bereits seit einer Ewigkeit mit Sariel Sirandoriel verlobt, daher nein, ich werde nichts dergleichen tun, weil ich mit ihr in wenigen Tagen den Bund schliessen werde, dass heisst, wenn du mich immer noch willst Sari." Den letzten Teil hatte er mit voller Ansicht an Sariel gerichtet, die sich jetzt an ihn schmiegte.

"Ich bin und bleibe der Meinung von damals, als Gondolin fiel und wir uns aus den Augen verloren haben." erklärte sie ihm.

"Dass könnt ihr mir nicht an tun!" kreischte sie aufgebracht.

"So Leid es mir für dich tut, ich kann dich nicht weiter an meiner Seite haben. Sariel hat mir nur zu deutlich gemacht, dass ich an ihre Seite gehöre. Und wenn ihr uns jetzt entschuldigt, wir würden uns gerne zurück ziehen." widersprach der Herr de Hauses der goldenen Blume Argaldis und mit Sariel an seiner Seite verschwanden die beiden in Richtung der Räume des Balrogtöter.

A/N: Ich hatte wieder mal Lust hier weiter zu schreiben. Ja, ihr habt es richtig gelesen, Sariel und Glorfindel sind schon seit Gondolin verlobt. Ich weiss, ich schreibe unregelmässig, aber da ich heute 22 werde gibt es ausnahmsweise ein neues Kapitel.

Man liest sich!
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