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Ms. Perfekt und Mr. Absolut {Akashi Seijuro FF}

von Silla-s-n
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16
Akashi Seijūro OC (Own Character)
15.08.2017
23.11.2020
38
56.939
21
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31 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
22.03.2020 1.539
 
POV Hikari
Das Eckelpacket kam langsam und mit einem perversen Grinsen auf sie zu, doch sie lächelte nur leicht. Sie hatte einen Plan. Die Typen von diesem Schlag waren doch alle gleich.

Mit einem verwirrten Gesichtsausdruck sah sie ihn an und deutete mit dem Zeigefinger auf sich selbst. Sie blinzelte zweimal schnell hintereinander und gab ein zuckersüßes „Ich?" von sich. „Natürlich du", er stoppte nicht. „Dich stellt so schnell keiner in den Schatten."

Irgh. Wie sie sein verhalten jetzt schon ankotzte. Doch sie ließ sich nichts anmerken.

„Eigentlich bin ich gerade noch sehr mies gelaunt, aber ich denke dass du etwas daran ändern könntest", sagte er betont selbstsicher und versuchte wohl verführerisch zu klingen.

Mittlerweile stand er schon genau vor ihr und sah auf sie herab. Wie Hikari es hasste, wenn man auf sie herab sah.

Schüchtern senkte sie ihren Blick, hielt sich an dem Träger ihrer Tasche fest und wich einen Schritt nach dem anderen zurück. Er kam hinterher. „Aber, aber, doch nicht so schüchtern", sagte er, als er seine Finger unter ihr Kinn legte und sie dazu zwang ihn anzusehen.

Jetzt spürte sie die Wand in ihrem Rücken und sah ihn mit glasigen Augen an. „Was ist denn aus deinem starken Auftreten von vorhin geworden?" Er stützte die linke Hand neben ihrem Kopf ab und kam ihr immer näher.

„Oi Haizaki, lass sie lieber, sie gehört zu Akashi." Aomine? Der Typ vor ihr drehte seinen Kopf rum. An ihm vorbei konnte sie sehen, wie dort doch tatsächlich Aomine Daiki stand, lässig, mit den Händen in den Hosentaschen.

„Gerade deswegen will ich sie ja Daiki. Hübsch, perfekte Rundungen, super Körper. Mädels die so aussehen haben nicht viel im Hirn. Glaub mir, die eine die ich Ryota weggeschnappt hatte, war genauso." Er seufzte und drehte sich ein Stückchen von ihr weg. Die Hand blieb aber noch an der Wand.

„Jeder weiß, dass du das nur getan hast, um Kise eins auszuwischen", sprach Aomine bedrohlich aus.

„Das stimmt auch. Und diesmal ist es eigentlich nicht anders. Mir geht Akashi einfach auf den Sack. Er hatte mich damals aus dem Team rausgezwungen, ich sei nicht gut genug, und Ryota würde mich früher oder später eh ersetzen. Damals hatte er mir etwas wichtiges genommen, und jetzt würde ich ihm etwas wichtiges nehmen. Neh Püppchen?"

Schon wieder dieses Püppchen.  

Haizaki drehte seinen Kopf wieder zu Hikari. „Ich hab gesehen, wie ihr Händchen gehalten habt. Richtig süß." Das süß betonte er so ekelhaft, dass sie sich immer mehr beruhigen musste, um nicht gleich auf ihn loszustürmen. Er leckte sich den rechten Daumen ab.

Irgh.

Als sich der Scheißkerl wieder komplett zu ihr drehen wollte, hielt er plötzlich inne.

Das Mädchen grinste.

Sie hielt ihre Hand fast so geformt wie eine Pistole, nur mit dem kleinen unterschied, dass sie den Daumen angelegt hatte und sie ihre Finger nur halb zur Faust geformt hatte. Ihr Zeigefinger berührte seinen Kehlkopf, welchen man gut sehen konnte.

Sofort wich er mehrere Schritte zurück und hielt seine Hand an eben genannte Stelle. Aomine sagte nichts.

Hikari stellte ihre Tasche auf den Boden und ging langsam auf den verwirrt dreinblickenden Jungen zu. Wegen ihres Rockes brauchte sie sich keine Sorgen zu machen, schließlich trug sie wegen des kalten Wetters eine schwarze blickdichte Strumpfhose drunter.  

„Achso, so ist das also. Und dabei dachte ich, dass du dich einfach nur an Kise-san, beziehungsweise an Kaijo rechen wolltest", sie sprach es ruhig, arrogant und in einer etwas tieferen Stimmlage aus.

„Aber wie ich sehe, hast du auch an mir Interesse, und das nur wegen Seijuro. Da muss ich dich leider enttäuschen-", sie wurde von ihm unterbrochen. „Du kleine Bitch! Was denkst du eigentlich wie du mit mir redest", schrie er, als er auch schon auf sie zu rannte und sie angriff.

„Haizaki", hörte sie Aomine noch rufen, doch Haizaki überhörte es einfach.

Ein rechter Hacken, welcher allerdings schön an ihr vorbei ging, als sie sich nur ein paar Millimeter nach hinten lehnte. Das blauäugige Mädchen hatte keinen Schritt gemacht.

Haizaki versuchte es sofort wieder mit einem linken Hacken, aber das war zu einfach. Mit der linken Hand fing sie seine Faust ab.

„Na na, willst du wirklich ein Mädchen schlagen", fragte sie provozierend und Haizaki sprang drauf an. Wütend hielt er sie am Handgelenk fest und zog es nach unten um sie auf den Boden zu bekommen.

Doch das stellte absolut kein Problem dar, denn Hikari formte ihre rechte Hand zu einer Faust, zog den Mittelfinger etwas aus dieser Form raus und schlug ihm mit dem Mittelfinger-Knöchel mitten auf seine Hand.

Als harter Kerl wollte er sich selbstverständlich nichts anmerken lassen, doch man konnte ihn schon etwas schneller atmen hören.

Sie sah kurz zu Aomine. Dieser stand da und schien sich nicht einmischen zu wollen. Besser so, denn ihn wollte sie nicht verletzen.

„Du meinst es also wirklich ernst was?" „Ich mag es nicht unterbrochen zu-" „Also doch. Dann halte ich mich nicht zurück!" Und schon wieder hatte er sie unterbrochen.

Der Scheißkerl hatte wohl begriffen, dass er mit Hacken in Kopfhöhe recht wenig ausrichten konnte, weshalb er es jetzt auf Bauchhöhe mit einem frontalen Schlag versuchte.

Hikari sah dies anhand seiner Fußstellung schon kommen. Als der Schlag kam machte sie einen Schritt nach hinten und schlug mit der unteren Handgelenkkante geradewegs auf seine Faust, welche wohl blöderweise die linke war, die sie vorher schon verletzt hatte.

Zischend zog er den Arm zurück und probierte es spontan mit einem Fußfeger.

Das Mädchen sprang nach hinten, landete elegant auf ihren etwas höheren Schuhen und lächelte ihn wieder an. Aber diesmal mit einem arroganten, provozierenden Lächeln.

„Das soll alles sein? Und du willst ein Mann sein?" Sie kicherte. „Du bist ne Niete Haizaki Shogo. Sieh es ein." Damit hatte sie ihn so wütend gemacht, dass er sie mit einem frontalen Tritt angriff, welcher sie ursprünglich nach hinten schleudern sollte, dem sie allerdings gekonnt auswich. Nun stand sie frontal vor ihm.

Das Mädchen legte blitzschnell ihre rechte Hand an seine linke Schulter, während sie ihr rechtes Bein an auf den Übergang zwischen seiner Hüfte und seinem angewinkelten linken Bein stellte, sich mit der linken Hand an seinem Nacken hochzog, das linke Bein auf seine rechte Schulter schwang und mit dem Schwung ruckartig Oberkörper und Hüfte drehte, damit er nach hinten fiel. Das alles ging so schnell, dass beide Jungen überhaupt nicht verfolgen konnten, was sie getan hatte.

Ehe Haizaki sich versah lag er auf dem Boden.

Sie landete mit dem rechten Fuß neben seinem Kopf auf dem Boden, während sie mit dem linken Bein seine linke Schulter auf den Boden und mit ihrer linken Hand auf seinen Hals drückte.

Langsam stand sie auf, ging zu ihrer Tasche und hing sie sich über die Schulter. Als sie sich umdrehte hatte sich der Junge aufgerichtet und saß auf dem Boden, während er sich mit seinen Händen nach vorne abstützte.

Hikari ging zu ihm zurück und hockte sich mit einem gefährlichen Lächeln vor ihm runter. Während sie ihm die Jacke wieder richtete und glatt strich sagte sie: „Du bist ein richtiges Arschloch Haizaki Shogo. Schlägst auf die Schwächen deiner Gegner, klaust Techniken und hast einfach eine scheiß Persönlichkeit."

Sie beugte sich näher zu ihm und ließ ihr Lächeln versiegen. In ihren Augen lag ein gefährliches Funkeln.

„Es ist mir egal, wie du mich siehst. Aber lass dir eins gesagt sein: du hast gerade den Zorn einer Person auf dich gezogen, bei welcher du dir wünschen solltest dass sie dich nie wieder sieht, denn das nächste mal werde ich nicht so gnädig sein. Es tangiert mich perifär, was du jetzt von mir denkst, aber dass du so unsportlich bist macht dich zu Abschaum. Du wirst mich nicht melden, dafür bist du zu stolz. Und so einen egoistischen, respektlosen kleinen Pisser wie dich hasse ich am meisten."

Sie richtete sich langsam wieder auf. Ihre Augen strahlten eine nie dagewesene Kälte aus. „Lass mich dir noch eine Frage stellen." Das Mädchen beugte sich in seine Richtung. „Hast du wirklich gedacht, Akashi Seijuro hätte eine dumme kleine Bitch als Freundin?"

Hikari Yamamoto hatte seine Seele eingefroren.

Sie grinste ihn triumphierend an, machte auf dem Absatz kehrt und ging Richtung Aomine. „Wie heißt du?" Hikari sah ihn über die Schulter hinweg an. „Yamamoto Hikari."

Sie sah wieder nach vorne und ging weiter. „Ich hoffe, wir sehen uns nie wieder, und das zu deiner Sicherheit Haizaki Shogo."

Auf einmal hörte sie Schritte hinter sich, drehte sich blitzschnell zur Seite und sah Haizakis Faust vor ihrem Gesicht. Dieser hatte so viel Schwung, dass er weiter auf Aomine zulief, welcher ihm einen so starken Hacken verpasste, dass er auf dem Boden liegen blieb.  

Dass er sich getraut hatte sie nochmal anzugreifen und das auch noch hinter ihrem Rücken war schon die Höhe.

Hikari blieb neben Aomine stehen. „Komm mit." Aomine seufzte und sagte: „Was geschehen muss, muss geschehen. Naja."

Hikari wusste, dass sie sich beeilen musste, damit es nicht auffiel, dass sie nicht auf der Toilette war, denn genau das vermuteten die Jungs wahrscheinlich. Akashi könnte allerdings misstrauischer sein.

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