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Ms. Perfekt und Mr. Absolut {Akashi Seijuro FF}

von Silla-s-n
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16
Akashi Seijūro OC (Own Character)
15.08.2017
23.11.2020
38
56.939
21
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20.03.2020 1.970
 
POV Hikari
Wie jeden morgen wurde sie wieder von Akashi abgeholt. Doch seit dem einen Vorfall hatte er kaum noch ein Wort mit ihr gewechselt, und jedes mal schmerzte sie es aufs neue.

Nach dem Basketballspiel gestern und dem Treffen mit Kuroko und Aomine hatte sie ihre Ärztin angerufen und ihr erzählt, dass sie wieder anfangen könnte Sport zu treiben. Es hatte ja funktioniert. Daraufhin erfuhr sie, dass es Sam's Idee war mit ihr zu spielen und er die Ärztin gefragt hatte.

Das Mädchen war froh, von so guten Menschen umgeben zu sein. Es könnte alles gut werden, das sagte ihr ihr Gefühl.

Heute würde sie wieder bei dem Basketballtraining mitmachen. Insgeheim freute sie sich schon ungemein auf die Gesichter der anderen, wenn sie in Sportkleidung vor ihnen stehen würde. Seijuro hatte sie noch nichts davon erzählt.


Hikari hatte sich gerade umgezogen und sich eines ihrer Schweißbänder angelegt, als sie merkte wie aufgeregt sie doch war. Das letzte mal hatte sie sich so sehr gefreut, als sie mit Sam auf dem Platz stand. Es war schon erschreckend, dass ein Teamsport ihr Spaß machte. Vom Alleingänger zum Teammitglied.

Immer noch mit erhöhtem Puls ging sie aus der Kabine und hörte schon das vertraute Geräusch der quietschenden Schuhe.

Als sie die Halle betrat hörte das quietschen auf. Es war still. Jeder starrte sie an, aber nur für etwa 10 Sekunden, bis Reo „Hikari-chan", rief und Kotaro auf sie zu gerannt kam.

„Hikari-chan! Da bist du ja wieder", rief Kotaor, als er sie in seine Arme schloss. Das war mutig von ihm. Hikari-chan hatte er sie noch nie genannt und sie umarmen tat er auch das erste mal.

Das Mädchen hatte damit absolut nicht gerechnet, war auch zuerst noch etwas erschrocken, doch entspannte sich relativ schnell wieder, und legte auch ihre Arme um den blonden Jungen.

Damit war ihre Fassade nun komplett weg.

Mit der Zeit, als sie auf der Bank gesessen hatte, hatte sie ihre Maske vor ihnen verloren und war die gesamte Zeit über nicht ganz bei der Sache. Umgezogen hatte sie sich nie und begrüßt auch nicht, bis sie irgendwann überhaupt nicht mehr gekommen war.

Aber jetzt war sie wieder da.

Der blonde Junge hatte anfangs leicht gezuckt, als er ihre Arme gespürt hatte, doch drückte sie dann nur noch fester.

Reo und Eikichi kamen auch zu ihr, um sie zu begrüßen. Sie waren nur zu viert in der gesamten Halle. Seijuro hatte noch etwas mit dem Schülerrat zu besprechen, weshalb es noch etwas dauerte. Die letzten Wochen ist sie immer mit gegangen, und ihm nicht von der Seite gewichen, doch heute war es anders. Sie wollte unbedingt vor allen anderen da sein, wahrscheinlich weil sie vermutete die drei anzutreffen, ihre neuen Freunde.

Ja, sie gab es zu. Vor ihnen ließ sie ihre Fassade fallen.

Vor Freude sammelten sich Tränen in ihren Augen und sie musste einmal schniefen. Alle sahen sie sprachlos an.

„Los Kotarō-sempai, lass uns spielen." Das ließ er sich nicht zweimal sagen. Sofort hatte er auch schon einen Ball in der Hand.

Das Mädchen wusste, dass sie wieder reinkommen und ihren Körper an alles gewöhnen musste. Aber sagen wollte sie nichts. Dafür war ihr Stolz nun doch etwas zu groß.

Kotarō dribbelte. Hikari sah ihm in die Augen und wusste, was er vorhatte. Doch sie war nicht schnell genug und sie wusste woran es lag. Der blonde Junge sah sie fragend an. Ja, früher hatte sie locker mit ihm mitgehalten.

Doch Hikari lächelte. Und es war ehrlich. Nach ein paar mal wechseln hatte sie den Ball und ließ ihn auf den Boden aufkommen. Ihr ging die Puste aus, und sie spürte schon wie sie an ihre jetzige Grenze geriet. Der Junge vor ihr sah ernst aus. Es lag eine Art Besorgnis in seinen Augen.

Das rotbraunhaarige Mädchen dachte kurz nach und probierte sich an etwas. Das hatte sie sich gestern Abend noch oft auf Aufnahmen angesehen. Seijuros Ankle Break. Ihr war klar, dass sie dafür ein sehr sehr gutes Ballgefühl brauchte, doch das war kein Problem mehr. Während sie sich kaum bewegen durfte hatte sie durchgängig einen Ball in der Hand gehabt. Sie hatte zwar nicht mit ihm gespielt, aber trotzdem ein Gefühl für ihn bekommen.

Sie stellt sich tief. Dribbelte den Ball. Erst in die eine Hand, dann in die andere und wieder zurück, und siehe da, Kotarō sank zu Boden.

Es hatte funktioniert. Sie ging langsam an ihm vorbei und warf einen Korb.

So lässig wie es ihr möglich war ging sie auf Kotarō zu, welcher immer noch auf dem Boden saß. Doch sie spürte wie ihr schwarz vor Augen wurde. „Verdammt...", sagte sie leise.

Plötzlich spürte sie einen Arm um ihrer Taille. Da hatte er sie doch tatsächlich wieder davor bewahrt dem Boden Gesellschaft zu leisten.

„Kotarō..", sprach er selten gefährlich. „Ja", antwortete dieser eher ängstlich. „Du hast sie zu weit getrieben."

Die schwärze war wieder weg, und sie legte ihre Hand auf seine. „Lass gut sein Seijuro, ich wollte spielen." Der pinkhaarige sah sie kalt an, sodass ihr eine Schauer über den Rücken lief.

Wortlos sah er ihr in die Augen und ging schließlich einfach mit ihr zur Bank, damit sie sich hinsetzen konnte.

„Du spielst nur, wenn ich es dir sage."
Hach der ändert sich doch nie.

„Bis dahin bauen wir dich wieder auf. Im Spiel gegen Shutoku werde ich dich einsetzen." Ihre Augen weiteten sich. Und ich dachte, dass der Winter Cup für mich gelaufen wäre...

Seijuro wollte sich gerade wieder zum gehen wenden, als sie ihn am Shirt festhielt. „Danke Seijuro", sie sah ihm ehrlich in die Augen, woraufhin sich sein Blick etwas lockerte. Er ging zu seiner Tasche und holte eine kleine Falsche raus, welche er dem Mädchen zum trinken gab. „Medizin. Trink die Flasche leer. Ich hab das von deiner Ärztin. Sie sagte, dass du damit diene ursprüngliche Kraft wieder zurückerhalten wirst."

Beim annehmen der Flasche berührten sich ihre Hände wieder und Hikaris Wangen zierten ein leichter Rotschimmer.

„Ich sagte doch, da läuft was zwischen den beiden", flüsterte Reo Kotarō und Eikichi zu, doch das ignorierte sie gekonnt.

***


Drei Wochen später fanden sie sich bei einem Virtelfinale wieder. Das gesamte Team war in einem Hotel in Tokyo untergebracht, da der Trainer es für sinnvoll hielt, sich diese Spiele anzusehen.

Und so kam es dazu, dass sie Taiga und Kuroko wiedersah. Ihr eigenes Team hatte sich zu den Zuschauern gesellt, während sie noch einmal zu eben genannten gehen wollte.

Zögern kam ihr nicht in den Sinn, weshalb sie an die Kabinentüre Seirin's klopfte und nach einem weiblichen „Herrein!" eintrat.

Schlecht schaute keiner, als sie eintrat. „Hikari-chan? Was machst du denn hier", fragte Taiga, während er auf sie zukam und sie kurz umarmte.

„Ehm, ist sie nicht die Yamamoto Erbin? Hikari Yamamoto", schrie einer mit einem eher Katzenähnlichem Gesicht. Allen stand der Schock ins Gesicht geschrieben.

Taiga sah die Jungs fragend an, während Hikari an ihrem amerikanischen Freund vorbei zu Kuroko sah. „Hallo Kuroko-kun." „Hallo", antwortete dieser mit einem leichten lächeln, soweit man dies so nennen konnte.

„Ich möchte nicht lange stören. Ich wollte euch nur viel Erfolg wünschen. Schließlich hast du noch ein Versprechen einzuhalten Kuroko-kun. Da darfst du jetzt nicht verlieren", sagte sie mit einem beruhigendem Ton in der Stimme. Kuroko nickte, woraufhin sie sich wieder umdrehte, zu der Trainerin Riko noch „Gute Arbeit Riko-san", sagte und wieder ging.


POV Taiga
Alle starten ihn an. „Was denn?" „Wieso hast du uns nicht gesagt, dass du SIE kennst", schrien alle wie aus einem Mund. Jetzt wo sie es erwähnten dachte er drüber nach. „Stimmt, Kuroko hatte auch schon einmal so etwas gesagt", dachte er laut nach.

Riko zückte schon eine Zeitschrift, um ihm eine überzuziehen, was sie schließlich auch tat. „Bakagami! Wie kannst du uns so etwas verheimlichen?!" „Was ist denn dabei? Wir kennen uns aus Amerika. Da hatte sie sich früher immer mit meiner Trainerin unterhalten und mit Tatsuya und mir ein bisschen gespielt. Ich wusste da nicht, wer sie war. Sie hatte sich uns nur als Hikari vorgestellt. Woher sie kam wussten wir nicht, nur, dass sie auch Japanerin ist."

Er sah unschuldig in die Runde. „Und was hast du jetzt damit zu tun Kuroko", rief Hyuuga ihm zu, welcher unschuldig und emotionslos in die Runde sah und sagte: „Das ist ein Geheimnis."

Na super, selbst er wusste nicht, was das für ein Versprechen zwischen ihnen war. Ganz toll. Aber jetzt musst er sich auf sein Spiel gegen diesen Riesen und Tatsuya konzentrieren. Das wird nicht einfach.


POV Seijuro
Sie war gegangen, ohne ihm Bescheid zu sagen. Das wird Konsequenzen mit sich tragen. Was ihm auch nicht gefiel war, dass er ganz genau wusste wo sie hingegangen war, und das gefiel ihm noch weniger.

Den Platz rechts neben sich hatte er freigehalten und selbstverständlich setzte sie sich auch dort hin, als sie wieder da war.

„Wo warst du?" Er sah sie nicht an. „Einen alten Freund besuchen", antwortete sie genauso. Er wollte es nicht zugeben, aber es machte sein inneres eifersüchtig. Der Junge spürte es ganz genau. Sein anderes Ich drohte wieder zu erscheinen. Und tatsächlich hatte die andere Persönlichkeit kurz die Überhand gewonnen, als Akashi seinen rechten Arm in Hikaris Richtung bewegte.

Seine Hand umschloss ihre und legte sie bei sich auf den Schoß. Es war gefährlich, dass wusste er. Hikaris Bodyguards, welche immer noch wegen des Vorfalls bei der Eröffnungsfeier heimlich auf sie angesetzt waren, waren auch da. Er hatte sie schon gesehen. Glücklicherweise saßen sie nicht vorne, sondern hinter Eikichi und Reo, weshalb es sehr unwahrscheinlich war, dass jemand sie sah.

Hätte er es mal lieber nicht getan, dann währe die Seele nicht eingefroren worden, welche beide von der Treppe aus dem Schatten heraus gesehen hatte.


POV Hikari
Das Spiel war zu Ende und Seirin hatte tatsächlich gewonnen. Damit waren sie einen Schritt an der Einlösung des Versprechens näher. Auch wenn ihr Tatsuya etwas leid tat.

Nach einer kurzen Pause, in welcher Hikari mit Seijuro zusammen raus ging, um frische Luft zu schnappen, ging das zweite Spiel los.

Kaijo gegen Fukuda. Doch sie beschlich ein ungutes Gefühl. Einer der Spieler von Fukuda sah sie während des Spiels öfter an, als ihr lieb war.

„Seijuro." Sie lehnte sich zu ihm rüber. „Die Nummer sechs von der Fukuda..." Mehr brauchte sie überhaupt nicht zu sagen, da trafen sich auch schon der Blick von dem Typen und Seijuro's „Haizaki Shoto."

Während des Spiels fing sie an diesen Haizaki immer mehr zu hassen. Der war nicht sportlich. Er hatte zwar Talent, aber dem blonden Schönling, Kise Ryota, auf den verletzten Fuß zu treten war dann schon zu viel.

Hikari fand, dass man wenigstens beim Sport fair sein könnte, wenn das Leben das Wort überhaupt nicht kannte.

Als das Spiel zu Ende war, sah sie diesen Haizaki an. Sie wusste ganz genau, was er vor hatte. Den gleichen Blick kannte sie von ihren Gegnern, die nicht verlieren konnten.

Haizaki würde Kaijo auflauern. Das Mädchen stand auf, ließ Seijuro's Hand los und ging nach draußen. Ihr war es dabei egal, ob sie nun von dem gesamten Team angestarrt wurde oder nicht.

Was sie allerdings nicht bemerkte war, dass auch der pinkhaarige Junge aufgestanden war, um ihr zu folgen.

Hikari ging geradewegs zu dem Ort, an welchem sie ihn vermutete, vor der Halle. Und sie hatte recht. Dort stand der Scheißkerl. Doch womit sie nicht gerechnet hatte, war, dass er anscheinend auch auf sie gewartet hatte, denn er machte sich gleich an sie ran.

„Was macht denn so eine Schönheit hier?" Hikari grinste leicht. Das wird ein Spaß.


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