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Ms. Perfekt und Mr. Absolut {Akashi Seijuro FF}

von Silla-s-n
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16
Akashi Seijūro OC (Own Character)
15.08.2017
23.11.2020
38
56.939
21
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31 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
12.03.2020 1.479
 
POV Akashi
Das hatte er nicht gedacht. Er hatte nicht gedacht, dass der alte Seijuro, der schwache Seijuro, der fast verloren hätte, wiederkommen könnte. Was ihn allerdings auf gewisser Weise erschrocken hatte war, dass er es überhaupt nicht bemerkt hatte. Seijuro hatte es nicht bemerkt, dass er zurückgedrängt worden war.

Noch hell wach lag er im Bett und dachte nach. Der Kuss vorhin hatte nichts mit ihm zu tun. Das war er nicht.

Aber ihre Lippen fühlten sich so gut auf seinen an. Noch immer spürte er, wie ihre zärtlichen Hände in sein Hemd griffen und ihren Gesichtsausdruck bekam er auch nicht mehr aus seinem Kopf. Es beschäftigte ihn, und so langsam konnte er es nicht mehr abwägen, dass er in sie verliebt war. Selbst seine jetzige Persönlichkeit.


POV Hikari
Hikari saß auf ihrem Bett, starrte den Basketball an und war komplett in ihren Gedanken versunken. Sie war so tief versunken, dass sie überhaupt nicht mitbekam, wie Sam klopfte und einige Zeit später mit einem besorgten Gesichtsausdruck hineinkam.

„Miss?" Keine Antwort. „Miss??" Wieder keine Antwort. „Hikari!" Sie hob erschrocken den Kopf und Sam nahm wieder seine respektvolle Position ein.

„Ah tut mir leid, ich hab Sie nicht bemerkt. Was gibt es", fragte das Mädchen.

„Wir gehen jetzt Basketball spielen", sagte der Mann bestimmend. So einen Ton hörte sie nur in sehr ernsten Situationen von ihm.

Jetzt fiel es ihr auch auf. Er war sportlich gekleidet, nicht so wie sonst in seinem Anzug, den er ja wirklich überall trug. Das hieß dann wohl, dass das alles eher inoffiziell ist.

„Okay ich ziehe mich eben um. Duzen?" Sam nickte. Wenn Sam mit ihr privat, also nicht im Anzug oder als ihr Angestellter, Fahrer, Body Guard, was auch immer, redete, dutzten sie sich.

Sie gingen also beide raus, trafen auf dem Weg kein Hausmädchen, was schon komisch war, und kurze Zeit später fanden sie sich auf dem Basketballplatz wieder.

Beide stellten ihre Taschen ab und sofort passte Sam Hikari den Ball zu. Das Mädchen passte zurück und Sam preschte augenblicklich auf den Korb zu.

Etwas verwirrt sah sie ihm hinterher. Er meinte es also doch sehr ernst. Sofort sprintete sie ihm nach. Kurz nachdem sie ihre Beine in Bewegung gesetzt hatte, spürte sie wie sich ihr Herz überschlug. Doch es war nicht negativ. Ganz im Gegenteil. Sie war aufgeregt.

Das Mädchen hatte eigentlich gedacht, dass sie noch nicht ganz genesen war.

Augenblicklich schlich sich ein Lächeln auf ihr Gesicht.

Nachdem die Beiden etwas gespielt hatten, um warm zu werden, saßen sie außer Atem auf der Bank und tranken. Früher hätte Hikari es nicht zugegeben, doch sie war nicht mehr ganz so fitt wie vorher. Aber das beschäftigte sie nicht länger. Mit etwas Training wird sie schon bald wieder ganz die Alte sein.

Den Winter Cup, der mittlerweile schon am laufen war, konnte sie allerdings wohl vergessen.

Fertig erholt ging es auch schon weiter. Dieses Mal startete Hikari. Sie dribbelte den Ball. Das Gefühl des harten Leders in ihrer Hand, welches sich geschmeidig in ihre Hand fügte und wieder verschwand, hatte sie ungemein vermisst. Das Lächeln war schon überhaupt nicht mehr aus ihrem Gesicht wegzudenken.

Gerade wollet sie alles machen. Sie wollte Basketball spielen, wieder Karate ausüben und vor allem, Seijuro davon erzählen.

Das Mädchen verlagerte ihr Gewicht in das linke Bein und spannte es an. Sie durfte es nicht übertreiben. Ihr Körper musste sich ganz langsam wieder an die Belastung gewöhnen.

Und trotzdem nahm sie absolut keine Rücksicht. Hikari machte einen Schritt auf Sam zu, welchem die Verwirrung ins Gesicht geschrieben war, drehte sich mit dem Rücken zu ihm, und täuschte somit an, rechts an ihm vorbeiziehen zu wollen. Genau das dachte der Mann auch und hätte auch schon vor ihr gestanden, wenn sie denn genau das gemacht hätte.

Doch das Mädchen übertrug den Schwung in ihr linkes Bein, welches sie noch Kraft mäßig warm gehalten hatte, und drehte sich blitzschnell nach links, sodass sie an Sam vorbei kam. Das rotbraunhaarige Mädchen lief also ganz einfach hinter Sam's Rücken her, noch bevor er bemerkt hatte, was überhaupt los war.

Selbstverständlich hatte sie auch sofort einen Korb geworfen. Treffen hatte sie noch nicht verlernt. Vollkommen außer Atem stand sie am Korb und sah Sam glücklich an.

„Na geht doch. Auftrag ausgeführt! Ich habe dich wieder zum lächeln gebracht", sagte Sam außer Atem und erleichtert. „Das habe ich vermisst Hikari. Du bist wieder die Alte", hing er noch hinten dran und lächelte sie an.

„Yamamoto." Das Mädchen drehte sich um und erschrak. Seit wann stand Kuroko denn bitte da? Leider war der Schock nach den vielen Anstrengungen dann doch etwas zu viel für sie und ihre Beine knickten weg.

Doch sie fiel nicht, jemand hatte ihr unter die Arme gegriffen und hielt sie fest. „Wups, das hätte daneben gehen können", sagte die Person hinter ihr.

„Ich kann wieder stehen danke." Er lies sie los und sofort war Sam da, um sie zu stützen.

Hikari drehte sich um und konnte den Jungen mit den dunkelblauen Haaren und der gebräunten Haut von diesem Treffen erkennen, welches sie beobachtet hatte.

Kuroko sah sie wie immer relativ monoton an. Als sie auf der Bank saß stand Sam hinter ihr und hielt eine kalte Flasche Wasser an ihren Nacken.

Es war zwar Anfang Winter, aber wirklich kalt war es noch nicht. Es wurde nur früh dunkel.

Sie sah hoch zu Kuroko und seiner Begleitung. „Was machst du hier Kuroko?" „Ich möchte Aomine-san etwas zeigen. Lass dich von uns bitte nicht stören", erwiderte er.

Aomine-san? Aomine Daiki also. Der mit den Streetball Moves und Kurokos früheres Licht. Das Mädchen sah zu ihm hoch.

Sie versuchte sich zu erheben, um ihn ordentlich zu begrüßen, doch Kuroko drückte sie wieder runter.

„Yamamoto, bleib bitte sitzen", sagte der hellblauhaarige. Also neigte sie den Kopf leicht gegenüber Aomine und reichte ihm ihre Hand. Der Junge ergriff diese und sagte: „Aomine Daiki." Sie erwiderte: „Yamamoto Hikari."

Sie merkte, wie Sam etwas scharf die Luft einzog. „Alles gut Sam. Ich denke, ich kann ihn einschätzen." Aomine zog eine Augenbraue hoch.

„Verschlossen, träge, dachte früher, dass er unschlagbar währe, weshalb er beim Training nie auftauchte, bis Kurokos und Taigas Team seines vor kurzem geschlagen hatte. Er spielt Streetball, weshalb er auch viele formlose Würfe drauf hat. Das können nicht viele Aomine-san."

Der gebräunte Junge vor ihr sah sie verwirrt an. Er fragte sich sicherlich genau in diesem Moment, warum sie das alles wusste. Das sah sie ihm an.

„Und was hast du damit zu tun", fragte er mit einer etwas tieferen Stimmlage. Der traute sich ja was. So mit ihr in der Gegenwart von Sam zu reden. Aber sie brauchte überhaupt nichts zu erwiedern, denn das übernahm Kuroko für sie.

„Sie ist eine Kameradin von Akashi-kun." „Akashi?" „Ja, sagte ich doch."

Dieser Kuroko gefiel ihr. Als SEIN Name allerdings genannt wurde, spürte sie wie sie leicht rot wurde und sich etwas in ihre Brust zusammenzog.

Es hatte sie doch viel zu sehr erschrocken, dass er sich so schnell wieder verändert und sie mit diesen kalten Augen angesehen hatte.

Als hätte er nichts gefühlt.
Als wäre es nie passiert.
Als wäre sie die einzige, die diese Gefühle hegte und-

„Yamamoto?" Kuroko holte sie wieder aus ihren Gedanken zurück. „Alles okay? Du bist so rot im Gesicht. Ist das eine Nachwirkung? Ist das Gift noch nicht ganz raus?" Den letzten Satz hatte er eher an Sam gerichtet, als an sie. Kuroko kniete sich zu ihr runter und legte eine Hand auf ihre Stirn.

Das Mädchen stupste den Mann hinter ihr mit dem Fuß unter der Bank an. Er sollte nichts machen, sie hatte alles unter Kontrolle.

Glaubte sie jedenfalls.

„Kuroko", fragte sie flüsternd. Der Junge sah ihr in die Augen. „Vertraust du Aomine-san?" Kuroko nickte daraufhin.

„Seijuro-", fing sie an, doch ihre Stimme brach ab. Stattdessen schüttelte sie mit dem Kopf. In ihren Gedanken wusste sie ganz genau, was sie sagen wollte, doch aussprechen konnte sie es nicht.

Das hatte sie noch nie gehabt. Es machte ihr in einer gewissen weise Angst.

Kuroko hatte es wohl verstanden.

Er stand wieder auf, legte eine Hand auf ihren Kopf, sah sie aufmunternd an und sagte: „Ich bringe dir den Akashi zurück, den du liebst."

Ihre Augen weiteten sich. Er hatte es bemerkt?

Aomine räusperte sich. „Tetsu, wird das heute noch was?" Er hatte sich schon wieder halb umgedreht, Richtung Korb. War ihm wohl doch etwas zu persönlich. Aber das kümmerte sie gerade recht wenig.

Kuroko nahm die Hand von ihrem Kopf und ging ihm hinterher.

„Oi, und wie willst du das machen? Versprich nichts was du nicht halten kannst", zischte der dunkelblauhaarige den hellblauhaarigen an.

„Wir werden ihn besiegen."

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