The Hunting Wolves [Band 1] - Die Legende der Jagdwölfe

von DrakesLP
GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P16
14.08.2017
05.06.2019
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In der alten Fischlagerhalle im Hafenviertel der Stadt war alles ruhig. Die Halle selbst wurde seit Jahren nicht mehr genutzt, doch stank sie immer noch fürchterlich nach Fisch. Malcolm rümpfte angewidert die Nase und sah sich wachsam um. Seit Tagen jagten er und sein Ziehvater Illyrian einen Dämon, der eine blutige Spur des Todes durch die Stadt gezogen hatte. Lange hatte es gedauert, diesen ausfindig zu machen. Doch nun hatten sie ihn endlich da, wo sie ihn haben wollten. Heute Nacht würden sie ihn endlich vernichten. Koste es, was es wolle. Illyrian trat neben seinen Ziehsohn und sah sich wachsam um. Es war still. Zu still für seinen Geschmack. Der alte Alphawolf hatte schon zu oft einen Hinterhalt erlebt. „Hier stimmt was nicht. Es ist viel zu ruhig! Die Sache stinkt!“, knurrte Illyrian besorgt und sah seinen jungen Beta an. Auch er wirkte ein wenig beunruhigt. „Das könnte an dem Fischgestank liegen, aber du hast recht. Andererseits haben wir lange genug gebraucht, um ihn zu finden!“ Die ganze Sache war viel zu einfach gewesen. „Dennoch sollten wir vorsichtig sein. Ich vermute langsam, dass dieser Mistkerl mit uns spielt!“, knurrte Illyrian bedrohlich. Dieser Dämon hatte bereits einige Rudel der Stadt ausgelöscht. Illyrian war alleine deswegen schon ganz erpicht darauf, diesen dämonischen Abschaum zu vernichten. Von Malcolm ganz zu schweigen. Doch kannte er auch die feigen Spielchen der Dämonen zu gut und er sah zu seinem jungen Beta, der sich wachsam umsah, doch ein wenig verwirrt wirkte. „Ich kann nichts fühlen. Normalerweise spüre ich die Anwesenheit von Dämonen sofort. Entweder spinnt mein Jagdinstinkt oder er ist abgehauen!“ Beide Werwölfe sahen sich an. Malcolms Instinkt täuschte ihn selten und das wussten sie beide. Doch es gab für alles ein erstes Mal.

„Bleibe dicht bei mir und halte die Augen auf!“, befahl Illyrian mit ernster Stimme, als er die Luft tief einsog. Gemeinsam sahen sie sich um, doch auch zusammen konnten sie nichts entdecken. Offenbar hatte sich der Dämon zu gut versteckt, dass er außerhalb von Malcolms Radar war. „Wir sollten uns aufteilen! Vielleicht finden wir ja noch ein paar Hinweise!“, schlug Malcolm vor und sah seinen Alpha an, der ihm zur Antwort nur zunickte. Illyrian war zwar der Alpha des Rudels, doch ging es um Dämonenjagd, überließ er gerne Malcolm die Führung. Es war ein wichtiger Teil seiner Ausbildung und es funktionierte gut zwischen ihnen. Dennoch war es Illyrians Pflicht als Alpha, auf seinem jungen, impulsiven Beta aufzupassen. Malcolm war ein gefährlicher Gegner, doch neigte er dazu sich ständig in große Schwierigkeiten zu bringen. Alleine schon durch seine große Klappe.

Malcolm ging durch die Halle weiter, als ein schwaches Licht seine Aufmerksamkeit erregte. Verwirrt runzelte er die Stirn und seine Neugier siegte. Hinter den Stapel Kisten war doch was. Oder spielten seine Augen ihm einen Streich? Er schob eine davon beiseite und entdeckte endlich die Quelle. Das Licht kam von einer Kiste weiter hinten. „Hey Dad! Ich glaube, ich hab da was gefunden!“, rief er und brach die Kiste auf, um hineinsehen zu können. Doch plötzlich geriet er in Panik. In der Kiste befand sich ein Sprengsatz mit einem Timer, der nur noch zehn Sekunden zeigte. Fluchend sprang Malcolm zurück und rannte brüllend los: „Verdammte scheiße! Eine Bombe! Wir müssen hier sofort raus!“ Doch es gab nicht genug Zeit. Der Timer lief ab und eine gewaltige Explosion erschütterte den Raum. Danach war alles nur noch wie in einem Alptraum. Er hörte die Todesschreie seines Alphas und spürte einen Schmerz, der sein Leben auszulöschen drohte…
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