ℱ alsche  ℋ offnung

von Link
OneshotDrama, Romanze / P12
Makoto Rin
14.08.2017
14.08.2017
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Die Erinnerung an die letzte Zeit würde wohl nie verblassen, all das Grauen würde immer in ihrem Gedächtnis zurückbleiben. Immer wieder fragte sie sich, ob es alleine ihre Schuld war; trug sie diese alleine an alldem? Zwar hatte Reiko ihr verziehen und ihre Wut, die Einsamkeit und der Hass wurden besänftigt, doch machte dies sie nicht mehr lebendig oder all das Ungeschehende. Und auch fragte sie sich, war sie es, die Makotos Tod zu verschulden hatte?
Sie fragte sich oft, ob er wirklich diese Welt für immer verlassen hatte, oder ob er vielleicht nur einen anderen Weg gefunden hatte ihr im letzten Moment helfen zu können, um sie vor einem großen Fehler zu bewahren und vielleicht in ihren sicheren Tod zu springen…
Sie strich über den Schopf der kleinen Plüschkatze und versank tiefer in ihre Gedanken und Erinnerungen, an die Zeit die sie an jenem Ort verbrachte und an Makoto, sein scheinbares Opfer machte ihr mehr und mehr zu schaffen. Sie dachte viel an ihn, an seine Art und an die kurze Zeit, die er bei ihr war oder ihr half.
Als sie in jenem letzten Augenblick seinen Geist sah, verspürte sie einen Schmerz in ihrer Brust, der bis jetzt nicht abgeklungen war, immer, wenn sich ihre Gedanken um jenen Verleger drehten. Sie hatte versucht, bei Samsara jemanden telephonisch zu erreichen, doch war niemand erreichbar und sie sprach eine neutral wirkende Nachricht auf den Anrufbeantworter, weil sie sich ihr schlechtes Gewissen und ihren Kummer nicht anmerken lassen wollte - noch immer kam keine Antwort. Sie wunderte das nicht, immerhin waren der Verleger und ein Journalist dieses Magazins verstorben, da hatte man sicherlich nicht Zeit, sich um belanglose Sorgen einer Studentin zu kümmern.
Immer noch hielt sie Reikos Kuscheltier namens Kuro Neko in ihren Armen, aber nun legte sie es behutsam zurück auf die Kissen, wo es einen sehr schönen Platz hatte. Außer diesem Kuscheltier hatte Rin kein anderes in ihrem Zimmer und wollte es auch nicht haben, denn an keinem anderen würden so viele Erinnerungen hängen wie an diesem, zwar viele grausame, doch waren auch wichtige Erinnerungen, die nie wieder verblassten.
Sie stand langsam von ihrem Bett auf und erschrak sogleich, ihr Handy klingelte. Immer momentan wenn ihr Handy erklang, schrak sie leicht zusammen, das würde wohl auch wohl noch lange halten, leider.
Sie ging zum Handy hin, das an ihrem PC neben der Tastatur lag und klappte es auf „Hallo?“
„Frau Kagura?“ es erklang eine sanfte Frauenstimme, anders als sie erwartet hatte, sie hoffte auf einen vertrauten Klang als diesen „Ja, am Apparat…“
Diese so sanft klingende Stimme die nun auf sie einredete, erwähnte nichts von dem verscheiden Makotos oder dergleichen, und schien davon auch nichts zu wissen, weder sie noch jemand anders bei diesem Verlag. Doch bekam die junge Studentin etwas, was ihr das Herz leicht höher schlagen ließ: die Adresse des Verlegers.

Es war mehr als die junge Frau erhofft hatte, doch war sie dem Ungewissen einen weiteren Schritt entflohen.
Sie betrachtete mit ihren großen braunen Augen die Türe, noch stand sie untätig vor dieser und hatte diese nur betrachtet, im Unklaren, was sie hier eigentlich wollte oder tun sollte. Er musste tot sein, doch war diese Tatsache so grausam, das sie es nicht glauben wollte, wo er doch so viel für sie getan hatte.
Sie ließ ihren Blick zum Namensschild über der Klingel schweifen, wo auf diesem „Shirae“ zu lesen war. Sie brauchte lange um sich zu überwinden, diesen Knopf zu drücken, sie fürchtete sich vor dem, was hinter der Tür lauern konnte, oder was nicht…
Der Klang der Klingel ertönte selbst durch die Tür hindurch, es klang grausam.
Lange geschah nichts und wieder wurde ihr bang ums Herz als sie sich eingestehen musste, dass er wohl wirklich unerreichbar für sie war, er hatte sich geopfert, gewollt, ungewollt, das blieb unklar für sie, doch verdankte sie am Ende ihm ihr Leben, mehr musste sie nun nicht wissen.
Gerade als sie sich von der Tür abwenden und gehen wollte, ertönen Schritte, sie wandte sich schnell der Tür zu, als diese sich öffnete. Rin Kagura entgleisten all ihre Gesichtszüge.