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Erinnerung an Liebe

von Fae2705
GeschichteAllgemein / P12 / MaleSlash
Elphaba Thropp Glinda/Galinda Upland of the Upper Uplands
13.08.2017
13.08.2017
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Disclaimer: Die Charaktere gehören leider nicht mir, deswegen ich borge sie mir auch nur von Gregory Maguire und Stephen Schwartz aus.

Erinnerung an Liebe


Es heißt, man vergisst nie den Menschen, der einem gezeigt hat, wie sich Liebe anfühlt.

Und so war es auch.
Zumindest wenn man von der wahren Liebe sprach.
Geliebt hatte sie oft.
Aber nur einmal wirklich wahre Liebe gespürt.
Damals im guten alten Glizz.

Elphaba hatte nicht gemerkt, wie sie ihren letzten Gedanken laut ausgesprochen hatte.
Erst als sie Galindas Hand auf ihrer Wange spürte.
Erst als sie spürte, wie die Fingerspitzen der Blonden sanft über ihre Haut strichen, wurde ihr bewusst, dass sie ihre Worte laut ausgesprochen hatte.

Es war bis zu diesem Moment eigentlich ein ganz normaler Abend in Glizz gewesen.
Sie hatten beide auf ihren Betten gesessen und sich über die anstehenden Prüfungen unterhalten.
Und dann waren sie auf einmal auf die Ferien zu sprechen gekommen.
Ferien, die Elphaba bei ihrem Vater verbringen würde.
Wieder im Schatten ihrer Schwester stehen würde.
Sie war eigentlich nur hier in ihrem Zimmer wirklich Elphaba.
Konnte nur hier sein, wie sie wirklich war.

Galinda hatte es eigentlich als beruhigende Geste gemeint, aber jetzt, wo sie die zarte grüne Haut unter ihren Fingern spürte, da konnte sie von diesem Gefühl nicht genug bekommen.
Dabei sollte sie es nicht.
Sollte ihre Freundin nicht so berühren.
Aber es fühlte sich gut an.
Und irgendwie, was sich gut anfühlte, konnte ja nicht falsch sein.

Bevor Galinda noch weiter über ihr Handeln nachdenken konnte, spürte sie die Hand der Grünen, die sich auf ihre legte.

Elphaba drehte ihren Kopf, so dass ihre Lippen die Handfläche von Galinda streiften.
Einen Kuss auf die zarte Haut der Innenfläche hauchte.

„Elphie, was machst du?“

Elphabas Finger umschlossen Galindas Hand und zogen sie von ihrem Gesicht.

„Sag nein und ich höre auf“, flüsterte Elphaba.

Seit Tagen schon hatte diese Anspannung zwischen ihnen gelegen.
Seit Tagen hatten sie beide gespürt das etwas anders war.
Seit sie Freundinnen waren.
Seit Galinda das Badezimmer betreten hatte als Elphaba sich gerade ausgezogen hatte.
Seit sie den grünen Körper unverhüllt gesehen hatte.

„Elphie, ich“, begann Galinda, aber dann brach sie ab.

Was sollte sie auch sagen?
Das sie sich nach ihr sehnte?
Das sie mehr wollte?
Küsse wollte, Berührungen wollte.
Es war zwar die Wahrheit, aber Galinda durfte sie nicht aussprechen.
Sollte sie nicht aussprechen.
Zu einer Antwort kam Galinda gar nicht mehr.
Hatte Elphaba ihr Zögern doch richtig gedeutet.
Nicht als nein, sondern nur als: „Ja, aber ich kann es nicht laut sagen.“

Elphaba hatte  sich auch schon nach vorne gebeugt, um ihre Lippen mit einem fordernden Kuss zu versiegeln. Galindas Gesicht glühte förmlich, als die Ältere an ihrer Unterlippe zu saugen begann, um im nächsten Moment mit ihrer heißen Zunge darüber zu streichen.
Als Elphaba sie näher an sich drückte, glitten ihre Lippen schon fast wie von selbst auseinander und boten der Freundin Einlass. Leises Seufzen erfüllte den Raum und die Luft schien vor Erregung zu vibrieren.

Wie schnell war doch die Stimmung umgeschlagen.
Von einer einfachen Plauderei zwischen zwei Freundinnen zu diesem hier.
Zu Leidenschaft.
Zu etwas, das Galinda nicht in Worte fassen konnte.
Etwas, das sie sprachlos machte.
Und es war nicht nur die Tatsache, dass Elphaba sozusagen die Führung übernommen hatte, dass Elphaba sie verführte.
Nein, es war sie selbst, die sie sprachlos machte.
Das Gefühl, dass sich in ihr ausbreitete.
Ein nie gekanntes Gefühl.
Unbekannt, aber gut.
Und sie wollte mehr davon.
Wollte nur noch fühlen.
Wollte alles erleben.
Wollte nur noch.
Wollte Elphaba.

Langsam schob Elphaba die Träger von Galindas dünnem Nachthemd von deren Schultern und legte die milchig-weiße Haut ihrer Freundin frei.

„Wundervoll“, flüsterte sie, bevor sie den Kopf senkte und sanft die Schulter ihrer Freundin küsste.

Das Nachthemd, das Galinda bis zur Taille heruntergerutscht war, legte ihren gesamten Oberkörper frei.
Elphabas Hand wanderte zu Galindas Brust. Mit dem Daumen strich sie über die Brustwarze bis sie sich vor Erregung aufstellte.

Seitdem hatte Galinda, oder besser gesagt Glinda, nicht mehr geliebt.
Nicht mehr so.
Nicht mehr mit Leidenschaft.
Nicht mehr, seitdem aus Elphaba die Böse Hexe des Westens geworden war.
Aber die Erinnerung an diese Liebe, an diese Nacht, würde Glinda immer in ihrem Herzen behalten.
Die Erinnerung an Liebe.

Ende


 
 
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