Unter Wölfen

GeschichteDrama, Romanze / P16
Amon/Noatak Korra
12.08.2017
12.04.2019
14
56842
15
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Dieses Kapitel
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Vorwort:

Ich besitze keinerlei Rechte an dem Avatar Universum. Alles gehört Nickelodeon.
Dies ist eine Geschichte über 'was wäre, wenn Amon nicht gezögert hätte Korras Kräfte zu nehmen' und die Folgen dieser Entscheidung. Die Handlung beginnt einige Wochen, nach Staffel 1, Episode 4. Ab diesem Zeitpunkt entfernt sich die Geschichte von den Geschehnissen in der Serie. Unter Wölfen enthält eine langsam aufbauende Romanze und falls jemand allein deswegen hier ist, sollte er lieber ein wenig Geduld mitbringen. Die Geschichte ist momentan als PG16 eingestuft, wird aber in späteren Kapiteln einige düstere Themen behandeln. Trigger Warnings spoilern meiner Meinung nach Kapitelinhalte, von daher ist dies mein einziger Appell an meine Leser; Es ist keine kindergerechte Geschichte. Ach ja, Amorra ist das Pairing und ich bereue nichts.

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'     UNTER WÖLFEN     '

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Unverwandt betrachtete sie ihr Spiegelbild in dem trüben Fenster eines heruntergekommenen Teeladens. Statt vertrauter Blautöne trug sie eine einfache olivfarbene Jacke, eine dunkelgraue Hose und abgewetzte Stiefel. Ein Hut warf einen Schatten über ihr Gesicht und um den Hals hing ein kratziger, roter Schal. Die Kleider waren allesamt gestohlen. Die Nacht, als sie von der Luftbändigerinsel fliehen musste, hatte sie sie von irgendeiner Wäscheleine gezupft und sich davongestohlen.

Mit einem Kloß im Hals suchte sie in ihrem Spiegelbild nach Überresten von der Person, die sie bis vor kurzem noch gewesen war. Dieselben blauen Augen, der vertraute Braunton ihrer Haut. Trotzdem würde sie bis auf ihre Freunde vermutlich niemand erkennen. Ihre Kleidung war ungewaschen und verschlissen. Die meisten Leute, die sie nun auf der Straße anblickten, sahen nur eine weitere Obdachlose mit Wasserstammwurzeln und bedachten sie selten mit einem zweiten Blick.

Korra rollte die Ärmel ihrer Jacke hoch und strich nervös eine Falte glatt. Dann stieß sie die Tür zum Teeladen auf und trat ein. Ein Glockenspiel verkündete klirrend ihre Ankunft und der Geruch von Jasmin und Ingwer begrüßte sie. Hinter dem Tresen stand eine hagere, alte Frau mit schlohweißem Haar, das zu einem strengen Knoten zusammengebunden war.

Als sie Korra erblickte, verzogen sich ihre Mundwinkel nach unten.

Unbeirrt steuerte Korra auf sie zu und blieb vor dem Tresen stehen.

"Hallo!" grüßte sie und schenkte der Dame ihr breitestes Lächeln.

Die alte Frau ignorierte sie und tat als wäre sie beschäftigt eine weiß-rot gestreifte Teetasse mit einem Lumpen zu polieren.

Unsicher was sie sagen sollte, rieb Korra sich den Nacken. Sie hustete, dann setzte sie erneut an. "Ich wollte fragen ob sie Arbeit für mich haben, ich bin neu hier... mein Name ist-"

Die alte Freu unterbrach sie mit einer abwertenden Handbewegung und sah ihr zum ersten Mal in die Augen. Dann wanderte ihr Blick über Korras Kleidung zu ihren drecken Stiefeln und wieder hoch in ihr Gesicht.

"Kind, es ist mir egal was dein Name ist, von deinesgleichen sehe ich täglich ein Dutzend. Ich habe keine Arbeit." Sie verschränkte die Arme. "Und wenn du kein Tee kaufen willst, dann rate ich dir zu verschwinden."

Enttäuscht straffte Korra die Schultern. Es war nicht die erste Absage, die sie erhalten hatte. Als sie sich vor knapp drei Wochen auf den Straßen Republicas wiedergefunden hatte, ohne Geld und ohne Zuflucht, hatte sie versucht verschiedene Gelegenheitsarbeiten zu verrichten, doch zu ihrem Verdruss hatte sich herausgestellt wie schwierig es für einen Nichtbändiger war an einen Job in den Fabriken zu kommen.

Mit viel Flehen und einer ordentlichen Portion Glück, hatte sie ein paar Tage in einer Werft am Hafen arbeiten können. Unter ihren Fingernägeln hatte sich daraufhin eine Kruste aus Kohle angesammelt, die sie trotz wiederholten Waschens nicht loszubekommen schien.

Als sie danach wieder keine Arbeit gefunden hatte, war sie zum ersten Mal gezwungen gewesen Essen zu stehlen. Hier ein Kohlkopf, dort ein gebratener Fisch. Sie wusste, dass es falsch war und wenn Meister Tenzin sie sehen könnte, er zutiefst beschämt von ihrem Verhalten wäre. Aber sie hatte schnell gelernt, dass die Grenze zwischen Richtig und Falsch schnell verwischte, wenn sie tagelang nichts zu essen hatte und ihr Magen wie ein Eisbärenhund knurrte. Sie tat es zum Überleben, Tenzin würde es verstehen. Das hoffte sie jedenfalls.

Hunger war ein Konzept, dass sie bisher nie kennen gelernt hatte, ihr Leben vor Republica war behütet und sicher gewesen, reflektierte sie. Doch ihre Ankunft in der Stadt hatte einem bösen Erwachen geglichen. Ihre idyllischen Vorstellungen von Republica, der Stadt der Einheit, hatten sich als falsch herausgestellt. Sie hatte noch keinen Ort gesehen, der mehr entzweit war, wie diese Stadt. Als Avatar war es ihre oberste Pflicht das Gleichgewicht wiederherzustellen, aber sie hatte die bittere Lektion lernen müssen, dass sie der Aufgabe nicht gewachsen war ... und nun war sie hier gelandet.  

Das Klirren des Glockenspiels riss sie aus ihren Gedanken.

Ein Mann war in den Laden hereingestürmt, er hatte kurz geschorene, braune Haare und einen Ziegenbart und trug eine grüne Robe mit einer gelblichen Schürze. Er ignorierte Korra und wendete sich gleich an die alte Frau.

"Yuma! Das Satomobil hat eine Panne."

Die alte Frau stemmte die Hände in die Hüften und funkelte ihn böse an.

"Was hast du angestellt? Ich schwöre, du bist mit Abstand der nutzloseste Fahrer, den ich je eingestellt habe. Hast du es in die Werkstatt gebracht?"

Der Mann nickte, er schien unter ihrem vernichtenden Blick zu schrumpfen.

"In einer Woche ist es repariert ... das Problem ist." Er schluckte schwer und ein Schweißtropfen perlte ihm von der Stirn. "Im Hafen ist heute die neue Lieferung eingetroffen..."

Yumas Augen verengten sich zu Schlitzen.

"Hinterm Haus steht ein Schubkarren, den darfst du gerne ausleihen. Ich brauche diese Lieferung, noch heute!"

Perplex blinzelte der Mann und zog verwirrt die Augenbrauen zusammen.

"Bis zum Hafen sind es bestimmt zwanzig Minuten von hier aus und ich müsste so oft hin und herfahren, das kann nicht dein Ernst-"

Vor Wut verzerrte sich sein Gesicht zu einer Grimasse und er warf die Hände in die Luft.

"Weißt du was Yuma? Mir reicht's! Wenn du nächste Woche wieder einen Fahrer suchst fein, aber ich bin nicht dein Sklave!" Mit diesen Worten riss er sich die Schürze runter, pfefferte sie auf den Boden und rauschte dramatisch aus der Ladentür.

Für einen Moment war Korra sprachlos. Aus dem Augenwinkel beobachtete sie die alte Frau.

Ohne mit der Wimper zu zucken bückte diese sich um das gelbe Stoffstück vom Boden aufzuheben.

"Heute ist dein Glückstag." sagte sie und warf Korra die Schürze zu.

"Es ist gerade eine Stelle freigeworden."

Korra schluckte.

Dann verneigte sie sich und schenkte der Frau ein zaghaftes Lächeln.

"Ich, ähm, ich danke ihnen ... ich werde sie nicht enttäuschen."

"Jaja." sagte die alte Frau ungeduldig. "Beeil dich, Zeit ist Geld."

Korra floh Richtung Ausgang, als die Tür hinter ihr zufiel, gestatte sie sich einen Moment um sich gegen die Hauswand zu lehnen und tief auszuatmen.

Es war besser gelaufen, als sie erwartet hatte.

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Mit dem Schubkarren bewaffnet, machte sie sich auf zum Hafen. Ihr Weg führte sie vorbei an der Drachenebene und durch das Industrieviertel. Es war kein schöner Teil der Stadt. Es war, als läge eine Decke aus Schwermut darüber. Selbst der Himmel wirkte hier düsterer und die Farben wirkten blasser. Rechts und links ragten dunkle Gebäude empor und die Luft war schwer mit Abgasen und Rauch.

Die Gesichter der Menschen hier waren angespannt, die meisten trugen sehr einfache Kleidung.

Mit geducktem Kopf und dem Blick auf den Boden vor ihr gerichtet lief sie durch die Straßen und versuchte möglichst keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Im Hinterkopf stets die Angst erkannt zu werden.

Aber sie erreichte den Hafen ohne Zwischenfälle. Ein Güterschiff war gerade dabei seine Fracht zu entladen und sie steuerte darauf zu.

Als sie die Hafenmitarbeiter überzeugt hatte, ja sie war im Auftrag von einer Yuma hier, zeigten sie ihr die Frachtkiste mit der Teelieferung. Als Korra die schiere Menge an Säcken sah, seufzte sie. Der Mann im Laden hatte Recht gehabt, sie würde einige Male hier herkommen müssen um die ganze Ware zu verladen. Korra belud den Karren so voll es ging und machte sich auf den Rückweg.

Beim ersten Mal fiel es ihr schwer den Teeladen auf Anhieb wiederzufinden. Sie verlief sich einige Male bis sie endlich das verblichene Schild mit der Aufschrift Zum grünen Drachen wiederfand. Beim zweiten Mal fand sie den Weg schon einfacher, und beim dritten und vierten Mal kam ihr der Weg schon recht vertraut vor. Die Sonne war über den Himmel gewandert und die Abenddämmerung brach ein als Korra zum letzten Mal am Hafen ihren Karren belud.

Tagsüber war das Industrieviertel eine Sache, doch nachts eine ganz andere. Die dunklen Gassen waren zum größten Teil verlassen und Korra konnte nicht anders als den Ort bedrohlich zu finden. Eine Straßenlampe war zerschmettert und in der Dunkelheit erkannte sie einen Bordstein nicht und stolperte prompt darüber. Ihr Herzschlag beschleunigte sich, dann straffte sie die Schultern und strich sich die Haare glatt und schnaubte kopfschüttelnd. Immerhin war sie kein kleines Mädchen mehr, sie hatte keinen Grund Angst vor der Dunkelheit zu haben.

Ein einsames Auto fuhr die Straße entlang, der Scheinwerfer blendete Korra und sie hob schützend eine Hand vor die Augen.

Zu ihrem Unbehagen wurde das Auto langsamer bis es auf ihrer Höhe stehen blieb. Es hatte einen roten Lack und vorne eine aufwendige goldene Verzierung in Form eines Schildkrötenlöwens. Eine Scheibe wurde heruntergelassen und ein Mann streckte den Kopf heraus. Er schenkte ihr ein breites Grinsen was einen goldenen Zahn aufblitzen ließ.

"Na Kleines. So spät noch unterwegs?"

Korra hörte gedämpftes Lachen aus dem Innern des Wagens.

Sie verschränkte bestimmt die Arme vor der Brust und blickte auf ihn herab in, was sie hoffte, einer einschüchternden Art.

"Das geht dich nichts an. Ich glaube es wäre das Beste, wenn ihr jetzt einfach weiterfährt."

Sie drehte sich weg und schob ihren Karren weiter. Doch der Mann ließ nicht locker.

"Weißt du was ich glaube, Kleines? Du hast keine Ahnung mit wem du da redest."

Sie drehte sich um und funkelte ihn wütend an. Die Wagentür schwang auf und der Mann stieg aus. Er war einen guten Kopf größer als Korra und breit gebaut. Er trug einen Hut und eine graue Jacke über einem teuren weißen Hemd. Um seinen Hals glitzerte eine schwere Goldkette. Im folgten zwei weitere Männer, die sich zu seiner Seite aufbauten. Der kleinere der Beiden trug eine schwarze Jacke mit einem roten Gürtel, sein dunkles Haar war mit Unmengen an Gel zurückgekämmt und eine Locke fiel ihm kräuselnd in die Stirn. Der dritte und größte der drei Männer war ein halber Riese. Er trug ein einfaches grünes Hemd, seine Gesichtszüge waren grob und er starrte Korra aus kleinen bösen Augen an.

Der Mann mit der Goldkette zog den Hut.

"Wo bleiben meine Manieren, mein Name ist Viper und das", er deutete auf die anderen Beiden, "Sind Ping und Tharek." Er legte den Kopf etwas schief und lies den Blick über Korra gleiten. Ein unwohler Schauer fuhr ihr über den Rücken.

"Du musst neu in der Stadt sein Kleines, wenn du uns nicht kennst. Du siehst, wir sind die Herrscher dieses Viertels." Er lächelte dünn. "Ich nehm' dir das nicht übel, du bist ein hübsches Ding. Ich verspreche dir, du könntest hier schnell neue Freunde finden." Zweideutig hob er eine Augenbraue und grinste anzüglich.

Korras Augen verengten sich zu Schlitzen. Sie stemmte die Hände gegen ihre Hüfte und versuchte die aufkommende Übelkeit hinunterzuschlucken.

"Vielen Dank für das Angebot", sagte sie und ihre Stimme triefte vor Sarkasmus. "Aber ich befürchte ich würde selbst die Gesellschaft eines Unagis bevorzugen."

Der Mann namens Ping knurrte und eine Flamme erwachte in seiner Hand. Das Feuer tauchte sein bleiches Gesicht in einen orangenen Schein. Korras Augen weiteten sich, sie hatten ihn schon einmal gesehen. An ihrem ersten Tag als sie in Republica angekommen war. Diese Männer gehörten der Triade der Dreifachgefahr an.

Korra wünschte sich in diesem Moment nichts sehnlicher als ihre Kräfte zurück zu bekommen. Es wäre ein leichtes für sie gewesen die drei zu besiegen. Die Schurken hätten es bereut sich mit ihr anzulegen, da war sie sich sicher.

Der Mann mit der Goldkette, Viper, legte dem Feuerbändiger beschwichtigend eine Hand auf die Schulter und die Flamme erlosch.

"Du bist frech." stellte er an Korra gewandt fest und lehnte sich nach vorne.

"Ein Glück mag ich freche Mädchen mit Haaren auf den Zähnen."

Sie schauderte, für einen Moment starrten sie einander an.

Dann rettete sie das Geräusch einer Sirene, die nicht weit entfernt Alarm schlug. Viper lehnte sich zurück.

"Es sieht so aus als müssten wir unser Treffen hier verkürzen. Ich freue mich schon darauf dich wiederzusehen, Kleines." Mit einem letzten Blick auf Korra drehte er sich um, mit einer Handbewegung deutete er den anderen Männern ihm zu folgen. So schnell wie sie gekommen waren, brausten sie in dem Wagen mit quietschenden Reifen auch schon wieder davon.

Korra wartete bis sie um die Ecke verschwanden, bevor sie zittrig ausatmete. Mit schwitzigen Händen griff sie nach dem Karren und joggte den Rest des Wegs zum Teeladen.

Die alte Frau wartete schon ungeduldig an der Ladentür auf sie.

"Wird langsam Zeit, dass du kommst. Ich wollte den Laden schon längst abschließen. Sie zu, dass du das nächste Mal nicht so trödelst, sonst finde ich einen Ersatz für dich schneller als du grüner Drache sagen kannst!"

Korra musste die Zähne zusammenbeißen um nichts Schnippisches zu erwidern. Sie überreichte Yuma den Tee und die Frau ließ ein paar Yuan in Korras ausgestreckte Hand fallen.

Bitter starrte Korra auf die wenigen Münzen, dann wandte sie sich zum Gehen.

"Morgen kommt die nächste Lieferung an, ich erwarte dich hier um Mittag."

Sie nickte müde.

"Wie heißt du eigentlich, Kind?"

Sie zögerte einen Moment

"...Naoki, aber die meisten nennen mich Naga."

Die alte Frau rümpfte die Nase.

"Was für ein lächerlicher Name."

Korra zuckte nur mit den Achseln und machte sich auf den Weg zu ihrem Unterschlupf, der war nicht weit entfernt von dem Teeladen. Die alte Lagerhalle war ein willkommener Anblick, sie hatte den Platz vor einer Woche entdeckt. Davor hatte sie im Stadtpark geschlafen. Korra hatte keinen Schlüssel zum Gebäude, aber die Halle hatte ein flaches Dach. Dort vor Wind und Regen geschützt unter einem kleinen Vorsprung des Dachs vom Nachbargebäude, hatte sie die letzten Nächte verbracht. Geübt kletterte sie an der Fassade der Halle hoch. Das Bett, dass sie sich hergerichtet hatte bestand aus einem alten kratzigen Umhang und einem alten Paar Handschuhe die ihr nun als Kopfkissen dienten.

Korra rollte sich zu einer Kugel zusammen und lag trotz ihrer Erschöpfung noch lange wach. In ihren Gedanken ging sie noch einmal ihr Aufeinandertreffen mit der Dreifachgefahr Triade durch. Sie hatte das ungute Gefühl, dass es nicht das letzte Treffen gewesen war. Sie musste lernen sich auch ohne Bändigen zu verteidigen. Sie hasste das Gefühl der Hilflosigkeit.

Seufzend beobachtete Korra wie langsam der Mond über den Himmel wanderte. Von den Sternen war hier in der Stadt nicht viel zu sehen. Nostalgisch dachte sie an ihre Heimat. Als Kind hatte sie nur zu oft nachts die Sterne angeschaut und sich bei jeder Sternschnuppe gewünscht, sie könnte den südlichen Wasserstamm verlassen und die weite Welt entdecken.

Was würde sie jetzt geben um zurück in der eisigen Tundra zu sein und an ihren Bändigerkräften zu arbeiten.

Eine einsame Träne rann über ihre Wange.

Hilflos öffnete und schloss sie ihre Faust. Nicht einmal ein Funke entstand.

Eine weitere Träne folgte der ersten.

Vom Dach aus hatte sie einen guten Überblick über die schlafende Stadt. In der Ferne konnte sie die goldene Probändiger Arena ausmachen, die selbst bei Nacht von unzähligen Scheinwerfern angestrahlt wurde. Irgendwo dahinter musste die Statue von Avatar Aang stehen und die Insel der Luftbändiger.

Wo bist du Tenzin?

Er hatte gesagt er würde die Situation unter Kontrolle bringen, aber von ihrem alten Meister fehlte jegliche Spur. Sie hoffte es ging ihm gut, ihm und Bolin und Mako.

Ihr Herz zog sich schmerzhaft zusammen beim Gedanken an ihre Freunde.

Sie sehnte sich danach sie wiederzusehen aber sie wusste zugleich, dass sie ihre Freunde nur in Gefahr bringen würde, wenn sie sie aufsuchen würde.

Bis auf weiteres musste sie untergetaucht bleiben. Bis sie einen guten Plan entworfen hatte ... oder immerhin bis der Weiße Lotus überzeugt war, dass sie die Stadt verlassen hatte, auch wenn sie jede Minute davon hasste.

Wann war ihr Leben so kompliziert geworden?

Irgendwann fiel sie in einen unruhigen Schlaf und träumte von maskierten Männern und vertrauten Verrätern.

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A/N Und so fängt es an ;) Wenn es Euch gefällt würde ich mich über Kommentare freuen. Her mit der Kritik, ich möchte meinen Schreibstil verbessern :)
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