Through Time

von KatieC
GeschichteDrama, Freundschaft / P16
Eric OC (Own Character)
11.08.2017
11.08.2020
15
53.434
20
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Dieses Kapitel
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11.08.2017 966
 

Hallo Zusammen,
schön, dass ihr den Weg hierher gefunden habt!
Nachdem diese Idee nun schon seit geraumer Zeit ihr tristes Dasein auf meiner Festplatte fristet, ist es jetzt endlich so weit. Ich habe schon die eine oder andere Geschichte gesehen, bei der ein Mädchen aus der realen Welt plötzlich im Divergent-Universum landet. Und vor einiger Zeit kam mir dann die Idee, was wäre eigentlich, wenn Eric aus seiner bekannten Umgebung gerissen würde und sich plötzlich im heutigen Chicago wiederfände?
Das hier ist ein erster Einstieg in die Geschichte.
Ich hoffe die Idee weckt euer Interesse und ich würde mich wirklich freuen, eure Meinung dazu zu hören. :)

Liebe Grüße
Katie


~*~*~*~



„Los, los, los!“
Auf Eric’s Befehl hin setzte sich das mobile Einsatzkommando in Bewegung. Zwölf komplett in schwarze Kampfmontur gekleidete Ferox verließen die Baracke, die ihnen bis jetzt als Deckung und zur abschließenden Organisation ihres Eingriffes gedient hatte. Die Ferox schwärmten aus und näherten sich dem heruntergekommenen Lagerhaus, in dem sie einen Sitz der Rebellen vermuteten. In den letzten Wochen war es vermehrt zu bewaffneten Übergriffen gekommen und zahlreiche Mitglieder ihrer Fraktion hatten dabei ihr Leben lassen müssen. Zeit daran etwas zu ändern und die Fraktionslosen daran zu erinnern, wo ihr Platz in der Gesellschaft war. Zeit ihnen zu zeigen, dass sie sich nicht alles erlauben konnten. Deshalb war Eric nun hier. Nachdem vor einer Woche erneut eine Patrouille überfallen worden war, hatte er sich für diesen Einsatz ausgesprochen und Max hatte ihm nur zu gerne die Leitung übertragen. Jetzt bekam Eric die Gelegenheit, sich auch außerhalb des Hauptquartiers zu beweisen.
Die Truppe näherte sich der Rückseite des Gebäudes und steuerte zielstrebig den Aufgang zu den verwaisten Laderampen an. Das verkohlte Gerippe eines ausgebrannten Transporters warf seinen mahnenden Schatten auf die Stufen, die unter den Stiefelsohlen der Ferox knirschten, bis die Vorhut den Hintereingang in das Gebäude gesichert hatte. Die Überbleibsel dessen, was einst ein großes Rolltor gewesen war, hingen lose in den Angeln und ermöglichten so einen lautlosen Zutritt.
Der Verladeraum lag verlassen vor ihnen. Einzig ein Vogel, aufgeschreckt durch den ungewöhnlichen Besuch, flatterte aus seinem Nest, das sich im Fachwerk alter Stahlträger unter der Decke befand.
Langsam und bedacht bewegten sich die Ferox durch einen Gang, der laut alten Grundrissen zu den Haupthallen führte. An den Wänden standen zahlreiche Metallfässer auf Paletten gebettet. Sie wirkten schon deutlich in die Jahre gekommen. Einige von ihnen waren mit einer dicken Schicht aus Staub und Dreck überzogen, andere bereits durchgerostet. Aus einem Fass direkt neben Eric tropfte leise und beständig eine klare Flüssigkeit. Je weiter sie vordrangen, umso stärker wurde der Gestank nach Chemikalien. Ohne ihre feste Formation zu verlassen, bewegten sich die Ferox weiter vorwärts, aber außer ein paar Ratten begegneten ihnen keine weiteren Lebewesen. Hatten sie sich doch getäuscht? Einer von Max‘ Informanten hatte fest behauptet, dass sich hier einige der Rebellen ihr Quartier eingerichtet hatten. Aber im Moment machte der gesamte Gebäudekomplex einen recht verlassenen Eindruck.
Als die Gruppe um die nächste Ecke bog und der halbdunkle Gang in eine weitere Halle mündete, blieb Eric stehen. Aufmerksam sah er sich um. Sein Blick schweifte über die schmutzigen Scheiben, die in die verwitterten Steinmauern eingelassen waren und durch die das Sonnenlicht nur gedämpft hindurch drang. An der gegenüberliegenden Wand befand sich eine alte Metalltreppe, die auch schon ihre besten Jahre hinter sich hatte. Die Streben und Stufen wirkten rostig und instabil und passten damit zum verwahrlosten Rest des Gebäudes. Sein Blick wanderte weiter und der Ferox konnte erkennen, dass die Treppe im oberen Geschoss in eine Art Galerie mündete, von der weitere Gänge abgingen. Vermutlich waren in diesen Fluren vor Urzeiten Büroräume gewesen. Aber auch dort regte sich nichts.
Während seine Leute ausschwärmten, um den weitläufigen Raum abzusuchen betrachtete Eric seine nähere Umgebung genauer. Auch hier standen einige Fässer herum. Manche waren leer oder umgekippt, andere hingegen noch verschlossen. Aber eine Sache irritierte ihn und ließ all seine Sinne aufmerksam werden. Im Gegensatz zu den verwitterten Behältern im Verladebereich und jenen, die im Gang zu den Hallen gestanden hatten, wirkten diese Fässer um einiges besser erhalten. Einige machten einen geradezu neuen Eindruck. Ganz so, als seien sie erst vor kurzem hier abgestellt worden. Mit zufriedener Selbstsicherheit lächelte Eric in sich hinein. Sie waren definitiv auf der richtigen Spur.
Gerade als er sich einem dieser Behälter näherte, um einen Blick auf das verblasste Etikett zuwerfen, ließ ein Schuss den Anführer herumfahren. Wie aus dem Nichts waren auf der Galerie eine Handvoll Gestalten aufgetaucht und eröffneten das Feuer auf die Ferox. Eric spürte das Adrenalin durch seine Adern schießen. Er fühlte seinen Puls in die Höhe schnellen und ließ sich von dem Rausch anstecken, der ihn erfasste. Unter seinen gebrüllten Befehlen formierten sich die Ferox neu und erwiderten das Feuer. Schnell gingen zwei der Angreifer zu Boden, aber die verbliebenen schossen unbeirrt weiter. Aber irgendetwas kam Eric dennoch eigenartig vor. Die Schützen auf der Galerie zielten nicht direkt auf ihre Gegner, obwohl sie von ihrer erhöhten Position eigentlich im Vorteil gewesen wären. Hektisch sah er sich um und erstarrte, als er erkannte, worauf die Fraktionslosen schossen. „Rückzug!“ Seine Stimme hallte über den Lärm der Schüsse hinweg, deren schneidende Geräusche von den Hallenwänden widergegeben wurden und sich zu einem tosenden Inferno auszuweiten schienen. Aber noch bevor die Ferox seinem Ruf Folge leisten konnten, schlug ein Projektil in eines der Fässer ein. Unter einem ohrenbetäubenden Knall explodierten die gelagerten Chemikalien und setzten eine wahre Kettenreaktion in Gang. Ein Fass nach dem anderen entzündete sich. Eric spürte die plötzliche Hitze auf seiner Haut, als er zur nächsten Ecke sprintete um sich dort in Sicherheit zu bringen. Aber noch bevor er das schützende Ziel erreichte, wurde er von einer Druckwelle erfasst und gegen die Wand geschleudert.
Dann versank alles um ihn herum in Dunkelheit.
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