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The Game

von Shana2804
Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P16 / Het
Karma Akabane OC (Own Character)
09.08.2017
30.12.2022
6
10.258
2
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4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
16.08.2017 1.913
 
Kapitel 2: Neu in 3A
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Neben dem Lehrer stand eine neue Schülerin in der 3-A. Ihr Blick sah sich die ganze Klasse durch. Kaum einer interessierte sich dafür, dass da jemand neues stand. „Kaya Chiba kommt aus Deutschland. Asano wird dir in der Pause das Gelände zeigen. Setzt dich jetzt, damit wir uns wieder dem Unterricht wenden können.“, sprach der Lehrer. Dem Befehl folgte die Schülerin. Es gab nur einen freien Platz in den Raum, direkt am Fenster. Es hatte einen schönen Ausblick zu dem großen Wald, oder eher Berg. So genau konnte die Blondhaarige es nicht definieren. Anhand dem, was sie bisher wusste, wurde dort die E-Klasse unterrichtet. Das E stand dabei für End, somit hieß die Klasse auch End-Klasse. Auf dieser Schule war es normal, dass Lehrer und Schüler die schlechten diskriminierte. Die Regeln waren der Schülerin bekannt und war auch froh nicht in dieser Klasse zu stecken. Vor ihren Umzug wurde sie als Außenseiterin von ihrer eigenen Klasse erniedrigt. Kaya kannte das Gefühl sehr stark, wie es sich anfühlte hilflos und nutzlos zu sein. Daher fand schon früher das Mädchen Zuflucht ins Spielen. Genauer gesagt die digitale Welt des Zockens. Dort konnte Kaya so sein, wie sie wollte. Niemand kannte dort die Schülerin.

In der zweiten Stunde folgte bereits ein Test. Die Blondhaarige war viel zu sehr in ihren Gedanken gefangen. Seufzend sah sie sich den Test an. Alles war noch frei, bis auf das Feld wo ihr eigener Name hineingehörte. Die Aufgaben dieser Schule sind eine reine Qual. Die übertrafen alles, was je Kaya kannte. Nur knapp konnte die Schülerin es in der A schaffen. Für sie persönlich machte es kein Unterschied in welcher Klasse sie nun ging. Wahrscheinlich war es für andere anders. Sie war überzeugt davon, dass die meisten versuchten in der A zu kommen, oder zu bleiben. Dabei war das Einzige, was Kaya wollte, ihre ruhe.

Mit ihrem Kugelschreiber spielte sie etwas zwischen ihren zarten Fingern, ehe sie die Antworten zu den jeweiligen Fragen auf Papier schrieb. Bei vielen gestellten Fragen musste die Schülerin länger überlegen als bei anderen Fragen, aber letztendlich entschied das Endergebnis, ob die Schülerin gut abschnitt. Als die Zeit für den Test verstrich, überreichte sie den Test ihren Mitschüler, der vor ihr saß, und er gab beide Tests – von ihr und ihm – weiter zum nächsten. Bis diese zum Lehrer ankam.
Bevor es zur großen Pause kam, erteilte der Lehrer noch Hausaufgaben, die sie bis morgen zu erledigen waren. Etwas verwirrt, wieso niemand aufstand, starrte Kaya ihre neue Klasse an. Jeder saß weiterhin an ihren Büchern und schien zu lernen. Die Blondhaarige hatte eine langweilige Klasse bekommen.
„Chiba-san, kommst du?“, hörte sie an ihren Platz eine neue Stimme. Ihr Blick richtete sich sofort auf die Person. Er hatte erdbeerblondes Haar und violette Augen. Auch wenn Kaya stehen würde, wusste sie das die Person vor ihr größer war. Auf sein Gesicht zeichnete sich ein leichtes charmantes Lächeln. Sein Lächeln schien fast perfekt zu sein, jedoch konnte die Blondhaarige einen deutlichen Unterschied erkennen und somit seine versteckten Gefühle dahinter ausmachen. In Wahrheit hatte er keine Lust, auf das Spielchen.
„Du brauchst mir nichts vorzuspielen.“, gab die neue Mitschülerin als erstes von sich und stand langsam von ihrem Platz auf. Kurz verlor der Schülerpräsident die Fassung und das getäuschte Lächeln verschwand. Es dauerte nicht lange und das Lächeln tauchte wieder aufs Gesicht. Der Schüler bat sie ihm zu folgen und erwartete keine Widerworte. Asano zeigte der neuen alles, während sie die ganze Zeit neben ihm lief. Es gab eine große Sporthalle, einen Sportplatz, viele AGs und eine Schwimmhalle. Asano erzählte nicht zu jedem Zimmer, welche Bedeutung dahintersteckte, aber Kaya konnte allein anhand der Größe des Gebäudes feststellen, dass er nur die notwendigen Zimmer vorstellte. Alles im allem war die Schule gut ausgerüstet.
„Weswegen kommt eigentlich jemand mitten im Schuljahr neu in einer Schule und dann auch noch jemand der nicht aus Japan kommt?“, hinterfragte Asano sie, als noch ein wenig Zeit übrigblieb. Seine Frage schien ihn wirklich zu interessieren. „Mein Vater meinte, diese Schule sei perfekt für neue Erfahrungen und viel besser als die Schulen in Deutschland.“, erklärte Kaya in Kurzform, weswegen es wieder kurz still wurde, bis sie wieder anfing zu reden: „Du hast hier das sagen der Klasse. Das sieht man.“ Er sah aus dem Augenwinkel zu ihr herunter. Vielleicht überlegte er kurz, ob er was dazu sagen sollte.
Sein Mund öffnete sich: „Wie kommt du darauf?“
„Du solltest mir alles zeigen, zudem spüre ich, dass du ziemlich mächtig bist. Wie dein Vater, der die Schule leitet.“
„Ich hoffe du hältst dich an die Schulregeln.“, kommentiert der Schülerpräsident ihre Antwort nicht. Anscheinend konnte er sich diese Antwort bereits denken. Ihr Blick richtet sich zu ihm hoch.
„Du meinst bestimmt damit die E-Klasse.“, es war keine Frage, eher eine Aussage. Kurz erkannte man in ihrem Gesicht eine überlegene Miene. „Solange nichts vor meinen Augen passiert.“, kam Kaya zu dem entschloss und sah wieder nach vorne. Beide liefen wieder ins Gebäude, um zu ihrem Klassenzimmer zu kommen. Der Schülerpräsident stockte kurz beim Laufen und musterte die Schülerin genauer an. Die Ärmel sind hochgekrempelt. Wahrscheinlich wegen der Hitze die im Sommer extrem war. Ihre Haare, die zu einen einfachen Zopf gebunden waren, waren so dunkelblond, dass man meinen könnte, fast das Braun zu erreichen. Ihre blauen Augen, dessen ein dezentes braun in sich hatten, schauten ihn fragend an.
„Du wirst unterstützt die E-Klasse?“, sein Misstrauen konnte Kaya deutlich aus dem Ton heraushören. „Das habe ich nicht gesagt. Aber es ist selbstverständlich, dass ich Menschen verteidige, die sich nicht helfen können. Da gehört auch die E dazu.“
„Sie dürfen sich nicht verteidigen!“, seine Stimme klang streng und betonend.
„Das ist mir bewusst.“, wurde die Blondhaarige grob und verschränkte ihre Arme vor ihrer Brust, „Und genau deshalb bin ich dieser Meinung. Wenn du in dieser-“
„Ich käme nie in dieser Klasse!“, unterbrach er sie aufgebracht, worauf Kaya ihre Arme sinken ließ, und ein Seufzer entfuhr. Sie wusste, dass leider alle Schüler hier so dachten. „Ich meine Mal angenommen. Wenn du in dieser Klasse wärst und ich dich nicht kennen würde, würde ich dir trotzdem helfen.“, versuchte sie es ihm zu erklären und sah Asano direkt in seine violetten Augen. In seinen Augen spiegelten sich Wut aus, vielleicht auch ein wenig Verwunderung. Kopfschüttelnd und mit einem schmalen Lächeln lief die Schülerin einige Schritte vor, da sie bei diesem Thema stehen blieben.
„Der Unterricht beginnt in wenigen Minuten. Den willst du doch nicht verpassen.“, warf sie ein, worauf Asano sich eilig in Bewegung setzte. Schmunzelnd folgte sie seinen zügigen Schritten. Ihre Bewegungen glichen dabei eher eines gemütlichen rennen.

Kaya Chiba. Gerade einmal mit ihren sechszehn Jahren war die Schülerin ein Meter und fünfundsechzig groß. Für andere Personen eher klein, aber sie bevorzugte große. Geboren wurde sie in Japan, während sie in Deutschland groß geworden ist. Mika half gern jeden aus einer glimpflichen Lage, auch wenn es ihr dann zum Verhängnis wurde. Durch ihren Vater, der ein Japaner ist, konnte sie in ihrer Freizeit mit ihm diese Sprache lernen. Die Blondhaarige interessierte sich sehr für dieses Land und deren Kultur. Ihr anderes Elternteil war dagegen in Deutschland geboren und aufgezogen. Dem entsprechend hatte Kaya sowohl deutsche als auch japanische Wurzeln.

„Chiba, übersetze den nächsten Satz.“, riss eine Stimme die gedankenverlorene Schülerin raus. Sie wandte ihr Blick vom Fenster und sah ihre Lehrerin vor Schreck verstört an, die anscheinend immer noch zu warten schien. Sofort schaute sie wieder auf das Buch und suchte die den Satz, welchen sie übersetzen sollte. Gerade als Mika ihr Mund öffnete, um diesen Satz in englische zu sprechen, nahm die Lehrerin ein anderer Schüler dran. Fassungslos starrte die Blondhaarige ihre Lehrerin an. Sie konnte es nicht fassen. Kaya fühlte sich verarscht an. Es war wie, als hätte die Lehrerin das mit Absicht gemacht. Nur um die neue Schülerin zu blamieren.

In der nächsten Pause holte Kaya ihren Bento aus der Tasche. Die letzten fünfzehn Minuten der Stunde knurrte ihr Magen, so extrem, dass sie nicht mehr richtig nachdenken konnte. Die Schülerin öffnete ihre Brotdose und fing innerlich an zu sabbern. Was essen anging, konnte ihre Mutter unglaubliches fabrizieren.
„Wie war dein Eignungstest?“, unterbrach eine bekannte Stimme sie aus dem Genuss des Starrens. Ohne aufzublicken, antwortete Mika ihrem Mitschüler mit einem vollen Mund: „Gerade so geschafft.“
„Man merkt, dass du nicht von Japan kommst.“, hörte sie eine weitere Stimmte.
„Du solltest vielleicht mehr lernen, sonst wird dich die Klasse meiden und du fliegst schneller als du sehen kannst in der B-Klasse, wenn du sogar die E unterstützt, direkt gleich dahin.“, sprach Asano und beobachtete seine neue Schülerin. Er wusste nicht wirklich, was er mit ihr anfangen sollte. Sie war anders als die bisherigen Schüler, die er in seiner Klasse eingewöhnen sollte.
„Du kannst gern versuchen mich mit deinem falschen Charme zu überreden, aber das wird dir nicht gelingen.“, reagierte die Blondhaarige. Sein Lächeln, welches er die ganze Zeit aufgesetzt hatte, behielt er allerdings.
„Ich soll mich um dich kümmern, damit du dich hier gut einfindest. Auf wenn ich keine Lust auf dieses Prozedere habe, gehörst du nun mit zu unserer Klasse.“, erklärte der Schülerpräsident ihr ruhig und sah sie weiterhin an, während Kaya ihren nächsten Biss herunterschluckte.
„Ach mir geht es super. Mich interessiert es nicht was andere über mich denken. Mir ist es recht, wenn die Klasse mich meidet. Sie sehen eh wie Spießer aus.“, die Stimme von Kaya klang sorglos. Mit ihrem Lächeln im Gesicht passte dieses Bild noch mehr dazu. Zwischen den beiden wurde es still, während beide sich ein nicht ausgesprochenen Wettbewerb des Blickkontakts hielten.

„Wir konnten uns ja noch nicht vorstellen.“ Begann ein braunhaariger zu sprechen, allerdings unterbrach Kaya ihm.
„Dürfte ich noch mein Frühstück beenden? Hier an der Schule gilt es doch, dass man seine Noten gut halten soll und ohne eine ausgewogene Mahlzeit, funktioniert das wenig.“ Mehr oder weniger beobachteten die Schüler die Neue fassungslos an. Wahrscheinlich gab es kaum jemand, der ihnen widersprach.
„Sieht so aus, als hätten wir kein leichter Zuwachs bekommen.“, behauptete der Junge, welche Kaya unterbrochen hatte. Asano sprach dazu nix und während die anderen sich vorstellten, ignorierte die Schülerin. Die bösen Blicke der Klasse, spürte die Blondhaarige deutlich auf sich ruhen.
„Jetzt könnt ihr euch gern vorstellen.“, sprach Kaya in einen freundlichen Ton, nachdem sie fertig gegessen hatte.
„Das haben wir bereits.“, meinte ein Junge mit grünen Haaren. Nun kam ein genervtes Seufzen von Asano, womit er die Aufmerksamkeit von der Blondhaarigen bekam.
„Noch einmal: Ren Sakibara, Natsuhiko Koyama, Teppei Araki, Tomomya Seo und mich kennst du bereits, Gakushu Asano. Genauer gesagt sind wir die 5 Virtuosen.", stellte er die kleine Gruppe vor und zeigte immer auf den jeweiligen. Die neue Schülerin hatte vermutet, dass Asano etwas gereizt oder der Art klingen würde, allerdings war seine Stimme ruhig.
„Also… Dann hilft ihr auch die E-Klasse?“, fragte Kaya frech, da sie bereits wusste, wie sie reagieren würden. „Hä? Diese Loser doch nicht!“, schrie fast schon Koyama. Kurz schauten einige Schüler auf diese Personen, da er mit dieser lauten Aussage aufmerksam bekam.
„Bleibt Mal locker.“, versuchte die Schülerin ihn zu beruhigen, was nicht gelang, bis der Schülerpräsident meinte, dass die Stunde gleich wieder beginnen würde. Sofort setzten die Schüler sich wieder auf ihre Plätze und Kaya schaute wieder aus dem Fenster. Die Blondhaarige empfand ihre Klasse und die andere Schule ziemlich schräg. Die Schülerin widmete sich wieder dem Unterricht und sah auf ihrem Buch, worin Aufgaben standen.
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