Wunden

von Tatjana
GeschichteRomanze / P12
Link Zelda
09.08.2017
26.08.2017
6
3952
7
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Dieses Kapitel
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Hallöchen!

Hiermit präsentiere ich euch eine kurze Geschichte zu „Breath of the Wild“! :D Ursprünglich wollte ich sie als One-Shot hochladen, doch da sich sechs kurze Kapitel angenehmer lesen lassen als ein besonders langes, lade ich die einzelnen Szenen des One-Shots als einzelne Kapitel hoch. Upload ist immer mittwochs und samstags. Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen des ersten Kapitels!

Liebe Grüße,
Tatjana

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Wunden

1. Die Heilkraft

Mein Herz klopfte schnell und aufgeregt, während ich auf die Rückkehr meines Vaters wartete. Meine Mutter war krank geworden, woraufhin mein Vater beschlossen hatte, eigenhändig nach dem seltenen Heilmittel zu suchen: Dem vom Aussterben bedrohten Prinzessinnen-Enzian.

Ich schluckte und betrachtete meine Mutter, deren rote Schuppen sich kränklich braun verfärbt hatten. Natürlich wollte ich nicht an meinem Vater zweifeln, aber dennoch plagte mich die Angst, dass er die Blume nicht oder zu spät finden würde.

„Du darfst nicht sterben“, flüsterte ich und strich meiner Mutter über die Wange. Aus trüben Augen schaute sie mich an.

„Ach, Kleines …“, sagte sie leise. „Manchmal muss man das Schicksal als solches akzeptieren, egal, wie grausam es ist.“

Ich starrte sie an. Die ersten Tränen liefen mir über die Wangen. „Mama …“, brachte ich hervor. „Papa wird rechtzeitig zurückkommen. Ganz bestimmt.“

Doch wir beide hörten die Lüge in meiner Stimme. Meine Mutter lächelte sanft und schloss die Augen. Ich hielt den Atem an.

„Mama …?“, hauchte ich. „Mama! Mama!“

Doch sie wachte nicht auf.

Panik durchflutete meine Gedanken, ich presste meine Hände auf ihr schwach schlagendes Herz, schloss die Augen und dachte an die Liebe, die ich für meine Eltern empfand.

„Du darfst nicht sterben … du darfst nicht sterben … du darfst nicht sterben …“

Immer und immer wieder sagte ich mir diese Worte vor, als wären sie das Heilmittel, das meine Mutter wieder gesund machen könnte. Als ich die Augen wieder öffnete, sah ich zu meiner Überraschung, dass aus meinen Händen, die immer noch auf dem Herzen meiner Mutter lagen, Licht quoll und in ihren Körper sank. Verblüfft schaute ich dabei zu. Die bräunlichen Schuppen meiner Mutter färbten sich wieder rot, ihr langsamer Atem und ihr langsamer Herzschlag beschleunigten sich und schließlich versickerte das Licht an meinen Händen vollständig in ihrem Körper, woraufhin ich sie wieder zurückzog.

Meine Mutter blinzelte mehrmals, öffnete schließlich die Augen und starrte mich an.

„Mipha …?“, hauchte sie und setzte sich hin. „Bist du es wirklich?“

Ich umarmte sie.

„Ja“, schluchzte ich. „Ja, ich bin es.“

„Du … Du hast mich geheilt, nicht wahr?“

Ich starrte sie an und begriff. Als ich an meine Eltern gedacht hatte, war aus meinen Fingern Licht gekrochen und hatte meine Mutter wieder gesund gemacht.

Es war das erste Mal, das ich meine Heilkraft eingesetzt hatte.

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Vielen Dank fürs Lesen!

Dieses Kapitel ist erst im Nachhinein entstanden, weil ich mich während des Schreibens der anderen Kapitel oft gefragt habe, wie Mipha ihre Heilkräfte wohl zum ersten Mal entdeckt hat. Deshalb habe ich nach dem Abschluss der Geschichte eine dementsprechende Szene als erstes Kapitel geschrieben. Ich hoffe, dass das Lesen euch Spaß gemacht hat! :)

Liebe Grüße,
Tatjana
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