The Girl from Durmstrang

GeschichteDrama, Romanze / P16
Blaise Zabini Daphne Greengrass Draco Malfoy Millicent Bulstrode OC (Own Character) Viktor Krum
08.08.2017
20.08.2019
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„Guten Morgen!“, sagte ich mit guter Laune und quetschte mich zwischen Draco und Daphne auf die Sitzbank, die verwirrt hochsahen. Keiner hätte mich hier erwartet, aber genau aus diesem Grund hatte ich kommen müssen. Ich konnte mich nicht weiter verstecken. Hogwarts war immerhin mein Zuhause und das würden sie mir nicht wegnehmen. Ich ließ mich hier nicht vertreiben, als wäre ich die Fremde.
„Guten Morgen“, grüßten sie mich ebenfalls. Als ich nach ein paar Minuten hochblickte, bemerkte ich, wie mich meine halbe Klasse musterte. Ich versuchte nicht zu Seufzen und tat so, als würde ich es nicht bemerken.
Chris saß ein wenig weniger weg und frühstückte zusammen mit seinen älteren Klassenkameraden. Als er meinen Blick bemerkte, zwinkerte er mir mit einem Lächeln zu. Ich wandte mich aber schnell wieder ab. Die Schüler der Tische in der großen Halle waren standartmäßig so sortiert, dass die jüngsten Schüler vorne nah bei den Lehrer saßen und die Ältesten nach hinten hin, zum Ende der großen Halle, wo man sie auch wieder verlassen konnte.
Irgendwie war die logische Erklärung dazu auch wiederum sehr gruselig. Bei einem Angriff würden die Angreifer logischerweise durch das Tor der großen Halle stürmen, wo die ältesten Schüler saßen, die sich ja schon am besten selbst verteidigen konnten. Die Jüngsten saßen bei den Lehrern, damit sie von eben diesen beschützt und evakuiert werden könnten.
Zum Glück hatten sich die anderen Schüler der beiden Schulen weiter nach hinten gesetzt, wo wie sie ebenfalls Schüler saßen, die entweder auch vor ihrer Volljährigkeit standen oder es schon waren.
Immer wieder mal warf ich einen Blick herüber und versuchte die Durmstrangschüler zu erkennen. Viktor war auf jeden Fall dabei, genauso wie Khedzi, Poliakoff und Emil. Die anderen konnte ich von meinem Platz aus aber leider nicht erkennen.
Während ich weiterhin ziemlich lustlos das Essen in meinen Mund schob, sah ich zum Feuerkelch herüber. „Wie läuft das eigentlich mit dem Kelch und der Auswahl?“, fragte ich niemand Bestimmten am Tisch.
„Man wirft seinen Namen rein und das wars eigentlich. Heute Abend werden dann die Champions beim Halloweenfest bekannt gegeben“, erklärte mir Vaisey kauend, der neben Liza saß, die sich an seine Schulter lehnte. Scheinbar war wieder alles in Ordnung zwischen den Beiden.
„Wer hat denn schon alles seinen Namen hereingeworfen?“, fragte ich neugierig und musterte die anderen Schüler der anderen Häuser. Dabei beobachtete ich die blau gekleideten Beauxbatons, die immer noch in ihren Seidenfetzen herumliefen. Immerhin hatten sie mittlerweile ebenso blaue warme Umhänge angezogen.
„Die ganzen Durmstrangs, sowie mehrere Hogwartsschüler. Die Beauxbatons haben sich noch überhaupt nicht eintragen lassen, soweit ich weiß“, murmelte Daphne neben mir.
„Wer hat sich denn von uns eintragen lassen?“, fragte ich wieder. Ich hatte das Gefühl, durch die zwei Tage Abwesenheit total viel verpasst zu haben und wollte am liebsten alles im kleinsten Detail erklärt haben.
„Puh... ich glaube Diggory aus Hufflepuff. Oliver Wood und Angelina Johnson aus Gryffindor. Warrington von uns...“, zählte nun Blaise auf.
„Chris hat seinen Namen reingeworfen?“, fragte ich erstaunt und sah wieder zu meinem Freund herüber, der sich angeregt mit einem Mitschüler unterhielt.
„Ja, hat er. Ich hätte es ja auch, wenn nur nicht diese blöde Regel mit der Volljährigkeit wäre...“, brummte Draco daraufhin von meiner linken Seite. Ich konnte seinen Unmut verstehen, ich würde auch gerne als Champion im Trimagischen Turnier sein. Einfach schon alleine, um Viktor in den Hintern zu treten. In meinem Kopf erschien fast automatisch das Kopfkino, wie ich den Pokal gewinne, ihn siegessicher hochhebe und wie blöd Karkaroff aus der Wäsche guckt...
Als jemand einen Tisch weiter seinen goldenen Kelch umkippte, erwachte ich aus meinem Tagtraum. Der Tag verlief eigentlich so ziemlich wie immer. Anders als sonst war der Gemeinschaftsraum jedoch viel leerer als sonst. Ich schob es darauf, dass die meisten Schüler im Schloss ihr Unwesen trieben um die fremden Schüler zu beobachten.
Schon kurz vor Sechs wurde es wieder dunkel draußen. Gemeinsam mit Millicent machte ich mich auf den Weg hoch, da das Halloweenfest bald beginnen würde. Nach vielen Tagen war ich mal wieder wirklich gut drauf.
Die Große Halle war ganz anders als sonst und ich war verzaubert von der Stimmung, die hier lag. Alles schien in den Farben Orange. Am Nachthimmel der Großen Halle flatterten Dutzende von Fledermäusen umher und überall standen gute hunderte Kürbisse herum, in die Gesichter geschnitzt waren.
Die Stimmung konnte auch mich aufheitern, als Millicent und ich in der offenen Flügeltür standen und alles musterten. Allerdings passierte dann – wie konnte es auch anders sein – etwas, was ich nicht erwartet hätte. Oder vielleicht ja irgendwie doch.
Alle Durmstrangschüler saßen schon an unserem Tisch und endlich konnte ich sie endlich erkennen und identifizieren. Nicht nur Krum, Khedzi, Poliakoff und Emil waren dabei, sondern auch Anastasia, Ivana, Giselle und Elif, die hier den weiblichen Teil ausmachten.
Wahrscheinlich stand ich dort mehrere Sekunden mit offenstehendem Mund – ich konnte es einfach nicht verhindern, irgendwie war es dann doch etwas Anderes, wieder so vor ihren zu stehen, als nur darüber nachzudenken, wie es sein würde.
Kopf um Kopf drehte sich zu mir um und starrte mich wortlos an. Oleksander und Vladyslav waren ebenso dabei, die ich vorher nicht gesehen habe, weil sie ihre Köpfe nicht zu mir gedreht hatten. Und dann drehte sich die letzte Person zu mir um. Alles in mir erstarrte. Es war fast unmöglich, die Person äußerlich zu identifizieren, wenn man nicht genau hinsah. Immerhin trugen sie alle die gleiche Kleidung und den gleichen kurzen Haarschnitt.
Aber es war genauso unmöglich, jemanden nicht an seiner Bewegung erkennen zu können, wenn man eben diese gute Jahrelang studiert hatte. Grüne Augen starrten mich an, erkannten mich; das Gesicht voller Überraschung verzogen. „Hektor?!“


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