Home, Sweet Home

GeschichteRomanze, Familie / P12
Asahina Iori OC (Own Character)
08.08.2017
22.08.2017
10
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*Prolog*

„Wann sind wir denn endlich daahaa?“, quengele ich und drehe mich auf den Rücken. „Kasumi, schnall dich an! Wir fahren immer noch!“, ermahnt mich Mariko. „Dann fahr schneller, ich will endlich ankommen!“, murre ich, setze mich aber brav wieder aufrecht hin und greife nach dem Anschnallgurt.

„Wirklich, Kasumi, du bist sechzehn! Reiß dich mal ein wenig zusammen!“, schimpft Mariko. „Mir ist laaaaaaaangweilig!“, jammere ich, lasse den Gurt Gurt sein und werfe mich bäuchlings auf die Sitzbank. „Warum nur habe ich nichts mitgenommen, um sie zu beschäftigen…“, murmelt meine Schwester deprimiert.

„Da fällt mir ein: warum ziehen wir eigentlich um?“, werfe ich ein. „Weil Dad heiratet und Miwa und er wollten, dass wir bei unseren neuen Stiefbrüdern einziehen, um nicht mehr so alleine zu sein.“, antwortet Mariko seufzend. Sie ist es schon längst von mir – ihrer fünf Jahr jüngeren Schwester – gewohnt, dass ich oft abgelenkt bin (und ein wenig zu viel Energie habe) und deswegen so manche wichtige Information nicht mitbekomme.

Genervt streiche ich mir meine blonden Locken aus dem Gesicht und sehe nach vorne. Wenn man uns das erste Mal sieht, würde man uns für einiges halten, aber nicht für Schwestern: Während ich nur ein Meter fünfundfünfzig groß, blond und grünäugig bin, ist sie fast ein Meter siebzig groß, hat schwarze Haare und lila Augen. Wir sind uns absolut nicht ähnlich… und unsere Charakter sind definitiv genauso verschieden wie unseres Äußeres.

Mariko ist sehr realistisch und pragmatisch, studiert Informatik und Technik im vierten Jahr mit Bestnoten und ist eine sehr gute Köchin, während ich verträumt, neugierig und voller Energie bin, bei jeder dummen Idee mitmache, in der Schule ein Jahr hinterherhänge, weil ich vor einer Weile von zuhause ausgerissen bin und meine einzige wirkliche Stärke meine sportlichen Fähigkeiten in Sachen Turnen, Gymnastik und Akrobatik sind. Dafür putze ich gerne, weil es wirklich Spaß macht, das Zusammenleben ist also wirklich kein Problem bei uns… meistens jedenfalls, wir streiten eben oft, weil wir so unterschiedlich sind.

„Dreizehn Brüder, richtig?“, hake ich nach, als mir etwas einfällt. „Ja, von einunddreißig bis zehn ist alles dabei. Ich glaube, einer ist sogar in deinem Alter, Yuusuke, der elfte Sohn.“, antwortet Mariko. „Wieso wundert es mich nur nicht, dass du weißt, welcher von ihnen welcher ist?“, entgegne ich mit einem Augenverdrehen und lasse mich wieder zurückfallen.

„Du solltest auch mal ein bisschen mehr Interesse für eine zukünftige Familie aufbringen!“, mahnt sie mich, aber ich ignoriere sie einfach. „Dauert das noch laaaangeeee?“, nörgele ich. „Nein, nicht mehr lange. Wir sind in wenigen Minuten da.“, erwidert sie seufzend. „Endlich! Ich dachte schon, ich sterbe vor Langeweile!“, meckere ich. „Dann fahr doch das nächste Mal mit dem Zug!“, schlägt Mariko genervt vor.

„Dad hat es verboten, sonst hätte ich das durchaus getan!“, beschwere ich mich. „Und seit wann hörst du auf Dad?“, faucht sie. „Seit er mir gedroht hat, dass er sonst mein Taschengeld streicht, dass ich nun wirklich brauche.“, erwidere ich schmollend und drehe mich auf den Rücken, um die Arme zu verschränken.

Mit einem Ruck bremst Mariko ab und ich rutsche mit einem Schrei von der Rückbank. „Brems nicht so abrupt ab!“, rufe ich aufgebracht und schieße hoch, nur um mir den Kopf am Dach des Autos anzuschlagen und zurück auf den Boden zu fallen. „Pass besser auf und schnall dich in Zukunft an!“, faucht sie zurück und steigt aus.

Das kann ja noch was werden in unserem neuen Zuhause… Ich sehe es schon kommen, bestimmt wird sich einer von unseren dreizehn neuen Brüdern Mariko schnappen und heiraten!
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