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3. Der Schatten von Trifas

OneshotHorror, Übernatürlich / P16
06.08.2017
06.08.2017
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(Krächz) Ruhig meine Freunde. So, da nun schon ein paar etwas geschrieben haben, werde ich auch meinen Beitrag leisten. Erwartet allerdings keine Geschichte aus Fuyuki! Mein Gebiet ist Trifas und Umgebung. Ich bin nicht so bewandert in Spuk oder Grußel-Geschichten. Dennoch hoffe ich, dass es euch gefällt. Dann entzünde ich nun die dritte Kerze und beginne zu erzählen.

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Kälte. Jede Faser seines Körpers spürt sie. Doch warum? Gut es ist August, dennoch sollte man solch eine Kälte nicht spüren können! Dafür ist es die falsche Jahreszeit!
Gestern waren Jakob, Gabriel, Antonio und Sylvia noch in Trifas. Sie wollten einfach eine kleine Wanderschaft nach Sigisuahra machen. Allerdings war etwas seltsam! Trotz der Tatsache, dass sie alle Magier sind, ist es ungewöhnlich, dass ein alter Mann sie warnt. „Ihr wollt nach Sigisuahra. Benutzt Transportmittel, die euch die Reise vereinfacht.“ „Nein das brauchen wir nicht. Wir schaffen es auch zu Fuß.“ Die Miene des Mannes wurde ernster: „Es geht nicht um Bequemlichkeit! Wag es nicht ihn zu stören!“ „Wen?“ „Fürst Vlad!“ Gabriel und Antonio begannen zu lachen. Sylvia hat ein leichtes, etwas gezwungenes Lächeln. Jakob bemerkt dies, doch schweigt er. Die beiden Kichererbsen, wollen ihn berichtigen: „Der Vampirfürst ist schon lange Tod! Er wird uns nichts mehr tun können!“ Wütend blickt der Mann sie an, doch er behält die Ruhe: „Ihr solltet unseren Helden nicht spotten! Bleibt hier oder seine Strafe trifft euch!“
Ohne darauf einzugehen marschierten wir früh los. Zwar hörten wir von einem Zwischenfall, allerdings taten unsere Leichtgläubigen es als Streitereien von Klans ab. Einzig Sylvia glaubte mir und behielt ebenfalls die Vorsicht in ihrem Herzen.
Bei Sonnenuntergang schlugen wir unser Lager auf. Mit einem kleinen Feuer wollen wir unseren Platz erhellen. „Dieser alte Knacker hatte sie doch nicht mehr alle!“ gab Gabriel von sich. „Stimmt. Zwar kann es vorkommen, dass Geister auftauchen. Doch solche, die einen verletzen, gibt es nur im Gralskrieg, und der ist in Fuyuki.“ Sylvia bleibt still wie immer. Als Stumme, hätte sie den beiden sicher viel zu sagen, doch leider geht es nicht. Nur ich kann sie verstehen, nur ich allein.
Stillschweigend, hören wir den beiden zu, bis wir uns schlafen legen. Die beiden Schnarchen auf ihren Decken vor sich hin, sodass alles Wild verschwunden ist. Sylvia legte ihren Kopf auf meine Schulter und schlief ruhig neben mir. Auch bei mir kam die Müdigkeit. Nachdem ich den lokalen Förster täuschen konnte, schloss ich mich dem schlafenden Trio an.

Kälte. Kalt. Mir ist kalt. Ich öffne hastig die Augen und sehe mich um. Alle waren weg! Das Feuer ist kalt und ein dichter Nebel umgibt den Wald. Man kann nicht mal einen Meter weit sehen!
„SYLVIA! ANTONIO! GABRIEL!“ Nichts. Keine Reaktion. Kein Ton. Unruhig sehe ich mich um. Ruhig gehe ich durch den Wald. Wo sind alle? Der Nebel ist sehr dick; zudem scheint er den Schall zu schlucken! Außer meinen eigenen Schritten höre ich nichts! Keine Tiere, kein Wind, nichts. Ist da Magie im Spiel oder ist da etwas anderes?
Ich kann mir nicht helfen, doch ich habe da ein sehr schlechtes Gefühl! Das Einzige, das mir etwas Ruhe und Trost spendet, ist das dumpfe Mondlicht, das durch den Nebel durchdringt. Allerdings verliere ich mein Zeitgefühl. Wie viel Zeit ist vergangen? Was ist hier los?
Plötzlich sehe ich einen Schatten im Nebel vorbeihuschen! Ich folge ihm, doch es scheint so, dass er keine Spuren hinterlässt. Ich sehe ihn kaum und höre nichts! Was ist das für ein Wesen? Mein Puls steigt! Ich laufe immer weiter; schneller und schneller, renne ich durch den Wald. Was immer dieser Schatten ist, ich will wissen was es ist, bevor es verschwindet. Ich springe über Bäume und klettere über Steine, doch ich hole den Schatten nicht ein! Plötzlich erhebt sich eine Wurzel und ich stolpere mitten im Sprung über sie!
Mein Glück war es, dass ich, trotz des Sturzes, den Schatten nicht verlor! Im Gegenteil, er wartet Sogar auf mich! Langsam, als würde ich nicht wollen, dass ein Tier erschreckt wird, gehe ich auf den Schatten zu. Wie ich dann erkennen konnte, war es nur ein Baum. Enttäuscht will ich wieder gehen, doch als ich mich umdrehte, blieb mein Herz kurz stehen! ANTONIO und GABRIEL; beide auf großen Pflöcken aufgespießt! Und daneben Sylvia! Ich wäre beinahe auf die Knie gegangen, da höre ich, wie hinter mir jemand spricht: „Unbefugt mein Land zu betreten und dann auch noch den Grafen beleidigen. Ihr seid alle nur Unwertes Pack, das nicht hier her gehört! Die Frau schweigt mich dann auch noch an. Welche Respektlosigkeit. Nun denn; jetzt bleibst nur noch du!“ Ehe ich reagieren konnte, schlägt er mich zu Boden! Voller Furcht blicke ich in seine Augen! Was ich sah, ist unmöglich! „Vlad Tepes.“ „Ich verurteile dich zum Tode durch Pfählung!“ Wenige Sekunden später rammt er mir seine Lanze in die Brust!
Nur Sekunden später wache ich auf! Schwer atmend blicke ich auf die kalte Glut. Antonio, Gabriel und auch Sylvia; alle sind noch da! Die Tränen steigen mir in die Augen! Vorsichtig streiche ich über Sylvias Wange. Daraufhin wacht sie auf; ohne zu wissen warum weint sie selbst Tränen.
Wir sind uns einig, dass wir nicht bleiben sollen! Sofort packen wir unseren Kram zusammen und verschwinden vom Lager, ohne die anderen zu wecken oder eine Nachricht da zu lassen. Sie hält sich an mir fest und ich drücke sie zu mir während wir wieder Richtung Trifas gehen. Dieses Land ist zu gefährlich für uns. Wenn selbst die Träume so echt wirken, dann sollte man es als Warnung nehmen.

***

Leise rauscht der Wind im Wald. Bestimmten Schrittes geht er auf den Lagerplatz zu. Er blickt in die kalte Glut und dann den Fußspuren hinterher. Es erinnert ihn an die Innigkeit mit seiner geliebten Elisabetha. „Nutzt die Chance, die ich euch gebe. Auch wenn ich euch hinrichten sollte, so ist die Liebe zwischen Mann und Frau dem Herren heilig. Deshalb lebt glücklich miteinander. Und beklagt jene, die es nicht getan haben.“
Mit diesen Worten verschwindet der Graf von Transsylvanien wieder im Wald von Trifas; die beiden Zurückgelassenen auf Pfählen aufgespießt.

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So dies war meine Geschichte. Hoffe es schließen sich noch ein paar andere Autoren an. Nur keine Scheu, wir beißen nicht. (krächz) Ja ist ja gut. Ok wir beißen nicht OFT. Aber manchmal tun wirs.
Hiermit lösch ich die Kerze wieder.

Viel Spaß
Aeric Ravenmoon
 
 
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