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Ruhm, Ehre und Stolz

von Sk3ll
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
05.08.2017
02.12.2019
68
196.541
12
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03.10.2019 2.032
 
>>Die S13 nach Zlyga verlässt in 10 Minuten den Hafen von Pier 4, Fahrgäste werden gebeten die Fähre bitte unverzüglich zu betreten<<. Ich warf einen Blick auf das Schiff. Ein Prachtstück war es ja nicht gerade, dafür aber relativ Preiswert. Wenn ich mit dem Geld etwas hinkommen wollte, durfte ich es mir sowieso nicht erlauben das beste vom besten zu erwarten.
>>Klingt so als ob du nun an Bord musst<<, ich drehte mich zu Luna um. Irgendwie war es ärgerlich, dass ich ihre Entwicklung zu einem Enekoro verpasst hatte.
>>Muss ich auch und du musst bald auch los<<, antwortete ich. Wie ich vor einem Jahr hatte mein Schwesterherz eine Einladung zum Crystal Palace gekriegt. Ich hatte ihr empfohlen, erst einmal mit einer Fähre nach Fluxia zu fahren. Dort würde mein Bruder sie erst einmal für ein paar Tage beherbergen, ehe es von Fluxia zum Crystal Palace ging.
>>Ich weis. Vielleicht hab ich ja glück und laufe deinem Partner über den Weg<<, meinte Luna. Sie schien sich wirklich für Kaspian zu interessieren.
>>Unwahrscheinlich. Er müsste schon längst nach Seneside aufgebrochen sein<<, widersprach ich. Die Passagierschlange wurde immer kürzer, langsam wurde es für mich also auch Zeit an Bord zu gehen. Schnell kuschelte sich Luna kurz an meine Schulter.
>>Mach´s gut Schwesterherz. Kannst du mir ein paar Souvenir von deiner Reise mitbringen?<<, fragte mich das Enekoro.
>>Klar kann ich das. Ich komm dich zum Turnier beim Crystal Palace besuchen<<, antwortete ich.
>>Versprochen?<<.
>>Versprochen!<<, dann lief ich zum Schiff.
>>Fahrkarte?<<, fragte mich ein Enteron. Ich nickte kurz und zeigte die Fahrkarte vor. Dann nickte es und übergab mir den Schlüssel für meine Kajüte.
>>Wir haben alle Passagiere an Bord!<<, rief das Entenpokemon seinen Kollegen zu. Diese nickten. Noch ein letztes Mal sah ich zu meiner Schwester, dann begann die Suche nach meinem Zimmer. Mein Vater selbst war nicht mit zum Hafen gekommen, da er sich um seinen Laden kümmern musste. Nur meine Schwester Luna war mit gekommen. Aber von jetzt an war ich auf mich alleine gestellt. Die Kajütentür ließ sich Problemlos öffnen. Es war nur eine sehr kleine Kajüte. Ein Bett, ein Schrank und ein Fenster. Unspektakulär, aber ich musste hier sowieso nur schlafen mehr nicht. Alles was ich mit mir trug war eine Schwarze Tasche mit dem Reisebudget, meinen Crystal Palace Abschluss und einer Weltkarte. Mehr brauchte ich nicht. Verpflegung gab es hier auf dem Schiff inklusive. Ich legte die Tasche neben meinem Bett ab, dann zog ich die Karte verlor und warf einen Blick drauf: Das erste Ziel der Reise war Merlass. Ein absolutes Touristenparadies. Dort würde ich mir erst eine Unterkunft suchen. Seit Zwei Wochen hatte ich mittlerweile den Crystal Palace Abschluss. In Zlyga selbst stand erst einmal Erholung mit im Vordergrund. Ich wollte mir die Stadt und die Strände ansehen. Auf der großen Insel gab es außerdem ein paar schöne Wälder die man sich mal ansehen konnte. Dazu kam das Hauptquartier von Team Darklight. Hier und da gab es auch ein paar Denkmäler die ich mir anschauen wollte. Weit Oben auf der Liste der Orte die man auf keinen Fall ignorieren sollte war das Azelas Museum. Eigentlich interessierte mich Geschichte wenig, aber Azelas weckte sogar bei mir Interesse. Azelas selbst war ein Pyroleo welches vor Jahrtausenden gelebt haben soll. Alleine diesem Feuerpokemon haben wir es zu verdanken, dass die Welt heute so ist wie sie ist. Azelas selbst hatte einen großen Beitrag daran, dass es überhaupt unsere Zeitrechnung gab. Damals war es noch anders als heut zu tage und Pokemon und Menschen lebten nicht so gut miteinander wie heute. Beide lebten eher nebeneinander, bis der Mensch begann sich weiter zu entwickeln, eine komplette Sprache erfand und Städte anfingen sich zu gründen. Damals waren die meisten Menschen den Pokemon überlegen. Sie waren meistens schlauer und forschten immer mehr an Waffen, womit sie die damals noch wilden Pokemon unterwerfen konnten. Sie hatten auch Erfolg dabei. Über ein Jahrzehnt hinweg schafften es die Menschen immer mehr Pokemon zu versklaven. Sie wurden nicht als Lebewesen gesehen, sondern mehr als Gegenstände die der überlegeneren Rasse dienen sollten. So begannen immer mehr Pokemon in Gefangenschaft der Menschen zu geraten, wo sie Stück für Stück versklavt wurden. Damals sollen es erste Forschungen gegeben haben, ein ultimatives Pokemon zu erschaffen, indem man immer wieder verschiedene Pokemon mit einander paarte. Durch das enge Leben aneinander dauerte es nicht all zu lange, bis die ersten Pokemon anfingen die Menschliche Sprache zu verstehen. Psychopokemon sollen die ersten gewesen sein, welche die Menschliche Sprache lernten. Man geht davon aus, das Mauzi´s jedoch die ersten Pokemon waren, welche anfingen die Menschliche Sprache zu sprechen. Immer mehr Pokemon erlernten die Menschliche Sprache, was den Menschen es nur noch einfacher machte ihren Sklaven Befehle zu geben. Doch dann kam es eines Tages dazu, dass Azelas seinen Gebieter tötete. Langsam begann die Vorherrschaft der Menschen zu kippen, immerhin waren nun auch die Pokemon schlauer geworden und hatten sich weiter entwickelt. Es brach ein Bürgerkrieg aus. Überall kämpften Menschen gegen Pokemon. Azelas wurde zum Gesicht der Bewegung, wurde später jedoch bei einem Kampf getötet. Nachdem der Krieg immer mehr Opfer forderte kam es zu einem Treffen zwischen dem damaligen Herrscher von Merlass und einem Raichu, welches die Aufstände der Pokemon nach Azelas Tod anführte. Obwohl es so aussah, als ob am Ende nur eine Lebensform überstehen würde schaffte man es, einen Friedensvertrag zu unterzeichnen und das erste Zeitalter brach an.

Ich legte die Karte auf Seite. Mal sehen ob es hier irgendwas zu sehen gab. Ich nahm meine Tasche vorsichtshalber mit. Direkt zum Reisebeginn über 4000 Rell zu verlieren wäre sehr ungemütlich. Auf dem Gang war wenig los. Es war trotzdem amüsant, wie manche Pokemon oder Menschen immer wieder mit dem Gleichgewicht zu kämpfen hatten. Das Schiff schwankte leicht hin und her. Es war aber noch leichter Wellengang. Nach ein paar Schritten fiel plötzlich irgendetwas gegen mich.
>>Tut mir leid<<. Die Entschuldigung war kaum zu verstehen, es war nur wie ein schwacher Hauch. Ein Voltenso hatte das Gleichgewicht verloren und war gegen mich gefallen.
>>Kein Problem<<, antwortete ich. Irgendwas war jedoch seltsam. Das Elektropokemon hatte überall Schnittwunden, es sah auch eher abgemagert und Krank aus. Was machte so ein Pokemon auf dem Schiff? Das Elektropokemon lief jedoch einfach weiter. Seltsames Pokemon. Einen Schritt machte ich nach vorne, dann setzten Schmerzen ein. Mein Horn tat plötzlich weh. Aber es lag keine Naturkatastrophe in der Luft. Ich drehte mich noch einmal nach hinten um. Dieses Voltenso, ich sollte es auf alle Fälle im Auge behalten...

Ich sah mich oben auf dem Deck um. An den Geländer, welche am Rand des Schiffs angebracht waren hielten sich die meisten Personen auf. Alle sahen hinunter zum Meer und den kleinen, leichten Wellen. Viel zu sehen gab es hier nicht, nur Wasser. Die sanfte Briese die hier aber wehte war ziemlich angenehm und mit ihr auch die schöne klare Meeresluft. Am Himmel kreisten ein paar Flugpokemon um das Schiff herum. Wahrscheinlich waren sie auch Teil der Crew. Ich hatte mal gehört, dass Flugpokemon häufig als Wachposten benutzt wurden um Gefahren zu erkennen und früh warnen zu können. Alles was es zu sehen gab, hatte ich gesehen. Ich drehte mich um und ging wieder weg.
In der Cafeteria gab es nur ein kleines Buffet zum Abendessen. Kaum Auswahl, aber was sollte man erwarten? Die Tickets waren vergleichsweise billig und somit war es kein Wunder, dass ich hier nicht den größten Luxus hatte. Ich sah mich in der Cafeteria um, dann fiel mein Blick auf das Voltenso von vorhin. Es saß abgeschnitten von allem alleine mit einem Mann hinten an einem kleinen Tisch. Wieder schmerzte das Horn. Es wirkte so, als ob dieser Mann das Pokemon immer im Blick hatte. Das Voltenso sah nur zum Essen, es schien sich nicht wirklich für irgendwas zu interessieren. Irgendwas würde da doch in kürze passieren, was nicht gut enden wird.
Das Voltenso verließ zusammen mit dem Mann die Cafeteria. Ich stand auch auf und nahm die Verfolgung auf. Mit etwas Abstand folgte ich den Beiden unauffällig. Keine Sprach ein Wort. Das Voltenso trottelte emotionslos nur vor dem Mann in Richtung der Zimmer. Es war außer den Beiden aber niemand zu sehen. Dann drehte sich der Mann um. Sofort nutzte ich Finte um mich schnell irgendwo zu verstecken. Wenn der Kerl etwas damit zu tun hatte, würde es nur auffällig werden wenn er mitbekam, dass ich ihnen folgte. Ich lauschte nur noch den Schritten, irgendwann öffnete sich eine Tür dann verschwanden die Schritte. Ich warf einen letzten Blick um die Ecke, genau auf die Tür die sich schloss. Da war also ihre Kajüte. Wenn ich hinter allem kommen wollte, musste ich auf alle Fälle da rein aber wie? Einbrechen war viel zu riskant. Ich könnte irgendwo beim Personal auch nicht behaupten, dass es mein Zimmer wäre und ich mich ausgesperrt hatte. Wenn ich verhindern will das dieses eine schlimme Ereignis eintritt, muss ich mir etwas einfallen lassen...

Die Tür war zu.
>>Also Thunder, dann erzähl doch mal: Was war das vorhin mit diesem Absol!<<, fauchte mich der Meister wütend an. Schluckend zog ich den Kopf nach unten.
>>Ich weis nicht...ich hab nur..<<, sofort bekam ich eine Peitsche ins Gesicht.
>>Halt die Schnauze! Hältst du mich für einen Idioten! Du wolltest bestimmt Kontakt zum Absol aufbauen und um Hilfe rufen!<<, wieder schlug die Peitsche auf mich ein.
>>Ich..nein wirklich! Ich hab nur..<<.
>>Ist mir egal!<<, hart fiel mir der Meister ins Wort.
>>Wenn ich herausfinde, dass du versuchst Hilfe zu holen, schlitze ich dich beim lebendigen Leib auf! Du wirst dir wünschen tot zu sein wenn wir Seseria erreichen! Hast du mich verstanden!<<, unterwürfig sah ich hinauf zum Meister und nickte. Zu Sprechen traute ich mich gar nicht mehr.
>>Dummes Voltenso!<<, der Meister sah zur Decke.
>>Diese dummen Absol sind schlaue Viecher. Es könnte bereits von den Plänen wissen. Eigentlich auch gar nicht einmal so schlecht. Absol sind extrem wertvoll. Soweit ich gehört habe kostet eins gut 100.000 Rell in Seseria. Dann noch ein relativ junges Absol<<, er sah wieder zu mir, dann grinste er.
>>Du wirst mir helfen es zu fangen! Versuch ruhig Kontakt zu ihr auf zu bauen, wir locken sie sobald wir in Merlass sind in eine Falle. Du kriegst also Gesellschaft<<. Das gefiel mir ganz und gar nicht. Mit meinem Schicksal hatte ich mich bereits abgefunden, aber musste das Absol jetzt da auch noch mit hinnein gerissen werden? Hoffentlich war ich ihr einfach egal.
>>Solltest du mich verraten wollen, töte ich erst das Absol und danach mach ich dich fertig. Mir kann es egal sein, Absolhöhner sind bestimmt auch von sehr hohem Wert!<<, während er das sagte holte er wieder einer der kleinen Flaschen aus seiner Tasche. Dort war diese Mixtur drinne, dieses Gift welches in der Lage war die Attacken der Pokemon zu blockieren. Sorgfältig strich er seine Peitsche mit der Mixtur ein. Einen Schlag davon genügte um die Attacken eines Pokemon für mehrere Stunden zu blockieren. Wenn er dieses Absol damit aus dem Hinterhalt erwischte, wie mich damals gab es kein zurück mehr. Er würde dieses Pokemon auch unter seiner Gewalt bringen...

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>>Vorsichtig, ganze vorsichtig<<. langsam und behutsam hob die Ranke die Karte auf die anderen drauf. Langsam ging sie dann wieder weg. Das Kartenhaus war stehen geblieben! Beim Anblick, des halben Meter großen Kartenhauses sprang das Herz des Folipurba vor Freude. So hoch hatte sie es noch nie geschafft!
>>Nur noch eine Karte<<. Donnernd schlug die Tür zum kleinen Detektei auf und das Karthaus fiel in sich zusammen. Einzig ein schmollendes Folipurba blieb zurück.
>>Leaf du kannst später weiter spielen! Wir haben einen Auftrag!<<.
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