Soul Eater a new adventure

von Kisana
GeschichteFantasy, Freundschaft / P12
04.08.2017
20.10.2019
7
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Vorwort
In unserer Welt leben Menschen mit verschiedensten übernatürlichen Kreaturen zusammen. So gibt es in diesem Universum sowohl Shinigami als auch Hexen und Dämonen, welche ihre Gestalt zwischen einer menschlichen Gestalt und der Gestalt einer Waffe ändern können.
Mitten in Nevada liegt die Stadt Death City, in deren Mitte sich die Shibusen befindet. In ihr werden vom Totengott Shinigami und dessen untergeordneten Lehrern die Schüler zu „Waffenmeistern“ ausgebildet. Dabei ist anzumerken, dass jeder Schüler eine oder mehrere Waffen besitzt, die mit ihrem jeweiligen Meister ein Team bildet. Das Ziel der Schüler ist es, ihre Waffenpartner in „Death Scythes“ zu verwandeln, wozu man die Seele einer Hexe und 99 unreine Seelen sammeln muss. Würden diese unreinen Seelen zu lange existieren und zu viele unschuldige Seelen konsumieren, so könnten sie zu einem Kishin – einem Dämonengott werden, der die Welt ins Chaos stürzen will und dies auch kann.

Kapitel 1
„Wir brauchen nur noch 50 Seelen.“, meinte ein blondes Mädchen zu ihrer Freundin und strahlte bis über beide Ohren. „Wow, ihr seid aber schnell, wir brauchen noch ganze 76 Seelen.“, sagte diese und zog einen Schmollmund.
Es war Sommer und die Wärme der letzten Wochen hing noch immer in der Stadt fest. Auch hier in dem großen Hörsaal staute sich die Luft und machte es den Schülern nicht leichter sich den schwierigen Stoff einzubläuen. Durch die deckenhohen Fenster ließ die späte Nachmittagssonne die Tafel hellgrün leuchten.
Cho Iki saß am Rande der dritten Reihe von unten und hatte Mühe die Augen aufzuhalten. Sie war 16 Jahre alt, mit langen hellbraunen Haaren, die ihr bis zur Taille reichten und rötlich schimmernden Augen, die an strahlende Rubine erinnerten. Neben ihr saß Haku Berlichingen, er war 17, mit kinnlangen dunklen Haaren, die unter seinem schwarzen Base Cap hervor lugten, er las stumm in einem Comic.
Langsam wurde Cho's Kopf immer schwerer, genauso wie ihre Augen und schließlich sank ihr Kopf auf den Tisch und sie schlief ein. Haku, der immer noch in seinen Comic vertieft war, bekam von seiner Umgebung nichts mit und fuhr somit genauso zusammen wie seine Partnerin, als der Lehrer den Saal betrat und laut rief: „Cho wach auf, der Unterricht beginnt! Und Haku pack den Comic weg!“ Langsam ging der ältere, grauhaarige Mann zu seinem Pult und richtete sich an die Klasse. „Und Cho, dir klebt da noch was.“, fügte er noch schnell hinzu und zeigte mit seinem Finger an seine rechte Wange. Alle Augen waren auf das junge Mädchen gerichtet, die sich etwas benommen einen Zettel von ihrer Wange zog. Die ganze Klasse, eingenommen der Lehrer brachen in schallendes Gelächter aus. „Sorry.“, murmelte Cho leise und gähnte müde.
Die letzte Stunde zog sich wie ein Kaugummi, als der Schlussgong ertönte waren alle Anwesenden sichtlich erleichtert den stickigen Raum hinter sich lassen zu können und ins Wochenende zu entfliehen. Auch Cho packte ihre Sachen zusammen, Haku war da schneller gewesen und stand nun ungeduldig in der großen Tür die zum Flur führte. „Hey Cho!“, hörte sie eine Stimme hinter sich rufen. Als sie sich umdrehte erkannte sie Noah, einen schmächtigen Jungen aus ihrer Klasse. Er strich sich durch seine kurze blonde Mähne und blickte Cho verlegen in die Augen. „Hi, was gibt’s?“, begrüßte sie ihn und hoffte, dass sie dem Gespräch bald entgehen konnte, um sich auf den Heimweg zu machen. „Ganz gut, wie sieht's bei euch aus? Braucht ihr noch viele Seelen?“ „Uns fehlen noch 2 Seelen und noch die einer Hexe.“, antwortete sie. „Nicht schlecht. Naja, ich wollte dich noch was fragen.“ Verlegen rieb er sich am Hinterkopf. „Ja?“ „Also, wenn du am Sonntag noch nichts vorhast, willst du dann vielleicht mit mir ins Kino gehen?“ Sein Kopf war knallrot. „Cho, kommst du bald mal?“, rief ihr Haku zu und stöhnte genervt. „Ich bin gleich da.“ Jetzt wandte sie sich wieder dem Jungen zu, der mittlerweile noch nervöser geworden war und jetzt auf seiner Unterlippe herumkaute.  „Warum nicht? Holst du mich am Samstag ab? Sagen wir um 8?“ Was Besseres hatte sie sowieso nicht vor. „Äh- ähm ja, das passt mir gut, also dann bis Samstag.“, meinte er und grinste so breit, dass er an einen Clown hätte erinnern können. Schnell lief Cho zu Haku, der sie neugierig musterte. „Was wollte der denn von dir?“, fragte er auf dem Weg durch das riesige Gebäude. „Ach, ich geh mit ihm am Samstag ins Kino.“ „Achso...M-Moment, was?“ Seine Verblüffung konnte er nicht verbergen. „Naja, er hat mich gefragt und ich hab nichts vor, warum also nicht? Außerdem bedeutet das für mich: Gratis Kino und Popcorn!“, Cho grinste verschmitzt und streckte Haku einen Daumen-hoch entgegen. „War ja klar. “ Beide mussten lachen, während sie aus der riesigen Eingangstür raus ins Freie traten und ihnen noch wärmere Luft entgegen schlug. Der Himmel hatte sich rot verfärbt und die Sonne war am sinken. Der Weg zu ihrer gemeinsamen Wohnung dauerte zu Fuß gerade einmal 15 Minuten, ein großer Punkt, weshalb sie sich für eine Stadtwohnung entschieden hatten.
„Du bist dran mit Kochen.“, meinte Cho und schloss die Tür auf. „Quatsch, heute bist du dran, ich hab Gestern gekocht.“ Haku ging zum Kühlschrank, holte sich eine eiskalte Dose Cola und setzte sich erschöpft an den Küchentisch. „Wie du willst, dann koche ich.“ Das finstere Lächeln, dass sich in Cho's Gesicht ausbreitete ließ nichts Gutes erahnen. „Hach okay, ich koche. Aber dafür machst du als nächstes die Wäsche.“ Haku war ja nicht Lebensmüde und ließ diese Trantüte Essen machen, dass letzte Mal endete das im totalen Chaos. „Das ist ein Deal.“, meinte sie zufrieden und setzte sich ebenfalls. „Hat dir schon mal jemand gesagt, dass du dich leicht  manipulieren lässt?“ „Ich lass mich lieber manipulieren, als mir von deinen Kochkünsten den Magen zu verderben.“ Gespielt schmollend drehte sie sich weg. „Idiot.“ , schimpfte sie und klaute ihm seine Cola, als er aufstand um das Essen vorzubereiten.
Während Haku kochte, zog sich Cho etwas Bequemes an, ein übergroßes rotes Shirt, sowie kurze Shorts und band sich ihre Haare zu einem Pferdeschwanz. „Und? Was machst du zu Essen?“, fragte sie gespannt, als sie wieder in die Küche kam. Ihr Magen knurrte und der wohlriechende Duft, der sich in der kleinen Wohnung ausgebreitet hatte, machte das nicht besser. „Ich dachte an Curry.“ War seine Antwort, doch ihm war klar, dass Cho mit Allem zufrieden gewesen wäre. Sie nickte und beobachtete aufmerksam jede Handbewegung von Haku. Immer wieder vielen ihm seine dunklen Haare ins Gesicht, deshalb trug er normalerweise eine Mütze oder wenigstens ein Stirnband, doch Daheim war ihm das eigentlich egal und so ließ er sie einfach wo sie waren. Mit verblüffender Geschwindigkeit schnitt er das Gemüse klein und würfelte das Fleisch in perfekt gleichmäßig große Stücke. In der Zwischenzeit deckte Cho den Tisch und machte das Radio an. Es liefen gerade die Nachrichten und sie machte etwas lauter. „In den letzten Tagen kam es vermehrt zu Übergriffen auf junge Frauen. Die Polizei bittet um ihre Mithilfe, falls sie etwas gesehen haben, melden sie das bitte ihrer nächsten Polizeidienststelle.“, verlas der Nachrichtensprecher mit monotoner Stimme. „Ob der wohl auf Shinigamis Index steht?“, fragte Haku, während er das Curry auf 2 Teller aufteilte. „Hm, kann schon sein, aber das wird er uns sicherlich bald mitteilen. Können wir essen?“ Ihr Hunger war noch schlimmer geworden, falls das überhaupt möglich war. „Ess schon mal, ich komm gleich, ich glaube ich hab eben mein Handy klingeln hören.“ Er lief in sein Zimmer und man hörte ihn mit irgendjemandem telefonieren. Schmollend blickte Cho auf die Köstlichkeiten, direkt vor ihrer Nase. „Wenn, dann essen wir zusammen.“, flüsterte sie beleidigt und stocherte, mit ihren Stäbchen, im Reis herum. Zehn Minuten später tauchte Haku dann endlich wieder auf. Halb tot hing das Mädchen auf ihrem Stuhl und das Knurren ihres Magens klang wie ein ausgehungertes Tier. „Was hast du denn gemacht?“, fragte sie und lag, noch immer schlapp, mit ihrem Kopf auf dem Esstisch. „Ich habe nur kurz mit Shui telefoniert, er wollte heute mit mir Basketball spielen. Warum hast du denn auch auf mich gewartet?“ „Wenn wir schon zusammen wohnen, essen wir auch zusammen.“, war ihre Antwort. „Wer ist hier der Idiot?“, murmelte der Junge in sich hinein, bevor sie anfingen das Festmal zu verschlingen.
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