For The Comfort Of Ignorance

GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P16 Slash
Josef "Jupp" Schatz Klaus Taube
04.08.2017
04.08.2017
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Titel: For The Comfort Of Ignorance
Autor: Lady Charena (Juli 2006)
Fandom: SK Kölsch

Charaktere: Jupp Schatz, Klaus Taube
Paarung: Jupp/Klaus
Rating: ab16, slash, Drama
Beta: T'Len
Worte: 2638

Summe: Ein einziger Moment. Eine gestohlene Berührung. Trost. Aber am Ende ist nichts gut. Und nichts mehr so, wie es war.

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.




Er war froh um diesen Moment des Alleinseins unter der Dusche. Gleichzeitig machte es ihn verrückt. Ohne Flo, ohne Anna und Klaus, gab es nichts, was ihn von diesem Loch in seiner Brust ablenkte, das er seit Ellens Tod spürte. Er hatte sich selbst vorgemacht, sie nicht mehr zu lieben. Aber verdammt, geliebt hatte er sie immer; sie brachten es nur einfach nicht fertig, auch zusammen zu leben.

Jupp drehte das kalte Wasser ruckartig auf, schnappte nach Luft, als ihm der plötzliche Temperatursturz die Kehle abschnürte. Vielleicht waren das aber auch nur die Tränen, die irgendwo in ihm fest steckten und die er nicht mehr rauslassen konnte. Er hatte mit seinem Sohn in den Armen um Ellen geweint, um all die vergebenen Chancen und Möglichkeiten, um das, was Florian mit seiner Mutter verloren hatte. Vielleicht auch ein wenig um seinen eigenen Verlust.
 
Ein fast angenehmes Gefühl von Schwere und Taubheit breitete sich in ihm aus, als der Kälteschock nachließ. Mechanisch drehte er den Hahn zu, trocknete sich ab, zog sich an und ging barfuß hinüber ins Wohnzimmer. Er knipste das Licht nicht an, so musste er die Überreste von Florians Geburtstagsfeier nicht sehen. Was er brauchte, fand er auch so.

Die Flasche gluckerte leise, als er sie aus dem Schrank nahm, dem Gewicht nach war sie noch fast voll. Das war gut. Denn er plante, sich gründlich und nachhaltig zu betrinken und ein Gang nach unten in die Gaststube schien so unmöglich weit wie eine Reise zum Mond. Es war ihm egal, was er da trank, so lange es nur reichlich war und stark genug und vielleicht am Ende mit jedem Schluck ein wenig mehr Wärme in ihn zurück kehrte.
 
Da er beabsichtigte, den Rest der Nacht so zu verbringen, trank Jupp langsam und stellte die Flasche dazwischen immer wieder auf den Boden neben die Couch. Als er zum vierten oder fünften Male danach greifen wollte – die Flasche war inzwischen erheblich leichter geworden – griffen seine Finger ins Leere. Mit einem Grunzen richtete er sich mühsam ein wenig auf, um nach ihr zu suchen, aber da war nichts.

Vielleicht hatte er sie umgeworfen und sie war unters Sofa gerollt? Nein, er konnte sich nicht daran erinnern, sie fallen gehört zu haben. Und so still, wie es in der Wohnung war, hätte er das nicht überhört. Zu seinem Bedauern fühlte er sich noch immer ausgesprochen nüchtern. Na gut, zumindest fast nüchtern. Er fluchte, als er das Gleichgewicht verlor und beinahe vornüber vom Sofa kippte. Vielleicht war er doch schon blauer, als er dachte. „Verfluchte Scheiße“, murmelte er.
 
„Ich nehme an, du meinst nicht mich?“, sagte eine Stimme direkt vor ihm.
 
Jupp schreckte hoch, fing sich und sackte rückwärts gegen die Couchlehne. Er hatte ihn nicht herein kommen hören. Wieso hatte er ihn nicht gehört? Gespürt, als er nicht mehr alleine war? Verflucht. Warum ließen sie ihn nicht einfach alle in Ruhe...

„Lass’ mich verdammt noch mal in Ruhe, Klaus.“ Das Licht ging an und er stöhnte schmerzerfüllt auf, als die plötzliche Helligkeit in den Augen brannte. Er blinzelte die Feuchtigkeit weg, die seine Sicht verschwimmen ließ. Doch Klaus Gesicht, der wieder ans Sofa trat, blieb undeutlich, als betrachte er es durch einen Schleier. Dafür sah er die Flasche umso besser, die sein Partner in den Händen hielt. „Gib’ die her“, befahl er barsch.
 
Doch Klaus zuckte nicht mal mit der Wimper. „Du hast genug“, entgegnete er ruhig. Er stellte die Flasche weg, außer Reichweite von Jupp. „Los komm’ hoch und benimm’ dich nicht kindisch“, forderte er ihn dann auf und griff unter Jupps Schultern. „Wenn du versuchst, auf diesem Sofa zu schlafen, wirst du dich morgen früh noch mieser fühlen, als ohnehin schon.“
 
Er hielt sich an Klaus Armen fest und sah zu ihm auf. Graublaue Augen gaben seinen Blick ruhig zurück. Versprachen... Irgendetwas, er wusste nicht was, vielleicht so etwas wie Sicherheit. Vor was musste er in Sicherheit gebracht werden... doch nur vor sich selbst. Jupp gab nach, ließ sich auf die Füße helfen, sackte schwer gegen den Freund. Seine Knie waren weich, und seine Beine wollten ihm einfach nicht gehorchen. „Wasis mit Florian?“, fragte er, als sie es bis zur Tür geschafft hatten.
 
„Anna ist bei ihm geblieben, bis er eingeschlafen ist. Und dann habe ich sie nach Hause geschickt. Sie ist auch völlig fertig.“
 
„Muss nach Flo sehen...“, murmelte er, doch Klaus ließ ihn nicht gehen. „Lass’ mich los.“
 
„Er schläft, aber nicht mehr lange, wenn du hier so herumbrüllst“, mahnte Klaus. „Und du bist wirklich nicht in einem Zustand, in dem er dich sehen sollte. Beruhige dich. Ich war bis eben bei ihm und er hat die ganze Zeit über ruhig und tief geschlafen.“
 
Irgendwie drang das schließlich in sein benebeltes Gehirn vor und er gab auf, sich gegen Klaus‘ Griff zu wehren. „Wo... wohin gehen wir?“
 
„Ich bringe dich ins Bett.“
 
Er blieb stehen, wand sich aus Klaus stützendem Arm und lehnte sich gegen die Wand. „Nich... nicht in Ellens Bett“, flüsterte er und schluckte gegen den Klumpen in seiner Kehle an.
 
„Nein“, beruhigte ihn Klaus. „Du kannst in meinem Zimmer schlafen.“
 
„Aber... aber das Rättematäng. Die Leute wissen doch gar nicht...“
 
„Denk’ jetzt nicht daran.“ Klaus schob ihn förmlich weiter. „Ich habe mich darum gekümmert.“
 
„’kay“, murmelte er und verschwendete keine Konzentration mehr aufs Reden oder Denken, sondern nur darauf, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Er war wie blind, hielt den Blick auf den Boden gesenkt, ließ sich von Klaus führen. Sie stoppten, offenbar waren sie am Ziel angekommen, dann drückte ihn eine Hand auf seiner Schulter nach unten und er folgte ihr, fand sich gleich darauf auf der Bettkante sitzen. Jupp ließ sich zurückfallen, rollte sich auf die Seite, schloss die Augen. Es wurde endlich dunkel.


* * *


Irgendwann später erwachte Jupp mit kratzender Kehle und voller Blase. Es war draußen noch immer dunkel, ein wenig Licht drang von der Straßenbeleuchtung herein und füllte den Raum mit grauen Schatten.

Sein Kopf fühlte sich noch immer an wie mit Watte ausgestopft und er ging vorsichtig um den Sessel herum, den Klaus sich ans Bett gezogen hatte – und in dem sein Partner offenbar auch eingeschlafen war.
 
So leise, wie es möglich war, kehrte er wenig später zurück. Er stieß sich den Fuß irgendwo an und gab ein Grunzen von sich, als der Schmerz bis ins Schienbein hochschoss.
 
„Jupp?“, fragte Klaus schläfrig. „Was ist los?“
 
„Alles okay“, erwiderte er leise. „Ich war nur auf dem Klo. Schlaf’ weiter.“
 
„Gut.“ Klaus setzte sich auf und rieb sich stöhnend den Nacken. „Verdammt, diesem Sessel ist das Sofa wirklich vorzuziehen.“ Er stand auf, ging langsam zur Tür. „Versuch’ weiter zu schlafen.“
 
„Warte.“ Jupp setzte sich auf die Bettkante. „Warum... warum schläfst du nicht hier im Bett? Es ist doch schließlich groß genug für zwei.“ Es war nicht hell genug, dass er Klaus‘ Gesicht sehen konnte, doch irgendwie schien er zu zögern. „Jetzt bist du derjenige, der sich kindisch benimmt. Wir sind doch beide... erwachsen.“ Er streckte sich aus, rollte nach einem Augenblick des Zögerns auf die andere Betthälfte hinüber und klopfte auf die freigewordene Stelle. „Außerdem... kann ich jetzt nicht alleine sein.“

Er schien durch Zufall die magischen Worte gefunden zu haben, denn Klaus blieb bei der Tür stehen, drehte dann um, kam zurück – und starrte auf ihn hinab. Wie es schien eine Ewigkeit lang, erst dann folgte er seiner Aufforderung. Klaus zog umständlich seine Schuhe aus, und seinen Pullover und streckte sich dann neben ihm aus.
 
Er rollte sich auf die Seite. „Du wirst sehen, es ist gar...“ Seine Stimme zitterte. „Es ist gar nicht so schlimm, mit einem...“ Seine Stimme kippte. „...Hetero in einem Bett zu schlafen.“ Die Tränen, die er den ganzen Abend über zurückgehalten hatte, brachen aus ihm heraus.

Einen Moment lang passierte nichts, dann spürte er wie die Matratze sich bewegte, sich senkte - und dann eine zögerliche Berührung; eine Hand an seiner Schulter, an seiner Wange. Sie strich über sein Haar, tröstend, wie bei einem Kind und es fühlte sich gut an. Ein Arm legte sich über seinen Brustkorb.
 
„Sie ist tot, Klaus“, flüsterte er in die Dunkelheit, ungläubig, wie er es im Krankenhaus getan hatte. „Ellen ist tot. Sie hat uns alleingelassen. Flo. Und mich.“ Er ließ sich zurücksinken, gegen die Wärme des anderen Körpers an seinem, brauchte den Halt.
 
Als Klaus ihn fester hielt, zuckte er zusammen, machte aber keine Anstalten, sich weg zu drehen.
 
„Florian ist nicht alleine, er hat dich.“ Klaus‘ Mund war dicht an seinem Ohr, er spürte seinen Atem warm an seiner kalten Wange. „Du bist nicht allein. Ich bin für dich da. Und Anna und Achim, Jenny, Gino - alle deine Freunde sind für dich da.“
 
„Du bist immer für uns da“, murmelte er. „Ich habe dir nie gesagt, wie viel mir das bedeutet...“
 
„Ssscht. Ich weiß. Versuch’ jetzt wieder zu schlafen.“
 
Die Arme ließen ihn los, der warme Körper rollte von ihm weg und die Kälte kehrte zurück.

„Nein. Geh’ nicht weg“, flüsterte Jupp in die Dunkelheit, drehte sich um, griff nach ihm. Eine Hand fand seine suchenden Finger, hielten sie fest, drückten sie beruhigend.
 
„Ich bleibe“, versicherte ihm Klaus.
 
Er folgte der Hand, rollte auf die andere Seite und gegen Klaus. Unsicher rückte er näher und Klaus wich nicht zurück. Er nahm ihn ungeschickt in die Arme, wartete auf einen Anfall von Panik oder irgendeine andere Reaktion, doch ihre Körper fügten sich zu seiner Überraschung wie zwei Puzzleteile aneinander und Klaus hielt ihn seinerseits fest. Er spürte wieder die Hand, die über sein Haar glitt.
 
Wieder ergriff er die Initiative, senkte den Kopf, drückte seine Wange gegen die Brust des anderen Mannes; eine instinktive Geste, Schutz suchend, wie ein Kind das sich vor sehr realen Gespenstern fürchtet. Die Hand glitt über seine Wange, wischte die Tränen ab, die andere rieb beruhigend Kreise auf seinem Rücken.
 
Jupp hob den Kopf. „Klaus?“, fragte er in die Stille.
 
„Ja.“
 
Vielleicht war es eine Antwort auf eine Frage, die er sich nicht erinnern konnte, gestellt zu haben. Er weigerte sich, darüber nach zu denken.
 
Zögernd hob er die Hand, berührte das Gesicht des anderen, kopierte Klaus‘ Berührung. Spürte das instinktive Zurückzucken der Gestalt an seiner Seite, dann das bewusste Entspannen, stille Akzeptanz. Probeweise ließ er seine Hand auf die Schulter gleiten, drückte stattdessen seine Wange gegen Klaus‘ Wange, rieb sie nach Katzenart an ihm. Spürte die befremdende Rauheit von Bartstoppeln, wo er nur an glatte Weichheit gewohnt war. Spürte Lippen seine Schläfe streifen, seine Wange. Und drehte sich in diese Berührung. Fand Klaus‘ Mund dicht an seinem.
 
„Nein, Jupp. Du weißt nicht, was du...“
 
Jupp stoppte die Worte indem er den Mund küsste, schloss die Augen, spürte wie sich die Lippen unter seinen öffneten, den Kuss erwiderten. Er war warm und geborgen... Die Arme, die ihn hielten, versprachen Sicherheit. Er fühlte sich... geliebt.
 
Er hob den Kopf, ließ seine Lippen die feinen Gesichtszüge erkunden, fand salzig schmeckende Feuchte in den Augenwinkeln, kehrte dann zu Klaus‘ Mund zurück. Ein Zittern glitt durch ihn, als Klaus unter ihm leise aufstöhnte. Klaus...
 
Plötzlich wurde sein Kopf klar und er sah, was er tat. Er riss sich von ihm los. Setzte sich auf. Wischte sich mit zitternden Händen den Mund ab. „Nein... nein... nein“, flüsterte er entsetzt in die Dunkelheit. Er wandte sich ab, wandte dem Mann neben ihm den Rücken zu.
 
Es war still. Dann spürte er die Bewegung der Matratze, als Klaus das Bett verließ. Gleich darauf wurde leise eine Tür ins Schloss gezogen.
 
Er schlang die Arme um sich selbst. Ihm war kalt. Sehr kalt. Und nur für einen Moment, für die Dauer eines Herzschlages, erlaubte er sich, an die Wärme von Klaus Umarmung zu denken. Dann schob er es weg. Er wusste nicht, warum das passiert war. Aber es durfte nie wieder geschehen. Weil nicht sein durfte, was nicht sein konnte...

 
* * *

 
Als er erneut erwachte, musste es Tag sein. Durch das fast geschlossene Rollo flitterte ein wenig Tageslicht. Kaum genug, der Raum war noch immer mit Schatten gefüllt, die Konturen verwischt. Er blinzelte, doch der Umriss am Fenster war kein Schemen, keine Traumgestalt. Klaus war da, wachte über ihn.
 
„Hat sie dir erzählt, dass das unser altes Ehebett ist?“, flüsterte Jupp, sprach das Erste aus, was ihm in den Sinn kam.
 
„Ich weiß.“
 
„Ich glaube, Flo wurde hier gez...“ Er brach ab, wandte sich ab, presste sein Gesicht ins Kissen. Ein Geruch, vertraut ohne dass er ihn benennen konnte, stieg in seine Nase. Klaus... das Kissen roch nach ihm, nach seinem Rasierwasser, seinem Körper. Es war, was er gerochen hatte, als... Jupp rollte sich wieder auf den Rücken. „Es tut mir leid.“
 
„Was?“, kam es nach längerer Pause aus den Schatten.
 
„Was ich heute Nacht getan habe... was zwischen uns passiert ist.“ Er wartete mit klopfendem Herzen in der Stille.
 
„Es ist nichts passiert“, sagte Klaus schließlich. „Du solltest versuchen, noch ein paar Stunden zu schlafen. Ich sehe nach Florian.“
 
Jupp schloss die Augen. Erleichtert. Enttäuscht? Nein. Es war nur… ein Ausrutscher gewesen. Er war betrunken und verletzlich gewesen und hatte einen Moment lang... Er lauschte auf das leise Geräusch der Tür, die geschlossen wurde; hob die Hand, berührte seine Lippen mit den Fingerspitzen. Nein, es war nichts passiert.

Er lag still da und wartete auf den Schlaf und auf das Vergessen, das er mit sich bringen würde. Aber wenn...

 
* * *

 
Klaus schloss die Tür hinter sich, lehnte sich dagegen, presste die Handballen gegen die Augen.

Für die Dauer eines Herzschlages gab er sich einer Fantasie hin; sah eine Wirklichkeit, die es nie geben würde - weil nicht sein könnte, was nicht sein durfte... Spürte die Lippen auf seinen, zögernd und doch sicher zugleich. Sah den blonden Kopf nach hinten fallen, als er seinen Mund entlang der Kehle gleiten ließ. Sah... spürte ihn sich unter ihm aufbäumen, als er von ihm kostete. Hörte ihn aufstöhnen.
 
Atemlos stieß er sich von der Tür weg, von den Gedanken, die – einmal gedacht – sich weigerten, wieder dorthin zurück zu kehren, woher sie gekommen waren. 

I’d give the world for the comfort of ignorance…
 
 
Ende

Fortsetzung: The Day After






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Episode: Vätersorgen (10/02)

Jupp verhört eine Frau, die unter Verdacht steht, ihren Ehemann getötet zu haben. Sie ist mit Schatz zuvor bereits ziemlich aneinander geraten.

Jupp: Du solltest nicht über Liebe reden, wenn du keine Ahnung hast, was das eigentlich ist. Quatsch mich am besten nicht mehr voll.

Doris Büsow: Ich habe Erhard kennen gelernt und plötzlich habe ich gespürt, dass ich eine Seele habe. Das kannte ich nicht. Ich habe nicht immer gespürt, wie kalt mir war. Erhard war ein... bullernder  Ofen. Bei ihm war's warm. Ich war Zuhause, keiner konnte mir was tun.

Jupp: Ich war... ich war wirklich geschieden. Und immer wenn ich Ellen später gesehen habe, dann war's ein ähnliches Gefühl. 

Doris: Was ist passiert? 
Doris: Sie ist tot.

Jupp: Sie ist überfahren worden. Es war ein Unfall, der Fahrer konnte nichts dafür. Ich wär' am liebsten auch gestorben, aber... wie das so ist, das Herz pumpt immer weiter und... scheiß drauf. Ich könnt den Kerl heute noch umbringen...

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Die Worte allein geben natürlich nur eine Ahnung dieser unglaublich intensiven Szene, in der Jupp für einen Moment seine Trauer um Ellen zulässt - sichtbar werden lässt - aber ich fand, sie ergänzt sich vielleicht ganz gut zu dieser Story. Und erklärt warum sie so endet, wie sie endet.
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