Hackerangriff direkt ins Herz

OneshotDrama, Romanze / P16
Dazai Osamu
01.08.2017
01.08.2017
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Huhuuuu :3

Wie versprochen, ein weiterer Dazai x Reader OS :) ich hoffe er gefällt euch.
Habe als "Bösewicht" einen OC eingebaut, da ich dachte wenn ich einen Canon Charakter nehme ich mich auf Hater Angriffe gefasst machen muss und das wollte ich nicht. :D
Wie gesagt, ich hoffe es gefällt euch und wenn ja, lasst es mich wissen ;)
Viel Spaß und gaanz, liebe Grüße ♥

Mizuki :)

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Hackerangriff direkt ins Herz

Es war wahrscheinlich schon der zehnte Kaffee, welchen du gerade trankst. Aber dir blieb einfach keine andere Wahl. Wenn man den ganzen Tag nur am Computer saß, werden die Augen nun mal immer schwerer und da war die einzige Lösung ein Haufen Koffein. Es war gerade mal Nachmittag und du müsstest den Rest des Tages auch noch überstehen. Das würde heißen, dass noch einige Tassen Kaffee auf dich zukommen würden. Aber du wolltest dich nicht beschweren. Immerhin hattest du dir diesen Job ausgesucht. Und bei der Armed Detective Company, mit verrückten Leuten, als Hackerin zu arbeiten, war gar nicht mal so schlecht.

»________-chaan, meine Hacker-Queen ~«, vernahmst du eine männliche Stimme neben dir und erkanntest, als du dich mit dem Drehstuhl zur Seite drehtest, das grinsende Gesicht von Dazai. Allein an dem Ton, wie er dich angesprochen hatte, ließ dich sofort wissen, dass er wieder was von dir wollte, »Was willst du diesmal, Dazai-kun?« Um noch mehr bei dir rumzuschleimen, schlang er von hinten seine Arme um deine Schulter und drückte sich an dich, »Du kommst doch so leicht ins Darknet. Und da kommt man an so schöne Pillen, die mir sofort das Licht ausblasen würden«, grinste er, woraufhin du dich nach diesem Satz sofort aus seinem Griff löstest und ihn wütend ansahst, »Ich puste dir gleich das Licht aus, wenn du mich noch einmal so was fragst, du Vollidiot« Du wusstest genau, dass Dazai es immer wieder versuchen musste sich umzubringen. Nur dich störte das gewaltig. Du mochtest den Dunkelhaarigen wirklich gerne, weswegen du ihm bestimmt nicht dabei helfen würdest.

»Aww ~ ich liebe es, wenn du wütend bist«, trällerte Dazai vor sich hin, während du nur deinen Kopf schütteltest, »Und ich liebe es, wenn du ab und zu mal deine Klappe hältst« Manchmal trieb dich Dazai wirklich in den Wahnsinn. Auch wenn es vielleicht so rüberkam, dass du ziemlich genervt von ihm warst, in Wirklichkeit warst du froh, dass er da war. Wahrscheinlich war er einer der wichtigsten Gründe, dass dir deine Arbeit bei der Detektei so Spaß machte.

»Hey Leute, hier ist jemand, der unsere Hilfe benötigt«, nährte sich Kunikida mit einer Frau, welche auch ziemlich aufgelöst schien. »Was können wir für Sie tun?«, fragte Dazai nun ziemlich ernst und professionell. »Meine Tochter wurde entführt«, sagte die Frau verzweifelt. »Oh Scheiße, setzen Sie sich erst einmal und erzählen Sie alles in Ruhe«, sagtest du mitfühlend und botst der Frau einen Platz an. So konnte sie allen ausführlich erzählen, was genau passiert war.

»Hat sich der Entführer in irgendeiner Weise bei Ihnen gemeldet? Gibt es einen Hinweis wo sie sein könnte? Lösegeldforderungen?«, fragte Dazai die Frau aus. Immerhin waren diese Informationen notwendig. Die Detektei brauchte natürlich einige Infos um diesen Fall lösen zu können. »Ich habe eine E-Mail bekommen«, sagte die Frau, woraufhin alle Anwesenden aufmerksam aufhorchten. So eine E-Mail konnte ein guter Hinweis sein. Kurz darauf rücktest du an deinem Computer ein Stück zur Seite, damit die Kundin euch allen die E-Mail zeigen konnte.

»Lass uns ein Spiel spielen. Finde deine kleine Tochter innerhalb eines Tages ohne jegliche Hilfe und ihr wird kein Haar gekrümmt. Brauchst du stattdessen länger, erwartet eine dich eine kleine Überraschung«

Du lasest den Text aus der E-Mail laut vor, sodass die Frau weinend zusammen brach. »Wie soll ich so meine Kleine finden? Der Entführer hat keinen Hinweis gegeben. Wie soll man sie denn so schnell finden?«, schrie die Frau schon verzweifelt, sodass Kunikida ihr vorsichtig seine Hand auf die Schulter legte. »Machen Sie sich keine Sorgen. Sie wissen gar nicht, wie wertvoll diese E-Mail für uns ist«, beruhigte der Blonde die Frau mit seinen Worten und sah dich im nächsten Moment an. Er wusste genau, dass du aus dieser E-Mail eine Wegbeschreibung machen konntest.

»Dann wollen wir mal«, sagtest du, drehtest dich mit deinem Drehstuhl wieder in die Richtung deines PC’s und fingst an. Das einzige was du tun musstest war, die IP-Adresse des Empfängers zu ermitteln. Und das war für dich die einfachste Übung. Du hattest dich in schon viel größere Systeme gehackt. Letzte Woche zum Beispiel. Die Polizei hatte euch bei einem Fall gewaltig dazwischen gefunkt und es so gesehen eigentlich vollkommen vermasselt. Dazai hatte anschließend die glorreiche Idee, dass nicht einfach auf sich sitzen zu lassen und der Polizei einen ordentlichen Streich zu spielen. Du hacktest dich anschließend in das System der Polizei und hattest auf deren Computern einen Haufen pornographisches Material gedownloaded. Und um der ganzen Sache noch eine Kirsche oben drauf zu setzen, ließest du auf allen PC’s gleichzeitig einen Porno abspielen. Da sich dieses Video nicht so einfach schließen ließ, waren die Polizeibeamten erst einmal einige Minuten damit beschäftigt.

Du tipptest nun mit allen Fingern auf die Tastatur und starrtest wie gebannt auf den Bildschirm. Auf dem Bildschirm liefen die Codes nur herunter. Alle sahen dir nur gespannt zu. Denn auf den Bildschirm gucken, brachte ihnen sowieso nichts. Denn von dieser Computersprache verstanden alle nur Bahnhof. »Woow ~ Nicht jede Frau sieht so sexy aus, wenn sie wirres Zeug im PC eingibt, wie du«, sah Dazai dich begeistert an. Du wusstest, dass hacken nicht wirklich eine typische Frauenarbeit war. Aber dieses Talent wurde dir einfach in die Wiege gelegt. Weswegen du dein Talent auch im Job nutzen wolltest.

»So, gefunden«, sagtest du nach kurzer Zeit, woraufhin die Frau aufgeregt aufsprang, »Dann müssen wir sofort dahin«, sagte sie ganz aufgeregt, während du nur einen abschätzigen Lacher von dir gabst. »Ich kann mir gut vorstellen, dass sie mitkommen wollen, aber das halte ich für eine schlechte Idee. Wir wissen nicht, was sich für kranke Freaks am anderen Ende aufhalten. Deswegen werden Sie hier warten und lassen uns die Arbeit machen«, erklärtest du der Frau, während du dir gleichzeitig die Daten auf dein Smartphone schicktest. Mit einem Schnaufen, warf sich die Frau wieder zurück auf den Stuhl, »Ich vertraue Ihnen« Nachdem die Kundin sozusagen ihr „Go“ gegeben hatte, machtest du dich mit Dazai und Kunikida auf den Weg.

Ihr brauchtet nicht lange, um an den gesuchten Ort zu gelangen. Zu sehen bekamt ihr ein völlig herunter gekommenes Haus. Es sah auch wirklich nicht danach aus, als ob jemand in diesem Gebäude wohnen würde. Und genau aus diesem Grund, war es nicht gerade schwer, in das Gebäude zu gelangen. Und gerade das, sorgte dafür, dass sich ein unwohles Gefühl in dir breit machte.

»Die Sache hier stinkt gewaltig, Dazai-kun. Das ist alles viel zu einfach. Ich hab stark das Gefühl, dass jemand erwartet das wir kommen«, flüstertest du dem Dunkelhaarigen zu, als ihr euch langsam in das Haus begabt. »Keine Sorge _________-chan, ich beschütze dich«, grinste er dir frech entgegen, sodass du nur durchschnauftest, »Nimm die Sache gefälligst ernst!«

Als ihr immer tiefer in das Gebäude eindrangt, nährtet ihr euch langsam einen dunklen Raum. Nur ein ganz schwaches Licht erhellte diesen Raum etwas, sodass man genau erkennen konnte, dass jemand in der Mitte auf einem Stuhl saß. Dir stockte der Atem als du erkennen konntest, dass ein junges Mädchen gefesselt auf dem Stuhl saß. Langsam nährte sich Kunikida dem Mädchen, während Dazai und du die Umgebung im Auge behieltet.

»Geht es dir gut? Haben sie dir was angetan?«, fragte Kunikida das Mädchen, nachdem er ihren Mund von Klebeband und sie von den Fesseln befreit hatte. Das Mädchen sagte nichts. Das einzige was sie tat war, mit Tränen ihren Kopf zu schütteln und ihnen damit zu verstehen gab, dass es ihr gut ging. Erleichtert schnauften alle durch und Kunikida nahm das Mädchen auf den Arm, um dann anschließend das Gebäude zu verlassen. Aber wie du schon vermutet hattest, die ganze Sache war viel zu einfach und stank gewaltig.

»Ihr wollt doch nicht schon gehen?«, hörte man nur eine Stimme, woraufhin ihr im nächsten Moment saht, wie eine Person aus einem anderen Raum vor euch trat. »Wer bist du?«, hörte man Dazai streng sagen, als er den Mann sah, welcher dann vor euch stand. Er hatte dunkle Haare und eine Augenklappe über seinem rechten Auge. »Das tut nichts zur Sache, wer ich bin. Ich bin einfach nur froh, dass du hier aufgetaucht bist, Dazai« Du sahst Dazai nur verwirrt an. Kannte er den Typen etwa? »Dazai-kun, kennst du ihn etwa?«, fragtest du ihn nun. »Ich weiß nicht wer er ist«, antwortete er dir und richtete sein Wort anschließend an den Entführer, »Gehörst du zur Port Mafia? Oder zur Gilde? Nun sag schon!«, wurde Dazai nun etwas lauter. »Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht«, sagte er geheimnisvoll, was Dazai nur wütender machte.

»_________-chan, Kunikida-kun, verschwindet von hier. Er hat es anscheinend auf mich abgesehen. Bringt das Mädchen in Sicherheit«, sagte er, während du anschließend nur deine Augen weitetest, »Ich lass dich doch nicht alleine mit dem Typen!«, sagtest du aufgebracht, woraufhin du dein Wort an Kunikida richtetest, »Kunikida-kun, bring das Mädchen hier weg. Ich helfe Dazai hier« Kunikida sah dich nur kurz an. Als er deinen entschlossenen Blick vernahm, nickte er kurz und lief mit dem Mädchen zusammen aus dem Gebäude. Die Rettung des Mädchens hatte höchste Priorität. Und Kunikida wusste genau, dass Dazai und du es mit dem Typen aufnehmen konntet.

»Bitte ________-chan, lass mich das alleine regeln. Ich will nicht, dass dir etwas passiert«, sah Dazai dich besorgt an. Dir war schon klar, dass Dazai sich nur Sorgen machte, aber trotzdem würdest du dich nicht so einfach umstimmen lassen. Dazai war ein Freund von dir. Und Freunde ließ man nicht im Stich. Gerade als du ihm klar machen wolltest, dass du ihn keineswegs alleine lassen würdest, kam dir der Entführer zuvor.

»Die Kleine bleibt hier, verstanden?«, sagte der Typ mit der Augenklappe, zog eine Pistole und richtete sie drohend auf dich. Geschockt sah Dazai erst dich an und dann anschließend den Entführer. Er kochte gerade dermaßen vor Wut. »Nimm die beschissene Waffe runter! Du willst doch irgendwas von mir, oder nicht? Halt sie daraus«, brüllte ihm Dazai entgegen, sodass der Kerl nur anfing zu lachen. »Das ist ja echt entzückend, wie du den Beschützer spielen willst. Ist die Frau dir wichtig?«

Dazai biss sich nur auf die Lippe. Natürlich warst du ihm wichtig. Wahrscheinlich mehr, als er es sich jemals vorstellen konnte. Dazai wusste nicht was er tun sollte. Wenn er jetzt irgendwie versuchen würde ihn anzugreifen, würde der Entführer nicht lange zögern und dir einfach eine Kugel in den Kopf jagen. Und dieses Risiko konnte und wollte er keineswegs eingehen.

»Ich merk schon, dass du gerade überhaupt nicht weißt, was du tun sollst«, riss der Kerl Dazai aus den Gedanken und nahm für einen kurzen Moment seinen Arm mit der Waffe runter, »Ich überlasse dir die Wahl. Wen soll die Kugel treffen? Dich oder deine hübsche Begleitung?« Die ganze Situation spitzte sich immer mehr zu. »Das ist doch nicht dein Ernst?«, ging Dazai ruckartig einen Schritt nach vorne, sodass die Waffe wieder auf dich gerichtet wurde. »Vorsichtig«, kam es nur von ihm sodass Dazai wieder einen Schritt nach hinten ging.

»Schieß auf mich«, kam es nur von Dazai, sodass du dich nur ruckartig in seine Richtung drehtest, »Dazai hör auf damit!«, schriest du nur und sahst den Dunkelhaarigen verzweifelt an. Es kann doch nicht sein, dass dies die einzige Lösung war. Dir musste schnell was einfallen.

»Du willst dich also für sie opfern? Sie muss dir ja wirklich wichtig sein«, sagte der Augenklappenträger und richtete anschließend die Waffe auf Dazai. »Nein bitte, hör auf damit!«, schriest du nur verzweifelt, sodass dir schon die Tränen die Wange runterliefen. »Nun ja Dazai-kun, leider bin ich nicht hier, um dir deine Wünsche zu erfüllen«, hatte der Entführer nun ein dreckiges Grinsen aufgesetzt, nahm die Waffe aus Dazais Richtung und zielte direkt auf dich. Und drückte ab.

Für Dazai spielte sich gerade alles in Zeitlupe ab. Als er den Schuss hörte, drehte er sich nur langsam zur Seite. Er hoffte so sehr gleich aus diesem Alptraum aufzuwachen. Stattdessen sah er, wie du dich gerade noch auf den Beinen halten konntest und dir die blutende Wunde am Bauch hieltst. Erst als er bemerkte, dass du das Gleichgewicht verlorst und zu Boden fielst, wachte er aus seiner Trance auf und lief so schnell er konnte auf dich zu.

Er vergaß gerade alles um sich herum. Auch der Typ, der die Kugel abgefeuert hatte, interessierte dem Dunkelhaarigen gerade überhaupt nicht. Das wichtigste warst gerade du. Diejenige, die gerade um ihr Leben kämpfte. Er kniete sich zu dir nach unten, drehte deinen Körper vorsichtig um, damit er dich vorsichtig auf seinem Schoß legen und in seinen Armen halten konnte. »Bitte _______-chan, halte durch. Versuch deine Augen aufzubehalten«, kam es von ihm mit quälender Stimme. Deine Atmung wurde immer schwerer, aber durch ein leichtes Kopfnicken zeigtest du dem Dunkelhaarigen, dass du nicht aufgeben würdest. Dazais Blick wanderte von deinem Gesicht hinunter zu deiner Wunde. Deine Kleidung war schon völlig mit Blut durchtränkt und das Blut quoll immer weiter durch deine Wunde. Kurzerhand zog sich Dazai seinen Mantel aus und drückte ihn auf deine Wunde. Er hatte aktuell nichts Besseres da, aber irgendwas brauchte er um irgendwie die Blutung zu stoppen.

»Meine Arbeit ist getan. Ich lass euch mal alleine. Ich will euch bei eurem Abschied nicht stören«, hörte man die Stimme des Verursachers, woraufhin er kurz darauf ohne weiteres das Gebäude verließ. Dazai nahm ihn überhaupt nicht war. Seine volle Aufmerksamkeit galt nur dir. »Da-zai-kun, i-ch...«, versuchtest du nur quälend etwas von dir zugeben, sodass Dazai kurz darauf vorsichtig seine Hand auf deine Wange legte, »Bitte sag nichts. Tu nichts, was dich anstrengen könnte, bitte«, sagte er verzweifelt und sah dich auch dementsprechend an. Warum musste das passieren? Warum konnte er dich nicht beschützen? Warum wurde ihm erst jetzt klar, dass du für ihn das Wichtigste warst? Gerade dann, wenn er kurz davor war dich zu verlieren.

Als er dann merkte, dass deine Augen immer schwerer wurden und sie drohten zu zufallen, überkam ihm die Panik. »Bitte bleib wach, _______-chan!«, gab er dir sanft einen Klapps gegen die Wange, um dich irgendwie wach zu behalten, »Ich muss dich hier rausbringen«, sagte er während er dich kurz darauf vorsichtig hochhob. Du musstest so schnell wie möglich in ein Krankenhaus. Denn nur dort konnte dein Leben noch gerettet werden. Dazai könnte sich das nie verzeihen, wenn er dich jetzt verlieren würde.

Als Dazai im Krankenhaus zusammen mit dir ankam, sahen die Leute sofort, dass die Sache ernst war, sodass du sofort auf einer Liege in den OP gebracht wurdest. Jetzt blieb Dazai nichts anderes übrig als Warten. Und er wusste, dass nun die schlimmsten Stunden seines Lebens folgen würden. Diese Stunden würden entscheiden, ob du überlebst oder nicht.

Vor dem OP-Bereich hatte Dazai auf einer Sitzbank Platz genommen und kippte sich wahrscheinlich schon den gefühlten zehnten Kaffee in sich hinein. Die OP dauerte schon drei Stunden. Die Angst stieg von Minute zu Minute immer mehr. Er wüsste nicht was er machen würde, wenn der Chirurg gleich aus dem OP kommen würde und ihm gesagt wird, das du es nicht geschafft hast. Diese Ungewissheit machte ihn fertig. Er wollte nicht mehr warten. Er musste endlich wissen, was Sache ist. Und das Warten, sollte nun ein Ende haben.

Ruckartig schoss Dazais Kopf nach oben, als sich die Tür zum OP öffnete und der Chirurg auf Dazai zukam. Sofort sprang Dazai auf und lief auf ihn zu, »Wie geht es ihr? Wie ist die OP gelaufen?«, fing Dazai mit den ganzen Fragen an, als der Arzt bei ihm ankam und anschließend den Mundschutz von seinem Mund nahm, »Es gab Komplikationen bei der OP...«, fing der Arzt nur an und nach diesem Satz weiteten sich Dazais Augen noch mehr. »Was hat das zu bedeuten? Was ist mir ihr?«, wurde er etwas lauter und seine Stimmlage wurde immer verzweifelter, dabei war ihm nicht klar, dass der Arzt mit seiner Berichterstattung noch gar nicht fertig war.

»Es gab zwar Komplikationen, aber wir haben es geschafft, sie übern Berg zu bringen«
»Bedeutet das, dass sie es schaffen wird?«, fragte Dazai den Arzt nun.
»Ja, sie wird es schaffen. Aber sie benötigt jetzt absolute Ruhe«, nach diesem Satz, ließ sich Dazai erleichtert zurück auf die Sitzbank fallen. Er musste Gott danken. Er musste ihn dafür danken, dass er einen geliebten Menschen gerettet hat.

»Kann ich zu ihr?«, fragte Dazai nun vorsichtig. Er wusste, dass du Ruhe brauchtest, aber er wollte unbedingt bei dir sein. Er wollte dir nicht mehr von der Seite weichen. »Sie wird gleich vom OP-Saal auf die Intensivstation gebracht. Dann können Sie zu ihr. Es ist vielleicht gar nicht mal so schlecht, wenn sie spürt, dass jemand bei ihr ist«, sagte der Arzt freundlich, sodass sich Dazai nur danksagend vor ihm verbeugte.

Der Anblick versetzte Dazai einen Stich in seinem Herzen, als er dich im Krankenbett auf der Intensivstation liegen sah. Auch wenn er wusste, dass du es schaffen würdest, konnte er es nicht ertragen dich so hier liegen zu sehen. Es machte ihn fertig, zu sehen, wie du an den ganzen Beatmungsgeräten hingst und das nur, weil ein Idiot der es auf ihn abgesehen hatte, dich anschießen musste. Wenn er ihm noch einmal über den Weg laufen würde, dann würde er sich rächen. Koste es was es wolle. Aber jetzt wollte er nur in deiner Nähe sein. Er setzte sich neben das Krankenbett, nahm vorsichtig deine Hand in seine und streichelte diese. »Wenn du wieder wach wirst, muss ich dir unbedingt etwas sagen«, flüsterte Dazai nur.

Jeden Tag verbrachte Dazai nun neben deinem Krankenbett. Er wollte es bloß nicht verpassen, bis du wieder aufwachtest. Auch der Rest der Detektei war regelmäßig im Krankenhaus. Aber niemand war so lange und so oft im Krankenhaus wie Dazai. Genauso wie heute. Jeder hatte dir einen Besuch im Krankenhaus abgestattet und als alle schon weg waren, saß Dazai immer noch neben dem Krankenbett. Und dieser Besuch sollte sich im nächsten Moment auszahlen.

Deine Augen fingen etwas an zu zucken und es kostete dir jede Menge Kraft, um endlich nach einigen Tagen wieder deine Augen zu öffnen. Dazai sprang sofort von dem Stuhl auf und beugte sich über dich. »Endlich bist du wieder wach«, sah er dich erleichtert an, während du noch realisieren musstest, wo und mit wem du dich hier gerade befandest. »Dazai-kun, bist du da?«, fragtest du nur, während der Dunkelhaarige wieder nach deiner Hand griff. »Ja, ich bin hier. Du bist nicht alleine«, hatte er ein sanftes Lächeln aufgesetzt, als er sich dann wieder auf den Stuhl setzte, dabei kurz deine Hand strich um sie anschließend zu seinem Mund zu führen und sie zu küssen. »Du weißt gar nicht, wie glücklich du mich gerade machst«, sagte er und sah dich dabei an. Und auch du hattest ein Lächeln aufgesetzt – so wie es gerade ging. »Kannst du mir erzählen, was passiert ist?«, fragtest du nur, sodass Dazai dir nur zustimmend zu nickte und anfing die ganze Geschichte zu erzählen.

Deine Wunde verheilte überraschend schnell, sodass du nach einer Woche das Krankenhaus schon wieder verlassen konntest. Pünktlich auf die Minute holte dich Dazai im Krankenhaus ab, um dich anschließend nach Hause zu bringen. Dir ging es zwar wieder ziemlich gut, aber trotzdem hatte Dazai darauf bestanden, dass du dich noch einige Zeit Zuhause ausruhen solltest. Schweren Herzens musstest du zugeben, dass Dazai sich nicht umstimmen ließ und gingst darauf ein.

»Es ist schön, wieder Zuhause zu sein«, warfst du dich auf die Couch, als ihr bei dir Zuhause ankamt. »Und ich bin froh, dass es dir wieder gut geht«, sagte Dazai nur, als er neben dir auf der Couch Platz nahm. »Dazai-kun? Kann ich dich was fragen?«, fragtest du etwas schüchtern, sodass Dazai seinen Kopf schief legte und dich ansah, »Klar, schieß los« Dir wurde etwas warm ums Herz, als du an die Frage dachtest, die du dem Dunkelhaarigen stellen wolltest. »Bin ich dir wirklich so wichtig, dass du dir eine Kugel für mich einfangen würdest?«, fragtest du ihn und es blieb nicht unbemerkt, dass sich ein leichter Rotschimmer auf deinen Wangen bildete.

Mit einem Lächeln sah Dazai dich an und griff anschließend nach deiner Hand, sodass du ruckartig zu ihm aufsahst, »Darüber wollte ich sowieso noch mit dir sprechen«, sagte er und du sahst ihn nur fragend an, »Mir ist klar geworden, dass du mir wichtiger bist als ich es mir jemals vorstellen konnte. Und das ich dich um jeden Preis beschützen will«, sah er dir tief in die Augen, »Und als du angeschossen wurdest und in meinen Armen lagst, hatte ich einfach fürchterliche Angst dich zu verlieren. Ich will für immer an deiner Seite bleiben« Du konntest gerade nicht anders, als dich ruckartig aus seinem Griff zu lösen und deine Hände auf dein rot angelaufenes Gesicht zu klatschen.

»Oh, Dazai-kun, hör auf so etwas zu sagen. Du machst mich ganz verlegen«, sagtest du nur und schütteltest deinen Kopf wie ein kleines Mädchen. Er konnte das doch nicht ernst meinen. Du konntest dir einfach solche Worte aus dem Mund von Osamu Dazai nicht vorstellen. Dazai hingegen nahm vorsichtig die Hände von deinem Gesicht, legte seinen Finger unter dein Kinn und zwang dich somit ihn anzusehen, »Du denkst ich scherze, oder?«, grinste er dir frech entgegen, »Tust du das etwa nicht?«, fragtest du ihn blöd, weswegen er einen kurzen Lacher von sich gab, »Ganz und gar nicht. Ich meine es vollkommen ernst« Und schon lösten diese Worte ein unglaubliches Herzklopfen in dir aus. Und wahrscheinlich glich dein Gesicht einer Tomate, was Dazai ziemlich amüsierte. »Oh mein Gott, wie süß du doch bist wenn du verlegen bist«, sagte Dazai mit einem sanften Lächeln.

»Du bist gemein, Dazai-kun«, quengeltest du vor dich hin, weil du merktest, dass er Spaß daran hatte, dich in Verlegenheit zu bringen, »Dann wirst du das jetzt noch gemeiner finden«, grinste er frech, legte seine Hand auf deine Wange, zog dein Gesicht zu seinem und legte sanft seine Lippen auf deine. Du hattest gerade vor Schock deine Augen weit aufgerissen. Es war nicht so, dass es dir nicht gefiel, eher im Gegenteil, du warst einfach nur überwältigt. Als er dann seine andere Hand sanft auf deinen Hinterkopf legte und dadurch den Kuss intensivierte, schlosst du deine Augen und gabst dich diesem Kuss vollkommen hin.

Dazai ließ dich gerade alles drum herum vergessen. Auch wenn es sich gerade so anfühlte, als ob dein Herz jeden Moment aus der Brust springen würde, du wolltest jeden einzelnen Moment gerade mit dem Dunkelhaarigen auskosten. Nach einem langen und leidenschaftlichen Kuss, musstet ihr euch dann voneinander lösen um nach Luft zu schnappen. Mit einem Lächeln sah er dich an und strich sanft eine Strähne hinter dein Ohr. »Ich hoffe, du glaubst mir jetzt«, sagte er nur. »Das war mehr als eindeutig«, musstest du nun auch Lächeln. »So, dein Liebling macht dir jetzt erst einmal etwas zu Essen und danach machen wir da weiter wo wir aufgehört haben«, sagte er wie aus dem Nichts. Dabei strich er dir mit seinem Daumen über deine Wange, nährte sich dir anschließend und drückte dir einen Kuss auf die Wange. Als er sich dann aufrichtete und Richtung Küche lief, sahst du ihm nur mit einem Lächeln hinterher. Und so wurde dir auch klar, dass Osamu Dazai es geschafft hatte, sich in dein Herz zu hacken.

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