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The Nightmare Before Christmas - The Fearless Child

GeschichteFantasy, Freundschaft / P16 / Gen
Angst Furcht Jack Skellington OC (Own Character) Sally Schrecken
27.07.2017
27.07.2017
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27.07.2017 3.465
 
Heya Peopolinos!

Schön Euch alle wiederzusehen :3 Dachte ich haue auch schon mal das erste Kapitel raus, wenn ich schon dabei bin ^^ Man soll ja auch ein bisschen was zum Lesen haben, oder?

Ich wünsche Euch viel Spaß! :3

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Der Mond war an diesem Abend bereits aufgegangen und erleuchtete die Tannenspitzen, die sich sanft wiegend in Richtung des Nachthimmels erstreckten und einen Schatten auf  den abgelegenen Wald warfen, der viele Kilometer außerhalb der Stadt lag. Fast schon unendlich erschien das Dickicht der Bäume, sodass man, je weiter man sich in seinem Inneren befand, denken mochte, dass man nie wieder herausfinden würde. Doch genau das war nötig, um die eine Lichtung zu finden, die die Türen zu den Festtagen versteckt hielt.  Jede dieser Türen führte in eine andere Welt, voller Wunder und Überraschungen.

Diese Geschichte beginnt jedoch hinter der leicht  verblassten Kürbis-Tür Halloweens, die in eine Welt voller Schrecken, Schauder und Schabernack führte…

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„Guh…das ist so langweilig…“

Ein auffälliges Gemurmel huschte durch die dunklen Wälder des Hinterlandes, was neben den fernen, fast schon dumpfen Heulen der Friedhofsgeister und den leicht winselnden Wind schon am merkwürdigsten erschien, da sich fast nie jemand dorthin verirrte. Entweder gelangte man dorthin, weil man tagträumend durch die Gegend streifte, oder weil man genügend Ausdauer hatte um so weit zu laufen, dass man nur noch Bäume um sich herum wahrnehmen konnte. Zu diesen Leuten gehörten Furcht, Angst und Schrecken, die gelangweilt in ihrer laufenden Badewanne saßen und sich durch düstere Nacht tragen ließen.
„Ich sage euch, es war eine grausame Idee sich auf diesen „Gefallen“ einzulassen. Kümmerwurzeln sammeln! Das ist langweiliger als die Reden vom Bürgermeister!“, meckerte der  Junge im Teufelskostüm, der es sich im hinteren Teil der Badewanne gemütlich gemacht hatte, nur um dort gelangweilt in die Luft zu starren und etwas rote, verblasste Farbe von seiner Maske zu kratzen. Seine Haut war blass und seine roten Haare waren zu Teufelshörnern geformt. „Hör auf zu heulen, Furcht! Wenn wir etwas von dem Rattenkompott abhaben wollen, dann müssen wir die Zutaten dafür besorgen! Oder willst du wieder nur altes Kürbisbrot essen?“, meinte das blauhaarige Mädchen im Hexenkostüm, dass an der Spitze der Badewanne saß und wild umherspähte. Ihr Hut war ihr fast ein bisschen zu groß, ihre lila Kleidung war leicht zerrissen und eine blasse, ausdruckslose Maske verdeckte ihr Gesicht. Dennoch konnte man ihr anmerken, dass sie verärgert über die Ansichten ihres Kumpans war.

„Mmm…Kürbisbrot…“, schwärmte der andere  Junge mit Augenringen, der sich als Skelett verkleidet hatte und etwas verträumt in Richtung der Baumwipfel starrte, während seine rundliche Skelettkopf-Maske seitlich an seinem Kopf  hing und er mit seinen Armen an dem Rand der Badewanne lehnte. Der Junge im Teufelskostüm hatte sich währenddessen aufgesetzt und starrte genervt zum Hexenmädchen herüber. „Wir sind hier schon seit Stunden am Suchen und haben nichts gefunden! Irgendwo muss dieses olle Unkraut doch zu finden sein.“ „Das weiß ich selber, du Schwachkopf!“, pöbelte die Hexe und sah herüber zu dem Jungen in ihrer Mitte. „Schrecken, du hast doch die Karte von Bertha, oder? Meintest du nicht, wir müssten nach Süden?“ „Huh?“, verwundert sah Schrecken aus seinem Tagtraum auf  und blickte herüber zu dem Mädchen, was ungeduldig die Arme verschränkte. „N-Natürlich habe ich das!“, meinte er knapp und zog eine alte Karte aus seiner Hosentasche hervor, die er in der Badewanne entfaltete. „Siehst du, hier! Genau wie ich sagte, Angst!“ Angst lehnte sich über die Karte und begutachtete die niedergeschriebenen Koordinaten, ehe sie sich aufrichtete und Schrecken einen Schlag auf den Kopf gab, was den Jüngsten von den Dreien aufheulen ließ.

„Du Trottel! Du hast die Karte falsch rum gehalten!“, schrie sie, während sie die Karte umdrehte und provokativ auf die gekennzeichnete Stelle zeigte. „HIER müssen wir hin!“
„Toll gemacht, Schrecken!“, beschwerte sich Furcht, der ebenfalls mit einen Schlag auf Schreckens Kopf nachsetzte und sich anschließend entnervt die Haare raufte. „All dieses dumme Gesuche für nichts!“  „Au au au au au“, jammerte Schrecken, währenddessen er sich seinen Kopf rieb und vorwurfsvoll zu Furcht starrte. „Aber du hast mir doch gesagt, dass ich die Karte vorher falsch gehalten habe! Also ist es deine schuld!“ „Wie war das??“, fauchte Furcht verärgert, ehe Angst ihm einen Lumpensack, welcher eigentlich für die Kümmerwurzeln gedacht war, ins Gesicht warf und sein lautes Keifen im dichten Leinenstoff murmelnd unterging. „Ihr seid beide zu nichts zu gebrauchen! Jetzt müssen wir den ganzen Weg zurück, ohne etwas in den Händen zu haben!“ „Ach, wir sind die Trottel hier? Sagt die, die nicht mal selber auf die Idee kam, einen Finger zu rühren und sich die Karte mal anzusehen!“, maulte Furcht zurück, als er den Lumpensack von sich zog und Angst einen nahe gelegenen Stock gegen den Kopf warf. „Jetzt hört doch mal auf damit!“
„KLAPPE!!“, riefen Furcht und Angst im Einklang und begannen sich gegenseitig in der gemeinsamen Badewanne hin und her zu schubsen, ehe diese einen plötzlichen Halt machte und alle drei Kinder unter erstaunten Rufen durcheinander purzelten.

„Aua!“, beschwerte sich Angst und krabbelte aus dem Chaos aus diversen Gegenständen und Süßigkeiten-Papier hervor, wobei sie die durchgeschüttelten Furcht und Schrecken links liegen ließ und sich am Badewannenrand hoch zog. „Hey, warum bleibst du stehen??“

Augenblicklich verstummte das Hexenmädchen, als sie ihren Blick über den Badewannenrand geworfen hatte und das erblickte, was dort vor ihnen auf dem leeren Feldweg lag. Ungläubig nahm sie ihre Maske ab, was ihre dunklen Augen und ihre blasse Haut enthüllte. „Was zum“, brachte sie nur knapp hervor, ehe sie Furcht und Schrecken zu sich herüber winkte. „Schaut euch das mal an!“ Zunächst verwirrt über die Aussage ihrer Freundin, traten die beiden Jungen näher heran und schauten ebenfalls über den Rand ihrer laufenden Badewanne. Ihre Augen weiteten sich, als sie das erkannten, was dort vor ihnen lag. „Ist das eine Leiche?“, fragte Schrecken verwundert und stieg aus der Badewanne, um sich den Fund genauer anzusehen.  Furcht und Angst taten es ihm gleich und versammelten sich vor dem, was vor ihnen lag:

Ein Mädchen. Ein junges, bewusstloses Mädchen.

Sie hatte lange, dunkelblonde Haare und trug eine schwarz gehaltene Schuluniform, die aus einem Pulli und einem Rock bestand. Teile des Stoffes waren leicht eingerissen und staubig, was darauf hinwies, dass sie wohl schon länger unterwegs gewesen war. Neugierig trat Angst näher an das Mädchen heran und pikste sie ein paar Mal hintereinander mit ihrem Finger in ihre Schulter. „Also tot scheint sie nicht zu sein…“, meinte Angst knapp. „Kein Zombie und kein Vampir…und Schuppen hat sie auch nicht.“ „Ob sie wohl eine Mumie ohne Bandagen ist?“, äußerte sich Schrecken, während er und Furcht um sie herum gingen und nach besonderen Anzeichen eines Monsters oder Ähnlichem Ausschau hielten. „Ne, sie ist doch gar nicht verwest“.
„Sie ist ein Mensch“, meinte Angst knapp, wobei man Neugierde und Spannung in ihren Augen funkeln sehen konnte. Fast schon erschrocken über ihre Aussage, verharrten die beiden Jungen auf der Stelle und starrten ungläubig auf das Mädchen. Einige Momente vergingen, ehe das Trio in  lautes Gelächter ausbrach und keiner sich mehr halten konnte.
„Das ist großartig!“, lachte Furcht, während er sich die Tränen aus den Augen wischte. „Das ist tausend Mal besser als Kümmerwurzeln!“ „Wenn Jack erst mal davon erfährt, werden wir sicherlich dafür belohnt, sie in die Stadt gebracht zu haben“, kicherte Angst. „Schließlich sind wir ja dann „Lebensretter“, oder?“, grinste Schrecken und begann an den Arm des Mädchens zu ziehen. „Worauf warten wir dann noch? Los, los, los!“, scheuchte Furcht und die Drei begannen ihren neuen Gast in die Badewanne zu heben. Mit diversen Ziehen und Zerren erreichten sie ihr Ziel, ehe sie sich, mit erfreuten Gesang und Gelächter, in Richtung Heimat auf machten.

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Fernab der Wälder, in einer von Steinmauern umgebenen Stadt, war in der Zwischenzeit ein großes Treiben unter den Dorfbewohnern ausgebrochen, die motiviert durch die Straßen wandelten und diverse Baumaterialien und Werkzeuge an verschiedene Stellplätze brachten. Jedoch waren diese Bewohner nicht so, wie man sie vielleicht erwarten würde.  Jedenfalls wenn man für gewöhnlich nur unter Menschen weilte, denn alle Bewohner dieses kleinen Städtchens waren Monster, Ghule, Geister, Vampire und diverse andere Wesen, die man sonst nur aus Gruselgeschichten kannte. Aber was hätte man auch anderes erwarten sollen, wenn man durch die Tore Halloween Towns schritt?
„Vorsichtig mit den Irrlicht-Lampen! Es hat letztes Mal zwei Tage gedauert, um sie wieder einzufangen!“
Ein kleiner, sehr motivierter Mann stand in der Mitte des steinernen Marktplatzes und wedelte wichtig mit einer leicht verblassten Blaupause, während zwei weitere Kreaturen vor ihm auf einer Leiter standen und eine lange Lichterkette an einem Haus befestigten. Kleine Fläschchen mit hell leuchtenden, hellblauen Flammen in ihren Inneren waren an ein Seil gebunden worden, die nun als Dekoration dienten und ein schummriges Licht auf ihre Umgebung warfen, was den Mann erfreut lächeln ließ. Er trug einen feinen schwarzen Anzug, eine Fliege, die wie eine große, schwarze Spinne wirkte und einen viel zu großen, sehr schmalen Zylinder, dessen Größe für wahr ziemlich beachtlich war. Ein kleines, Rotes Band mit der Aufschrift „Mayor“, was an seinem Mantel hing, deutete darauf hin, dass es sich bei dem kleinen, korpulenten Mann um den Bürgermeister der Stadt handeln musste, der bemüht war alle nötigen Vorbereitungen für das aufkommende Fest zu treffen und möglichst zeitintensiven Problemen aus dem Weg zu gehen.  „Sehr gut, sehr gut! Es sieht wahrlich schaurig aus!“, sagte der Bürgermeister mit einem breiten Grinsen, woraufhin er hinter seinen Notizen ein Häkchen machte und anschließend einen großen, untoten Mann beobachtete, dem eine Axt in der Schädeldecke steckte. Er trug eine große Holzkiste mit sich herum, die mit diversen, in dunklen Farben gefärbten Wimpeln gefüllt war.
„Behemoth, vergiss bitte dieses Mal nicht, dass sie Schüre ganz bleiben müssen, damit man die Wimpel aufhängen kann, ja? Es soll zwar verwittert aussehen, aber dennoch brauchbar sein!“, predigte der Bürgermeister, woraufhin er vom genannten Behemoth nur ein stilles Nicken und einen etwas geistesabwesenden Blick erhielt. Zufrieden richtete der Bürgermeister seinen Mantel und warf einen Blick auf die große Rathausuhr, die einerseits die Uhrzeit und andererseits einen Countdown anzeigte, der anscheinend die verbleibenden Tage bis Halloween zählte. „22:45 Uhr und nur noch 51 Tage bis Halloween“, murmelte er, woraufhin sich sein Kopf um 180° drehte und sein freundliches, pfirsichfarbendes Gesicht einen blasses, verzerrten, traurigen Gesicht mit Augenringen und spitzen Zähnen wich.

„Das ist sehr wenig Zeit!“, sprach er beunruhigt und begann mit zügigen Schritten über den Marktplatz zu schreiten, während er sich beunruhigt umsah. „Jack? Jack, bist du hier irgendwo?“, rief er durch die Menge, während er an der Fischungeheuer-Dame und dem Zyklopen vorbei ging, die dabei waren den Springbrunnen in der Mitte des Marktplatzes mit Totenschädeln und frisch gewobenen Spinnenweben auszustaffieren. „Jaaaack? Hat irgendjemand Jack gesehen?“, jammerte der Bürgermeister besorgt, ehe er am Rande des Platzes Sally stehen sah, die mit größter Sorgfalt  ein paar Voodoo-Schädel an den Zäunen platzierte. „Oh, du meine Güte, Sally!“

„Hm?“ Verwundert drehte sich die lebensgroße Stoffpuppe zu dem Bürgermeister um, während sie den letzten Schrumpel-Kopf befestigte und anschließend schüchtern ihr Patchwork-Kleid glatt strich. „Oh, hallo“, grüßte sie ihn herzlich, wobei sich ihre Lippen zu einen netten Lächeln formten. „Kann ich Ihnen helfen?“ „Oh Sally, meine Liebe…“, japste der Bürgermeister, während er vor lauter Aufregung nach Luft schnappte „Kannst du mir sagen wo Jack ist? Ich kann ihn nirgendwo finden und muss DRINGLICHST etwas mit ihm besprechen!“ „Oh, das ist einfach“, entgegnete Sally, wobei sie kurz darauf von einer weiter entfernten, enthusiastischen Stimme unterbrochen wurde.

„Ich bin hier oben, Herr Bürgermeister!“ „Wie, was?“, stotterte der Bürgermeister hervor, als sein Blick dem Klang der Stimme folgte und hinauf zum Rathausturm sah. Augenblicklich drehte sich sein Gesicht zurück zu seinem glücklichen Selbst, als er eine Person an der Spitze des Hauses erblickte. „Oh, zum Glück! Da bist du ja, Jack!“
Hoch oben auf dem höchsten Dach des Rathausturmes stand er, der Kürbiskönig Halloween Towns. Jack Skellington. Mit seinem langen Armen und Beinen, seinen knochigen Händen, seinem unverkennbaren, mondscheingleichen Schädel und seinem edlen Nadelstreifenanzug war er wahrlich nicht zu verwechseln. Mit den Armen vor seinen Brustkorb gefaltet und geschlossenen Augen verweilte er dort oben, ehe er seine Arme von sich weit ausstreckte und sich einfach fallen ließ. Geschockt blickten alle Anwohner der Stadt dem Spektakel zu und selbst dem Bürgermeister stockte der Atem, als er Jack in die Tiefe segeln sah. Doch Jack grinste nur, als er kurz vor dem Boden stoppte und augenblicklich wieder gen Himmel schoss, einen doppelten Salto vollführte und in der Mitte des Marktplatzes landete, wo er anschließend mit lautem, angsteinflößenden Lachen eine schaurige Pose einnahm und den gesamten Fallbeilplatz zum Schweigen brachte. Für einen Augenblick war es totenstill und alle starrten angsterfüllt zu dem Skelett, als auf einmal unter den Monstern euphorisches Gelächter ausbrach und alle Anwesenden laut Beifall klatschten.

„Das war einfach meisterhaft!“, staunte das Leichenkind gemeinsam mit der kleinen Mumie und dem geflügelten Dämonen, die aufgeregt applaudierten und um den Springbrunnen herumtanzten, während die Vampirbrüder beeindruckt nickten und aufgeregt untereinander tuschelten. „Da standen mir ja glatt alle Haare zu Berge!“, grölte der Wolfsmensch. „Ich hatte seit langem mal wieder einen Herzschlag!“, lachte der Leichenvater mit seiner Frau, die es sich nahe des Schauplatzes bequem gemacht hatten. „Jack!“, rief der Bürgermeister und ging zügig mit seinen kleinen Schritten auf  Jack zu, der sich wie ein Akteur auf einer Bühne vor seinem Publikum verneigte. „Danke, danke, vielen Dank, Freunde!“, entgegnete Jack mit einem Lächeln, ehe er seinen Blick zum Bürgermeister richtete und ihn mit einer freundlichen Geste begrüßte. „Hallo, Bürgermeister. Du hast mich gesucht?“

„Das stimmt! Aber glücklicherweise bist du ja jetzt hier.“, grinste der Bürgermeister, ehe er Jack begeistert musterte. „Das war eine schaurig schöne Vorstellung, Jack! Doch was war der Anlass dafür?“ „Das ist simpel zu erklären“, begann Jack, wobei er selbstbewusst seine rechte Hand in die Hüfte stemmte. „Es war eine kleine Kostprobe, was alle hier an  dem Halloween-Abend erwarten wird. Jedoch wesentlich spektakulärer und gruseliger.“ Mit einer eleganten Bewegung wandte sich Jack in Richtung des Rathauses und sah hinauf zur großen Uhr, die ihn mit Vorfreude und Motivation erfüllte. Er konnte es kaum erwarten bis endlich der wichtigste Tag im Jahr gekommen war. „Ich sehe es schon vor mir. Die Flammen, die Fledermäuse, die in Scharen in den Nachthimmel fliegen werden, die Effekte und die tanzenden Schatten…“ Man merkte, wie sehr Jack am Schwärmen war. Er schaffte es sogar all die Bewohner von Halloween Town mit seinen Visionen und Vorstellungen so sehr mitzureißen, dass sie es selbst kaum erwarten konnten, bis die Nacht des Schreckens endlich gekommen war.

„Das klingt großartig, Jack“, meinte der Bürgermeister erfreut,  ehe er verwundert den Kopf schief legte. „Doch sag…wie hast du es geschafft wieder gen Himmel zu fliegen? I-Ist es ein Zauber? Ein magischer Trick?“ „Aber, aber, Bürgermeister“, lachte Jack und wandte sich zurück zu dem Mann mit Zylinder „ich kann doch nicht alle Tricks verraten, bevor die eigentliche Aufführung stattgefunden hat.“ „Oh, ja, aber natürlich…“, stotterte der Bürgermeister etwas enttäuscht, woraufhin Jack leicht zu grinsen begann. „Keine Sorge, wir können später noch einmal in Ruhe die Planung durchgehen“, meinte Jack aufmunternd und zauberte erneut ein Lächeln auf das Gesicht des Bürgermeisters. „Oh, vielen Dank, Jack. Du kannst dir gar nicht vorstellen, was du mir für eine Hilfe bist!“

„Nichts zu danken“, entgegnete Jack und verbeugte sich mit einem Lächeln, ehe sein Blick auf Sally fiel, die sie aus der Ferne beobachtete. Mit einem schüchternen Winken grüßte sie Jack, der sich augenblicklich auf dem Weg zu der jungen Dame machte und kurz vor hier zum Stehen kam. „Hallo Sally. Hat dir die Vorstellung gefallen?“ „Es war außerordentlich und wahrlich atemberaubend, Jack“, sagte sie schüchtern, während sie ihm ein warmes Lächeln entgegenbrachte und zu ihm aufsah. „Du hast wirklich alle hier beeindruckt. Ich meine…sieh dich um. Sie scheinen noch motivierter zu sein als vorher.“
„So sollte es auch sein!“, sagte Jack selbstbewusst und deutete mit einer ausschweifenden Geste auf alle Monster auf dem Marktplatz. „Neben all den Vorbereitungen sollte man nicht den Spaß an der Sache vergessen, sondern sich zwischendurch einen kleinen Schabernack erlauben können, findest du nicht?“ „Ja, das stimmt“, gab Sally nickend zu, ehe sie ein kleines Leinenpäckchen aus ihrer Tasche holte, die sie wohl ebenfalls aus diversen Stoffresten zusammengenäht hatte und es Jack entgegenhielt. „Ich habe den Umhang fertiggestellt, den du dir gewünscht hast, Jack. Ich hoffe, er ist so, wie du ihn dir vorgestellt hast.“ „Oh!“, staunte Jack und griff nach den fein verpackten Päckchen, ehe sich seine Überraschung in ein breites Grinsen wandelte. „Ich weiß, dass du gut im Nähen bist, aber ich hätte nicht gedacht, dass du ihn so schnell fertigstellen würdest, Sally. Vielen Dank.“ „Ach…nichts zu danken“, entgegnete Sally mit einem schüchternen Lächeln, wobei sie Jack dabei beobachtete, wie er das Päckchen öffnete und den langen, schwarzen Seidenumhang aus seinem  Inneren zog, um ihn zu begutachten.

„Du meine Güte, du hast dich dabei wirklich selbst übertroffen, Sally.“, sprach Jack in einem begeisterten Ton und schwang den Umhang mit einer gewandten Bewegung seines Armes um seine Schultern. Anschließend  begutachtete er sich und nahm eine schaurige Pose ein. „Schau wie gut er zur Geltung kommt! Er wird sicherlich ein Highlight des Auftritts sein.“ Geschmeichelt von dem Kompliment Jacks sah Sally mit einem zurückhaltenden Lächeln gen Boden, ehe Jack zu ihr ging und seine Hände um ihre legte. Verwundert sah Sally auf zu dem Skelett, welches sie mit einen dankbaren Lächeln ansah. „Erneut, vielen Dank, Sally. Ich wusste, dass ich mich auf dich verlassen kann.“

Vorsichtig neigte sich Jack über Sally, um ihr anschließend einen Kuss auf die Stirn zu geben, was Sally, mehr oder weniger, erröten ließ. „O-Oh.“, das war das Einzige was Sally hervorbrachte, bevor Jack ihre Hände los ließ und sie noch einmal ansah. „Du solltest dich etwas ausruhen, Sally. Schließlich warst du schon den ganzen Tag am Helfen und du sol“

„Jaaaack!!“

Verwundert über den plötzlichen Ausruf, wandte sich Jack in Richtung des Tores, wo er Furcht, Angst und Schrecken in ihrer laufenden Badewanne erkennen konnte, die soeben in die Stadt gekommen waren und den Fallbeilplatz betraten. „Jack, wir haben Nachrichten!“, rief Angst. „Wichtige Nachrichten!“, ergänzte Schrecken. „Schrecklich gute Nachrichten sogar!“, verbesserte Furcht.  Neugierig starrten die anderen Bewohner zu dem Trio herüber und bildeten einen Kreis aus Zuschauern um die Badewanne, die schließlich vor Jack zum Stehen kam. Dieser betrachtete das Trio verwundert, wenn nicht gleich sogar etwas misstrauisch. „Furcht, Angst, Schrecken, solltet ihr nicht auf der Suche nach Kümmerwurzeln sein?“ „Das ist wahr, Jack“, begann Angst, „aber wir sind aufgehalten worden und haben den Entschluss gefasst, dass das hier wesentlich mehr Priorität hat!“ „Mehr Priorität?“, fragte Jack verwundert und schritt zu ihnen herüber. „Das ist aber hoffentlich keiner von euren Tricks, oder?“ „Nein, nein, Jack!“, verneinte Schrecken, während er widersprechend mit den Händen wedelte.

„Dieses Mal sind wir aus sehr guten Gründen hier. Wir haben nämlich jemanden auf unserer Patrouille durchs Hinterland gerettet.“ „Gerettet?“ Jacks Augen verengten sich zu Schlitzen und er musterte die Kinder skeptisch. „Ihr habt doch nicht wieder jemanden gekidnapped, oder?“ „Also bitte, Jack!“, protestierte Angst und machte gemeinsam mit Furcht und Schrecken eine gespielt beleidigte Pose. „Als wenn wir sowas machen würden!“ „Wenn du uns nicht glauben willst, warum schaust du dann nicht einmal selbst nach? Schau in die Wanne und überzeuge dich selbst!“, grinste Furcht, der auf und ab sprang und mit ausgestreckten Zeigefinger auf ihr Gefährt deutete.

Stets skeptisch schritt Jack zu der Badewanne herüber, während der Kreis aus Leuten sich um ihn schloss und der Bürgermeister sich in die vorderste Reihe drängte. Schließlich musste er als Vertreter des Volkes zuerst sehen, was die drei bekannten Unruhestifter mit in die Stadt gebracht hatten. Schweigend schaute Jack in die Badewanne, ehe sich seine Augenhöhlen verwundert weiteten und er zunächst seinen eigenen Augen nicht trauen wollte. Ein Mensch. Ein Kind, um genau zu sein. „Siehst du, Jack? Siehst du? Wir haben es dir gesagt!“, grinste Furcht, ehe er einen düsteren Blick seitens Jack einheimste, der den Trio einen Schauer über den Rücken warf. „In Ordnung, wir werden sie zu Professor Finkelstein bringen. Für den Fall, dass sie verletzt sein sollte. Und in der Zwischenzeit möchte ich eine vollständige und EHRLICHE Erklärung von euch haben wie das passiert ist. Habt ihr das verstanden?“

„J-Ja, Jack…“, stotterten die Drei hervor, ehe sie zusammen mit Jack, dem Bürgermeister, Sally und der Badewanne das Labor von Doktor Finkelstein aufsuchten und eine sehr verwirrte Gruppe von Monstern auf dem Marktplatz zurückließen.

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Na Mensch, da scheint ja ganz schön viel Trubel zu sein O:

Das war jetzt mein erster Versuch gewesen die Charaktere zu schreiben. Ich hoffe, dass ist mir gelungen ^^' Wenn das Kapitel Euch gefallen hat, dann lasst doch ein Kommentar da! Kritiken, Meinungen, Theorien, Fragen aber auch Lob ist gerne gesehen :3

Bis zum nächsten Mal!

- Vivi
 
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