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Der Clan der Wölfe - eine Neue Welt

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Edme Faolan
27.07.2017
27.07.2017
7
3.160
8
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27.07.2017 611
 
Edme hatte wirklich gute Arbeit geleistet. Die Höhle war groß genug für alle, auch für die fast erwachsenen Bären. Alle waren sehr müde und satt, weil sie auf dem Weg viel Beute gefunden hatten, wie Hasen.
Sie hatten auch die Herden der neuen Tiere gesehen, die Faolan Bisons nannte. Sie waren sehr groß, aber man könnte trotzdem die Technik des Byrrgis aus den Hinterlanden behalten. So ging ihnen doch weniger verloren, als erwartet. Trotzdem brauchten die neuen Sternbilder auch neue Namen und ihre Geschichte musste festgehalten werden.
Als erste Skrielin der Neuen Welt war Dearlea perfekt. Ihre Stimme war so wunderschön und ihre Texte und Geschichten einfach nur wundervoll. Der Pfeifer hoffte insgeheim darauf, sie würde heute ihre Erlebnisse des Tages hinausheulen. Und er brauchte nicht lange hoffen. Neben ihm trat Dearlea aus dem Bau. Ihr Fell glänzte im Sternenlicht und sie sah noch schöner aus, als sonst. Ohne ihn zu bemerken stellte sie sich auf einen kleinen Hügel in der Nähe und begann zu heulen.
Beim Pfeifer stellten sich alle Haare auf, aber nicht aus Angst oder Wut, sondern weil er es liebte, ihre Stimme zu hören. Als sie schon ein paar Strophen gesungen hatte, überkam den Pfeifer ein plötzliches Verlangen, mit ihr zu heulen. Er spürte die Melodie ihres neuen Liedes und irgendwie wusste er plötzlich, welche Worte sie wählen würde. Also setzte sich der Pfeifer, ehemaliger Knochennager, neben Dearlea, Skrielin der Neuen Welt, und stieg in ihr Lied ein.
Airmid schauderte. Noch nie hatte sie so etwas Schönes gehört. Wenn Dearlea alleine heulte, klang es schon immer unglaublich, aber die Stimme des Pfeifers gab dem Ganzen noch eine zusätzliche Tiefe. Neben Airmid schliefen Caila und ihr Sohn Abban.
Während ihrer Reise und vor allem nachdem Abban aufgehört hatte so seltsam zu reden, waren sie und Caila ziemlich gute Freunde geworden. Die Tatsache, dass sie mal eine Obea war, machte niemandem mehr etwas aus. Insgeheim hoffte Airmid, dass es in der Neuen Welt keine Obeas und Malcadhs mehr geben würde. Aber natürlich war diese Hoffnung sinnlos, schließlich hatte es auch einen Sinn, die Blutlinie gesund zu halten. Wenigstens die Knochennager sollten wegfallen, aber irgendwie wusste Airmid, dass es niemals aufhören würde.
Etwas weiter vom Bau entfernt saßen Zanusch und Älon. „Ich denke es wird Zeit für uns ein neues Nest zu bauen. Vielleicht finden wir noch andere Adler irgendwo in diesem neuen Land.“ Grübelnd sah Zanusch in den Himmel. „Das denke ich auch.“ Unbemerkt war Gwynneth neben ihnen gelandet. Nachdem die Eule fast erblindet war, war ihr Gehör um einiges besser geworden.
Sie hatte am Tag aus der Ferne die Schreie von Adlern gehört. „Wenn ihr nach Norden fliegt“, sie deutete mit ihrem Kopf ungefähr in diese Richtung, „findet ihr sie bestimmt. Mit etwas Glück gibt es dort auch einen geeigneten Nistplatz für euch.“
„Oh Gwynneth, was hörst du nur alles? Aber gut, dann werden wir uns direkt morgen von Faolan und den anderen verabschieden. Auch wenn ich die kleine Maudie echt vermissen werde.“ „Vielleicht treffen wir sie ja mal wieder.“ Auch Älon schien von der Idee, andere Adler zu treffen sehr begeistert.
„Dann verabschiede ich mich jetzt schon mal von euch.“ Die beiden schauten Gwynneth verwirrt an. „Aber wir gehen doch erst morgen.“ „Ich bin eine Eule, ich fliege normalerweise nur nachts. Und vielleicht finde ich einen Ort, an dem die Eulen von Ga’Hoole leben können. Soweit ich weiß hat das Erdbeben auch bei ihnen großen Schaden angerichtet. Von Faolan und Edme habe ich mich schon verabschiedet, die anderen schlafen schon oder sind beschäftigt.“ „Dann viel Glück, vielleicht sehen wir uns mal wieder.“ So erhob sich Gwynneth in die Luft und zog davon, in Richtung Norden.
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