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Der Bund der Unbeugsamen

von JohiStory
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
Asterix Julius Cäsar Majestix Miraculix Obelix OC (Own Character)
26.07.2017
30.03.2021
16
20.050
12
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07.09.2017 1.269
 
„Nur damit ich das richtig verstehe: Ich soll zusammen mit Troubadix und Verleihnix nach Hispanien fahren, um ein Dorf zu beschützen?“ fragte Automatix verwirrt.
„Das klingt für mich nach meinem schlimmsten Alptraum.“ murmelte Verleihnix.
„Diese Idee ist nicht gerade der Hammer!“ rief dann auch Automatix aufgebracht aus.
„Aber bitte, liebe Freunde! Die Lage ist ernst.“ versuchte Miraculix zu beschwichtigen.
„Ihr seht doch ein, dass Pepe und sein Vater Hilfe brauchen.“
„Nun ja… ja...“ murmelten Verleihnix und Automatix im Chor.
„Also ist es unsere Pflicht, unsere tapfersten und besten Krieger nach Hispanien zu schicken.“ warf Asterix seinen Kommentar in die Rede von Miraculix ein und zwinkerte diesem zu.
„Natürlich, Asterix hat Recht! Es ist absolut unzulässig, dass wir jemanden schicken, der nicht unseren hohen Ansprüchen entspricht. Asterix und Obelix gehen schon nach Britannien, und wer sind unsere besten Krieger nach ihnen?“ fragte Miraculix.
„Wir etwa?“ fragte Verleihnix nach einer Weile des Schweigens.
„Ja natürlich. Wer sonst?“ fragte Asterix zwinkernd.
„Ja, aber wieso muss Troubadix mitkommen? Er ist doch wirklich kein Krieger!“ schimpfte Automatix.
„Das stimmt. Aber wir können es ihm nicht verbieten. Wenn ihr in Hispanien seid müsst ihr ihn doch einfach zu Musikern bringen und schon ist er beschäftigt.“
„Hm...na gut, von mir aus.“ sagte Automatix endlich.
„Ich mache auch mit.“ erklärte sich auch Verleihnix bereit. Asterix und Miraculix atmeten erleichtert auf.
Am Strand lagen zwei Boote. Das Ruderboot des Teefax und das Fischerboot mit dem Costa y Sol angereist war. Asterix nahm gerade eine Falsche Zaubertrank von Miraculix entgegen, während Obelix das Ruderboot von Teefax mit einem Fass belud, und das Fischerboot von Costa y Sol wurde von Automatix und Verleihnix beladen. Auch sie erhielten jeder eine Feldflasche mit Zaubertrank.
„Die salzige Seeluft wird mich bestimmt inspirieren!“ freute sich Troubadix schon auf die Reise. Automatix rollte mit den Augen.
„Vielleicht war das doch ein Fehler.“ murmelte er.
Um Punkt Zwölf Uhr tätigte Teefax den ersten Ruderschlag. Automatix und Verleihnix schoben das Boot vom Strand ins Meer an, da Costa y Sol sich verspätete.
„Winde weh´n! Schiffe geh´n! Weit ins ferne Land!“ fing Troubadix, in der gewohnten Qualität, an zu singen.
„Bitte...Nimm jemandem ihm seine Leier weg!“ schrie Automatix, der noch im Meer stand und dem Ruderboot einen letzten Schubser gab.
Asterix und Obelix winkten ihren Freunden zu, als Teefax seine großen Ruderschläge tat. In diesem Moment kam Costa y Sol an den Strand.
„Ay, können wir los?“ fragte er gewohnt lässig. Er trug einen kleinen Sack über seiner Schulter.
„Offensichtlich hat unser hispanischer Freund vorgesorgt und Proviant mitgebracht.“ raunte Automatix Verleihnix zu.
„Platz genug hat es auf dem Boot ja. Auch wenn man alternativ fischen könnte.“
„Du würdest es doch schaffen, dass sogar diese Fische nicht frisch wären.“
„Was bildest du dir eigentlich ein du...“
Costa y Sol nahm ebenfalls etwas Zaubertrank entgegen und bestieg sein Boot zusammen mit Troubadix, während Automatix und Verleihnix sich prügelten.
„Das wird eine lustige Reise, Mann!“ lachte Costa y Sol und klopfte Troubadix auf die Schulter.
„Ay, Amigos! Nutzt eure Energie lieber um das Boot anzuschieben!“ rief er Automatix und Verleihnix zu, während er das Segel setzte und sich ans Steuer stellte.
„Immer machen wir uns zum Ochsen...“ murmelten die beiden, als sie das Boot anschoben und über die Reling rein kletterten, als der Kiel hoch genug über dem Meeresgrund war.


***Nahe dem Ärmelkanal***


„Ich hoffe wir treffen die Piraten.“ stellte Obelix nach einer haben Stunde Fahrt seine Meinung in den Raum, ober besser gesagt: In das Boot.
„Obelix, das hieße nur, dass die Gefahr vergrößert wird, dass unser Fass verloren geht. Wir müssen Konfrontationen vermeiden.“ belehrte Asterix ihn.
„Well, hoffentlich werden wir nicht wieder Probleme haben mit Römern, die suchen unser Fass.“ hoffte Teefax.
„Zu viel Hoffnung würde ich mir da nicht machen… Die Römer sind nicht dumm. Sie rechnen damit, dass wir euch zu Hilfe kommen. Wir sollten große Städte meiden und an einem abgelegenen Strand an Land gehen.“ überlegte Asterix.
„Sag mal Teefax… Dieses Spiel. Ist gerade Saison?“ fragte Obelix, die Überlegungen von Asterix ignorierend.
„Oh ja, es ist bald das entscheidende Spiel! Die Saison war spannend dieses Jahr, war sie nicht?“
„Woher soll ich das wissen. War ja nicht dabei...“ murmelte Obelix, enttäuscht darüber, die meisten Spiele anscheinend verpasst zu haben. Danach schwiegen die drei für eine Weile, nur das Schlagen der Ruder und das Brausen der Wellen waren zu hören.
„Wisst ihr, was das beste daran ist, das wir nach Britannien fahren und nicht nach Hispanien?“ fragte Obelix nach einer Weile.
„Ich habe keine Ahnung. Was denn?“ fragte Asterix.
„Das mein lieber Vetter mich besucht und ihr seht unser wundervolles Land?“ versuchte Teefax eine Antwort zu liefern.
„Nein. Wir sind relativ schnell da und müssen nicht tagelang auf dem Meer rumschippern und fischen.“ Asterix schmunzelte, die Abneigung seines Freundes gegenüber diesen Meerestieren kennend. Nur Teefax lachte nicht.
„Keine Sorge. Wenn ihr da seid, ihr könnt genießen unser köstliches Essen!“ freute sich Teefax schon.
„Kann man das genießen?“
„Wo ist die Angel?“
riefen Asterix und Obelix erschrocken.

***Auf dem Atlantik, Richtung Süden***


„Du hast doch keine Ahnung wie man angelt!“ schrie Verleihnix Automatix an.
„Ich weiß, dass du mit deinem Gebrüll die Fische verscheuchst.“ konterte Automatix kalt.
„Außerdem: Wenn ich nicht fischen kann, wieso habe ich dann schon doppelt so viele Fische gefangen wie du?“ fragte er. Die beiden standen an der Reling von Costa y Sols Boot Cáscara, beide eine Angel in der Hand. Costa y Sol stand am Ruder und lächele, als er die beiden streiten sah.
„Amigos, es ist doch egal, wer wie viele Fische fängt. Hauptsache wir haben genug!“ rief er ihnen zu.
„Jaja, schon gut. Ich möchte es nur nicht unerwähnt lassen, dass ich mehr geangelt habe.“ Automatix war stolz auf seinen Erfolg.
„Ich verkaufe eben nur frische Fischte aus Lutetia und fische nicht selbst...“ murmelte Verleihnix.
„Über das „frisch“ könnte man diskutieren...“ brummelte Automatix.
„Was will der Herr damit sagen!?“ fuhr Verleihix ihn wütend an.

„Ich will damit sagen, dass deine Fische faul sind wie...“
„Die Sonne scheint bei Tag und Nacht! Y VIVA HISPANIA! Der Himmel weiß wie sie das macht!“ Troubadix Singstimme hallte über das Boot und das Meer und schien sich in die Trommelfelle von jedem Lebewesen auf dem Boot zu verbeißen.
„AUFHÖREN! WARUM HABE ICH MEINEN HAMMER NICHT DABEI?!“ schrie Automatix und riss die Hände an seine Ohren, um das Lied nicht hören zu müssen. In dieser hastigen Bewegung warf er leider den Eimer Fisch über Bord, den er in die Hand genommen hatte, um sie zuzubereiten.
„Oye, Mann! Am Text musst du noch etwas arbeiten, aber die Melodie ist gut!“ rief Costa y Sol Troubadix zu und lachte.
„Jaja, sehr komisch… Jetzt haben wir kaum mehr was zu essen… Wegen ihm!“ fuhr Automatix Troubadix wütend an.
„Weil deine Ohren zu einfach sind, um meinen göttlichen Liedern zu lauschen.“ sagte Troubadix eingeschnappt.
Hast du nicht noch Verpflegung in deinem Sack?“ fragte Verleihnix und deutete auf den Beutel, den Costa y Sol aus dem Dorf mitgenommen hatte.
„Nein, Mann. Da ist ein perro drin.“ sagte Costa y Sol.
„Ein was?“ fragten Automatix und Verleihnix gleichzeitig.
„Ein Hund.“ erläuterte Costa y Sol und öffnete mit der Hand, die er nicht am Ruder hielt den Sack. Aus ihm heraus sprang Idefix.
„Was zum…?“ Automatix und Verleihnix fielen die Kinnladen runter.
„Pepe hat gesagt ich soll den Hund mitbringen. Und wenn ich ohne in wiederkehre, hält er so lange die Luft an, bis ich ihn habe.“
Die drei Gallier erinnerten sich an diese diplomatische Art Pepes nur zu gut, schmunzelten und lachten dann. Ihr Gelächter schallte über das Meer, welches mit sanften Wellen das Holz des Bootes streichelte.

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