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Der Bund der Unbeugsamen

von JohiStory
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
Asterix Julius Cäsar Majestix Miraculix Obelix OC (Own Character)
26.07.2017
30.03.2021
16
20.050
13
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24.03.2021 1.106
 
„Nein, Pepe, Idefix kommt wieder mit mir mit nach Gallien. Er kann nicht hier bleiben.“ Während sich Asterix von allen Hispaniern verabschiedete und Automatix sowie Verleihnix versuchten Troubadix am Singen zu hindern, diskutierte Obelix mit dem Sohn des hispanischen Häuptlings.

„Dann gehe ich eben mit nach Gallien! Oder ich halte die Luft an!“ Wütend verschränkte Pepe seine Arme vor der Brust.

„Das geht nicht, weil…, weil…“ Obelix musste sich eingestehen, dass er nicht wusste, wieso Pepe nicht mitkommen konnte, daher musste er Asterix um Rat fragen.

„Hier können immer Römer nachkommen, Obelix. Es ist klüger, wenn die Hispanier hierbleiben und wir in unser Dorf zurückkehren. Wer weiß, was uns dort erwartet.“

Und so machte sich die Gruppe von Asterix, Obelix, Verleihnix, Automatix, Troubadix, Teefax und natürlich Idefix auf nach Gades. Die Straßensperre konnten sie wieder ohne Probleme passieren, sie hatten schlagfertige Argumente in die Stadt zu dürfen.

Alle fanden auf dem Boot von Teefax Platz, auch wenn Obelix alleine am Heck und alle anderen in der Mitte oder am Bug saßen.

„Ich werde euch bringen nach Hause und dann fahren in meine Heimat.“ Verkündete Teefax, der die Segel setze und zu Rudern begann.

In Gallien

„Die Ablösung! Leute, die Ablösung kommt!“ Voller Freude sprang der Aufsichtsposten des Römerlagers Aquarium in seinem Turm auf und ab.

„Das ist aber eine große Ablösung.“ Der zuständige Zenturio Skeptikus beobachtete, wie eine ganze Legion, mehrere tausend Soldaten, auf das Lager marschierte. Normalerweise bestand die Ablösung aus einer Zenturie, 100 Soldaten, angeführt von einem Zenturio. Angeführt wurde die Truppe von einem dem Dekurio in einer golden glänzenden Rüstung und einem Zivilisten. Skeptikus zog eine Augenbraue hoch, bei dem Zivilisten musste es sich zweifelsohne um einen Gesandten Caesars handeln. Niemand außer dem großen Imperator konnte eine ganze Legion hierherschicken.

„Macht das Tor auf!“ rief der Zenturio seinen Legionären zu. Und trotz weit geöffneten Tores mussten einige Legionäre außerhalb des Lagers verharren.

Der Zenturio richtete seine Rüstung, ging entschlossen auf den Dekurio und den Zivilsten zu, die beide stolz in ihren Sätteln saßen. Pflichtbewusst hob er grüßend den Arm.

„Ave! Seid mir gegrüßt! Zenturio Skeptikus begrüßt Euch im Lager Aquarium.“ Auch der Dekurio hob die Hand, der Zivilist verzichtete darauf.

„Mein Name ist Abschluss und ich komme im Namen Caesars. Hinter mir steht eine Legion, eine weitere quartiert sich gerade in Kleinbonum und Laudanum ein. Diese Legion wird sich hier in Aquarium und Babaorum einquartieren. Vorerst, denn wir werden auch noch weitere Lager bauen.“

Der Zenturio verstand nicht.

„Ähm… ich fürchte, ich verstehe nicht. Wozu?“

„Ist das nicht offensichtlich? Wir werden das unbeugsame gallische Dorf belagern und angreifen. Die neuen Lager werden wir noch vor dem Wald errichten und so die Versorgung des Dorfes stark einschränken. Der Angriff soll so bald wie möglich stattfinden. Sie und ihre Legion werden diese Aktion unterstützen.“

Sofort klapperten dem Zenturio die Knie und die Zähne.  

„Soll… soll das heißen, dass ihr nicht die Ablösung seid? Und dass wir gegen diese Irren kämpfen müssen?“ Abschluss nickte.

„Genau das heißt es. Aber wir werden siegen, da diese wilden Barbaren nicht genügend Zaubertrank haben, um zwei Legionen zu besiegen. Und ihre beiden besten Kämpfer sind weit, weit weg. Und nun, Zenturio Skepitkus, zeigen Sie dem Dekurio seinen Schlafplatz, wir werden morgen erst die neuen Lager errichten. Solange verweilen wir hier. In der Zwischenzeit werde ich zum Dorf reiten, um mir einen Überblick der Lage zu verschaffen.“

Abschluss wartete weder auf eine Frage noch auf eine Antwort. Er riss die Zügel herum und ritt in Rekordgeschwindigkeit auf das gallische Dorf zu. Er wusste, dass nun die Zeit gegen ihn spielte. Am Tor angekommen, wurde er laut.

„Der Gesandte von Julius Caesar, Abschluss, verlangt den Häuptling und den Druiden des Dorfes zu sprechen!“ Caesars Berater musste lange warten und als sich das Tor öffnete, stand ihm das gesamte Dorf bewaffnet gegenüber.

„Pax! Frieden! Ich möchte mit euch sprechen und euch warnen! Schaut, ich bin unbewaffnet!“ Abschluss hob seine Arme und ließ einen Gallier seine Kleider kontrollieren. Abschluss sagte die Wahrheit und führte keine Waffe mit sich. Immer noch vorsichtig, aber interessiert, wurde er in Majestix´ Hütte eingeladen, Miraculix war ebenfalls anwesend. In der Hütte des Häuptlings erzählte Abschluss wer er war, woher er kam, was er vorhatte und dass zwei Legionen morgen Lager am Waldrand errichten würden.

„Daher solltet ihr noch heute Nachmittag und auch in der Nacht so viele Nahrungsmittel heranschaffen und horten wie möglich. Und ihr, ehrenwerter Druide, solltet Kräuter und alles was ihr zum Brauen eures magischen Trankes braucht, besorgen. Am besten in großen Vorräten.“ Mit jedem Wort hatte Abschluss schneller gesprochen, am Ende seiner Rede schwitze und keuchte er. Majestix und Miraculix wussten zunächst gar nicht, was sie sagen sollten. Konnten sie diesem Mann vertrauen?

„Wieso informiert Ihr uns über Eure Pläne?“ fragte Miraculix schließlich. Abschluss lächelte.

„Weil ich einer von Euch bin. Ich bin Gallier, wurde nach den gallischen Kriegen nach Rom verschleppt und habe einige Jahre als Sklave gedient. Mein Herr war zufrieden mit mir und gab mir regelmäßig Geld, das ich sparte, um mich freizukaufen. Ich machte Karriere und wurde Caesars Berater. Als ich das erste Mal von unbeugsamen Galliern mit übermenschlichen Kräften hörte, fasste ich einen Plan. Einen Plan, wie es ein für allemal Frieden geben könnte.“

„Ihr wollt den Frieden durch eine Belagerung erreichen?“ Majestix verstand den Plan noch nicht recht.

„Nein. Ich will den Frieden durch eine vernichtende Niederlage für das römische Reich erreichen. Die Römer sind stolze Menschen, ungern kehren sie an Orte zurück, an denen sie Niederlagen erlitten. Ihr schafft es schon seit Jahren den Römern Widerstand zu leisten, ohne dass es Tote oder ein großes Blutvergießen gibt. Widerholt dies in einer großen Schlacht! Niemand außer euch schafft es die Römer zu besiegen, ohne dass es überflüssiges Leid geben muss. Und wenn ihr zwei Legionen besiegt, garantiere ich euch, wird es in Gallien, und auch in keinem anderen unbeugsamen Dorf, keine Angriffe mehr geben. Es wäre die größte Niederlage nach der Schlacht von Cannae. Eine große Niederlage und die Römer sind in ihrem Stolz verletzt und werden sich zurückziehen. Euer Dorf wird in der Geschichte vergessen werden, dafür werdet ihr in eurem Leben nie wieder Krieg und Kampf erleben müssen. Und wer weiß? Vielleicht gelingt es in ein paar dutzend Jahren auch anderen Kolonien durch große Siege die Römer in ihre Schranken zu weisen. Wir können so das römische Reich nicht zerstören, aber die Expansion aufhalten.“

Konnte dieser Plan wirklich funktionieren? Miraculix und Majestix waren zwar misstrauisch, würden sich aber an die Anweisungen von Abschluss halten, heute noch viele Wildschweine jagen und er würde den Angriff so lange wie möglich hinauszögern. Bis Asterix und Obelix wiederkehren würden.
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