Der Bund der Unbeugsamen

von JohiStory
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
Asterix Julius Cäsar Majestix Miraculix Obelix OC (Own Character)
26.07.2017
26.09.2020
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26.07.2017 1.316
 
Hallo zusammen! Schön, dass euch meine neue Asterix FanFiktion zu interessieren scheint. Ich habe vor einiger Zeit schon eine geschrieben, genauer gesagt war das meine erste die ich hier hochgeladen habe. Durch ein positives Review durch Pandora Philopator (danke nochmals!) habe ich beschlossen noch eine zu schreiben. Diese hier spielt zeitlich vor meiner ersten FF „Asterix hilf Caesar“, weil dieser Asterix nach meiner ersten FF ja zu Dank verpflichtet sein müsste. Warum könnt ihr gerne selber nachlesen ;). Jetzt wünsche ich euch viel Spaß bei „Der Bund der Unbeugsamen“!
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Wir starten unsere Geschichte in der großartigsten Stadt der Welt: Lutetia! Nein, doch nicht, natürlich Alexandria! Nein, das ist auch falsch… Ich meine natürlich: Rom! Genauer im prächtigen Palast Caesars, der gerade nicht bester Laune ist…

„Oh großartiger Caesar, verzeiht mir diese Anmerkung, aber sie starren seit seiner geschlagenen Stunde auf eure Karten. Langweilt euch das nicht?“
Caesar stieß einen Laut aus, der einem Knurren recht ähnlich kam.
„Ihr seid zwar mein Berater, Abschluss, aber ihr versteht doch nichts von der Weltpolitik.“
„Ich verstehe nicht ganz den Zusammenhang zwischen der Weltpolitik und ihrem permanenten Starren auf diese Karten.“ gab Caesars neuer Berater zu. Vor zwei Wochen hatte er die wohl härteste Arbeit im Palast, wenn nicht im ganzen Reich angenommen. Caesar zu beraten. Seine Vorgänger hatten sich darauf beschränkt, nicht Caesars Zorn auf sich zu ziehen und hatten deshalb alle von Caesars Ideen abgenickt. Und wenn sie dann mal gefragt wurden standen sie blöd da.
Doch Abschluss wollte es genau wissen, wollte mehr sein, als nur ein Berater und hinterfragen, was Caesar machte.
Dieser entfernte sich nun von dem kleinen Holztisch, der in seinem riesigen Marmorpalast irgendwie deplatziert aussah und drehte Runden um seinen bescheidenen „Thron“ der auch nicht mehr als nur ein etwas besser geposteter Schemel mit Armlehnen war.
„Schau dir die Karten an, Abschluss, und sage mir, was du siehst.“ sagte Caesar, nachdem er endlich Halt gemacht hatte. Zögernd ging Abschluss zu dem Tisch, seine Schritte hallten stark in den hohen Trakten des Palastes. Er besah sich die Karten. Es waren vier Karten auf dem Tisch. Eine von Britannien, auf der die wichtigsten Häfen der Römer eingezeichnet waren, sowie ein kleines Kreuz in der Nähe der Provinzhauptstadt Londinium bei Cantium.
Die nächste Karte zeigte Hispanien, wichtige Handelsstraßen, Häfen und ein kleines Kreuz sehr weit südlich, noch südlicher als die Metropole Hispalis.
Eine weitere zeigte Gallien, Caesar erste Eroberung. Städte und Straßennetze waren vermerkt, sowie ein kleines Kreuz nordwestlich an der Küste.
Die letzte Karte zeigte das ganze römische Reich in seiner kolossalen Ausbreitung. Natürlich auch mit den drei Kreuzen in Gallien, Hispanien und Britannien.
„Ich sehe eurer phantastisches Reich, oh Caesar. Es gab nie ein größeres Reich als das Römische; und es gab niemals einen größeren Herrscher, als ihr es seid. Jedoch, diese drei kleinen Kreuze...“
„Ja, diese drei kleinen Kreuze...“ knurrte Caesar wieder.
„Das sind die drei Dörfer, die sich euch nicht unterwerfen wollen, richtig?“ Caesar nickte.
„Es gibt kein Land von dem ich behaupten könnte, ich hätte es vollständig erobert. In Gallien diese altbekannten Spinner, in Hispanien diese Wilden und in Britannien diese Banausen, die an nichts anderes als an Tee und Pfefferminzsoße denken! Und trotzdem gelingt es mir nicht, diese Länder vollständig einzunehmen, weil es an einem Dorf scheitert! Das ist gemein!“
Abschluss konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. So wie Caesar das sagte, erinnerte er ihn an ein kleines Kind, das etwas nicht haben durfte.
„Aller guten Dinge sind drei, oh Caesar.“ meinte Abschluss, immer noch lächelnd. Caesar sah ihn sehr skeptisch an.
„Aller guten Dinge sind drei? Was soll das denn für ein Spruch sein? Die Sprüche hier klopfe ich, kapiert?“ wies Caesar seinen Berater mit ermahnend erhobenen Zeigefinger zurecht.
„Verstanden, oh Caesar.“ antwortete Abschluss.
„Aller guten Dinge sind drei… Hoffentlich wird sich das niemals durchsetzten.“ murmelte Caesar.
Frustriert ließ er sich in seinen Thron sinken.
„Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll.“ seufzte er.
Interessiert besah sich Abschluss die Karten.
„Wenn ich eure Berichte richtig verstanden habe, dann ist das gallische Dorf in Besitz von übermenschlichen Kräften. Die anderen beiden Dörfer hingegen verteidigen sich mit einfachsten Waffen und Methoden oder?“ Caesar nickte.
„Das heißt das… zum Beispiel diese Spanier in ihrem Dorf südlich von Hispalis mit den paar Männern die sie haben eine Großmacht wie das römische Reich abwehren können? Ich meine, bei den Galliern ist es etwas anderes, sie sind übermenschlich stark, aber das sind doch nur unzivilisierte Wilde. Warum können sie Euren Truppen trotzen?“
Caesar legte die Stirn in Falten.
„Ja, das kommt mir in der Tat auch spanisch vor.“ murmelte Caesar. Abschluss zog skeptisch eine Augenbraue hoch.
„Und was ist an Ihrem <das kommt mir spanisch vor> jetzt besser, als an meinen <Aller guten Dinge sind drei>?“ fragte Caesars Berater.
„Nunja… ich weiß nicht. Lassen wir diese dummen Sprüche doch erst mal links liegen. Du meinst also, ich sollte meine gesamte Armee hinschicken? Das würde den römischen Frieden doch arg stören. Außerdem stehen beide Dörfer unter dem Schutz der Gallier. Bei meinen Invasionen in Hispanien und Britannien waren sie im Weg und haben den Aufständischen geholfen. Sie halten sich wohl für eine internationale europäische Friedensbewegung… so ein Schwachsinn.“ murmelte Caesar und klopfte mit seinen Fingern unruhig auf der Lehne seines Stuhles.
„Sie sagen, die Gallier waren dort? Wie konnten sie dann ihr Dorf beschützen, wo es doch von vier Lagern umstellt ist?“ fragte Abschluss interessiert nach.
„Ihr Druide...Maraculix oder so ähnlich braut den Trank für sie, auch in der Abwesenheit der beiden gröbsten Gallier. Ein kleiner mit Flügelhelm und blondgelben Bart und so ein Dicker. Der Dicke ist nach meinen Recherchen nicht auf den Trank angewiesen, er hat diese Kräfte immer, der Kleine trägt immer ein Fläschchen dieses Trankes mit sich.“
„Eure Spione waren fleißig, oh Caesar.“ kommentierte Abschluss.
„Mag sein, aber das nützt mir alles nichts. Wie soll ich die drei, oder auch nur eines der Dörfer besiegen?!“ schrie Caesar um den Frust abzubauen.
Abschluss überlegte.
„Ihr sagt, es waren die Gallier, die den Briten und den Hispaniern in ihren Dörfern geholfen haben? Was ist, wenn wir sie beide gleichzeitig belagern und angreifen? Wir bauen um beide Dörfer wieder jeweils vier Lager auf und zwingen die Dörfler durch diese Besatzung in die Knie. Dafür müsst ihr eure Truppen spalten, aber wozu sonst seid ihr der Herrscher des größten Reiches, das die Welt je gesehen hat?“ fragte Abschluss.
„Die Gallier werden ihnen wieder helfen und...“
„Welchen denn?“ traute sich Abschluss den Imperator zu unterbrechen, welcher darüber mindestens so überrascht war, wie Abschluss selbst.
„Wenn wir beide Dörfer umzingeln, beide angreifen, wem sollen die Gallier dann helfen? Wir haben eine große Armee, wir haben den Luxus unsere Truppen splitten zu können. Das können die Gallier nicht. Die Gallier mögen durch diesen Trank vieles können, aber eines können auch sie nicht: An zwei Orten gleichzeitig sein, wie Scipio schon über Hannibal sagte. Und umso länger wir die Gallier aus ihrem eigenen Dorf fernhalten, desto länger haben wir Zeit um dieses und damit den Ursprung allen Übels anzugreifen.“
Caesar überlegte lange.
„Sie werden diesen Kleinen und den Dicken losschicken...“ überlegte er.
„Werden die sich trennen, um in Hispanien und in Britannien zu agieren?“ fragte Abschluss nach.
„Wahrscheinlich nicht, gerade diese beiden werden immer zusammen gesehen.“
„Also brauchen sie mindestens noch ein Pärchen. Sowie an drei Orten ausreichende Vorräte dieses Trankes. Wie viel können sie auf einmal transportieren? Ein Fass? Und wie lange soll das reichen? An drei Orten permanente Belagerung, das können diese drei Dörfer nicht aushalten. Eines nach dem andren wird unter dem Druck der Belagerung zusammenbrechen, wenn wir Glück haben, das gallische sogar als erstes.“
Caesar erhob sich langsam von seinem Stuhl.
„Der Gedanke gefällt mir, Abschluss. Er gefällt mir sogar sehr. Ich hatte selten einen Berater, der so gute Ideen hatte… Ich werde zwei Flottendivisionen nach Hispanien und nach Britannien schicken. Wir werden ja noch sehen, wer zuletzt lacht...“
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