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Rumpumpel

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy / P6 / Gen
26.07.2017
08.10.2017
2
716
 
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26.07.2017 496
 
Rumpumpel

Dies ist die Geschichte von Rumpumpel - was- du kennst Rumpumpel nicht?
Na, Rumpumpel, der Rumpumpel! Nein? Na gut! Dann erzähle ich einmal.
Rumpumpel ist ein Wichtel- nein nicht irgend ein Wichtel, nein, ein Wald- und Wiesenwichtel ist er. Einer von der winzigsten Art, freundlich, niedlich, nett, aber auch mit einer Menge Schabernack in seinem kleinen Kopf.
Wie bitte? So einen hast du schon einmal gesehen? Unfassbar!
Ja, weißt du, eigentlich sieht man ihn kaum oder besser gesagt, sehr sehr selten.
Sobald er Menschen durch Wald und Wiesen stapfen hört, saust er in sein Höhlenhaus unter der großen, uralten Eiche. Dort verriegelt und verrammelt er seine kleine Rindentür und lauscht und wartet und lauscht und wartet. Bis er ganz sicher ist, dass kein Mensch mehr weit und breit zusehen und zuhören ist. Erst dann wagt er sich wieder heraus.
Nicht dass er die Menschen nicht mögen würde, nein, wo denkst du hin. Nun, er fürchtet sich einfach nur vor den großen Füßen der riesigen schweren Leute. Viele Menschen trampeln so gedankenlos durch die Gegend, dass alles kleine Getier, winzige Pflänzchen und erst recht so ein Wald- und Wiesenwichtel platt getreten werden würde.

An einem schönen Sommertag war Rumpumpel auf einem kuschelig weichen Mooshügel in der Sonne eingeschlafen und hatte nicht mitbekommen, dass eine ganze Menschenfamilie durch den Wald wanderte. Erst als ein riesiger Schatten über ihm war, wurde er wach.
Er wollte schreien, aber kein Pieps kam aus seiner Kehle. Er wollte wegrennen, aber er lag da, wie gelähmt. Sein kleiner Körper wollte ihm nicht mehr gehorchen. So groß war seine Angst.
Da lag er nun, auf seinem schönen Mooshügel. Mit seiner knallroten Mütze, seinen tiefgrünen Haaren, seinem sonnengelben Pullover und seiner hellblauen Hose- so auffällig wie ein buntes Osterei im Nest, nur erheblich kleiner. Aber genau das war sein Glück.

"Oh, Mama, darf ich das bunte Bonbon da essen?", hörte er das Menschenmädchen mit den komisch gelben Haaren fragen.
"Igitt, nein!", kam die Antwort von der riesenhaften Menschenfrau, "wer weiß, wie lange das da schon liegt!"
Gerade als Rumpumpel sich erheben und schimpfen wollte, von wegen, wie lange er schon da liegt und so... na, er war mächtig gekränkt- da bekam er einen ordentlichen Schubs von dem großen Kinderfuß. Na, eigentlich hatte das Mädchen ihn nur ganz leicht angetippt, aber für für einen Wichtel war es recht häftig - wie du dir denken kannst.
Die Familie zog einfach weiter, als sei nichts geschehen.
Als Rumpumpel sich von seinem Schrecken erholt und seine Wut ,über solch unerhört frechen Leuten, verraucht war, schwor er sich, nie wieder mitten auf einem Mooshügel sein Mittagsschlaf zuhalten.

So machte er sich dann auf den Weg zu seinem Freund Pinpinuckel. Auch er ist ein Wald- und Wiesenwichtel, hast du dir sicher schon gedacht. Pinpinuckel wohnte unter der riesigen Birke nahe des Wiesenbächleins.
Die beiden sind meistens ganz dicke Freunde, nur leider sind sie nicht immer einer Meinung. Ja, gerade dadurch erleben sie so manche Abenteuer.
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