GDYB: Let´s Not Fall In Love

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Daesung G-Dragon OC (Own Character) Seungri T.O.P Taeyang
25.07.2017
28.12.2018
58
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18
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Annyeong chingu! <3
Ich hab´ mich mal wieder an eine mehrteilige ff gesetzt, angesetzt sind bisher so 10-20 Kapitel, mal sehen, was letztendlich daraus wird.
Kurze Anmerkung; die Geschichte spielt in einem Universum, indem es Bigbang als solches nicht gibt, GD, Top & Taeyang allerdings als Solo-Künstler tätig und befreundet sind. Aber keine Angst, auch Daesung und Seungri werden nicht zu kurz kommen...~
Ich hoffe, die Geschichte gefällt euch und ihr dürft gespannt sein, was noch alles passieren wird!<3

GDYB: Let´s Not Fall In Love

Chapter 1: Ba(b)e, I love you!



Ich habe mich immer gefragt, was Liebe eigentlich ist. Wie stellst du sie dir vor? Ich denke, sie ist wie ein silberner Faden, den wir nicht sehen, sondern spüren können, wenn wir unsere Augen schließen und mit unserem Herzen sehen. Wenn wir diesem Faden folgen, finden wir am Ende des Pfades denjenigen, für den wir bestimmt sind. Aber eigentlich habe ich das auch nur in einem Buch gelesen; vielleicht ist das auch völliger Quatsch.




***




„Aish“, murmelte Jiyong, als er einen Blick aus dem Fenster warf. Der Himmel verdunkelte sich zusehends und es sah ziemlich nach Regen aus. Er war zu Fuß zum Studio gekommen und hatte auch kein Geld, um sich ein Taxi zu rufen, weil er klugerweise sein Portmonee heute zu Hause vergessen hatte.

Es war schon 22:15 Uhr und Jiyong war ziemlich hungrig. Er hatte den ganzen Tag an einem neuen Song gearbeitet und wie immer verging die Zeit wie im Fluge, wenn er sich in seine Arbeit reinsteigerte. Wobei man heute fairerweise sagen musste, dass er eigentlich nur so lange hier war, weil er den halben Tag nicht wirklich etwas geschafft hatte und deshalb unzufrieden mit sich war. Als Youngbae ihn also zum Abendessen angerufen hatte, hatte er diesen gebeten, ohne ihn zu essen, weil er es nicht ausstehen konnte, Dinge so unfertig zu lassen.

Besonders neu war der Text, an welchem er bis eben noch rumradiert hatte, eigentlich auch nicht. Er hatte ihn schon 2014 geschrieben, nachdem seine damalige Freundin mit ihm Schluss gemacht hatte, allerdings hatte er die Idee irgendwann einfach verworfen, weil ihm die Erinnerung an sie zu viele Schmerzen bereitete und er irgendwann einfach beschloss, den Mist wegzuschließen, sonst würde er wohl nie darüber hinwegkommen. Allerdings hatte Teddy-hyung den Text letztens beim Aufräumen gefunden und ihn überzeugt, dass er weiter daran arbeitete, da er der Meinung war, es würde sicher ein richtig gutes Lied werden.

Auch wenn er in seiner Rolle als G-Dragon immer cool und gelassen wirkte, war er hinter dieser Maske ein sehr sensibler Mensch. Es war immer ein ziemliches Drama gewesen mit den Frauen, mit denen er zusammen gewesen war. Er schaffte es irgendwie nicht, eine Beziehung ohne ständige Streits zu führen oder sie lange zu halten. Er fragte sich öfter mal, was er eigentlich immer falsch machte. Entweder er wurde wegen seines Geldes und seiner Berühmtheit ausgenutzt oder er wurde nicht wirklich geliebt und wie ein Spielzeug behandelt. Noch dazu kam das Problem, dass er seine Beziehungen immer geheim halten musste und nur wenig Zeit neben seiner Arbeit hatte.

Es war alles andere als leicht für ihn, ein Liebesleben zu führen, obwohl er sich nichts sehnlicher wünschte, als diese unendliche Leere in ihm zu füllen, die er schon so, so lange fühlte. Aber seit seiner letzten Beziehung vor drei Jahren hatte er kein Mädchen mehr ausgeführt, auch wenn es ihm theoretisch nicht an Angeboten mangelte, denn er hatte sich schon vor einiger Zeit eingestehen müssen, dass er sein Herz eigentlich schon längst verschenkt hatte.

Vielleicht war auch das der Grund dafür, dass seine Beziehungen alle gescheitert waren. So sehr er sich auch bemühte und sich fast selber überzeugen konnte, dass er die Mädchen von ganzem Herzen liebte, so wusste er doch irgendwo unterbewusst, dass diesen Platz schon jemand anderes eingenommen hatte. Jemand, den er schon seit seinem zwölften Lebensjahr kannte, jemand, der immer schon sein bester Freund gewesen war und von dem er wünschte, dass er mehr als nur sein bester Freund wäre. Aber das ist wohl eine dieser Situationen, in denen man einfach nicht vorankommt; weil man nichts Bestehendes zerstören möchte, weil jede falsche Bewegung alles kaputt machen könnte.

Jiyong stopfte seine Wasserflasche und einige Zettel mit Songtexten darauf in seinen Rucksack. Er hatte beschlossen, dass er genug für heute hatte und endlich nach Hause wollte; er war einfach nur super müde. Er warf kurz einen Blick auf sein Handy, und unwillkürlich formte sich ein kleines Lächeln in seinen Mundwinkeln. „Kommste auch mal home, Ji?“, stand da auf dem Display. Youngbae.

„Wenn nicht, suchst du mich dann?“, tippte er mit einem schiefen Grinsen. Der Status seines besten Freundes änderte sich in ´online´; Jiyong stellte sich vor, wie er gerade zu Hause in der WG auf dem Sofa chillte und durch koreanische Soaps flippte. „Jeden Winkel der Welt würde ich absuchen“, war die Antwort. Er schluckte. Mit so einer Antwort hatte er nicht gerechnet. „Spinner“ antwortete er nur, obwohl er sich eigentlich richtig beherrschen musste, nicht happy im Kreis zu hüpfen. „Komm jetzt endlich pabo, mir ist langweilig xDD“ „Yessir! :D“, schrieb er mit einem leisen Lachen, und damit schwang er sich den Rucksack über die Schulter und knallte die Studiotür.

Dieses kleine “Gespräch“ hob seine Laune ein wenig, so wie es immer war, wenn es um Youngbae ging. Als er allerdings den ersten Schritt nach draußen setzte und sofort die ersten Regentropfen auf ihn einprasselten, sank sein Mut wieder etwas. Er hatte nur eine leichte Sommerjacke über seinem Oversized-Shirt und seine zerrissene, schwarze Jeans und die Chucks waren nicht unbedingt für ihre Wasserdichte bekannt. Einen Regenschirm hatte er natürlich auch nicht, was auch sonst. Also fluchte er noch einmal lautlos und rannte dann schnell los; so wie der Himmel aussah war das mehr als nur ein vorübergehender Wolkenbruch.

Zu Fuß waren es ungefähr 15 Minuten bis zu der WG, in der er zusammen mit seinen Freunden Top und Youngbae wohnte; das reichte alle mal aus, um ordentlich nass zu werden. Schließlich bei sich angekommen schnaufte er von der Anstrengung wie ein Traktor, Ausdauer war irgendwie nicht so seine Stärke. Das Wasser lief ihm in Sturzbächen über den Rücken und durchnässte ihn langsam bis auf die Knochen, in seinen Schuhen konnte er Wasserski laufen und er hoffte nur, dass sein Handy die Sintflut überlebt hatte, er hatte nämlich keine zwei davon.

Er fummelte Ewigkeiten mit dem Schlüssel herum, weil seine Hände so zitterten, es war mittlerweile sau kalt geworden. Endlich drinnen schmiss er seinen durchnässten Rucksack in den Flur und versuchte, sich die Schuhe auszuziehen, die sich an seinen Füßen festgesaugt hatten. „Puh“, schnaufte er belustigt, als er die Pfütze betrachtete, die sich da bildete, wo die Wassertropfen von seinen Haarspitzen perlten und sich auf den Fliesen versammelten. Er schaute besorgt nach, ob sein Rucksack dem Regenfall trotzen konnte; zu seiner Erleichterung war alles innen drin trocken geblieben.

Gerade wollte er seine Jacke auswringen, da überlegte er es sich anders, als er daran dachte, dass die Putzfee (Top) das sicher nicht begrüßen würde. „Bin wieder da hyungs“, brüllte er und stapfte ins Wohnzimmer. Youngbae blickte vom Sofa auf, wie vermutet schaute er gerade fern. Überrascht weiteten sich seine Augen, als er Jiyong erblickte. „Was ist denn mit dir passiert?“ „Ach weißt du, ich dachte ich schwimm´ nach Hause“ „Ach echt?“ „Ja wollte ich schon immer mal machen“, und damit warf er sich lachend auf Youngbae und begrub ihn unter seinem Gewicht. „Weyoo Jiiii“, rief Youngbae überrascht und ebenfalls lachend. So sollte es sein, nur sie beide, bis ans Ende aller Zeit, lachend, einander liebend. Zumindest liebte Jiyong ihn. Traurige Einschränkung.

„Du machst mich auch ganz nass“, protestierte Youngbae halbherzig und fing an, Jiyong zu kitzeln, wogegen dieser absolut nicht immun war. „Lass das Young- wah!“ Und damit rollte er vom Sofa und blieb lachend neben dem Tisch liegen. „Geschieht dir recht“, grinste Youngbae und stand auf, um zu gehen.

„Heeey, wohin willst du~?, quengelte Jiyong, klammerte sich an sein Bein und setzte sein so typisches Schmollgesicht auf. Er bot einen ziemlich niedlichen Anblick wie Youngbae fand; die schwarzen, bis zu den Ohren reichenden Haare klatschnass und wild abstehend, die dunkelbraunen Augen glänzend und das Kinn leicht vorgeschoben, die vollen Lippen zu einem Schmollmund verzogen.

„Ich hol dir n´ Handtuch“, grinste Youngbae und verdrehte gespielt genervt die Augen. „Und du, mach hier nicht alles nass, Top dreht bestimmt durch, wenn er das hier sieht.“ „Wo ist hyung eigentlich? Ist er nicht hier?“ „Wohl kaum, bei deinem Gezeter wäre er sicher schon längst hier aufgekreuzt.“ Jiyong streckt ihm die Zunge raus und Youngbae schnippte ihm lächelnd gegen die Stirn, während er sich aus der Umklammerung befreite. „Au“, schmollte Ji jetzt noch mehr und folgte Youngbae mit den Augen. Er musste ihn einfach anstarren, seine fluffigen Dreadlocks, das kantige, aber trotzdem feine Gesicht, diese unglaublich heiße Gangart, die Muskeln an seinen Oberarmen und Beinen, die durch seine knappen Freizeit-Klamotten entblößt wurden. Er trug nur eine lockere Boxershorts, was Jiyong ziemlich gut gefiel. Kurz ertappte er sich dabei, wie er sich fragte, wie er wohl darunter aussehen würde und sah schnell weg.

„Top ist heute mit einem neuen Freund was essen gegangen“, nahm Youngbae das Thema von eben wieder auf, als er mit dem Handtuch zurückkam. Jiyong hob etwas überrascht den Kopf. Top tat sich immer etwas schwer damit, sich neuen Leuten zu öffnen. „Mit wem denn?“ „Keine Ahnung, er hat mir den Namen nicht gesagt“, antwortete Youngbae schulterzuckend und kniete sich vor Jiyong auf den Boden. Dieser wollte ihm das Handtuch abnehmen, doch Youngbae schüttelte den Kopf und begann stattdessen, Ji´s Haare mit dem Handtuch zu trocknen. Jiyong fühlte sofort Hitze in sich aufsteigen und er wusste, dass er gerade rot wurde. Das Licht war gedimmt im Zimmer, weshalb er nur hoffen konnte, dass Youngbae nichts davon bemerken würde.

„U-Und da sind sie immer noch weg? Ungewöhnlich für ihn“, fügte er hastig hinzu ohne Youngbae anzusehen, er wollte irgendwie davon ablenken, dass er immer röter wurde. Youngbae war ihm so nah, er wurde von seinem unglaublich heißen Geruch umnebelt und aus dieser Entfernung könnte er jede Kleinigkeit seines wunderschönen Gesichts sehen, wenn er nur den Mut gehabt hätte, Youngbae anzusehen. Dieser ließ sich nicht anmerken, ob er Jiyongs Verhalten komisch fand und rubbelte ihn unbeirrt weiter trocken.

„Ja stimmt, vielleicht ist dieser “Freund“ ja auch eher eine Freundin.“ Er zwinkerte Jiyong zu, was diesen nur noch mehr erröten ließ. „M-Meinst du? Na ja, seine letzte Beziehung ist auch schon etwas her...“ „Deine letzte auch“, merkte Youngbae leicht stirnrunzelnd an. Diese Bemerkung gefiel Jiyong weniger gut. Er wandte den Blick dem Boden zu, er hatte ein wenig Angst, dass Youngbae irgendwann anfangen würde, ihn mit irgendeinem Mädchen zu verkuppeln, weil er der Meinung war, Jiyong wäre einfach nur zu schüchtern oder irgendwie so etwas.

Bae bemerkte, dass Ji dieses Thema nicht besonders behagte und bereute sofort, so etwas in dieser Hinsicht gesagt zu haben; er hätte wissen müssen, dass Jiyong da etwas empfindlich war. Was auch nicht weiter verwunderlich war, wenn man bedachte, wie viele schlechte Erfahrungen er schon gemacht hatte.

Er versuchte die Situation also noch irgendwie zu retten. „Komm“, sagte er und zog Jiyong auf die Beine. Dieser schaute ihn nur etwas verwundert mit diesem „Hm?“-Blick an, den Leute immer haben, wenn sie vorher in Gedanken versunken waren. Er war wirklich zum Anbeißen niedlich, mit dem Handtuch auf dem Kopf und seinem typischen Hundeblick.

Youngbae zog ihn ins Badezimmer, schaltete das Licht ein und wollte ihm das klatschnasse T-Shirt ausziehen. „Zieh das aus, du erkältest dich sonst noch“, lächelte er und hielt dann kurz inne. Er hatte das Shirt schon halb hochgezogen, was Jiyongs flachen Bauch entblößte. Aber das wirklich faszinierende war sein überraschtes Gesicht in diesem Moment, denn Youngbae fiel auf, dass sich eine beachtliche Röte auf Jiyongs Wangen geschlichen hatte.

„Alles klar bei dir?“, fragte er stirnrunzelnd und befühlte Jiyongs Wange. Dieser zuckte bei der Berührung leicht zusammen und schien nur noch röter zu werden. „Du glühst ja richtig“, bemerkte Bae leicht besorgt.

Jiyong schluckte hörbar. Was passierte hier eigentlich gerade, er wusste nicht, wohin mit seinen Gefühlen, er fühlte sich, als würde er vor Hitze gleich explodieren. Youngbae´s eine Hand berührte seinen Bauch da, wo er das T-Shirt umfasst hatte und seine andere hielt noch immer seine Wange. Ji´s Haut prickelte elektrisiert unter den Berührungen und erst jetzt bemerkte er, dass er einfach nur dastand, nichts sagte und angestrengt durch den Mund atmete. Er klappte ihn schnell zu.

„Hast du Fieber? Du solltest dich hinlegen“, entschied Youngbae stirnrunzelnd und setzte dann wieder an, ihm das Shirt auszuziehen. „Arme hoch“, kommandierte er, jedoch in liebevollem Ton. Jiyong gehorchte etwas ungelenk und bekam immer noch kein Wort raus. Sag doch endlich was, pabo!

Als er schließlich mit entblößter Brust vor Youngbae stad, war ihm das Ganze plötzlich peinlich, obwohl es ja lange nicht das erste Mal war. Er kratzte sich nervös am Nacken, Youngbaes Blick meidend. „Oh man haha“, lachte Youngbae über diesen Anblick und knuffte ihn freundschaftlich in die Seite. „Du musst echt krank sein, komm, ab ins Bett mit dir“ „Aber ich hab´ nicht mal was gegessen!“, protestierte GD, der jetzt plötzlich seine Stimme wieder gefunden hatte.

„Nicht?!“ Youngbaes Augen weiteten sich ungläubig. „Du musst wirklich mehr Acht auf deinen Körper geben, du kannst dich doch nicht immer so vernachlässigen, wenn du arbeitest!“ Er schüttelte seufzend den Kopf und nahm Jiyong dann zu dessen Überraschung mit Leichtigkeit Huckepack. „Komm Prinzessin“, grinste Bae, für dessen Muskeln es kaum eine Anstrengung war, den zierlichen Ji hochzuheben. „Wah?!“, quiekte Ji erschrocken und war nun im ganzen Gesicht knallrot. Erst machte Youngbae sich Sorgen um ihn und kümmerte sich so sehr um ihn, und jetzt auch noch das. Ich werd´ noch wahnsinnig heute Abend, dachte Jiyong, überfordert mit der Situation und seinen Gefühlen.

In seinem Zimmer setzte Youngbae GD auf seinem Bett ab. „Zieh dir was Trockenes an, ich hol dir was zu essen.“ Jiyong nickte nur; dann versuchte er einige Augenblicke lang nur, seinen Atem unter Kontrolle zu bekommen und schlug sich gegen die geröteten Wangen. „Reiß´ dich zusammen, reiß´ dich zusammen!“, schalt er sich selbst und suchte dann schnell ein paar frische Socken und eine trockene Boxershorts aus seinem Schrank.

Oberkörperfrei saß er im Schneidersitz auf seinem Bett, als Youngbae wieder eintrat, mit etwas übriggebliebenem Fisch und Salat von seinem eigenen Abendessen. „Hier, iss das“, er hielt ihm den Teller hin und ließ sich dann neben ihm aufs Bett fallen. „Danke Bae“, murmelte Jiyong mit einem schüchternen Lächeln und begann zu essen, plötzlich fühlte er wieder, wie hungrig er eigentlich gewesen war. Youngbae streckte sich auf dem Bett aus, den Blick an die Decke gerichtet und die Arme unter seinem Kopf verschränkt. Einen Moment lang schwieg er, suchte nach Worten.

„Ich glaub, ich hab´ eine Freundin“, sagte er schließlich.
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