The Guardians of Hope - Shadow Empire (Teil 1)

GeschichteAbenteuer, Mystery / P16
Engel & Dämonen Fabeltiere & mythologische Geschöpfe Geister & Gespenster Ritter & Krieger
25.07.2017
03.02.2019
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,,Nichts ist so kostbar wie die Freiheit und nichts so wertvoll wie Vertrauen“.









~~~Kapitel 146~~~









Kenjin










Auf dem Rücken des mächtigen Wind Gottes, flog die kleine Gruppe in Richtung Osten weiter, damit Elements sich dem Kaiser stellen konnte. Jetzt ging es ans eingemachte und Elements spürte, wie sich ihr Körper innerlich auf einen mächtigen Kampf vorbereitete. Alles, was sie bisher gesehen hatte, spielte sich in einer Endlos langen Schleife vor ihren Augen ab. Dabei vergaß sie die Umgebung komplett. Auch der Wind Gott wusste, das es gefährlich war, unterhalb der dichten Wolken in Sichtweite zu fliegen, weshalb er sich dazu entschloss, noch viel höher zu fliegen. Meliah klammerte sich feste an Mike, der ihre Fingernägel in den Armen kaum spürte. Durch seine Adern schoss das Adrenalin stoßweise und obwohl sie so weit oben waren, hörte er den gewaltigen Kampflärm, der unter ihnen stattfand. Grolt, welcher hinter Meliah saß, schluckte schwer. Er konnte gerade nicht glauben, das er auf einem Gott durch die Lüfte glitt. Sein Verständnis dafür war irgendwo da unten im Kampf gegen die Schatten untergegangen und er würde sich hüten nach zu fragen, wie das passieren konnte. Er hatte auch keine Zeit dazu, denn plötzlich sauste etwas zischend laut an ihnen vorbei. Der Wind Gott hatte zwar versucht, dem auszuweichen, doch sah er genauso wenig durch die Wolken, wie seine Kampfgefährten auf seinem Rücken.

Er schwenkte nach links und entkam so einem weiteren Geschoss, das es auf sie abgesehen hatte und so flog er wieder unterhalb der dichten Wolken, damit er wenigstens die Möglichkeit hatte, den Kugeln auszuweichen. Elements hatte ein wirkliches mieses Gefühl bei alldem und als sie endlich wieder etwas mehr erkennen konnten, blieb ihr fast die Luft zum Atmen weg. Der südliche Teil stand ausnahmslos am schlimmsten in Flammen. Sie konnten ganz genau erkennen, wo und welches der tausend Häuser brannte. Östlich blitzte überall etwas auf und im westlichen Teil der Stadt stiegen Kilometer hohe Qualm Wolken in Höhe. Nur Nördlich schien alles noch unberührt. Doch am schlimmsten war der Palast selbst. Über diesem hingen dicke schwarze Wolken die sich schnell in einem Kreis drehten und es so aussah, als würde jeden Moment ein gewaltiger Tornado darauf erscheinen, dessen Ende des Trichter´s im Palast ihren Anfang nehmen würde, um die ganze Stadt zu verwüsten. Das, was sie jetzt von hier oben sahen, konnte man von unten überhaupt nicht sehen. Elements schluckte schwer und riss die Augen auf. Ja, das Dunkel konnte nur von dort kommen. Es schrie geradezu ,,Ich bin hier“.

,,Achtung,...Feuerball von rechts“, kreischte Mike und deutete unterhalb auf ein rasend schnelles Geschoss, das sie treffen würde, wenn der Gott nicht hoch genug flog. Dieser entschied sich, nach unten zu fliegen, doch es wirkte, als würden ganze Reihen voller Katapulte auf sie abgeschossen werden. Binnen weniger Sekunden waren es unzählige Feuer Kugeln, die Elements mithilfe der Kräfte abzuwehren versuchte, doch es waren zu viele und der Wind Gott musste schwere Kapriolen in Kauf nehmen. Das der Palast am meisten geschützt sein würde, war ihnen ja klar, doch selbst für den Wind Gott war es unmöglich, durch diese Barriere zu kommen, ohne getroffen zu werden. Das Geschreie nahm Elements gar nicht wahr, das sie konzentriert versuchte, alles abzuwehren, doch alles schaffte sie auch nicht und der Gott wurde unweigerlich am rechten Flügel getroffen. Benommen davon folgte ein Sturzflug nach unten, bei dem Meliah sich nicht mehr an Mike festhalten konnte und nach unten fiel.

,,Meliah.......!“.

Grolt wollte nach ihren ausgestreckten Armen greifen, erreichte sie jedoch nicht. Erst da überwand der Gott seine Benommenheit und fand zur Besinnung zurück. Er drehte sich flugs um die eigene Achse. Schreiend und klammernd hielten sich die Freunde in dem dicken Fell fest, als der Gott schneller flog, als Meliah fallen konnte. So schafften sie es, die Bogenschützin wieder auf den Rücken des Gottes zu bugsieren, der von der Front volle Breitseite zu erwarten hatte.

,,Oh,...nein!“, flüsterte Tyron fast tonlos, als er erkannte, wie viele, tausende, abertausende Soldaten sich um den Berg des Kaiserpalastes versammelt hatten. Und allem Anschein nach hatte wirklich jeder von ihnen die Aufgabe, den Wind Gott vom Himmel zu holen.

,,Tiefer,...sie müssen tiefer fliegen“, schrie Elements, denn sie bezweifelte, das sie das dort überleben würden, wenn sie in dieser Höhe blieben. Anscheinend dachte der Gott auch soweit und begann mit einem schnellen Sinkflug, doch es war bereits zu spät. Sie waren der Kontrollstation zum Kaiserpalast schon zu nah und alles was sich wehren konnte und Dunkel war, schoss auf die Gruppe, die sich nur noch 50 Meter über dem Boden befand. Der Wind Gott konnte unmöglich ausweichen. Elements kniff die Augen zusammen und wartete auf das Ende ihrer spektakulären Flugreise mit dem Wind Gott. Doch plötzlich wurde aus dem Boden eine unwahrscheinlich dicke Wand aus Gestein in die Luft gezogen und schirmte die Freunde von den gewaltigen Angriffen ab. Tyron und Meliah sahen atemlos umher und staunten nicht schlecht. Da war eine gigantische Wand aus Gestein, doch zerbröckelte sie bei den Bombardierungen sofort. Der Wind Gott wollte die Gelegenheit nutzen, um sicher zu landen, doch eine mächtige Kugel fraß sich ungehindert durch die Wand und traf den Gott mit voller Wucht unter dem linken Flügel. Die Freunde riss es sofort von ihm herunter.

Meliah dürfte eigentlich keinen Ton mehr aus ihrer Kehle bekommen, da sie alle Energie schon verbraucht hatte um zu schreien, doch das übernahm Grolt. Mit aufgerissenen Augen sah er den Boden verdammt schnell näher kommen. Sie würden einschlagen wie eine Bombe. Gnadenlos und dann war es vorbei. Doch plötzlich formte sich der Asphalt unter ihnen zu einer weichen Sandgrube, der ihren harten Aufprall immens abdämmte und sie im schlimmsten Fall Sand schlucken würden. Trotzdem zogen sich die Freunde immense Verletzungen zu und Elements rutschte quer über den feinkörnigen Sand hinweg. Sofort hatte sie schwere Striemen und Wunden an Armen und Beinen. Ihre Hose war angerissen und schwer atmend wollte sie einfach liegen bleiben und die Augen schließen.
Ihr Körper bebte und zitterte, trotzdem sprang sie sofort auf die Beine, um nach ihren Freunden zu sehen, die nicht weit von ihr auf dem Boden liegen geblieben waren.

,,Meliah,...Tyron,...Mike,...Grolt“. Sofort lief Elements auf sie zu. Mike rappelte sich unter den größten Schmerzen ebenfalls auf und half Meliah, während Tyron Grolt auf die Beine half.

,,Ist jemand verletzt?“.

,,Nein,..schon ok,..aber....der Wind Gott....“.

Elements drehte sich ruckartig herum und suchte nach dem Wind Elementar, welcher ebenfalls durch den plötzlichen Sand vor weitaus schlimmeren bewahrt wurde, dennoch gegen die Rückwand einer Kontrollstation gekracht war und regungslos dort verharrte. Noch ehe sie wusste, was sie genau tun konnte, bebte der Boden gewaltig und die Häuser um sie herum drohten einzustürzen. Unweigerlich zwang das Beben sie in die Knie, ehe sich aus den Trümmern eine gigantische Gestalt formte, welche Bewegungen vollführte, als wollte er etwas von sich schieben. Dies hatte zur Folge, das sich fächerförmig eine mächtige Erdwelle nach vorne ausbreitete und alles was sich diesem in den Weg gestellt hatte, sofort von den Trümmern erschlagen wurde.
Somit wurde die erste verheerende Angriffswelle der Schatten auf sie durch den Erd-Gott lahmgelegt und sie fanden Zeit, sich um den Wind Gott zu kümmern. Grolt stützte sich an Tyron´s linker Seite. Elements rannte blitzschnell zu ihm hin. Es sah wirklich übel aus, den den Flügel hatte es fast gänzlich von dem Körper getrennt und sofort sammelten sich Tränen in ihren Augen. Das man sogar dazu imstande war, einen Gott derart schwer zu verletzen, raubten ihre gänzlich die Sinne.

,,Großer Wind Gott......“.

,,Kümmere dich nicht um mein Wohlergehen, Hoffnungshüterin. Du hast eine andere Aufgabe“.

Elements, welche vor ihm stand und ihn heilen wollte, sah ihm in die hellen, eisigen Augen, die durchdringend zu verstehen gaben, das Elements sich endlich zum Palast begeben sollte. Schwer schluckend ließ sie von ihm ab und wurde unweigerlich von Meliah darauf aufmerksam gemacht, das sich vom Norden her eine neue Front voller Schatten Soldaten auf sie zubewegte. Schwere Maschinen und Schatten, die an den Seiten der Hauswände entlang huschten, kamen immer näher. Elements wusste gar nicht wo ihr der Kopf stand. Es ging alles so schnell und sie konnte keine Zeit finden, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und die sich nähernden Angreifer ließen keinen wirklichen Gedanken zu. Was sollte sie jetzt tun? Blieben sie hier, würden sie von den Schatten verschlungen werden. Auf der anderen Seite rannte ihr die Zeit davon. Sie spürte, wie ihre innere Uhr immer schneller tickte. Panisch sah sie vor sich her.

,,Elements,...wir müssen in den Palast“, sagte Meliah eindringlich und sah gänzlich auf die Menge Untoter, die schon mehr als nahe waren. Sie verfluchte sich auf´s neue, das alles nicht so lief, wie geplant und traf erneut eine schwere Entscheidung.

,,Nein,...ich werde alleine weiter gehen. Ihr bleibt bei dem Wind Gott und beschützt ihn...“.

,,Aber,....“.

,,Meliah,.....der Wind Gott hat aber Recht. Ich,....habe eine andere Aufgabe und ich bin bereit, sie zu erfüllen. Bitte,...ich weiß, ihr wollt mir alle helfen, doch habt ihr bisher genug getan. Das ihr mir treu bis hierhin gefolgt seid, ist mir das höchste Gut. Noch niemals hatte ich so etwas erfahren und das die Dunkelheit sich so schnell ausgebreitet hat, ist irgendwo mein Verschulden, welches ich alleine.....Wenn euch etwas zustoßen sollte dann,....bitte vertraut mir. Ich werde alle dem, heute ein Ende setzen. Das verspreche ich“.

Sie wollte ehrlich nicht so klingen, als wenn das alles ihre Schuld war, doch sie hatte lange überlegt. Erst mit ihrer Kampfansage in Lerax hatte das Ausmaß der Schatten überhand genommen. Erst mit dem Erscheinen des Feuer-Gottes war die Dunkelheit dazu getrieben worden, noch schneller zu handeln und mit ihrer Unterstützung der Götter, hatte die Härte an Grausamkeit zugenommen. Ja, irgendwo war es ihre Schuld. Das konnte niemand leugnen. Sie hatte ihrem Feind böse in die Hände gespielt und jetzt, musste sie alleine die Suppe auslöffeln. Schwer schluckend senkte sie den Kopf. Alles, was wichtig war, hatte sie ihren Freunden gesagt. Sie wussten, wie Elements empfand und wie stolz sie war. Es gab nichts mehr, das sie jetzt noch aufhalten konnte.

,,Es ist an der Zeit, endlich Taten sprechen zu lassen“, flüsterte sie leise. Eine kleine Träne rollte ihr über das Gesicht. Ihre Freunde sahen dies genau.

,,Sorge dich nicht um deine Freunde, Elements. Ich werde sie unterstützen, doch du, musst jetzt weitergehen“.

Die Stimme des Feuer Gottes waren wahrlich eine Wohltat in ihren Ohren und sie konnte sich erstaunlich schnell damit anfreunden, dem Glauben zu schenken, als die nähernde Gefahr durch eine gewaltige Feuerfront von den Freunden getrennt wurde. Nur schweren Herzen´s sah sie, wer die Vernichtungstruppen anführte und ein Stich durchzog ihren Körper mit qualvollen Schmerzen. Doch sah sie entschlossen auf den Palast. Erde, Feuer und Wind waren bei ihren Freunden. Selbst die anderen Götter würden sich dem Kampf anschließen, da war sie sich sicher.
Mike kam auf sie zu und sah sie klar an. In seinen Augen lag großes Verständnis für all das, was sie durchgemacht hatte und er hielt sie nicht auf. Im Gegenteil. Er lächelte sie sanft an.

,,Du bist die Hoffnungshüterin. Und wir sind deine Freunde. Wir stehen immer hinter dir, egal was auch passieren mag, wir Vertrauen dir. Ich weiß, es ist nicht die Zeit für so etwas, aber,.....sobald wir hier fertig sind, kommen wir zu dir. Also schau zu, das du uns was über lässt“. Er zwinkerte ihr zu und sie sah, wie Tyron ihr ebenfalls schwach zunickte und Meliah einen Luftsprung machte.

,,Du kannst dich auf uns verlassen. Und jetzt verschwinde“.

Meliah, welche schon lange keine Pfeile mehr zu ihrem Bogen hatte, schwang eben diesen wie ein Schwert in ihrer rechten Hand und sah überheblich grinsend auf die Schattenfront, welche nicht durch das Feuer kam. Der Wind Gott erhob sich langsam auf seine vier Pfoten und brüllte so laut, das es einem das Gesicht nach hinten verzog. Elements nickte und schlug sich die rechte Faust in die linke Hand.

,,Ich werde alles wieder gut machen. Versprochen“, sagte sie zum Abschied und drehte sich herum. Sie nahm ihre beiden Katana Schwerter in die Hände. Sofort entflammten sie und sie begann zu laufen. Grolt sah ihr nach.

,,Sie wird es schaffen. Und ich,...sollte mal ein ernstes Wörtchen mit meinem Sohn sprechen“, erklärte er und lächelte Mike schief an.

,,Ja,...das solltest du wirklich tun. Weißt du eigentlich wie frech er mir gegenüber immer war?“, antwortete Mike gelassen und zog sein Schwert. Sie wussten alle, dass das Feuer Vernon nicht lange aufhalten konnte und so machten sie sich alle zum Kampf gegen den dunklen Davo Agenten bereit, welcher sich spielend leicht durch das Feuer zwängte und sie mit einem neutralen Blick analysierte. Er schien nicht einmal überrascht zu sein, wen er da antraf und verschränkte seine Arme hinter dem Rücken. Für Meliah war er neben dem Kaiser die wohl böseste Person auf dem Planeten und obwohl sie Angst hatte, sie waren alle bereit.

,,Ich habe Elements verpasst. Und ihr werdet mich wohl auch nicht zu ihr lassen. Ein Kampf ist also unausweichlich“. Es war eine reine Feststellung von Vernon, welcher die Vernichtungstruppen anführte und anders wie alle anderen mit Vorsicht zu genießen war.

,,Vernon,..bitte,.....komm zur Vernunft un.....“.

,,Schweigt. Ihr würdet mir nichts sagen, was ich nicht schon weiß. Ich kenne eure Pläne. Ich kenne eure Ziele, doch das,...interessiert mich alles nicht. Das sich die Götter tatsächlich nach Millionen von Jahren dem Kampf gegen ihren dunklen Herrn anschließen, ist für mich nur das Zeichen dafür, das sie ebensolche Feiglinge waren, wie die Licht-Göttin. Und mit Feiglingen, die ihre Familie in größter Not verlassen und im Stich lassen, will ich nichts zu tun haben. Stärke ist die einzig wahre Macht, um den Schwachen zu zeigen, das es jemanden gibt, der sie in eine glorreiche Zukunft führen wird“.

,,Das du andere Ansichten hast, ist ja nichts neues, ….aber eines möchte ich dir sagen, Vernon. Stärke, hat es nicht nötig die Schwachen auszunutzen“.

,,Unsere Vorstellungen von Schwäche und Stärke gingen schon immer auseinander, von daher werden wir uns niemals einig werden, doch ganz gleich, wie der Kampf ausgehen wird, der Starke gewinnt und der Schwache verliert“.

In der Tat war dies eine Wahrheit, denen auch Mike, Tyron, Grolt und Meliah ins Auge sehen mussten. Doch hierbei ging es nicht nur um Stärken und Schwächen, sondern auch um die Ziele, die sie hatten und das alleine reichte, um sich stark zu fühlen und den Kampf zu beginnen. Grolt schloss kurz die Augen. Was er denken sollte und was nicht, konnte er nicht sagen, doch hob er die Taschenlampe an und blickte darauf nieder.

,,So soll es sein“, sagte er fest entschlossen und atmete tief ein und aus. ,,Elements wird den dunklen Gott bezwingen und du,..wirst sie nicht aufhalten, dafür sorgen wir“, rief Mike und rannte mit erhobenem Schwert auf Vernon los. Meliah, Tyron und Grolt folgten ihm willig in die Schlacht, als sich die Schatten Soldaten ebenfalls durch das Feuer zwängten....
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