The Guardians of Hope - Shadow Empire (Teil 1)

GeschichteAbenteuer, Mystery / P16
Engel & Dämonen Fabeltiere & mythologische Geschöpfe Geister & Gespenster Ritter & Krieger
25.07.2017
03.02.2019
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,,Wenn die Katastrophe nicht mehr aufzuhalten ist, geraten die Verantwortlichen plötzlich ins Schwimmen, nachdem sie vorher glaubten, auf dem Wasser gehen zu können“.









~~~Kapitel 144~~~









Heide der ewigen Hoffnung










Die Truppen um Mariella, Besstysens, Sharon, Nolis und Präsident Kanaan hatte sich direkt nach Elements´ Abflug ebenfalls auf den Weg gemacht. Sie waren an Board einer Flugmaschine und flogen ganz langsam über den Boden hinweg, um die Truppen zu koordinieren, die über Stock und Stein liefen. Dabei hatten sie mächtige Maschinen aus Kristallika´s Werk und tausende mutige Soldaten, die mit ihnen kämpfen würden, um das Dunkel zu vertreiben. Bald würden sie ,,die Heide der ewigen Hoffnung“, erreichen und sich dann auf ihre Posten begeben, um diesen Krieg zu gewinnen. Doch noch ahnte niemand, das innerhalb Kenjin´s der Krieg begonnen hatte und ihre Freunde dringend ihre Unterstützung brauchten. Auch sie hatten unterwegs die Energiewelle gespürt und wussten, das sich die dritte Fessel gelöste hatte. Somit war es nur eine Frage der Zeit, bis die vierte und letzte Fessel gelöst wurde. Und dann lag alles an Elements. Heute war der letzte Tag vom alten Leben. Morgen schon, würde ein ganz neues Leben beginnen. Das zumindest redete sich Nolis ein, der mit Mariella und Sharon auf einer kleinen Couch saß und nervös auf seinen Lippen herum kaute.

Präsident Kanaan stand am Fenster und sah beunruhigt hinaus. Ihnen war der dichte, dunkle Nebel nicht entgangen der sich um die Kenjin Region gezogen hatte und keinen Blick auf das kommende zuließ. Mit beiden Händen, die er hinter dem Rücken verschränkt hatte, sah er hinaus. Besstysens gesellte sich zu ihm.

,,Ist alles in Ordnung mit ihnen?“. Besstysens warf ihm einen prüfenden Blick zu. Mariella, Nolis und Sharon sahen die beiden an.

,,Mir ist Unwohl dabei, die Besten der Besten voraus geschickt zu haben. Was ist, wenn sie in einen Hinterhalt gelaufen sind? Wir wissen inzwischen, das der dunkle Gott bisher sämtliche Pläne von uns durchschaut hatte. Wieso sollte er dieses mal eine Ausnahme machen? Wir brauchen Elements...“.

,,Herr Präsident. Sie machen sich zu viele Sorgen. Und sie sagten es bereits. Die Besten der Besten sind schon vor Ort, um so viele Menschenleben zu retten wie möglich. Und wir sind ja nicht untätig. Wir sind bereits auf dem Weg zu ihnen um sie zu unterstützen“, versuchte der alte General ihn zu beruhigen. Sharon sprang mit einem Lächeln auf den Lippen auf. Genau das hatten sie jetzt alle gebraucht.

,,Sie haben Recht, Herr General. Wir sind da, wenn sie uns brauchen. Und glauben sie mir,...die Soldaten da unten brennen darauf, den Schatten Soldaten den Schädel einzuschlagen. Sie wissen worauf sie sich eingelassen haben und ein Zurück gibt es nicht mehr“.

,,Ich habe in meinem Leben schon viel gesehen, aber so eine mächtige Truppe, wie wir sie haben, sollte selbst Kenjin das Fürchten lehren. Wir haben Truppen in der Luft, am Boden und im Wasser,.....“.

,,.....und wir haben keine Ahnung,..seht mal“, rief Nolis und sprang von der Couch auf. Er lief zu Besstysens und Kanaan an das Fenster. Obwohl der Nebel sehr dicht hing und man nicht hindurch sehen konnte, leuchtete ihnen ein bedrohliches Orange entgegen, das so hell war, das sie meinten, eine einzige Feuerwand erwartete sie. Mariella und Sharon standen langsam auf und starrten mit offenem Mund und großen, ungläubigen Augen aus dem großen Fenster.

,,Der,..Kampf hat schon begonnen“, sagte Sharon fassungslos. Einen Moment stand sie einfach nur benommen da. Was bedeutete dies? Elements Gruppe waren zu wenige um dem Stand zu halten. Was war da nur passiert? Sie spürte, wie sie zu zittern begann. Sie hasste die Ungewissheit. Lebten ihre Freunde noch?

,,Wir müssen unbedingt Ruhe bewahren und unseren Plan durchführen. Ansonsten ist alles verloren“.

,,Aber,..aber....“.

,,Wir bleiben bei unserem Plan, an den sich alle orientieren können. Wir landen jetzt. Sharon,..triff dich mit Chillo und führt die Truppen über den Westen hinweg in den Norden und bezieht eure Stellung. Mariella,..du und Nolis,..ihr werdet mit dem Präsidenten etwas entfernt die Wundärzte unterstützen. Ich schicke euch Tix und Suani nach. Ich nehme eine Einheit und führe sie durch den Süden. Bleibt bitte unbedingt ruhig,..ansonsten ist alles verloren. Habt ihr verstanden?“. Die Freunde nickten einheitlich und Sharon gab den Befehl zur Landung. Auch die anderen Maschinen begannen nun mit der Landung auf der Heide der ewigen Hoffnung.

Niemand von ihnen konnte genau sehen, was da draußen hinter der grauen Nebelwand vor sich ging, doch das Orange war so hell, das Besstysens glaubte, die ganze Stadt stand in Flammen. Was auch immer passiert war, der Kampf war in vollem Gange und er konnte sich vorstellen, das sie alle gerade um ihr Leben kämpften. Es musste alles schnell und zügig vorangehen, damit sie schnell die Kontrolle gewannen.

Wenige Minuten später landete ihre Maschine auf dem feuchten Gras und Sharon konnte die Anspannung nicht mehr aushalten. Voller Ungeduld wartete sie an der großen Laderampe und gab den Soldaten Bescheid, die sich mit in diesem Fluggefährt befanden, sich auf den Kampf vorzubereiten. Als die Rampe herunter fuhr, hörten sie den ohrenbetäubenden Lärm, der über die West Mauer zu ihnen herüber getragen wurde. Sharon schluckte schwer und lief als erste über die Rampe hinweg. Auf direkten Wege suchte sie nach Chillo, um den Plan umzusetzen. Doch bei alle dem war an einen klaren Gedanken nicht zu denken. Das helle Orange und der Kampflärm nahmen die ganze Aufmerksamkeit der Soldaten auf sich, dennoch erkannte sie Chillo sofort, der mit Branco an der Spitze lief und die Truppen geführt hatten.

,,Chillo,....Chilloooooo“, rief sie fast schreiend und rannte auf die Kohe´ zu, der mit offenem Mund dem Feuer entgegen starrte. Er kam erst dann wieder zur Besinnung, als Sharon ihn erreichte und ihn fast gewaltvoll am Arm rüttelte.

,,Chillo,...du und ich gehen nach Westen,..Besstysens übernimmt den Süden,..Branco,..kannst du mit einem der Feuerdrachen nach Osten fliegen und der Wassermarine das Zeichen zum Angriff geben?“. Ihr Kollege nickte nur. Selbst er hatte noch nie so etwas wie das erlebt, was sich da vor ihm abspielte. Doch es hatte niemand groß Zeit zum Nachdenken. Sie mussten Handeln und das möglichst schnell.

Mariella, Nolis und Kanaan beeilten sich um die Wundärzte anzuleiten, während Besstysens nach Tix und Suani Ausschau hielt. Unterwegs trommelte er sich eine Einheit zusammen, die sich zum Südtor begeben sollte. Außerdem schickte er die Soldaten aus dem Westen mit den Maschinen hinter Chillo und Sharon hinterher, damit sie den Westen kontrollieren konnten, während sich Kristallika den Norden vorknöpfen sollte. Besstysens gab zu, so sollte ihr Plan nicht verlaufen, doch es war besser als nichts und er war heilfroh, das sich die Soldaten alle an die Befehle hielte und taten, was man ihnen sagte. Nur so konnten sie möglichst viele Menschen retten.

Und dennoch ließ der immer lauter werdende Kampflärm große Nervosität in ihnen allen aufsteigen. Sie wussten ja nicht was genau passiert war. Und wo ihre Lufteinheit sich befand, konnte auch niemand sagen, denn man sah durch den dichten Nebel überhaupt nichts von der Stadt. Nur ein leuchtendes Orange, das ein Vortor zur Hölle war und grauenvolle Geräusche mit sich brachte. Der General hoffte wirklich, das es seinen Freunden gut ging und niemand von ihnen verletzt war. Er fragte sich dennoch, was schief gegangen war. Ihr Plan war doch mehr als perfekt gewesen. Was hatten sie übersehen?

Sharon war gerade dabei, mit Chillo die Truppen anzuleiten, als ein bedrohliches Zischen durch die Lüfte zog. Sie sah auf und viel zu spät bemerkte sie, das ein abgefeuerter Feuerball direkt auf sie abgeschossen wurde. Die Truppen rannten auseinander, als der Feuerball direkt zwischen zwei ihrer Fluggeräte raste und eine mächtige Explosionswelle die gesamte Umgebung hell erleuchtete. Sharon riss es sofort von den Füßen und wie eine leblose Puppe wurden sie durch die Luft geschleudert. Glassplitter, Gras, alles was sie umgab, zischte an ihnen vorbei und verletzte die Soldaten schwer. Chillo hatte noch versucht, mit der Eiskraft eine schützende Barriere um sich herum aufzubauen, doch das Feuer schmolz das Eis sofort und lieferte keinen großen Schutz für die umstehenden Soldaten, die sich nur schwer aufrappeln konnten. Mit so einem Angriff hatten sie nicht gerechnet.

,,Steht auf,...los,..wir müssen weiter“, rief Sharon laut, doch genau genommen waren sie ja noch gar nicht unterwegs gewesen und wurden jetzt schon so dermaßen in Bedrängnis gebracht. Sie konnte es nicht verstehen. Sie sollten doch eigentlich die Überraschung sein und nicht selbst überrascht werden.

Besstysens, der schon etwas näher an der südlichen Mauer angekommen war, blieb mit seinen Truppen zwar verschont, doch hatte er genau gesehen, wie zwei ihrer Fluggeräte getroffen wurden und großen Schaden angerichtet hatten. Alles ging so schnell und er herrschte die Truppen an, noch schneller zu laufen. Als sie das südliche Tor erreicht hatten, traf er dort auf die voran geflogene Einheiten und war erschüttert über das Feuer, das in der Stadt wütete. Ein Soldat mit geladenem Gewehr kam auf ihn zu.

,,General Sir,.....Admiral Sevin ist in Richtung Norden aufgebrochen. Die Hoffnungshüterin und ihre Freunde sind in den Westen gereist um die Menschen zu retten. Wir erhielten den Befehl, den Süden unter Kontrolle zu halten,...doch die Luftwaffe macht uns schwer zu schaffen. Der Admiral glaubt, das vor allem der Norden und der Osten schwer bewacht werden“, berichtete der Soldat und blieb atemlos vor Besstysens stehen.

,,Gute Arbeit, Junge. Haltet die Stellung. Ich schicke euch Verstärkung“. Besstysens war zwar etwas älter, dennoch topfit. So schnell er konnte, lief er wieder etwas zurück. Ihn beschlich das ungute Gefühl, das alles zu spät sein konnte, wenn Elements nicht jetzt in den Palast kommen würde. Von daher musste er zusehen, das die Hoffnungshüterin in den Palast kam. Gerne hätte er ihr eines der Fluggefährte zur Verfügung gestellt, doch wurden sie von der dunklen Armee so dermaßen unter Beschuss genommen, das man sie bestimmt sofort abschießen würde, wenn sich auch nur eines dieser Dinger in die Lüfte erhob. Trotzdem wollte Besstysens sein Glück versuchen um Elements das voran kommen zu erleichtern. Ob es klappte war so eine andere Sache, den auf dem Rückweg sah er, wie immer mehr Feuerbälle auf der Heide einschlugen und die Umgebung erheblich ins Schwanken brachte, doch er durfte nicht aufgeben. Schreiend rief er nach Piloten oder sonst wem, der ein Fluggerät steuern konnte. Glücklicherweise fand er zwei Männer, die ihm anboten, das gewagte Abenteuer anzunehmen...

Das es nicht einfach werden würde, das wussten sie alle, doch als sie auch nach über einer halben Stunde nicht genau wussten, wo Elements war, begann sich insbesondere Mariella Gedanken zu machen. Hoffentlich ging es ihren Freunden gut. Wussten sie schon, das die Unterstützung anwesend war? War sie auf dem Weg in den Palast, um ihren Vater zu stürzen?

Bis hier her hatte Mariella noch niemals wirklich über das Handeln ihres Vater´s nachgedacht und auch wenn sie seine Tochter war und niemals mehr eine Gelegenheit finden würde, sich mit ihm auszusprechen, so wusste sie doch, das er vernichtet werden musste. Das ihre Familie in Verbindung mit dem dunklen Gott stand und somit der Auslöser für all das Leid waren, waren Grund genug, wortlos Widerstand zu leisten. Da durften Gefühle und persönliche Bindungen nicht im Weg stehen. Auch wenn sie für immer Teil dieser kaiserlichen Familie sein würde, so musste sie versuchen stark zu bleiben um ein geeintes Kenjin zu schaffen in dem keine Furcht herrschte. Ja, sie musste alles grundlegend ändern. Vorausgesetzt, sie überlebten diesen Krieg.

Doch jetzt gerade sah dies alles andere als umsetzbar aus. Zwar hatten sie ihren Standort gut gewählt, dennoch würden tausende, abertausende Sterben. Schwer schluckend eilte Mariella hin und her. Sie verteilte Wasserflaschen, Verbände und alles, was sie greifen konnte. Das Chaos um sie herum war nicht in Worte zu fassen und sie alle mussten sich schwer beherrschen um nicht die Fassung zu verlieren. Es kamen von irgendwoher immer mehr Menschen, die es aus der Stadt geschafft hatten und schwer verletzt waren. In kurzen Gesprächen wurde klar, das Elements sie an der West Mauer getroffen und sie zur Flucht getrieben hatte. Mariella war sehr froh darüber, vielen Menschen helfen zu können, doch wurden es immer mehr und mehr. Wie es innerhalb der Stadt aussah, wusste sie jedoch nicht. Ihr Allein reichte der Anblick der orangenen Wolken, die über der Stadt hingen. Einen Moment lang konnte sie einfach gar nicht wirklich denken. Sprachlos schien die Welt still zu stehen und sie nahm sie gar nicht wahr, das die Geschosse sich ihren spärlichen Notlager immer mehr näherten......
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