Subspace Emissary

von Duathiel
GeschichteAllgemein / P12
Bowser Ganondorf Kirby Link Mario Pit
24.07.2017
08.09.2017
6
20.498
1
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
24.07.2017 5.368
 
Jubelnde Massen füllten die Tribünen des Midair-Stadiums auf der westlichen Halbinsel des Landes. Es war ein schöner Tag, die Sonne strahlte regelrecht vom blitzblauen Himmel und nur wenige Wolken bedeckten ihn.
Der perfekte Tag, für einen Stadionbesuch.
Der perfekte Tag für einen guten Kampf.
Wogende Massen aus jubelnden Zuschauern und Fans regten sich in den Tribünenreihen, Plakate schwenkend und laut schreiend.

Lächelnd betrachtete Prinzessin Peach die fröhliche und doch geladene Atmosphäre. Die Masse wusste, dass ihnen ein guter Kampf bevorstand. Nicht umsonst erschienen sie heute so zahlreich im Midair-Stadium.
In ihrer eigenen, kleinen Loge, welche sie von den Blicken der übrigen Zuschauer und durch edle, türkisfarbene Markisen von der direkten Sonne schützte, streckte die Prinzessin des weit entfernten Pilzkönigreiches eine Hand nach ihrer Teetasse aus und nahm einen langsamen Schluck.
Eilig hüpfte einer ihrer getreuen Toads herbei und um ihren Stuhl herum.
„Prinzessin Peach, oh, Prinzessin Peach… sie haben einen Besucher in ihrer Zuschauertribüne!“, quietschte er und Peach wandte sich verwundert um, sodass ihre blonden Haare über ihre Schultern flogen.
Direkt hinter ihrem Stuhl tauchte die feingliedrige Gestalt einer jungen Frau auf, in edlen, antik-anmutenden Kleidern, eng-geschnürtem, violettfarbenem Mieder und einem fremdländischen Wappen vor dem Rockteil.
Sanft neigte sie den Kopf, auf dem eine gold-geflochtene Krone saß und von ihrer adligen Abstammung zeugte, als sie die Prinzessin im charakteristischen rosafarbenen Kleid vor ihr begrüßte.
„Prinzessin Peach.“, sprach sie in fremdländischem Akzent, doch mit hoheitsvollem Ton.
„Zelda.“, antwortete Peach überrascht und erhob sich schnell aus ihrem Stuhl, um die ebenbürtige Besucherin hoheitsvoll zu empfangen und neigte ebenso den Kopf, bevor sie jedoch die weiß-behandschuhten Arme ausstreckte und der Prinzessin von Hyrule eine freundschaftliche Umarmung anbot, die Zelda höflich annahm.
„Ich wusste nicht, dass du erscheinen würdest.“, sprach Peach verwundert, während sie einem ihrer Toads winkte, er solle sich doch bitte um einen zweiten Stuhl kümmern. Eilig dackelten drei kleine Pilzköpfe davon, um dem Befehl ihrer Prinzessin Folge zu leisten.
„Es war auch nicht von Beginn an geplant, Peach. Aber am Ende kann ich es mir doch nicht nehmen lassen, einem solch spektakulären Kampf beizuwohnen, oder?“, sprach Zelda wie immer nur mit einem Hauch von einem Lächeln im Gesicht. Die Hyrule-Erbin war nicht gerade dafür bekannt, sich äußerst warmherzig zu verhalten, und doch zweifelte man niemals an ihrer Güte oder Barmherzigkeit.
Hinter ihr erschienen die Toads mit einem hohen Stuhl, den sie eilig neben dem von Prinzessin Peach platzierten, woraufhin sich die beiden königlichen Persönlichkeiten gemeinsam setzten. „Nein, wahrlich nicht. Die letzten Kämpfe sind viel zu lange her.“, kommentierte Peach milde lächelnd und ließ ihren Blick über das Stadion schweifen. Die Zuschauer wurden ungeduldig. Bald musste es soweit sein. Lange konnte es nicht mehr dauern.
„Viel zu lange.“, bestätigte Zelda. „Eine halbe Ewigkeit.“
Die Blicke der beiden Prinzessinnen trafen sich und obwohl der alten Freundschaft sah man doch eine gewisse Rivalität in ihren Augen. Zelda und Peach kannten sich gut seit den letzten, großen Kämpfen. Nur allzu oft waren die beiden Prinzessinnen in einer Arena gestanden und hatten sich gegenseitig versucht, zu bekriegen – auf fairem, sportlichen Wege selbstverständlich.
Man brauchte nicht zu glauben, nur, weil die beiden jungen Frauen von adeliger Herkunft und wohlwollendem, barmherzigen Gemüt waren, dass sie sich nicht in mutige Kriegerinnen in der Arena verwandeln konnten. Niemand wagte es – seit der letzten Spiele – zu bezweifeln, welch einer Amazone man im Stadion gegenüberstand, wenn man es mit der Prinzessin des Pilzkönigreiches oder der Prinzessin von Hyrule zu tun hatte.
Trotz allem verband die beiden Frauen jedoch eine innige Freundschaft und beide liebten – trotz kriegerischem Hintergrund – die Kämpfe und würden auf einen guten Kampf auch niemals verzichten.
„Und? Wirst du selbst einen Fuß in die Arena setzen, wenn du mir meine Neugier verzeihst?“, fragte Peach vorsichtig und hob erneut ihre Tasse, woraufhin Zelda milde lächelnd den Blick senkte. „Oh, eine Gelegenheit auf einen ausgezeichneten Kampf gegen einen würdigen Gegner beziehungsweise eine ebenbürtige Gegnerin würde ich mir keinesfalls nehmen lassen, Peach.“, antwortete Zelda mit leicht herausforderndem Ton und lehnte mit einem dankenden Kopfschütteln die Teetasse, welche einer der Toads von Prinzessin Peach ihr anbot, ab.
Für eine Tasse Tee war sie dann doch zu geladen.
Peach nickte langsam und stellte die Tasse wieder ab. „Lass uns jedoch zuerst die beiden Kämpfer für diesen Kampf beobachten und ihnen tolle Zuschauer sein, bevor wir selbst in den Ring steigen, hab ich nicht Recht?“
Zelda neigte den Kopf. „Da hast du Recht. Lasst uns die Kämpfe ausgiebig genießen.“
Die Stadiontore schlossen sich und der große Gong wurde eben in die Mitte der Arena gebracht, während die beiden Prinzessinnen ihre stille Übereinkunft für einen gemeinsamen Kampf gegeneinander geschlossen hatten und Peach hob neugierig den Blick.
„Ich denke, es dürfte jeden Moment so weit sein.“, sprach Zelda sanft, als Peach sich kurz erhob, dann jedoch wieder in den Sitz sinken ließ. Für eine Prinzessin gebührte es sich nicht, direkt am Geländer zu stehen und sich wie ein neugieriges Waschweib nach vorne zu beugen. Das wurde Peach in Gegenwart der Erbin von Hyrule äußerst schnell klar.
„Ich plane übrigens ein Bankett nach diesem Kampf in meinem Sommerpalast. Du und Link seid selbstverständlich eingeladen, mir Gesellschaft zu leisten.“, erklärte die rosagekleidete freundlich und Zelda lächelte diesmal sogar ehrlich, bevor sie ein leises Kichern hervorbrachte.
„Vielen Dank, Peach. Ich nehme die Einladung natürlich gerne an, aber ich denke nicht, dass das die Art von Veranstaltung ist, zu der Link erscheinen wird. Aber ich bedanke mich natürlich auch in seinem Namen.“
„Oh, ist er etwa nicht hier?“, rief Peach verwundert aus und schaffte es nicht ganz, ihre unverhohlene Neugierde zu zügeln. Sie war eben doch nur eine Frau und stets neugierig. „Ich dachte doch, dass er zu den Kämpfen kommen würde. Ein abenteuerlicher Held wie er hat eine solche Gelegenheit doch noch nie verpasst.“
Zelda ließ den Blick über die Tribünen schweifen. „Er ist im Moment auf einer Mission in den Wäldern von Garuma, gar nicht weit von hier.“, erklärte Zelda leicht zurückhaltend. Freundschaft hin oder her, sie hütete sich, zu vielen Personen von dem Auftrag des Helden von Hyrule zu erzählen.
Peach schnappte aufgeregt nach Luft, ganz unprinzessinnenhaft, um dies anzumerken. „Es heißt, ein legendäres Schwert befände sich in den Wäldern von Garuma. Manche munkeln sogar, es sei das Master Schwert, welches in Hyrule verloren ging…“ „Gestohlen…“, murmelte Zelda mit gepresster Stimme, bevor sie die exotischen, violettfarbenen Augen wieder öffnete und Peachs Blick auswich. „Es wurde gestohlen.“
Peach blinzelte zögerlich. „Hat Links Mission in dem Garuma-Wäldern etwa mit diesem Schwert zu tun, Zelda?“
Doch die Prinzessin von Hyrule verschloss ihren Blick und faltete die feingliedrigen Hände im Schoß. „Vielleicht sollten wir uns hüten, zu viel von solchen Geschichten preiszugeben, Prinzessin Peach. Dort, wo ich herkomme, spricht man nicht einfach so offen über dunkle Mächte.“
Prinzessin Peach bemerkte die verschlossene Ader der Hyrule-Thronfolgerin und ihre leichte pikierte Reaktion brachte sie dazu, ihre Neugierde vorerst zu begraben.

In diesem Augenblick ertönte der erste Gongschlag und die beiden Prinzessinnen blickten ins Innere der Arena, in welche sich zwei Gräben aufgetan hatten. Tief in den Boden geschlagen schoben sich zwei Türen auf, aus einer wurde eine Figur geschossen, wie von einer gewaltigen Kanone.
Im Licht der Sonne blitzte sie, als die Trophäe gen Himmel flog und mit einem Knall auf dem Boden der Arena landete. Sobald der goldene Sockel der Trophäe den Boden der Arena berührte, blitzte es und ein Lichtstrahl schoss durch die Arena. Wie ein Ring umfing das Licht die Trophäe, verwandelte sie, belebte sie wieder. Die Zuschauer bejubelten den eingetroffenen Kämpfer, den Teilnehmer des ersten Kampfes, lautstark, der hochsprang und kampfeslustig in der einen Hälfte der Arena Platz nahm und die Fäuste ballte.
Es war niemand geringeres als ein allzu bekannter Klemptner in blauer Latzhose und charakteristischer, geradezu legendärer roter Mütze auf dem Haupt.

„Ladies und Gentlemen! Der erste Teilnehmer des Kampfes… der Superstar des Pilzkönigreiches, Bezwinger von Koopas und Piranhas…“, begrüßte die Stimme des Stadionsprechers des Midair Stadiums die Zuschauer des ersten Kampfes.
„Mario!“

Die Fans jubelten und feierten den allzu bekannten Helden mit dem Schnauzbart, der fröhlich winkte und die Zuschauer auf allen Seiten begrüßte. Kaum gab es bisher Situationen, in denen ihnen der Superstar noch keinen guten Kampf geliefert hatte.

Doch der Jubel um Mario wurde jäh unterbrochen, als ein zweiter Kanonenschuss ertönte und eine zweite Figur in den Himmel geschossen wurde, sodass der typische Lichtblitz aufleuchtete. Die Fans blickten starr in den Himmel und erkannten doch den Kämpfer erst, als er auf dem Boden der Arena aufschlug und der Lichtring die Trophäe zum Leben erweckte.
Ein rosafarbener Ball mit großen Knopfaugen erschien, der von den Fans mindestens ebenso ekstatisch begrüßt wurde wie der Superstar aus dem Pilzkönigreich vor ihm.
„Und hier haben wir seinen Gegner, liebe Zuschauer! Der Held aus Dreamland, der Sternenkrieger direkt vom Planeten Pop Star… Kirby!“
Gebührend bejubelten die Zuschauer den inzwischen fröhlich herumhüpfenden Gummiball, von dessen niedlichem Aussehen man sich niemals – aber auch wirklich niemals – täuschen lassen sollte. Der kleine Knubbelball hatte es faustdick hinter den Ohren und jeder, der Kirby unterschätzte, hatte es bis heute bereut.

„Kirby.“, begrüßte Mario den rosa Beutel ernst und kam mit großen Schritten auf seinen Gegner zu. Bis vor kurzem wusste Mario noch nicht, wer sein Gegner sein würde. Dem Superstar war nur wichtig gewesen, einen ebenbürtigen Kämpfer in der Arena vor sich zu finden.
Kirby stoppte seine fröhlichen Hopser und sein treuherziger Blick bekam etwas Herausforderndes. „Mario! Ich hatte geahnt, dass du mir gegenüberstehen würdest!“, sprach der Ball und wandte sich dem Klemptner-Superstar zu.
Dieser musterte den viel kleineren Kirby vor ihm. „Ach, hast du das? Tja, mir ist es ziemlich egal, wer vor mir steht, solange es jemand ist, der mir einen guten Kampf liefern kann, bevor ich natürlich – wie immer – gewinne.“
Kirbys Blick verfinsterte sich merklich und er verzog den schmalen Mund. „Ein Angeber wie eh und je, nicht wahr, Mario? Ich erinnere mich aber noch gut an den letzten Kampf zwischen uns … du weißt schon. Die Traumbrunnen-Arena? Ich hab dich von Platz gefegt!“
Mario ballte die Faust und streckte sie nach vorne. „Das ist Vergangenheit, Pop Star. Diesmal werde ich dich fertig machen! Und ich brauche nichtmal einer meiner eigenen Arenen hinzu, sondern werde dich auf ganz neutralem Boden schlagen! Was sagst du dazu?“
Kirby sagte nichts dazu, sondern reichte Mario bloß die Hand.
„Möge der Bessere gewinnen, Mario.“ „Was dann ja wohl ich sein werde!“, grinste der Klemptner und schlug ein. Die Zuschauer bejubelten die beiden Kämpfer lautstark, als sie nach hinten schritten und ihre jeweiligen Plätze in der Arena einnahmen.
Mit starrem Blick musterten sich die beiden Helden des Kampfes, bereitwillig, sofort zuzuschlagen.

Die Stimme des Stadionsprechers ertönte. „Also gut! Lasset die Kämpfe beginnen. 3 – 2 – 1!“
Der Gong ertönte und augenblicklich rannte Mario los, auf den rosafarbenen – nicht im Geringsten gefährlich aussehenden Ball zu, der nur darauf zu warten schien, dass der Klemptner angriff.
In dem Moment, in dem Mario den Sternenkrieger mit einem Fußfeger von den Stummelbeinen fegen wollte, pustete Kirby sich auf und schwebte wie ein Ballon einige Schritte vom Boden auf.
Mario hätte damit rechnen können. Kirby war in dieser Form äußerst schwer zu packen. Er war federleicht wie ein Ballon.
Doch der Superstar des Pilzkönigreiches wäre kein wahrer Superstar, wenn er einfach so aufgeben würde. Also streckte der Rotbemützte den Arm aus und warf einen Feuerball auf den Ballon. Kirby hatte keine Wahl, als auszuweichen, doch dabei verwandelte er sich blitzschnell in einen Eisenblock und fiel herab direkt auf Marios Schädel zu.
Und nichtmal seine rote Mütze wäre ein guter Schutz für einen solchen Schädelbrecher gewesen.
Gerade doch rechtzeitig stürzte Mario zur Seite und der kiloschwere Eisenblock krachte in den Stadionboden. Die Zuschauer tobten.
Kirby – immer noch in der Eisenform – richtete sich auf und zerbrach die Schale der Verwandlung, um wieder rosa und rund vor Mario zu stehen. Sofort hämmerte die kleine Kugel wie verrückt auf Mario ein, der einige Schläge einstecken musste, doch Mario kickte Kirby einfach von sich weg und attackierte ihn mithilfe seines Super-Sprungschlags von unten. Münzen klirrten und rieselten auf den Arenaboden, während Kirby hochgeschleudert wurde und hart auf dem Boden aufprallte.
„Na? Wie gefiel dir das, hm?“, lachte Mario ausgelassen, während Kirby mit Feuer im Blick wieder hochsprang. Die kleine, rosa Kaugummikugel war noch längst nicht fertig. So einfach würde er Mario, diesen Angeber, nicht gewinnen lassen. Die Sprüche würde er sich ewig anhören können.
Kirby zückte sein Schwert und ließ es durch die Luft zischen, woraufhin Mario sofort stoppte und versuchte, über Kirby und sein Schwert hinwegzuspringen. Doch der kleine PopStar-Bewohner war schneller.
„Haha! Das hast du jetzt davon, du Angeber!“, lachte Kirby und legte Mario mit seinem Final-Cutter lahm. Der Klemptner wurde von den grellblauen Ausläufern des Schwertschlages gleich mehrere Meter über den Arenaboden gefegt. Die Zuschauer klatschten und jubelten lauthals.
„Was sagst du jetzt, Superstar? Hast du schon genug?“, fragte Kirby herausfordernd und steckte das Schwert wieder weg. Doch Mario rappelte sich bereits wieder auf die Beine. „Und du?“, fragte er und betrachtete den leicht lädierten Kirby nachdenklich. Er hatte einstecken müssen und das nicht zu wenig. Vielleicht würde eine weitere Attacke ja schon reichen? Einen Versuch war es wert.
Mario stürmte nach vorne, während Kirby sich bereit machte. Wenn er Mario einsaugen könnte, wäre er in der Lage, seine Fähigkeit, die Feuerbälle, zu nutzen, was fatal für den bereits geschwächten Mario wäre.
Also machte sich der runde Kirby bereit und atmete aus.
Doch er hatte nicht damit gerechnet, dass Mario sein gelbes Cape auspacken und vor sich schwingen würde. Kirby war so abgelenkt, dass er nach Luft schnappte und das gelbe Cape ansaugte. Der Zipfel traf ihn im Gesicht. Da packte ihn Mario jedoch bereits, wirbelte ihn herum und fegte ihn mit einem Mario-Tornado vom Platz.
Diese Combo hatte gesessen und das erkannten auch die Zuschauer, die den Klemptner eifrig anfeuerten.
Doch das war gar nicht mehr nötig, denn der Kampf war vorbei. Ein Lichtblitz erschien um den durch die Luft fliegenden Kirby herum und kurz darauf krachte seine Trophäe auf den steinernen Arenaboden.
„Game!“, ertönte der Ruf des Stadionsprechers durch die Lautsprecher und die Zuschauer rasteten aus. „Aus! Vorbei! Der Gewinner des ersten Kampfes heißt… Mario!“

Der rote Klemptner hob die Fäuste und sprang jubelnd die Luft, während sich die Zuschauer seiner erfreuten. Auch die beiden Prinzessinnen, Peach und Zelda, erhoben sich von ihren Plätzen und beklatschten den würdigen Sieger dieses Kampfes.
Während die Zuschauer Mario mit Sprechchören feierten, drehte sich der Klemptner zur Seite und betrachtete die am Boden liegende Trophäe seines Gegners. Kirby war ein starker Gegner, das musste selbst er sich eingestehen. Marios zu großes Ego jedoch fühlte sich nur bestätigt durch diesen Sieg.
In fairem Sportsgeist und wie nach den Kämpfen üblich marschierte Mario zu der starren Figur und berührte Kirby unter dem Gejubel der Fans, sodass der Lichtblitz erschien und die rosa Kugel wieder zu Leben erwachte.

Verwirrt und gebeutelt schreckte Kirby aus seiner Starre hoch und sah sich um, bevor sich seine Knopfaugen verfinsterten und er seufzte, als er zu Mario sah.
„Ich hab verloren, stimmt’s?“
Mario nickte dem zerknirschten Kirby zu, doch reichte ihm die Hand. „Aber du hast gut gekämpft, wie man es gewohnt ist. Ich hatte es nicht leicht gegen dich.“, sprach er und Kirby ließ sich seufzend hochziehen.
„Danke, Mario.“
„Auch wenn von Anfang an klar war, dass du gegen den Superstar des Pilzkönigreiches keine Chance haben wirst.“
Kirbys Blick verfinsterte sich erneut. „Mario!“, knurrte er warnend und der Klemptner zuckte mit den Schultern. „Was? Das ist doch nur die Wahrheit, oder nicht?“, grinste der Superstar. Kirby verzog den Mund. „Wie auch immer… ich schwöre dir, Mario, beim nächsten Mal geht das Ganze wieder anders aus!“ „Wenn du meinst, Pop-Star! Ich freue mich schon drauf, wieder gegen dich anzutreten!“
Kirby nickte kampflustig, bevor sich die beiden Kämpfer den jubelnden Zuschauern zuwandten und sich beide feiern ließen.

Prinzessin Peach und Zelda lächelten milde, nachdem sie Zeuge eines so guten Kampfes geworden waren und beklatschten den Sieger und seinen würdigen Gegner, als sich Zeldas Blick plötzlich verdunkelte.
Der Himmel war plötzlich leuchtend rot. Feuerrote Wolken zogen vom Horizont auf und bedeckten alles über dem Midair-Stadium. Es roch nach Zündstoff und ein lautes Dröhnen war zu vernehmen. Peach japste erschrocken auf und wandte ihren Blick, ebenso wie Zelda, dem dunkelroten Himmel zu.
Die Arena bebte und Mario hielt in seinem Siegesrausch inne. Sein misstrauischer Blick wandte sich herum und er starrte in dieselbe Richtung wie alle anderen, die das Spektakel bemerkt hatten. Er kniff die Augen zusammen, als sich ein metallener Koloss am Himmel abzeichnete und sich mit gewaltigen Metallflügeln und mit einem gefährlich-verlautenden Dröhnen über den Stadionhimmel schob.
Mario musterte das riesige, dunkle Kampfschiff, das ihm irgendwie bekannt vorkam, und vermutete das Schlimmste, während die Zuschauer von der Panik ergriffen wurden.

Doch Kirby direkt neben ihm keuchte überrascht auf. „Die Halberd!“, japste die rosa Kugel und spannte seinen kugeligen Körper an. Mario warf ihm einen verwirrten Blick zu, den Kirby mit feurigen Augen erwiderte. „Metaknight!“

Die beiden Prinzessinnen erhoben sich erneut von ihren Stühlen und starrten auf das Kampfschiff, das über sie hinwegschwebte wie eine gefährliche Drohung Gottes. Peach hob erschrocken die Hände vor den Mund, während sich Zeldas unheilschwangerer Blick auf die Klappen unterhalb des Bauches der Halberd richtete. Sie hatte gleich so ein ungutes Gefühl gehabt, als der Kampf geendet hatte. Es war, als hätte der Angreifer nur darauf gewartet.

„Was sucht Metaknight denn hier?“, rief Kirby außer sich und drehte sich wild aufblähend im Kreis. Schon lange hatte er Ruhe von seinem Widersacher gehabt. Es war Metaknight ausdrücklich verboten worden, an den letzten Kämpfen teilzunehmen. Schien, als würde er dieses Verbot nicht einhalten wollen.
„Was er hier sucht? Frag lieber, was er jetzt macht?“, rief Mario aufgeregt, als sich die Klappen des Schiffes öffneten.
Kleine, dunkle Bälle segelten zu Boden und in das Midair Stadium. Wie fliegende, glühende Käfer sammelten sie sich auf dem Steinboden und wuselten auf den Platten hin und her wie tausende Insekten.
„Was ist das?“, japste Mario und versuchte, die Käfer auszutreten. „Ich weiß nicht! Aber wenn es von Meta kommt, ist es nichts Gutes!“, japste Kirby und Mario starrte ihn überrascht an. „Du kennst diese Dinger nicht? Du weißt nicht, was das ist?“, fragte er ratlos und Kirby zuckte mit den Schultern. „Nein!“ „Aber wieso nicht?“ „Wieso sollte ich das denn so genau wissen? Ich hab sowas wie diese… Schattenkäfer… noch nie gesehen, Mario!“ „Weil es dein Widersacher ist und nicht meiner!“

Die „Schattenkäfer“, wie Kirby sie genannt hatte, wuselten weiter zwischen ihnen herum und Kirby musterte sie nachdenklich und neugierig. Er rätselte, ob man sie ohne Gefahr einsaugen könnte, doch da zeigte Mario bereits auf die wuselnden Haufen. „Da! Sie sind da drüben! Was machen sie da?“, fragte er. Die Käfer formierten sich zu Haufen, aus denen sich kleine Gestalten erhoben wie Phönixe aus der Asche. Nur sahen diese Gesellen ganz anders aus.
Sie waren violett, beinahe dunkel und von einer seltsam-glühenden Aura umgeben. Sie waren auch nicht besonders groß, sondern nur kleine Gestalten mit kurzen Beinen, die torkelnd aus die zukamen.
Mario und Kirby begaben sich in Kampfposition.

Da zuckten auch die beiden Prinzessinnen, immer noch auf der Loge in der Tribüne, zusammen und nickten sich, angesichts der Bedrohung unten im Stadion, zu. Blitzschnell stürzten die beiden jungen Frauen aus der Loge und die Treppe hinunter.
Ein greller Blitz und Zelda teleportierte sich an Marios und Kirbys Seite, während Peach hochsprang und mithilfe ihres pinken Sonnenschirmes herabsegelte.

„Was ist hier los? Was sind das für dunkle Zwerge?“, fragte Peach mit vor Ekel weit aufgerissenen Augen, als sie die wuselnden Schattenkäfer um sie herum beäugte.
„Das ist Metaknight!“, antwortete Mario mit geballten Fäusten und Zelda richtete den Blick auf die über ihnen schwebende Halberd. „Zumindest ist es sein Schiff.“
„Was könnte Metaknight denn hier wollen, Kirby?“, fragte Peach an die rosa Kugel gewandt, die sich jedoch nur verwirrt schüttelte. „Ich weiß nicht… ich hätte nie gedacht, dass…“

In dem Moment wuselten die torkelnden Käfergestalten alle auf sie zu und Mario reagierte als erster. Er fegte einige von ihnen auf die Bretter, während Kirby seine Ängste beiseite warf und die Figuren versuchte, einzusaugen. Zeldas magisches Feuer verbrannte einige von ihnen zu Asche und sie zerfielen in unzählige, herumschwebende Käferwolken, während Peach begann, mit ihrem Schirm zuzuschlagen und die Figuren von ihr fernzuhalten.
Sie wusste nicht, wie lang sie diese kleinen Figuren bekämpfen sollten, bevor sie herausfinden konnten, was Metaknight plante, doch das schien im Moment auch nicht wichtig.

Plötzlich richtete Mario seinen Blick erneut hoch und streckte die Hand aus. „Da kommt etwas!“, warnte er und seine Genossen im Kampf stoppten ihre Bemühungen. Zelda runzelte die Stirn, als eine seltsame Maschinerie von Himmel herabflog, gekleidet in einen grünen Mantel mit zwei grellen, stechenden Augen.
An ihrer Unterseite hing eine schwere Metallkugel an einem Gestell, die von der Maschinerie losgeklinkt und fallengelassen wurde. Mit einem Krachen schlug sie im Arenaboden auf, woraufhin die vier Kämpfer zusammenzuckten.
Die Kugel war markiert mit einem großen, roten Kreuz und zwei Hebeln auf beiden Seiten, die plötzlich von zwei Roboten umstellt wurden.
Mario fielen fast die Augen aus dem Kopf. „R.O.B.‘s? Was machen sie denn hier mit Metaknight?“, japste er, als er die bekannten Maschinen sah, die ihre hydraulischen Arme hoben, den Kopf drehten und ihre Arme in beide Kugelhälften schoben.
Misstrauisch beobachteten Mario, Kirby, Zelda und Peach das Szenario, als die Roboter die Kugel zu aktivieren schienen. Ein Klick ertönte und die Kugel teilte sich. Im Inneren sprizzelten elektrische Ladung wie bei einem Kugelblitz und eine pechschwarze Materie umgab den Generator.
Doch das, was Mario zuerst auffiel – nennen wir es Erfahrung – war der grellrot-glühende Countdown, der gerade einmal drei Minuten anzeigte und er zuckte zusammen.
„Das ist… eine Bombe!“, rief der Klemptner panisch und Peach japste laut auf, als auch sie die Gefahr erkannte. „Schafft die Leute hier raus! Schnell!“, rief Mario lauthals und drehte sich bereits um, doch da fiel sein Blick auf die seltsame grüne Maschinerie, die die Bombe platziert hatte. Sie nickte ihnen zu, bevor sie sich erhob und zurück in die bereits abhebende Halberd flog.
„Nein! Er haut ab! Haltet diesen fliegenden Eierbecher auf!“, rief der rote Superstar und Kirby nickte schnell, bevor er losrannte, um den Bombenleger zurückzuholen.
„Mario! Wir müssen diese Bombe irgendwie entschärfen!“, ertönte Zeldas angespannte Stimme, als sie auf den Countdown blickte, der nur noch zweieinhalb Minuten anzeigte. Mario nickte eilig. „Das habe ich auch vor!“, verkündete er und sprintete bereits los in Richtung der gezündeten Bombe.

In diesem Augenblick jedoch ertönte ein lautes Rummsen hinter ihm und der Klemptner hielt überrascht in seinem Sprint inne. Auch die beiden Prinzessinnen hatten die Erschütterung gespürt und wirbelten erschrocken herum.
Aus dem sich verziehenden, dunklen Nebel erhoben sich Schatten und plötzlich flog eine zentnerschwere Eisenkugel, abgefeuert von nichts anderem als einer Kanone, los, fegte zwischen den Prinzessinnen hindurch direkt auf Mario zu.
Mario riss die Augen auf, hatte jedoch keine Chance mehr auszuweichen und wurde von der Kugel direkt getroffen. Peach kreischte auf, als sie sah, dass Mario zusammenbrach und offensichtlich k.o. gegangen war.
„Mario!“, rief sie lauthals und stürzte nach vorne, als sich plötzlich ein Metallkäfig um sie schloss. „Was…! Hey! Nein! Lasst mich frei!“, schrie sie und rüttelte kreischend an den Gitterstäben, die sie umgaben. Wie ein Vogel, eingesperrt in einen Käfig. „Behandelt man so denn die Prinzessin des Pilzkönigreiches?“, kreischte sie.

Kirby verfolgte immer noch den davonschwebenden Roboter, der die Bombe gelegt hatte und sprang hoch, um die fliegende Kreatur zu Boden zu reißen, doch dieser hatte bereits den k.o. gegangenen Mario gesehen und streckte einen seiner Metallgestelle nach ihm aus.
Kirby fuhr erschrocken zusammen, als Mario hochgehoben und von dem grünen Gesellen einfach mitgenommen wurde.
„Hey! Lass ihn los, du Getriebeknecht!“, forderte Kirby mutig und sprang hoch. Er klammerte sich ebenso ans Gestell und versuchte, den Roboter zu Boden zu ziehen. Doch dieser schüttelte ihn kräftig, um den kleinen Rosanen loszuwerden.
Doch Kirby hatte sich festgekrallt. In diesem Moment erkannte er die Schubdüsen und Raketenwerfer der Halberd, die ihm leider nur allzu bekannt waren und riss panisch die Augen auf, als eine der Raketen seinen Strahl auflud.
Kirby hatte keine andere Wahl, als loszulassen, als der Strahl losging. Der schwebende Roboter konnte ausweichen, doch wurde sein Gestell von dem Strahl abgerissen und Mario weit in den Himmel, aus dem Stadion hinaus in die Wolken gepustet.
Kirby stürzte hinab ins Stadion, der Wind peitschte ihm ins Gesicht und beinahe wäre er unten aufgeschlagen, wenn er sich nicht im letzten Moment aufgebläht hatte und sich so knapp vorm harten Boden retten konnte.

Peach, die immer noch im Käfig festsaß, entdeckte die rosa Kugel, die vom Himmel flog, und hob die Hand. „Kirby! Hilfe!“, kreischte sie. Doch da eilte bereits eine andere Gestalt auf ihr Gefängnis zu. Es war Zelda, welche das Schloss des Käfigs eiligst untersuchte.
Bevor sie jedoch dazu kam, das Eisenschloss mit Magie zu öffnen, packte sie ein schlenkernder, grüner, schleimiger Arm von hinten. „Zelda! Pass auf!“, warnte Peach die Hyrule-Prinzessin, welche jedoch bereits zurückgezogen wurde.
Peach traute ihren Augen kaum, als sie die gewaltige Piranha-Pflanze hinter ihr bemerkte, welche ihren Käfig packte und laut brüllte. „Mutant-Tyrannha!“, schrie Peach überrascht und erschrocken und versuchte panisch, den Käfig zu öffnen. Doch keine Chance!
Zelda krümmte sich im festen Griff der Pflanze, welche brüllte und ihre Ranken wild umherschlenkern ließ. Doch so einfach ließ sich die Prinzessin von Hyrule nicht schnappen. Zelda konzentrierte sich und plötzlich schien Feuer um sie herum zu einem wilden Tornado heranzuwachsen.
Mutant-Tyrannha kreischte lauthals auf, als seine Lianen verbrannt zu Boden fielen und Zelda auf den Boden sprang. Feuer züngelte an den Ranken der Pflanze, Funken stoben und setzten auf die grünen, fleischigen Blätter rund um den Kopf der Pflanze in Brand.
In diesem Augenblick zischte ein blaues Schwert durch die Luft und zerteilte die Ranken der Arme der Pflanze in zwei Hälften, als Kirby von hinten herangesprungen kam und sein Schwert herumwirbeln ließ. Mutant Tyrannha schrie protestierend auf, doch seine verkokelten Ranken und Lianen rieselten bereits zu Boden.
Kirby sprang erneut hoch und zerteilte mit dem Schwert den Arm der Kreatur, welche Peachs Käfig hielt. Die Pflanze brüllte und der Käfig fiel krachend auf den Boden und brach dabei auf. Die Pflanze brüllte immer noch, war jedoch schon dabei, den Rückzug anzutreten, mit lichterloh brennenden Blättern und Stängeln.

„Prinzessin Peach!“, rief Zelda und machte schon einen Schritt auf die Prinzessin im rosa Kleid, die sich – leicht verletzt, wie es schien – aus dem lädierten Käfig quälte. Doch in diesem Augenblick ertönte ein lautes Brummen und ein Motor heulte auf, als ein Fahrzeug aus dem Tunnel hinter der Pflanze raste und Mutant Tyrannha dabei über den Haufen nietete.
Peach hätte den Wario Wheeler vermutlich erkannt, doch sie war zu beschäftigt damit, aus dem gebrochenen Käfig herauszukriechen, während Zelda und Kirby noch nicht allzu vertraut mit dem Fahrzeug plus Besitzer waren, die nun schlenkernd zum Stehen kamen.
„Wer ist das?“, murmelte Zelda verwirrt, als sie den ungehobelten Gesellen musterte, der laut lachend vom Wheeler stieg und seinen fetten Hintern vom Sitz hob. Der Motorradfahrer in gelbem Helm und Latzhose drehte sich nur um und lachte hämisch und sofort wurden Zelda und Kirby misstrauisch. Dies war ganz sicher kein Freund.
Doch da griff der Typ plötzlich auf die Tragfläche seines Wheelers und zog eine Kanone hervor, die schwer in seinen schmalzigen Armen lag und dunkel-glühte.
„Er hat eine Kanone!“, rief Kirby warnend und ließ das Schwert herumschlenkern, während Zelda ihre magischen Kräfte heraufbeschwor. Der zwielichtige Geselle lachte jedoch nur lauthals und richtete die geladene Kanone auf Zelda und Kirby.
„Wario! Was soll das?“, ertönte in dem Moment die laute, empörte Stimme von Peach, welche den widerlichen Widersacher Marios nun ebenso erblickte und – halb aus dem Käfig hervorkriechend, innehielt.
Wario zögerte und wandte den Blick zu Prinzessin Peach, ehe er breit grinste, sodass seine gelben Zähne sichtbar wurden. „Oh, wenn ich’s mir Recht überlege, gibt die Prinzessin noch ein viel besseres Ziel ab, nicht wahr? Grahahaha!“, lachte Wario amüsiert und drehte die Kanone in Peachs Richtung,
„Nein!“, schrie Zelda auf, doch Wario betätigte bereits den Schalter und drückte ab. Ein Strahl fetzte los, der die panisch aufschreiende Peach direkt traf. Ein greller Lichtblitz blendete die Umherstehenden. Zelda bedeckte ihre Augen mit dem Arm und auch Kirby zuckte zusammen und kniff die Augen zusammen.
Als sie beide ihre Augen wieder öffneten, erkannten sie die erstarrte, graue Trophäe der Prinzessin direkt neben dem Käfig. Ganz ohne fairen Kampf, ganz ohne sie besiegt zu haben, hatte diese dunkle Kanone Peach zu ihrer Trophäe verwandelt.
„Du hinterhältiger Schuft!“, fluchte Zelda laut und ein grüner Lichtblitz flammte in ihrer Hand auf. „Dafür wirst du bezahlen!“, drohte sie in Warios Richtung, der jedoch nur breit grinste. „Ach, werde ich das, Prinzessin? Ich denke eher nicht… denn ihr beide seid die nächsten, du und die Kaugummikugel!“, provozierte Wario die beiden Kämpfer.
Kirby ließ das Schwert herumwirbeln. „Damit kommst du nicht davon!“, drohte er. Warios Blick wanderte herum und er musterte die Bombe in der Mitte des Stadions, welche immer noch bedrohlich tickte. Doch der Widersacher Marios zuckte bloß die Schultern und machte einen Satz auf die Trophäe von Prinzessin Peach zu. „Ihr beide könnt mir meinen schmalzigen Buckel runterrutschen, habt ihr gehört? Harharharhar!“
Zelda und Kirby zuckten zusammen, als sie erkannte, was Sache war und Wario grinste breit und gelb. „Ich kriege euch zwei schon noch… vorausgesetzt… ihr kommt hier raus! Harharhar!“
Damit schwang sich Wario, mit der geschulterten Trophäe von Peach auf dem Rücken, auf seinen Wario Wheeler und startete ihn unter lautem Gelächter, um in die entgegengesetzte Richtung davonzubrausen.

„Hinterher!“, rief Kirby tatenfreudig und stürmte los, Zelda direkt neben ihm. Doch sie kamen nicht weit, denn Kirbys Blick fiel auf die Bombe und er erinnerte sich an Warios Worte. Kurz darauf erkannte er den  Countdown, an dem nur noch wenige Sekunden herabzählten.
„Sie wird hochgehen!“, schrie der rosa Ball und stoppte mitten im Lauf. Zelda drehte sich herum und warf einen panischen Blick auf die tickende Zünduhr. Ihr Blick war weit aufgerissen. „Es ist zu spät…“, hauchte sie entsetzt, doch nicht mit Kirby.
„Oh nein! Ist es nicht!“, bekräftigte der Pop-Star-Bewohner und pfiff lauthals, bevor er einen kurzen Arm in den Himmel reckte. In dem Moment tickte die Uhr bei drei Sekunden.
Zelda starrte hoch in den Himmel, an dem ein Stern hell aufblitzte und plötzlich einer von Kirbys herausbeschworenen, legendären Warp-Sternen erschien und wie eine Sternschnuppe vom Himmel herabraste. Kirby packte den gelbglühenden Stern, ließ sich auf ihm mitreißen und schnappte sich die Prinzessin, bevor die Bombe zündete.

Kein Knall, kein Feuersturm, keine Explosion war zu sehen, nur elende Dunkelheit, die sich – ausgehend von der Bombe – wie eine dunkle Kugel fehlender Materie ausbreitete, während Kirby und Zelda auf dem Warp-Stern wie auf einer Rakete aus dem Stadion rasten.
Die Dunkelheit breitete sich rasend schnell aus, wie ein schwarzes Loch schien sie zuerst die Arena, dann die Tribünen und schließlich das gesamte Stadion zu verschlucken. Doch Kirbys Warp-Stern war schneller und als die Subraum-Kugel das Stadion in sich aufgenommen hatte, sausten Kirby und Zelda hoch in den Himmel, in Sicherheit.

Zelda atmete mehr als erleichtert aus, doch dies währte nicht lange, als sie sich umwandte. „All die vielen Menschen im Stadion, Kirby. Wir konnten sie nicht retten.“, seufzte sie schweren Herzens und Kirby senkte mehr als traurig den Blick.
„Ich weiß… und das alles nur wegen Metaknight!“, rief er sauer und der Warp-Stern, auf dem sie ritten, machte einen Satz.
Zelda runzelte die Stirn. „Dieser Wario… Prinzessin Peach schien ihn erkannt zu haben … und Metaknight. Warum machen sie gemeinsame Sachen? Und was hat es mit diesen Bomben auf sich? Wir müssen unbedingt herausfinden, was hier passiert ist und wer mit wem kooperiert.“
„Das stimmt, das müssen wir. Und dazu… muss ich die Halberd suchen! Denn dort ist Knight und er hat damit zu tun.“, bestimmte Kirby. Zelda nickte. „Wir werden die Halberd finden, Kirby. Ich hab so ein Gefühl, dass sie noch nicht weit gekommen ist. Und dann lüften wir dieses Geheimnis.“

Während Kirby und Zelda auf dem Warp-Stern immer höher in den Himmel jagten, war ihnen noch nicht bewusst, dass bereits himmlische Hilfe unterwegs war.
Review schreiben