Der Reale Alptraum

GeschichteAngst, Familie / P12
Andrea Hobbs Andy Flynn Jack Raydor Louie Provenza Rusty Beck Sharon Raydor
19.07.2017
19.07.2017
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Also Leute, kurzes Vorwort. Dies ist meine erste Fanfiction, und ich bin sehr gespannt darauf wie sie bei euch ankommen wird. Ich schreibe seit circa 4 Wochen daran und hoffe dass das erste Kapitel gut geworden ist. Ich weis nicht, wie viele Kapitel jetzt noch kommen werden, aber ich hoffe ihr gebt mir ein ehrliches Feedback! Ich bin eingefleischter Major Crimes & Mary McDonnell Fan. Ich verschwende keine Minute meiner Freizeit außer für diese Serie. (Und Battlestar Galactica :D) So, genug von mir, jetzt geht es los mit dem ersten Kapitel meiner ersten richtigen Fanfiction!


Der Reale Alptraum
Ich schlief seit maximal 3 Stunden. Der Wecker zeigte mir 2:14 ihr an, also warf ich mich auf die Seite und wollte mir grade die Decke über den Kopf ziehen, als Rusty laut

„Mom!!“

rief. Sofort saß ich in meinem Bett, schlug die Decke zurück und griff nach meiner Waffe. Als ich sie endlich aus meinem Nachtschränkchen gezogen hatte, ging ich schnell zur Tür. Mit gezogener Waffe ging ich den Flur entlang zu Rustys Zimmer. Er war nicht dort. Ich ging ins Bad. Auch dort war kein Zeichen meines Ziehsohnes. Ich ging den Flur entlang, aber auch in der Abstellkammer war er nicht. Ich rief leise seinen Namen.

„Rusty?“

und hätte mich im selben Moment ohrfeigen können. Gut. Jetzt wusste der Angreifer dass ich wach war. Plötzlich ging in der Küche das Licht an. Ein lautes

„Alles gute zum Geburtstag!“

erklang und die ganze Major Crimes Devision sprang hinter meinem Sofa hervor. Ich erschrak mich dermaßend heftig, dass ich einige Schritte nach hinten taumelte und mit dem Fuß an meiner mini-palme hängen blieb. ‚Diese verdammte Palme‘ dachte ich mir. Nix als Ärger hat man mit der. Wie lange ich vergebens versucht hatte sie aufzupeppeln, und jetzt brachte mich dieses blöde Ding auch noch zu Fall. Kurz bevor ich schmerzhaft auf meinem Steißbein gelandet wäre, packten mich zwei arme und hoben mich hoch. Ich drehte mich rum, es war Andy. Ich atmete auf. Er gab mir einen liebevollen Kuss auf die Stirn.

„Alles gute zum Geburtstag"

ertönte es aus der Küche. Es war eine tiefe, dumpfe Stimme. Alle waren verschwunden. Andy, die Major Crimes Devision, meine Waffe, das Wohnzimmer. Es kam eine dunkle Gestalt hervorgetreten, diese lächelte mich hämisch an. Ein kühler luftig durchfuhr den Raum. Alles war schwarz, bis auf das Lächeln dieser Gestalt. Es kam auf mich zu und würde immer größer und größer. Es öffnete seinen Mund, aus diesem blitzen mich hunderte glänzend weißer Zähne an. Ich schrie und versuchte wegzurennen. Meine Füße klebten am Boden fest. Ich kniff meine Augen zu, mit dem Gedanken, dass dies mein letzter Gedanke sein würde.

Aber nichts passierte. Ich blinzelte vorsichtig, kniff meine Augen jedoch gleich wieder zusammen, da mich etwas blendete.
Die Sonne.
Ich lag zusammengekauert auf einer großen und grünen wiese, wie ich sie zuvor nur aus meiner Kindheit auf dem Land kannte. Ein warmer Sommerwind wehte mir durchs Haar und ich sah Pusteblumen durch die Luft fliegen. Hinter mir war ein großer Wald, mit Baumarten, die ich noch nie gesehen hatte. Es duftete frisch nach Sommer. Vor mir war ein See mit kristallklarem blau-türkisem Wasser, der in der Sonne wie ein Diamant funkelte. Ich beschloss zu dem See zu gehen. Ich setzte mich ans Ufer und ließ meine Füße im Wasser baumeln. Auf einmal wurde der See in der Mitte blutrot. Algen stiegen an die Oberfläche und schlängelten sich um meine Füße. Ich versuchte aufzustehen und wegzurennen, bohrte meine Fingernägel ins Gras, nur um irgendwo halt zu finden. Aber nichts half. Die Algen zogen mich immer weiter und tiefer in das kühle nass, bis mir das Wasser schließlich bis zur Brust ging. Schon die ersten spitzen meiner Haare wurden feucht. Am Waldrand standen viele Tiere, unzählbar viele. Rehe, Füchse, Elche, Bären, Eichhörnchen, durch die Luft flogen hunderte Vögel. Ich hatte das zappeln aufgegeben und war nun ganz ruhig. Mein linker Knöchel schmerzte fürchterlich. Während ich die Tiere beobachtete, zogen mich die Algen weiter und weiter in den See. Das Wasser reichte mir bis zum Kinn. Und dann war ich untergegangen.


Immer noch die Luft anhaltend fand ich mich auf kühlem Asphalt wieder. Erst nach einigen Sekunden bemerkte ich, dass ich nicht mehr unter Wasser war. Ich atmete tief durch. Wie durch ein Wunder war mein Nachthemd trocken. Frösteln rieb ich mir die arme und stand auf. Ein stechender Schmerz durchfuhr meinen linken Knöchel. Erschrocken hob ich den Fuß wieder an und zog scharf Luft ein. Ich blickte mich um. In weiter Entfernung schienen Straßenlaternen, dann circa eine halbe Meile nichts, direkt vor mir jedoch stand eine Laterne, die ein scheinbar verlassenes Gebäude beleuchtete. Meine Neugier war geweckt, also betrat ich humpelnd dieses Gebäude. Ich ging durch einen langen Flur, mehrere Räume taten sich vor mir auf. Durch halb versteckte Glastüren konnte ich Spielzeuge erkennen, die verstreut auf dem Boden lagen. Eine Puppe saß ordentlich auf einem Stuhl in der Mitte des Raumes und starte mich an. Ein kalter Schauer lief über meinen rücken, und ich entschloss mich, weiter zu gehen. Vor den Wänden zwischen den räumen standen einige Spinde. Es standen Namen darauf, an manchen hingen noch Jacken und Bilder der Kinder, die einst hier spielten und lachten. Ich betrachtete die schließfäcker, bis mit zwei Namen ins Auge fielen. Emily Raydor und Richard William „Ricky“ Raydor. Ich erschrak. Die spinde waren mit Blut beschmiert. Nur die beiden. Nur die mit den Namen meiner Kinder darauf. Die Bilder die daran klebten waren blutverschmiert, dennoch konnte man vier Strichmännchen und ein Haus darauf erkennen. Es war unsere „Familie“. Jack, ich, Emily und Ricky. Jack hielt eine Flasche in der Hand, und eine grimmige Miene war ihm ins Gesicht gemalt. Ich weinte. Genau wie Ricky und Emily. Das Bild war zwischen mir und Jack zerrissen. Ich wollte mich dem Bild widmen, das Emily daneben gemalt hatte, als ich von einem grellen Licht geblendet wurde. Schützend hob ich meinen arm vor mein Gesicht. Im nächsten Moment stand ich wieder auf Asphalt. Vor mir bildeten sich langsam Silhouetten.  Ohne meine Brille konnte ich zwar viel erkennen, aber bei weitem nicht mehr alles. Ich hörte Schluchzen und ein dreckiges Lachen. Ich drehte mich in die Richtung des Lachens. Es war Jack. So wie er gestikulierte stark betrunken. Er trug Handschellen und war von wütenden Polizisten umgeben. Ich drehte mich zurück in die Richtung der schluchtzer. Ich erkannte sechs Personen. Andy kniete auf dem Boden, wie Amy und Buzz. Mike und Provenza standen links und rechts von Andy. Alle weinten. Ich bewegte mich, immer noch humpelnd, auf die Gruppe zu. Ich registrierte erschrocken dass sie mich weder sehen noch hören konnten. Da ich ohne Absatzschuhe kleiner als die beiden Lieutennants war, ging ich um sie herum. Ich erschrak mich zu Tode. Wenn das möglich wäre. Denn vor mir, in mitten der Gruppe, sah ich mich selbst liegen. Angeschossen. Mir ronn langsam Blut aus dem Bauch, aus der Brust und aus dem Mund. Hinter mir hielt ein wagen mit quietschenden reifen. Rusty, Emily und Ricky sprangen heraus, auch diesmal musste ich feststellen dass ich ein Geist war. Wie sollte es auch anders sein. Aus meinem Körper wich grade der letzte Rest leben. Meine Kinder knieten sich neben mich, drückten auf meine Verletzungen, hielten mein Gesicht und meine Hände. Aber langsam begannen sich meine Augen zu trüben. Alle weinten. Keiner hatte mehr Hemmungen. Auch Provenza und Mike weinten Träne um träne. Und Jack lachte. Ich rannte in seine Richtung, so gut es eben mit verletzten Knöchel ging. Und schrie ihn an.

„Was hast du getan!! Du hast deinen ‚Kindern‘ die einzige Bezugsperson genommen, die sie je in ihrem leben hatten! Du hast ihnen und Rusty die Mutter genommen! Du hast deine Ex-Frau erschossen! Den Commander des LAPD! Du hast Andy seine Verlobte genommen! Du hast allen hier ihren Boss genommen! Warum hast du das getan Jack?! WIESO HAST DU MICH UMGEBRACHT?!?!“

Ich weinte nun auch. Ich weinte nie. Aber nun musste ich es. Weil ich so verletzt und traurig war.

„Weil du es verdient hast, Sharon. Du hast es verdient.“

Antwortete er mir. Ich erschrak. Ich wollte mir grade die Waffe des Polizisten, der neben mir stand nehmen und ihn erschießen, als mich an den schultern etwas berührte.


Ich stieß einen spitzen schrei aus und schoss hoch. Dort traf meine Stirn schmerzlich die von Rusty. Ich ließ mich zurück in mein Kissen fallen, so hoffte ich jedenfalls, als ich mir zur Krönung auch noch den Hinterkopf am bettende stieß. Ich rieb mir die scherzen den stellen, während ich mich langsam aufsetzte. Ich schweißgebadet, tränen rannen meine Wangen entlang und meine Haare waren so zerzaust wie noch nie.

„Was… was ist denn los?“

Fragte ich mit kraziger Stimme. Rusty und Andy wechselten einen überraschen und besorgten Blick.

„Was?? Was ist?!“

Fragte ich noch einmal mit Nachdruck.

„Mom.. Du hast geschrien, gezappelt, geweint und um dich geschlagen.. Du hast Andy mit deiner Hand voll auf der Nase erwischt, und mich.. Naja, du dürftest es ja grade selbst merken..“

Sagte mein Adoptivsohn, schüchtern wie er war leise.

„Du hast vermutlich grade Jack angeschrien?“

Fragte Andy zurückhaltend. Ich atmete tief durch.

„Ja, Ja ich habe Jack grade angeschrien. Aber ich weiß auch gar nicht mehr wieso oder was ich geträumt hab. Tut mir leid dass ich euch verletzt habe. Ich hatte einfach einen Alptraum“

Log ich. Ich wollte nicht erzählen worum es ging. Andy nahm mich in den Arm.

„Ist schon gut liebste. Du musst keine Angst haben. Hier sind zwei starke Männer, die dich beschützen werden.“

Sagte Andy Liebevoll und küsste mein Haar. Meine Atmung sowie mein Blutdruck normalisierten sich wieder, und da jetzt das Adrenalin nachließ, über kam mich die Müdigkeit.

„Rusty.. Es tut mir so leid dass ich dich geweckt habe. Ich…“

Versuchte ich meine Lage zu erklären. Aber was gab es da eigentlich zu erklären? Nichts.

„Mom, es ist alles okay. Solange es dir wieder gut geht wache ich gerne viertel vier* morgens auf“

Sagte er und lächelte mich an. Ich zog ihn vorsichtig an seinem Handgelenk zu mir herunter und gab ihm einen kuss auf die Stirn. Er verließ, nachdem er mir einen küss auf die Wange gab, das Zimmer, ich kuschelte mich an Andy und ließ mich von seinen küssen in mein Haar langsam in den schlaf wiegen.



*- viertel nach drei morgens für alle West- Deutschen :D