You're my life.

OneshotDrama, Schmerz/Trost / P12 Slash
Hanzo McCree
18.07.2017
18.07.2017
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Hanzo, ich muss dir was sagen.“ – „Was denn?“ fragte ich leise, während mein Herz wie wild gegen meine Brust hämmerte.„Ich werde für einige Zeit weg sein, ich muss mit in das Schlachtfeld, sie suchen noch geeignete Männer und ich wurde gebeten zu kommen.“ ich weitete meine Augen, als ich diese Worte hörte, welche in meinem Kopf wie ein Echo klangen. Leicht biss ich mir auf die Unterlippe und schüttelte nur leicht meinen Kopf, ich konnte nicht glauben was er mir gerade sagte. „Aber Jesse… Und wenn dir was passiert?“ kam es leise über meine Lippen hervor und es war nur eine von vielen Fragen, welche ich aussprechen wollte, eines von vielen Sachen, was ich ihm sagen wollte.Hanzo, mir wird schon nichts passieren.“ ich wusste diese Worte waren nur zu meiner Beruhigung gedacht, denn er konnt es nicht wissen. Mit meiner linken Hand griff ich nach seiner Hand und drückte diese etwas, ich war schockiert und nicht richtig in der Lage klare Gedanken zu fassen, sie zu ordnen. „Jesse, nein. Du kannst nicht gehen, bitte…“ uns Beide, Jesse und mich, verband eine lange, innige Freundschaft. Wir waren beste Freunde, er war wie mein zweiter Bruder und vor allem war Jesse mein ein und alles. Er wusste nicht was ich für Gefühle hegte, was ich wirklich für ihn empfand und es war vermutlich auch besser so, denn ich wollte keinerlei Veränderung in unserer Freundschaft, ich wollte nicht den Knoten des Bandes lösen, welches uns so fest zusammenhielt.Hanzo. Bitte. Ich muss. Ohne mich werden noch weitere Unschuldige sterben, Kinder, Frauen… Männer, all diese Menschen sterben von Stunde zu Stunde. Ich habe meine Entscheidung getroffen und es ist die Richtige, auch wenn es selber für mich eine schwierige Entscheidung war.“ er drückte meine Hand und fasste mit der anderen Hand an meine Schulter, sie war warm und so unglaublich weich, mich überkam eine leichte Gänsehaut und ich erschauderte ein wenig und mein Herz pumpte schneller und unregelmäßig in meiner Brust. Leicht senkte ich meinen Blick und ging einen Schritt auf ihn zu, während meine Arme sich langsam um seinen Nacken legte, ich drückte ihn fest an mich und presste ebenfalls meinen Körper an seinen heran, ich wollte ihm nahe sein und seine Wärme spüren. „Wann wirst du gehen?“ – „Heute Abend holen sie mich.“ es waren nicht mal mehr 3 Stunden, ich biss mir feste auf die Unterlippe, denn ich wusste eins: Wenn du aus dieser Türe gehen würdest, würde ich nicht wissen, wann und ob ich dich jemals wieder sehen werde. „Werde ich dich wieder sehen, Jesse?“„Ja.“ „Versprochen…?“ „Versprochen.“
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Ich schreckte auf und saß kerzengerade im Bett, mein Atem war laut und unregelmäßig, es war als würde mir ein dicker Kloß im Hals hängen, ich bekam kaum Luft und konnte meine Gedanken nicht ordnen, zu viel war in meinem Traum passiert, Sachen die wirklich passieren könnten, die passiert waren. Mit meiner rechten Hand strich ich mir einmal durch das Gesicht und seufzte beunruhigt auf, ehe ich dann aufstand und aus meinem Zimmer verschwand, wobei ich den Weg in die Küche fortsetzte. Ich hatte das Licht ausgelassen, damit ich auch niemanden aus der kleinen WG wecken würde, auch wenn nur Genji und Angela noch hier mit mir und Jesse wohnten. Ich drehte den Wasserhahn auf und beugte mich zu diesem runter, meine Hände formte ich eine kleine Schale, woraufhin ich das Wasser über mein Gesicht verrieb und aufseufzte. Als eine bekannte und vertraute Stimme hinter mir auftauchte, schreckte ich zusammen und drehte mich um, wo ich dann das Gesicht von meinem Bruder erkennen konnte.„Was machst du noch so spät wach in der Küche, Hanzo?“ – „Genji…“ er schüttelte nur leicht seinen Kopf und ging auf mich zu, ehe er seine Arme um mich herum legte und seinen Kopf an meine Schulter bettete. „Hanzo, er wird schon wieder kommen. Mach dir keine Sorgen, ja? Er wird bald wieder hier sein.“ murmelte er leise und ich schüttelte nur leicht meinen Kopf, denn ich konnte es nicht mehr hören. Ich konnte nicht verstehen, wie er diese Hoffnung noch in sich tragen konnte.„Er wird schon wieder kommen? Genji, bitte. Es ist schon über einige Monate, seitdem er weg ist. Am Anfang habe ich noch Nachrichten bekommen, er hat mir geschrieben, mir gesagt es würde ihm gut gehen… und seit 2 Monate kommt einfach gar nichts mehr. Er meldet sich nicht, er schreibt nicht, er geht nicht an sein Handy, wenn ich ihn anrufe. Nichts. Er wird…“ – „Hör auf sowas zu denken, Hanzo. Du musst an ihn glauben, hörst du?“ Genji hob seinen Kopf an und sah mich mahnend an, während mir nur ein Seufzen von meinen Lippen entglitt. Es fiel mir so unglaublich schwer noch Hoffnung zu fassen, denn diese Ungewissheit zerriss mich förmlich, Stück für Stück. Ich wollte es selber nicht wahrhaben ihn wirklich verlieren zu können oder verloren zu haben und einfach nie wieder sehen zu können. „Ich gehe wieder schlafen.“ murmelte ich leise vor mir her und drückte meinen kleinen Bruder etwas von mir, ehe ich einfach aus der Küche verschwand und in mein Zimmer ging.Direkt legte ich mich in mein Bett und drückte mein Gesicht in das Kissen, während meine rechte Hand zu meinem Hals wanderte, wo ich fest meine Kette umfasste. Ich konnte nicht erklären wie wichtig mir diese Kette war, aber sie war mein ein und alles, vor allem war sie eine Erinnerung an Jesse. Er hatte sie mir damals geschenkt, um genau zu sein an dem Tag wo mein Geburtstag war. Ich wollte gar nicht wissen wie teuer sie war, aber er hatte diese Kette einfach für mich gekauft und machte mich damit sehr glücklich, auch wenn ich gestehen musste… seine Anwesenheit hat mich noch viel, viel glücklicher gestimmt.

Ich stand alleine mit Jesse in meinem Zimmer und machte mich gerade zurecht, während ich mir einen Zopf band, da meine Haare mir bis über die Schultern reichten. Genji hatte einige gemeinsame Freunde eingeladen und wollte mir eine schöne Geburtstagsparty organisieren, auch wenn ich nicht der Typ für solch große Partys war, freute mich seine Geste dennoch sehr und insgeheim freute ich mich auch schon auf die gute Stimmung. Vielleicht hätte ich den Tag auch alleine mit Jesse verbracht,  einfach um mit ihm die Zweisamkeit zu genießen, denn momentan hatten wir kaum mal Zeit für uns, eines der Nachteile die man hatte, wenn man in einer WG lebte.Ich spürte seinen Blick auf mir ruhen und sah durch den Spiegel zu ihm rüber, während ich ihm dabei ein Lächeln schenkte und er dieses sofort erwiderte, Jesse saß in meinem Bett, wobei sein Rücken an die Wand lehnte. Hanzo?“ begann er ruhig zu reden, weswegen ich mich zu ihm wandte und ihn ansah.„Ja?“ - „Lass deine Haare offen, es steht dir besser als der Zopf. Ich mag deine Haarlänge und vor allem dann, wenn du sie offen trägst.“ ich musste mich bei diesem Kompliment wirklich zusammenreißen nicht zu stottern oder mich in irgendeine andere peinliche Situation zu bringen, weswegen ich einfach nur nickte und mich wieder zu dem Spiegel drehte. Ich hörte mein Bett leise knarzten und zog leicht meine Augenbrauen zusammen, als ich spürte wie nah du hinter mir warst, ich schloss kurz meine Augen, denn dein Atem hauchte federleicht in meinen nackten Nacken hinein, was mich dazu brachte zu erschaudern. Hanzo, lass die Augen zu.“ -ich war unsicher und doch hörte ich auf seine Worte, auf seine Forderung und ließ meine Augen geschlossen, während ich seine warmen Hände an meinem Hals spürte, etwas kaltes an meinem Dekolleté, seinen warmen Atem in meinem Nacken, welcher mir eine sanfte Gänsehaut bescherte. Mit seinen sanften Fingern umfasste er mein Haargummi, welches er langsam von meinen Haaren löste und meine Haare sich über meine Schultern legten. „Jesse?“ – „Du kannst sie öffnen, Hanzo.“ er hatte sein Kinn an meine Schulter gebettet und sah in den Spiegel. Langsam öffnete ich meine Augen und sah in den Spiegel, wobei mir sofort die Kette auffiel und ich nur meine Hand vor den Mund hielt. Diese Kette war so unglaublich schön, es war eine silberne Kette und der Anhänger in Form eines Drachens, welcher sehr fein gearbeitet wurde. Mit meiner Hand nahm ich langsam den Anhänger und umfasste diesen vorsichtig, ehe ich meine freie Hand an seine Wange legte und den Kopf etwas zu ihm drehte. Unsere Gesichter waren so dicht beieinander, ich konnte schon förmlich seinen Atem spüren und diese Situation machte es mir nicht leichter. Ich hätte ihn nur zu gerne geküsst, mich richtig für die Kette bedankt, doch es blieb nur bei einer Umarmung und einem ehrlichen Lächeln, während ich mich dabei bei ihm bedankte. „Alles Gute zum Geburtstag, mein Bester.“

Diese Erinnerung war so wunderschön und doch war sie gerade einfach nicht zu ertragen, ich wollte nicht daran denken, ihn vielleicht nie wieder sehen zu können und doch konnte ich diese Gedanken nicht stoppen, es trieb mich förmlich in den Wahnsinn. Er war mir einfach wichtig und ich konnte mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen, es wäre einfach noch zu früh für ihn, wenn er sein Leben auf dem Schlachtfeld verlieren würde.Ich wusste nicht genau wie viele Stunden ich einfach regungslos in meinem Bett lag, denn ich schlief irgendwann einfach vor Erschöpfung ein und wachte erst am nächsten Morgen wieder auf, allerdings war ich sehr unausgeschlafen und meine Gedanken kreisten immer noch bei Jesse umher, ich konnte meine Gedanken nicht abstellen und vor allem konnte ich ihn nicht vergessen.

Die Zeit verging wie im Flug und mittlerweile war schon der vierte Monat vergangen, immer noch keinerlei Lebenszeichen von ihm, meine Sorge stieg, während meine Hoffnung nun endgültig verschwand. Ich saß draußen im Garten, auf der Hollywood-Schaukel, auch diese war mit Erinnerungen an Jesse verbunden. Ich fragte mich gerade folgende Dinge. Was wäre passiert, wenn ich Jesse meine Gefühle gestanden hätte? Hätte er sie erwidert? Hätte er mich abgewiesen? Hätte er mich ausgelacht? Wäre die Freundschaft zerbrochen? Was wenn er sie erwidert hätte…? Ob wir miteinander geschlafen hätten? Diese Vorstellung hatte ich schon öfters mal und gerade fragte ich mich einfach nur wie es sich wohl angefühlt hätte. Hätte es weh getan? Wäre er zärtlich gewesen, ob er acht auch mich gegeben hätte?Ich schloss meine Augen langsam und lehnte mich langsam zurück auf die Hollywood-Schaukel, ehe mir ein leises Seufzen entglitt. Ehrlich gesagt wusste ich nicht wie lange ich nun schon hier so lag, ich hatte mich komplett in Gedanken verfangen und wie immer drehten sich meine Gedanken nur um Jesse. Wenn er mir doch wenigstens ein Lebenzeichen von sich geben würde, würde ich schon ruhiger sein, wäre nicht mehr so angespannt und meine Hoffnung würde steigen, weil ich wüsste ich würde ihn wiedersehen. Unsanft wurde ich aus meinen Gedanken gerissen als Genji meine Hand berührte, was mich zusammenzucken ließ und ich ihn nur leicht irritiert ansah, ehe ich mich langsam aufsetzte. Mein Bruder setzte sich neben mich und stieß sich mit den Füßen etwas vom Boden ab, was die Schaukel leicht in sanft schwingende Bewegungen brachte. „Genji…?“ – „Hanzo. Es gibt Neuigkeiten, ich habe gerade einen Anruf bekommen. Es geht um Jesse.“ Ich weitete meine Augen und sah ihn ungläubig an, mein Puls stieg, mein Körper begann zu zittern und ich wollte so viel fragen, doch er kam mir zuvor.„Die Schlacht ist vorbei, aber Jesse…“ – „Was ist mit ihm?“ fragte ich sofort, ich klang schon fast panisch, angespannt und besorgt. Ich wollte doch nur wissen was los war.„Er liegt im Krankenhaus, Hanzo.“ – „Ich muss zu ihm! In welchem Krankenhaus liegt er? Wurde er wenigstens hier her verlegt? Genji!“ ich stand auf und sah zu Genji, als er nach meiner Hand griff. „Ich werde mit dir kommen, aber es wird nur einer zu ihm reindürfen, Hanzo.“ Und alleine diese Antwort reichte mir, ich wusste es würde ihm nicht gut gehen, er hätte keine einfachen Kratzer, er musste schwer verletzt sein und die Angst breitete sich in mir aus, ich wollte etwas sagen, doch ich konnte nicht. Es war als würde mir meine Kehle zugedrückt werden, als würde jemand mich erwürgen wollen und mir fehlte die Luft zum atmen. „Er wurde hierher verlegt, aber es sieht nicht gut aus Hanzo. Es tut mir leid… lass uns zum Krankenhaus fahren.“ murmelte er leise und sofort lief ich aus dem Garten hinaus, raus auf die Straße und begann zu rennen, wie als würde mich jemand jagen. Ich hörte nicht mal meinen Bruder mehr, wie er nach mir rief. Das Krankenhaus war ein gutes Stück entfernt und doch stoppte ich keine Sekunde, ich rannte immer weiter und erst als ich am Eingang von dem Krankenhaus war, verlangsamte sich mein Tempo. Ich keuchte laut und sah zu der Eingangstüre, woraufhin ich diese schnellstmöglich ansteuerte und etwas durch das Krankenhaus irrte, ich sah mich panisch um und erblickte einen Arzt. „Jesse! Wo ist Jesse?!“ ich lief mit schnellen Schritten zu dem Arzt und fasste an seine Schulter, welcher mich nur verdutzt anblickte nachdem er sich zu mir gewandt hatte. „Sir, ich bitte Sie. Sind die Verwandt mit dem Herrn?“ – „Ich… Nein. Aber wir sind beste Freun…-“ – „Dann kann ich Ihnen leider nicht weiterhelfen, tut mir leid.“ Ich biss mir fest auf die Unterlippe und sah den Arzt an, welcher den Flur entlang ging, während ich eine andere Richtung einschlug und zur Intensivstation lief. Verzweifelt und nicht wissend, wie ich dort überhaupt reinkommen sollte, blickte ich gegen die verschlossene Türe. Ein Arzt kam hinaus und blickte mich kurz erstaunt an, ehe er mich ansprach und zu mir runter blickte. „Sir? Kann ich Ihnen weiter helfen?“ – „Ich will nur wissen wie es Jesse McCree geht… bitte.“ flüsterte ich leise und sah den Arzt verzweifelt an, während ich mir fest auf die Unterlippe biss. „Sind Sie mit ihm verwan…-“ ich ließ den Arzt nicht mal ausreden, denn ich wusste schon längst was jetzt für eine Frage kommen würde. „Nein, verdammte Scheiße…! Er ist mein bester Freund… ich will doch nur wissen wie es ihm geht… bitte… Ich warte seit 4 Monaten auf ihn, wovon er sich 3 Monate nicht mehr gemeldet hat.“ ich senkte meinen Blick, während ich mich an die Wand hinter mir lehnte und langsam an dieser hinunter rutschte, bis mein Hintern den Boden erreichte. Wie aus dem Nichts hörte ich plötzlich eine Stimme, welche mir sehr bekannt vorkam. Angela. Sie lief mit Genji zu mir und kniete sich zu mir, ehe sie meine Hand nahm und zu dem Arzt hochblickte. „Angela?“ fragte dieser überrascht und sie erhob sich langsam. „Lange nicht mehr gesehen, was?“ sie setzte ein leichtes, schwaches Lächeln auf ihre Lippen und sah zu mir runter, während ich meinen Blick gesenkt hielt. „Doktor, ich weiß… Sie würden gegen die Regeln verstoßen und doch würde ich Sie gerne um den Gefallen bitten. Hanzo ist der Bruder meines Freundes und Jesse McCree ist der beste Freund von ihm. Er wartet schon so lange auf ein Lebenszeichen von Jesse und er war die ganze Zeit voller Sorge und Kummer. Doktor, bitte. Würden Sie Hanzo zu ihm lassen? Nur dieses eine Mal…“ der Arzt seufzte leise aus und öffnete mit einem Code die Türe, ehe er mich ansah und nickte. „Nur dieses eine Mal.“ antwortete er, ehe ich langsam aufstand und ihm folgte, nachdem ich Angela und Genji fest umarmt hatte. Mir war ganz mulmig zumute und doch wollte ich unbedingt zu ihm, für ihn da sein und einfach hoffen, es wäre nicht so schlimm, wie ich vermutet hatte.

An dem Zimmer angekommen, öffnete der Arzt die Türe und ließ mir Eintritt in das Zimmer von Jesse. Langsam und unsicher betrat ich den Raum, während ich versuchte ruhig zu bleiben. Er lag in seinem Bett, verkabelt, eine Maske verdeckte sein halbes Gesicht und diente zur künstlichen Beatmung. Mit langsamen Schritten ging ich auf ihn zu und stand vor seinem Bett, während ich nur auf Jesse hinab blickte. Dieser Anblick zerriss mir das Herz und es war so, als würde mir wer den Boden unter den Füßen wegreißen, meine Gedanken drehten sich wie wild im Kreis und dieses Bild von ihm, wie er da so reglos lag, raubten mir die letzten klaren Gedanken.

„Lass uns noch was schönes zusammen machen, bevor die 3 Stunden um sind, Hanzo.“ – „Lass uns in mein Zimmer und einen Film gucken. Dann haben wir etwas Ruhe und können noch die Zeit ein wenig genießen.“ und wie das Schicksal es so wollte, willigte er ein und nahm meine Hand in seine. Ich sah leicht zu unseren Händen und merkte wie die Hitze in meine Wangen stieg, wobei ich einfach nur sanft anfing zu lächeln. Jesse war etwas ganz besonderes. Zusammen mit ihm ging ich auf mein Zimmer und er setzte sich auf mein Bett, wobei ich noch einen Film auswählte und ihn in meinen DVD-Player einlegte. Als ich alles vorbereitet hatte ging ich zu meinem Bett und setzte mich zu meinem besten Freund, als ich dort nun neben ihm saß, kam er etwas näher und setzte sich nah an mich heran. Jesse bettete seinen Kopf an meine Schulter und legte seine Hand auf mein Bein, es war so traumhaft schön ihn bei mir zu haben und vor allem noch so nahe. Es wäre vielleicht der perfekte Moment gewesen ihm zu erzählen was ich eigentlich für ihn fühlte und doch zögerte ich, sprach nicht das aus, was längst überfällig war, sondern legte meine Hand auf seine und lehnte meinen Kopf gegen seinen. Er kraulte mit seinem Daumen vorsichtig über meinen Handrücken. „Hanzo… ich…“ fing er leise an, was mich auf ihn aufmerksam machte. „Mh?“ – „Ich… Ah, ich werde dich vermissen Hanzo. Ich hoffe ich bin nicht zu lange weg.“ – „Ich hoffe du kommst gesund und munter wieder, denn ich brauche dich. Hörst du?“ ich drückte seine Hand leicht und lehnte mich etwas enger an ihn heran, denn ich wusste nicht, wie lange ich seine Anwesenheit vermissen muss, bis ich ihn wieder in meinen Armen halten könnte. „Ich werde gesund und munter wiederkommen, du sollst dir nicht so viele Sorgen machen. Ich werde mich auch immer melden, versprochen.“ ich merkte gar nicht wie Jesse etwas in den Bezug meines Kissens etwas hineinlegte, da ich einfach zu sehr damit beschäftigt war, meine Gefühle im Zaun zu halten und doch diese Zweisamkeit zu genießen. Die Zeit verging leider viel zu schnell und wir standen langsam von dem Bett auf, ehe ich Jesse nach unten folgte, sein herber und doch lieblicher Duft klebte an mir und auch wenn er nicht direkt neben mir stand, konnte ich seinen Duft noch immer riechen. Ich sah ihm dabei zu wie er Angela und Genji umarmte, die Umarmung war herzlich und ehrlich, dann wandte er sich zu mir rüber und ging einen Schritt auf mich zu, wobei er die Arme aufhielt und mich einfach nur still ansah. Ich überbrückte die letzten Schritte und lief zu ihm, woraufhin ich ihn feste umarmte und Jesse an mich heran drückte. Langsam schloss ich meine Augen, welche ich leicht zusammenkniff. Ich wollte nicht weinen, nicht vor allen und ich wollte Jesse es nicht noch schwerer machen, als es ohnehin schon war. Leicht biss ich mir auf die Unterlippe und krallte mich an seine Kleidung, wobei ich spürte, wie er seine Arme enger um mich legte, er drückte mich enger an sich heran und diese Umarmung war so anders, als sie bei Genji und Angela war. Diese hier war innig und fest, herzlicher und liebevoll, wobei es so wirkte als würden wir uns nicht mehr voneinander lösen wollen, doch er tat es und nahm langsam seine Arme von mir weg, wobei ich ihn nur traurig ansah und hart schlucken musste, damit ich mich selber etwas mehr unter Kontrolle halten konnte. „Bis dahin Hanzo. Mach mir keinen Unsinn.“ sagte er und schenkte mir ein weiches, liebevolles Lächeln. Seine Hand legte er auf meinen Kopf und zerzauste meine Haare ein wenig. Auch wenn ich ihm jetzt am liebsten einen todesähnlichen Blick schenken wollte, ließ ich es sein und schenkte ihm stattdessen ein hübsches Lächeln. Er winkte noch mal in die Runde, ehe er aus der Tür ging und diese hinter ihm in das Schloss fiel.



Ich saß an seinem Bett, hielt seine Hand und kraulte mit meinem Daumen über seinen Handrücken. Ehrlich gesagt wusste ich nicht mal wie lange ich schon bei ihm war und doch kam es mir vor wie eine Ewigkeit, dieser Raum war zeitlos. Mein Blick ruhte auf ihm und so wie er da lag, wirkte er so ruhig und friedlich, dabei musste ich mir eingestehen auch seine Schönheit einfach immer und immer wieder zu bemerken. Ich senkte meinen Blick und drückte seine Hand vorsichtig, legte meine Finger zwischen seine und atmete tief durch. „Ich sagte dir du sollst nicht gehen… Aber du hast die Entscheidung für dich getroffen und du hast vermutlich einige Leben gerettet. Jesse… Du sollst wissen wie stolz ich auf dich bin, denn du hast den Mut gehabt und bist in die Schlacht gezogen, auch wenn du vermutlich wusstest, was passieren würde. Nicht wahr?“ ich sah in sein Gesicht welches so makellos rein war. „Wach schnell wieder auf, denn wir brauchen dich. Ich brauche dich, Jesse.“ flüsterte ich leise und blickte aus dem kleinen Fenster, welches in der Wand eingebaut war und erkannte Angela und Genji, wie sie uns beide ansahen. Ich senkte den Kopf und stand langsam auf, ich beugte mich zu ihm runter und drückte ihm einen Kuss auf die Stirn, ehe ich langsam das Zimmer verließ und nochmal, über meine linke Schulter, in das Zimmer reinschaute. Es fiel mir unglaublich schwer und am liebsten wäre ich die ganze Zeit bei ihm geblieben, was Genji ebenfalls bemerkte.„Hanzo… Jesse ist schon seitdem er auf dem Schlachtfeld gefunden wurde in diesem Zustand. Es ist etwa schon seit 5 Wochen so. Erst wurde er da versorgt, aber die Ärzte hatten Bedenken ihn dort gut genug versorgen zu können, deswegen wurde er hierher verlegt. Es sieht nicht gut aus…“ er versuchte es mir ruhig zu erklären doch jedes einzelne Wort seinerseits war wie ein Messerstich in mein Herz. Ich sah meinen Bruder erschrocken an und schüttelte nur ungläubig meinen Kopf. „Nein, Genji. Er wird aufwachen. Das wird er ganz sicher…! Er hat mir doch versprochen zurück zu kommen und das alles genau so sein wird wie damals, bevor er ging. Er wird aufwachen.“ ich versuchte die letzte Hoffnung in mir zu erwecken, doch mit einem Schlag ruinierte eine fremde Stimme auch diese. „Es tut mir leid dies mitteilen zu müssen, aber wir haben die Ergebnisse der Untersuchung.“ ich drehte meinen Kopf in die Richtung der Stimme und erkannte einen jungen Mann, der wohl ebenfalls ein Arzt dieses Krankenhauses war.  „Was für Ergebnisse?“ – „Wir haben ihn genau untersucht und sind zu einem Ergebnis gekommen was ihm fehlt.“ – „Und was fehlt ihm?“ wenn ich eins hasste, dann war es solche Situationen wo meine Geduld auf die Folter gespannt wurde.„McCree ist in einer Art Wachkoma gefangen, sein Gehirn arbeitet noch einigermaßen, aber sein Körper dagegen kaum noch. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann er den Kampf aufgibt, aber aufwachen wird er nicht mehr. Es tut mir leid.“ Ich konnte nicht glauben was der Arzt gerade sagte und all das war so unglaubwürdig für mich, nicht weil ich es nicht glauben konnte, sondern einfach weil ich es nicht wahrhaben wollte.„Nein… Sie müssen sich irren. Jesse geht es gut, er wird bald wieder aufwachen. Bitte… sagen sie mir, was sie mir gerade sagten, war nur ein schlechter Scherz. Bitte…!“ ich sah den Arzt an, während ich zu Genji und Angela sah, in der Hoffnung sie würden diese schlechte Nachricht als einen dummen, absurden Spaß auflösen, doch als ich bemerkte, wie auch die Beiden ihre Blickte senkten, schüttelte ich nur meinen Kopf und merkte wie feucht meine Augen wurden. Ich weinte nicht oft, aber nun konnte ich es nicht zurückhalten, während die Tränen an meinen Wangen runter liefen. „Jesse… Nein. Bitte…“ flüsterte ich leise vor mir her und der Arzt fasste vorsichtig an meine Schulter. „Ich weiß, sie standen ihm sehr nahe und sie waren für ihn eine sehr wichtige Bezugsperson. Auch wenn es viel verlangt ist, ich würde sie nun bitten Abschied zu nehmen, wir werden die Maschinen gleich ausstellen.“ ich sah zu Genji und Angela, welche mich nur still anblickten und langsam gemeinsam das Zimmer betreten hatten. Während die Beiden in dem Zimmer waren, wartete ich mit dem Arzt draußen und sah ihn dann still an, schluckte leicht und biss mir fest auf die Unterlippe. „Sir… darf ich bei Jesse bleiben und in den letzten Minuten bei ihm sein? Bitte…“ der Arzt sah mich kurz skeptisch an und seufzte dann leise aus, eigentlich war es nicht erlaubt, aber andererseits hatte er doch schon eine Regel gebrochen und uns zu ihm rein gelassen. Eine kurze Weile überlegte er und nickte dann, ehe er aufsah, als Angela und Genji hinauskamen, auch mein kleiner Bruder war am weinen und ich kannte dieses Bild genau so selten, wie er es bei mir kannte. „Ich werde gemeinsam mit Ihnen hineingehen, Shimada. Danach werde ich Ihnen etwas Privatsphäre geben.“ auf seine Worte hin nickte ich nur schwach und folgte ihm dann in den Raum, während Genji und Angela die Intensivstation verließen.

Ich setzte mich an das Bett von Jesse und nahm seine Hand wieder in meine, legte meine Finger zwischen seine und drückte vorsichtig seine Hand. Der Gedanke diese Hand ein letztes Mal in meiner halten zu dürfen, zerriss mich innerlich und ließ mich nur noch mehr weinen. Der Arzt ging zu den Maschinen und drückte einen Knopf, er Bildschirm wurde schwarz und die Maschinen waren runtergefahren. Man konnte noch den regelmäßigen Ton hören, welcher vorhanden war, damit man wusste es würde noch Herzschlag vorhanden sein. Der Arzt fasste an meine Schulter und ging dann aus dem Raum hinaus, ehe ich alleine mit meinem besten Freund war. „Jesse…“ flüsterte ich leise und begann zu schluchzen, wobei ich zittrig mit meiner Hand seine Atemmaske abnahm und stark begann zu zittern. „Nun verunstaltet die Maske nicht dein wunderschönes Gesicht…“ ich schluckte stark und mein ganzer Körper begann zu zittern, vorsichtig beugte ich mich zu ihm runter und lehnte meine Stirn an dessen seine. Langsam schloss ich meine Augen und atmete unruhig ein und aus. „Jesse. Verdammt… Wieso du? Wieso muss ich dich ausgerechnet jetzt verlieren? Ich wollte… Ich wollte doch so viel mit dir unternehmen, mit dir so viel Zeit verbringen…“ ich wusste nicht wo ich anfangen sollte zu reden, denn eigentlich wusste ich nicht mal ob du mich überhaupt hörten würdest. „Jesse… Als du mir das Kompliment machtest mit den Haaren, sie würden mir offen besser stehen…  war eines der schönsten Komplimente, die ich jemals bekommen habe… aber ehrlich gesagt, jedes deiner Komplimente war einfach wunderschön…“ flüsterte ich leise und fuhr mit meinem Daumen sanft über deine Lippen. „Weißt du wie oft ich dich einfach gerne geküsst hätte…? Aber ich hatte immer Angst davor, ich wollte dich nicht verlieren und dich nicht verschrecken… und weißt du was? Ich bereue es, es nie getan zu haben, denn jetzt werde ich nie rausfinden wie du reagiert hättest.“  ich versuchte meine Gedanken zu ordnen und versuchte klare Worte zu finden. „Ich wollte es dir schon so oft sagen, aber die Worte haben mir gefehlt, nie wusste ich wie ich es dir sagen könnte und nun? Nun habe ich den Mut und es ist zu spät…“ ich biss mir fest auf die Unterlippe und hob meinen Kopf leicht an, ehe das Piepen lauter wurde, was ein Zeichen dafür war, wie dein Körper langsam versagte, wie dein Herz aufhören wollte zu schlagen. Meine Hand legte ich vorsichtig an deine Brust und sah in dein Gesicht hinein, während ich laut aufschluchzte und den Kopf schüttelte. „Jesse, ich liebe dich… Ich liebe dich verdammt… schon so lange… Ich bin so ein Idiot… verzeih mir.“ ich lehnte meinen Kopf an deine Halsbeuge und kurze Zeit später war es durchgehendes Piepsen zu hören, was mich nur noch mehr aus der Fassung brachte und mich mehr dazu brachte, meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. „Jesse. Nein… Verlass mich nicht… Ich brauche dich doch, ich liebe dich…“ mit meiner Hand fuhr ich langsam über seinen Arm und nahm seine Hand wieder in meine.

Es waren mittlerweile einige Tage vergangen und ich saß still auf meinem Bett, während ich meine Beine angezogen hatte. Ich saß einfach da, still, reglos und starrte die ganze Zeit ein Bild von Jesse und mir an, wo er noch bei mir war und mich zum Lachen brachte. Nun war er nicht mehr da und ich war alleine. Langsam stand ich auf und griff mir in meine offenen Haare, nahm mein Kissen und warf es gegen die Wand, während die Tränen einfach wieder begannen zu laufen. Ich senkte meinen Blick und sah auf dem Boden einen gefalteten Zettel und fragte mich woher dieser jetzt kam, doch dann sah ich zu dem Kissen und nahm vorsichtig das Blatt auf. Ich setzte mich zurück auf das Bett und faltete das Papier auf, während ich erschrocken meine Augen öffnete. Es war ein Brief von Jesse, das Datum verriet mir, er hatte diesen Brief einen Tag vorher geschrieben, bevor er losfahren musste.

Hey mein lieber Hanzo.

Ich weiß nicht genau wann du den Brief finden wirst, aber ich hoffe du findest ihn schon bald und kannst ihn lesen. Ehrlich gesagt habe ich mich nicht getraut ihn dir persönlich zu geben, da ich versuche in diesem Brief all meine Gedanken zusammen zu bekommen. Es ist nicht einfach für mich diesen Brief zu schreiben und schon gar nicht alles zu schreiben, was ich schon so lange in mir trage, was meine Gefühle angeht.Hanzo, ich habe einen Anruf bekommen, sie brauchen jemanden auf dem Schlachtfeld, einige. Sie schaffen es nicht alleine und ich fühle mich verpflichtet, denn ich kann nicht zulassen wie unschuldige Menschen ihr Leben lassen, darunter Kinder. Ich kann es nicht. Der Anruf kam heute und ich habe mich relativ schnell entschlossen zu helfen, auch wenn mir selber die Entscheidung nicht leicht fiel, immerhin müsste ich meine Freunde zurücklassen, vor allem dich.

Weißt du, ich weiß nicht wie die Schlacht für mich ausgeht und egal was ich dir Versprechen werde, ich kann es vielleicht nicht einhalten. Was ist denn, wenn mir doch etwas passiert und ich dich im Stich gelassen habe?Oh Hanzo, ich hoffe die Schlacht wird ein Erfolg für uns, für mich, sein und ich werde schnell wieder nach Hause kommen. Ich werde versuchen mich immer zu melden, auch wenn es mir wohl nicht immer möglich sein wird. Weißt du eigentlich wie sehr ich dich jetzt schon vermisse? Deine Nähe und deinen Duft der in meiner Nase sitzt…? Deine Anwesenheit, dein Duft, deine Art raubt mir den Verstand und ich kann kaum noch klare Gedanken fassen. Dich in meiner Nähe zu haben ist ein unglaublich schönes Gefühl und doch ist es eine Folter für mich, dich nicht so anfassen zu können, wie ich es wollen würde. Am liebsten würde ich deine Lippen küssen, meine Arme eng um dich legen und dich so an mich drücken, damit auch wirklich jeder verstehen würde zu wem du eigentlich gehörst.

Hanzo? Ich weiß nicht… vielleicht hast du es schon gemerkt, vielleicht auch nicht, aber ich hatte einfach Angst es dir zu sagen, weil ich keinerlei Veränderung in unserer Freundschaft wollte. Ich wollte dich nicht verlieren und schon gar nicht verschrecken, weswegen ich es als besser empfunden habe dir nichts von meinen Gefühlen zu sagen.

Ich weiß nicht was auf dem Schlachtfeld passieren wird und ob ich jemals lebendig zurückkommen werde, aber ich wollte wenigstens die Wahrheit sagen. Wenn ich lebend zurückkomme muss ich auf einen wunderschönen Anfang mit uns hoffen und wenn ich sterbe, war es für mich ein wunderschönes Ende mit dir. Glaub mir, wenn ich sterben sollte, dann wirst du die ganze Zeit in meinen Gedanken sein, einfach weil ich dich brauche, weil ich dich liebe. Du bist schon so lange mein bester Freund und ich bin schon einige Zeit in dich verliebt und nie hatte ich den Mut gehabt es dir persönlich zu sagen. Jetzt da wo ich weggehen werde, finde ich den Mut auf einmal? Wir werden uns wiedersehen und ich hoffe auf ein wunderschönen Anfang mit uns und weißt du welcher der wunderschöne Anfang wäre? Wenn du mein Freund sein würdest, den ich lieben kann und glücklich machen will. Hanzo, ich liebe dich sehr. Vermiss mich nicht zu sehr, mein hübscher.Achja, bitte. Trag deine Haare offen, denn ich liebe es, wenn sie offen sind. Dein Jesse.

Ich sah den Brief fassungslos an und meine Tränen kullerten an meinen Wangen entlang und tropfen von meinem Kiefer hinab auf meine Hose. Während mein Kopf noch diese Informationen verarbeitete, arbeitete mein Puls auf hochtouren und doch fühlte es sich an, als würde jemand mein Herz in tausende Stücke zerpflücken. „Jesse, nein…“ ich flüsterte es leise und drückte dieses Blatt an mich heran. Langsam stand ich auf und ging zu meinem Schreibtisch, wo ich eine Schere aus der Schublade entnahm und langsam zurück zu meinem Bett ging. Ich setzte mich auf dieses drauf und legte den Brief auf mein Kopfkissen, wobei ich mir auf die Unterlippe biss und die Klinge der Schere an meinen inneren Arm hielt. Feste drückte ich die Klinge in meine Haut und spürte diesen stechenden Schmerz, ich sah zu dem Foto und lächelte nur schwach. „Jesse, ich werde zu dir kommen. Warte auf mich.“ flüsterte ich nur leise.Ich drückte die Klinge tiefer in meine Haut und begann diese an meinen Arm hochzuziehen, ich machte keinen einzigen Mucks und spürte nur wie das Blut an meinen Arm runter tropfte, ehe ich mich langsam in mein Bett legte und meine Augen langsam schloss.

Mein Herzschlag wurde langsamer, schwächer und endete, ebenso wie es vor kurzer Zeit deiner tat, für immer.