black 13

von SamySoli
GeschichteRomanze, Familie / P18
Asahina Kaname Asahina Louis Asahina Natsume Asahina Tsubaki Asahina Ukyo OC (Own Character)
17.07.2017
04.03.2019
21
47.339
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17.07.2017 1.809
 
So ihr Lieben, herzlich willkommen zu einer neuen FF von mir.
Vor einiger Zeit habe ich diese Story zu schreiben begonnen und habe jetzt vor es als kleines Nebenprojekt laufen zu lassen. Ich denke ich werde mich ein wenig nach Rückfrage und Motivation richten, wie oft Kapitel kommen werden. Wenn euch die Geschichte interessiert, freue ich mich natürlich über jede Rückmeldung und jetzt viel Spaß ^.^




Belämmert starrte ich auf meinen viel zu großen Koffer. Das ich jetzt hier weg musste, wollte mir gar nicht in den Kopf gehen, erst recht nicht mit dem Wissen wo es hinging und aus welchen bescheuerten Grund.
Mein Herz war mir, als ich es erfahren hatte in die Hose gerutscht und um ehrlich zu sein, war es noch nicht wieder zurückgewandert.
Mein ganzes Leben hatte ich mit meiner Familie, also meiner Mutter und meinen drei älteren Geschwistern verbracht. Im Laufe der Jahre waren alle meine Schwestern von Zuhause weggezogen, bis ich alleine mit meiner Mutter gelebt hatte.
Vor einem Monat bekamen wir dann die Nachricht, dass Oma an Krebs erkrankt sei. Als sich ihr Zustand vor ein paar Tagen so verschlechterte, dass sie kaum mehr in der Lage war sich selber zu versorgen, reiste meiner Mutter kurzerhand ab, um sich um sie zu kümmern.
Als Mama dann gestern anrief, sagte sie mir, dass sie eine Weile bei Oma bleiben müsse und dass sie, da ich noch minderjährig war, dafür gesorgt hatte, dass ich zu meiner Tante ziehen würde.
Sie sagte, es sei besser für mich, da das Haus in das ich ziehen konnte, nicht allzu weit weg war und ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiterhin meine Schule besuchen könnte. Sie war dann zwar nicht mehr nebenan und zu Fuß erreichbar, aber es war besser, als mir nochmal neue Freunde suchen zu müssen.

Unruhig tapste ich von einem Fuß auf den anderen und hätte am liebsten meinen Kopf wie ein Strauß in den Boden gerammt, um das Elend welches auf mich zu kam nicht sehen zu müssen.
Es war nicht so, dass ich nicht mit Fremden auskam und der Gedanke, dass ich meine Tante um mich herum haben würde beruhigte mich. Auch wenn ich die Frau nur einige wenige male gesehen hatte, war sie es nicht, die mich Unruhig werden ließ, es war ihre Familie vor der ich mich fürchtete.
Sie hatte dreizehn Söhne.
Gut ich hatte erfahren, dass sie mit ihren Kindern nicht zusammenwohnte, aber ich kam mit männlichen Menschen nicht klar. Der Gedanke, dass irgendwo, immer einer herum schlawenzelte machte mich absolut kirre.

Ich atmete einmal kräftig durch und als schließlich ein Auto einige Meter vor mir anhielt und ich erkannte, dass es die entsprechende Automarke war, wäre ich am liebsten umgedreht und weggerannt.
Es dauerte einen Moment, bis sich überhaupt etwas in dem Auto tat und einfach hingehen und mich reinsetzten, empfand ich als unhöflich. Als sich dann doch die Fahrertür öffnete, beugte ich mich neugierig vor, um einen Blick auf meine Tante Miwa zu werfen. Einen Moment war ich ziemlich verblüfft, als ich ihren hellen Haarschopf sich erheben und immer weiter hochwachsen sah.
Ein leises Rauschen entstand in meinen Kopf als ich begriff, dass sich dort keine Frau, sondern ein Mann befand.

Ich blinzelte etwas irritiert, während mein Herz langsam aber sicher Richtung stillstand driftete.
Er war unglaublich groß, hatte kurzes blondes Haar und eine Brille mit recht schmalen Gläsern, die ihn unglaublich Autoritär wirken ließ. Als er um das Auto lief und auf mich zu kam ertönte seine tiefe Stimme: „du bist also unser neues Familienmitglied, freut mich dich kennen zu lernen. Ich bin Ukyo.“
Er streckte seine Hand in meine Richtung aus. Zuerst dachte ich, dass er mich einfach ins Auto ziehen wollte, weswegen mir unabsichtlich ein Schreckenslaut entkam.
Verblüfft hielt er in seiner Bewegung inne und einen kurzen Moment schien er zu überlegen was meine Reaktion bedeutete. Stupf versuchte er sich mit einem Lächeln aus der Situation zu retten.

Da seine Hand noch immer leicht erhoben war, griff er einfach in Richtung meines Koffers und sagte in einem ruhigen Ton: „na komm, ich packe deinen Koffer schonmal ein.“
Schnell wich ich einige Schritte zurück, um von diesem Geschlecht mit den breiten Schultern weg zu kommen.
Warum zum Teufel holte mich eins dieser Wesen ab und nicht meine Tante. Mama wusste doch, dass ich mit Männern nicht klarkam und erst recht nicht mit so großen. Ich fand diese massigen Körper befremdlich und unglaublich bedrohlich und ihr Verhalten war so anders.
„na komm, steig ein. Zuhause kannst du erstmal eine beruhigende Tasse Tee trinken.“
Ich wusste, dass er seine Stimme extra sanft klingen lassen wollte, was jedoch bei mir meine Alarmglocken klingeln lies. Wenn Männer so freundlich waren, führten sie etwas im Schilde.

Einen Moment guckte ich nervös zwischen dem Mann und dem Auto hin und her und schupste mich selber an, um mich Richtung Beifahrertür zu schieben. In einem engen geschlossenen Raum mit einen dieser Wesen… Eigentlich gar keine Option für mich.
Vorsichtig griff ich mit meinen eiskalten Fingern nach dem Griff der Tür, ständig aus den Augenwinkeln beobachtend, wie das Wesen meinen Koffer in den Kofferraum legte. Schließlich zog ich die Tür auf und setzte mich, bevor ich es mir anders überlegte, rein.
Ich schnallte mich schon einmal an und kaum hatte ich den Verschluss geschlossen, öffnete sich die Fahrertür und das Wesen stieg ein.
Einen Moment war ich schon drauf und dran meine Tür wieder auf zu reißen, verbat es mir jedoch und zwang mich zur Ruhe.

Eine eisige Stille breitete sich im Auto aus, während sich dieses in Gang setzte und über die Straße rauschte. Schemenhaft sauste meine bekannte Umgebung an mir vorbei und ich fühlte mich, als würde mir mein altes Leben durch die Finger gleiten.
Wie unreal diese Situation mit dieser seltsamen Gestallt war. Er kam mir wie ein Lehrer vor und mit so einen fuhr man nicht in einem Auto.
Kurz kam mir der Bericht von vor einigen Tagen in den Sinn, indem es um einen Lehrer ging, der seine Schülerin vergewaltigt hatte. Unbewusst rückte ich noch ein Stück weiter von ihm weg und machte mich bereit, jeden Moment um mich zu schlagen. Wer wusste schon, ob er mich nicht in einen finsteren Wald fuhr, mich dann mit sich riss, um sich dann an mir zu vergehen.
Was wäre, wenn er seine kranken Fantasien an mir auslebte, mich folterte und mich umbrachte?

Ich hing noch einige Zeit in meinen Vorstellungen fest, bis plötzlich eine tiefe Stimme erklang: „du gehst ja noch zur Schule, oder? Auf welche gehst du?“
Ich sah, dass er lächelte und wieder kamen einige Bilder in meinen Gedanken hoch, bevor ich murmelte: „Zuhause um die Ecke.“
Ich wusste, dass das, was ich gesagt hatte recht unhöflich gewirkt haben musste, doch aus Schreck, dass er mich angesprochen hatte, war mir der Name meiner Schule entfallen. Ich merkte wie zu meinem Unwohlsein nun auch Verlegenheit hervorsprudelte und bemühte mich eine Lösung für diese verzwickte Situation zu finden. Tür auf und raus wäre eine Option, dass wir knapp 70kmh fuhren war dagegen ein Hindernis.
„hmm… dann musst du ja jetzt morgens recht weit, fährt dich jemand?“
Er sollte aufhören zu reden, seine Stimme machte mich unruhig, so konnte ich ihn nicht einmal ausblenden: „ich fahre Bus.“
„wie lange fährst du denn dann immer?“
Still sollte er sein!
Meine Finger wollten schon in Richtung Tür wandern, während ich murmelte: „Dreiviertelstunde.“
Er machte einmal einen nachdenklichen Laut und sagte: „das muss für dich ja eine große Umstellung sein, wenn du vorher in wenigen Minuten bei der Schule angekommen bist.“
„nicht schlimm.“

Danach herrschte wieder Stille im Auto, was mich erleichtert ausatmen lies. Warum musste die Stimme von solchen Wesen auch immer so klingen, als würde ein Raubtier knurren. Ich kam mir immer vor als würde mir ein Grizzlybär im Nacken sitzen. Und dann auch noch diese Berge an Muskeln die dafür sorgen konnten, dass ich mich, wenn sie es so wollten, nicht mehr wehren konnte.  
Furchteinflößend.

Nach nicht einmal dreißig Minuten fahrt, die mir wie eine halbe Ewigkeit vorgekommen waren, rollten wir auf ein gigantisches Grundstück, auf welches ein, wie ich vermutete, mehr Familienhaus stand.
In eine von diesen würde wohl meine Tante wohnen.
„wir sind da, das ist das Haus, in dem meine Brüder und ich wohnen, wir haben dein Zimmer schon vorbereitet.“
Einen Moment dauerte es, bevor ich verstanden, was das Wesen von sich gegeben hatte. Das Haus in dem er und seine Brüder wohnen? Mein Zimmer war bereits vorbereitet?
Ich rang einen Moment um Luft, bevor ich murmelte: „wo ist Miwa?
Einen Moment guckte er mich irritiert an: „Sie wohnt nicht einmal in der Stadt, ich dachte das wüsstest du?“

Ich merkte wie es mir die Kehle zu schnürte und alles über mir zusammenbrach.        
Ich sollte alleine mit so vielen Männern in einem Haus wohnen? Mit Gestalten die jeden Moment über mich herfallen konnten? So wie ich mich in dem Augenblick fühlte, musste sich ein Lamm kurz vor der Schlachtung fühlen.
Ich schüttelte einmal den Kopf, während das Auto in eine Garage fuhr und dort zum Stehen kam. Durch den geschlossenen Raum, wurde es dunkel um uns herum und durch das ausgehen des Motors wurde es mucks Mäuschen still. Eine Schockstarre ergriff mich, weswegen ich entsetze aus der Frontscheibe, die Betongwand fixierte. Plötzlich kam mir diese Autofahrt extrem unbedeutend vor, als wäre ich einen Hügel hochgelaufen und hatte jetzt ein riesiges Gebirge vor mir.
Ein Zittern erfasste meinen Körper und ich begann, etwas unbeholfen nach Luft zu schnappen.
Die große Gestallt neben mir, guckte mich etwas unbeholfen an und fragte: „ist alles in Ordnung mit dir?“
Er hob einmal seine großen Hände in meine Richtung, stockte jedoch und schien mit sich selber zu hadern, ob er mich berühren soll oder nicht. Ich nahm ihn die Entscheidung ab, indem ich die Tür mit einem schnellen Ruck aufriss, dabei das Metall etwas gegen die Wand donnerte und aus dem Auto, an die frische Luft stürmte.

Ich kam an der Rückseite des Hauses raus und wurde direkt von einer abgelegenen Straße begrüßt. Neben der Garage, in die wir soeben gefahren waren, befanden sich noch vier weitere welche direkt in das Haus eingelassen waren. Taumelnd lehnte ich mich gegen die Wand und beobachtete, wie das Wesen meinen Koffer aus dem Kofferraum holte und anschließend langsam und bedacht mich nicht zu verschrecken, auf mich zu lief.
„Ich verstehe, dass es einschüchternd ist mit einem Haufen junger Männer die man nicht kennt, zusammenzuziehen. Komm erst einmal rein und beruhig dich.“
Ich sollte rein in dieses Haus voller hungriger Wölfe, um mich zu beruhigen? Mir reichte schon der eine, der vor mir stand.
Er kratzte sich etwas unsicher hintern dem Ohr und lächelte mich weiterhin freundlich an, bevor er sich endlich in Gang setzte. Ich wartete bis genug Abstand zwischen uns war und folgte in dann wiederwillig in mein neues Heim.
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