Eine neue Bedrohung

von Ellesmera
GeschichteAbenteuer / P16
15.07.2017
29.07.2017
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Hey ihr Lieben! :D
Ich melde mich zurück, mit einer neuen Geschichte im Gepäck. Die Idee kam mir sehr spontan... aber dafür habe ich jetzt in einer halben Stunde schon das erste Kapitel fertig...  und ich wünsche euch viel Spaß! :D

Die Story spielt vor Plötzlich Prinz, aber nach Plötzlich Fee.



1. Kapitel - eine neue Art Fee
Keirrans Augenbrauen schossen in die Höhe, als sein Vater ihm erklärte, er solle Tanzunterricht nehmen.
Während Keirran ein Lachen nicht unterdrücken konnte, wich die Ernsthaftigkeit von Ashs Worten nicht aus den Augen des vaters.
„Vater, ich bin vierzehn. Körperlich. Ich tanze nicht.“ Er verschränkte trotzig die Arme.
Die Sonne schien durch das eine große Fenster und kündigte einen warmen Tag an. Einzelne Strahlen glitzerten auf den Dächern des Palastes. Der Geruch von Frühling lag in der Luft.
Der Kronprinz des Eisernen Reiches hatte heute eigentlich besseres vorgehabt, als Tanzstunden zu bekommen. Auf einem Elysium würde er eh nicht tanzen. Die anderen beiden Herrscher hatten keine Kinder. Und wie es aussah, waren die auch nicht mehr gewillt, welche zu bekommen.
Nach dem täglichen Morgentraining wollte er einen kleinen Ausflug in den Wilden Wald machen. Man sagte, dass dort irgendetwas im Gange sei, von dem der Wilde Wald langsam krank wird. Dass sich etwas durch die Bäume schleicht, dass sie anfangen zu flüstern… und genau diesem Gerücht wollte er heute auf den Grund gehen.
„Nichts zu ändern“, sagte Ash und riss ihn aus seiner Gedankenwelt.
„Vater bitte. Hatte das nicht noch einen Tag Zeit?“
Ash fuhr sich durchs Haar- eine typische Geste für diese Situation. Wenn er kurz davor war, überzeugt zu werden. Doch dann seufzte er.
„Du schiebst das schon die ganzen Tage auf. Irgendwann muss dann auch mal der Tag kommen.“
„Aber schau mal“, begann Keirran „es ist keiner da, mit wem ich tanzen könnte. Und das nächste Elysium ist erst in ein paar Wochen.“
„Genug Zeit, damit du es noch länger aufschieben kannst.“
„Einen Tag noch. Morgen gehe ich mit dir Tanzen.“
Ash schnaubte. „Mit mir nicht. Mit Madame Loreau. Stell dir vor, die ist extra angereist.“
„Dann kann sie ja heute die Sehenswürdigkeiten von mag Tuiredh besichtigen, und mir morgen Tanzunterricht geben, nicht?“
Keirran setzte sein liebstes Lächeln auf. Und er wusste- das würde seinen Vater umstimmen.
„Ich mache dir einen Vorschlag. Ich kläre das mit Madame Loreau ab und dann versuche ich die Tanzstunden auf heute Abend zu verlegen, einverstanden?“
Keirran begann zu strahlen und fiel seinem Vater um den Hals. Schnell löste er sich, bevor sie irgendwer so sehen konnte.
„Einverstanden!“, rief Keirran über die Schulter, als er schon losrannte. Sein Vater schüttelte den Kopf, dann verschwand er in Richtung Thronsaal.

Keirran hatte keinesfalls vor, zum Training zu gehen. Wer weiß, wie lange er im Wilden Wald bräuchte, um das Gerücht zu erkunden.
Er schlich sich durch den Palast zu den Ställen. Razor wartete schon auf einem Balken aus Metall und ärgerte das Eiserne Pferd. Nachdem er den Gremlin zurechtgewiesen hatte, stieg er auf das Eiserne Pferd namens Caras und galoppierte los.
Nach wenigen Minuten erreichte er die Grenze zum Eisernen Reich. Der Wald lag still vor ihm; wie man den Wilden Wald halt still nennen konnte. Trotzdem: nichts ungewöhnliches, nichts, was Keirrans Aufmerksamkeit akut auf sich zog. Wenige Minuten ritt er tiefer hinein und spürte den wild pulsierenden Schein um sich herum. Er konnte die Magie des Winters spüren. Wie sie tief in den Wurzeln saß. Er konnte den Sommer spüren, wie er jedes Blatt mit Leben vollsprühte. Und er konnte das Eisen spüren, was noch im Herzen der Bäume saß, als Ferrum und Machina den Wald damals krank gemacht hatten. Aber, da war noch etwas anderes. Tiefer, schlimmer.
Einige Minuten ritt er noch weiter. Das Eiserne Pferd fühlte sich zusehends unsicher, wie es durch die alten Bäume stapfte, und Keirran wusste, dass sie beide von den Bäumen beobachtet wurden. Razor war nicht mitgekommen- der Eiserne Prinz wollte kein Risiko eingehen und solange sie beide sich ruhig verhielten, würden sie auch keine große Aufmerksamkeit mit sich ziehen.
„Was ist das hier?“, fragte er zu sich selbst und fühlte sich plötzlich unbehaglich. Der Schein schien träge zu sein, als sei er speziell eingekreist oder eingemauert. Und mit jedem Schritt wurde das unangenehme Gefühl stärker. Es schien, als würde jemand den Schein fressen; aber Keirran spürte ihn noch, also konnte es das nicht sein. Er spürte ihn noch, doch wurde er träge und irgendwie schwer.
Das Pferd unter seinen Schenkeln schnaubte und Keirran konnte die Unruhe spüren, die es ausstrahlte. Schließlich stieg er ab und klopfte dem Pferd aus Eisen auf den Rücken.
Da das Gefühl immer stärker wurde mit jedem Schritt, zog er sein Pferd. Er konnte ja nie wissen…
Und dann begannen plötzlich die Schmerzen. Er explodierte zwischen seinen Augen und zwang ihn in die Knie. Sein Schein war da: es schien, als würde er sich ballen und könnte nicht ausfließen. Als sei er verstopft.
Der Prinz stöhnte und fasste sich an die Stirn. Die Schmerzen waren so stark, dass er plötzlich schwarz sah. Aber er hielt sich auf den Beinen. Sehr langsam wurde der Schmerz weniger, doch der Eiserne Prinz spürte plötzlich etwas Nasses an seiner Lippe. Er hob die Hand; und spürte Blut. Nasenbluten.
Er musste hier weg. Wenn sein Körper sich so gegen diese unsichtbare Kraft wehrte, dann könnte er hier mit dem Leben zahlen. Aber, was war das, was ihn so völlig ausknockte? Als hätte jemand einen Zauber auf ihn gelegt.
Er hob den Blick und sah zwischen den Bäumen plötzlich eine Gestalt. Sie sah aus wie eine normale Fee- oder war es ein Mensch? Sie hielt eine Hand ausgestreckt auf eine Gestalt vor sich. Keirrans Blick war so getrübt, dass er nicht viel erkennen konnte.
Keirran stöhnte auf. Der Druck, dass der Schein nicht entweichen konnte, wurde wieder stärker. Er raffte sich auf, sammelte alle seine Kraft zusammen und lief zu dem Eisernen Pferd zurück, stieg auf und galoppierte zurück zum Eisernen Hof.
Mit schlimmen Nachrichten im Gepäck.
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