You gotta get up

GeschichteRomanze, Angst / P18 Slash
Dominique de Sade Jeanne Noé Archiviste Vanitas (Mensch)
12.07.2017
06.11.2017
42
45.935
2
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12.07.2017 1.758
 
Hallo und herzlich willkommen zu meiner eventuell verstörenden Geschichte. ^-^
Leider bin ich im Moment noch die Einzige, die in diesem Fandom schreibt, aber auf ao3 sind wir schon deutlich mehr, und euch bekomme ich auch noch dazu!
Wie euch an der Kurzbeschreibung sicherlich schon aufgefallen ist, sind die Pairings  hier Vanoé und Domijeanne. xD Ich weiß, im Moment ist nur der erste Band auf deutsch draußen, aber Domi muss man nicht kennen, ist ja eh modern AU. ^^'
Hier gilt halt, don't like don't read, weil ehrlich, den shipping krieg (Vanoé vs. VaniJeanne) hat das internationale Fandom eigentlich schon hinter sich und ich möchte keine Kommentare zu meinen Ship-Gewohnheiten. xDD

Das Ganze hier ist auch aus gutem Grund auf P18 gestellt, es werden eben sensiblere Themen behandelt, es wirkt vielleicht ein bisschen dunkel, aber ich habe IRGENDWIE ABER AUCH NUR IRGENDWIE versucht, das ganze aufzuhellen. Größere Tode gibt es nicht aber, vielleicht, nur gaaanz vielleicht (will ja nicht spoilern) ein, zwei Lemons. Das werde ich vor dem Kapitel aber noch mal ansagen. ^^

Die Geschichte an sich ist beendet, also keine Angst, ich werde sie auch voll uploaden xD Sie wird nicht abgebrochen. xD

Und außerdem ist sie aus feels entstanden und es könnte sein, dass die Charaktere etwas ooc sind, obwohl ich Vanitas bis jetzt fast perfekt predicted habe, was seine Psyche angeht. xDD
Allgemein, ist vielleicht nicht beste Geschichte, aber heeyyy, ich schreibe nicht für fame, sondern aus Spaß. ^^

Die SIchten wechseln pro Kapitel, ich schreibe aus der ich form, kein Plan wie man das auf schlau nennt. xD Einfach, weil ich damit besser klar komme. xD

#letsstartnow

~Schnuff

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-PoV Noé-

Es war ein warmer Frühlingstag, Mitte März. Blumengeruch hing in der Luft und die Sonne warf ihre Strahlen durch ebendiese.
„Noé! Hey, wir müssen uns echt beeilen, trödel jetzt nicht rum!“
Sie war deutlich genervt und ich wandte mich ihr zu – mir tat es wirklich leid.
„Ich... sorry Domi...“
Sie grinste ein klein wenig diabolisch und zog mich an der Leine weiter.
Ich war mir nicht darüber bewusst, wie bescheuert das aussehen musste, ich kannte es schließlich nicht anders.
Die Straßen waren vollkommen überfüllt – wenigstens konnten wir zu der neuen Schule laufen und mussten nicht dort hin fahren, denn so sah man mehr von der Stadt.
Und man musste nicht in volle Straßenbahnen steigen und sich zerquetschen lassen.
„Es ist irgendwie schon schön. Aber wenn man was gewöhnt ist, bemerkt man das eben nicht mehr so“, gab sie zu, als ich sie einigermaßen eingeholt hatte und ich nickte ihr zu.
„Ich bin auch froh, dass deine Eltern mich auch bei euch aufnehmen...!“
Das ganze war etwas kompliziert und ich hatte auch nicht genau verstanden warum, aber Großvater, also Lehrer meinte, dass seine Arbeit ihn gekündigt hatte und er kein Geld mehr für uns hatte.
Domi kam zwar sowieso nur an den Wochenenden nach Averoigne, aber für sie war ich eben einfach wie ein Bruder.
Die De Sades, ihre Eltern hatten sich aber bereit erklärt, auch mich bei ihnen hier in Paris aufzunehmen.
„Domi, wie ist deine... also unsere Klasse so?“
Ich war jetzt schon vollkommen begeistert von dem Gedanken, neue Leute kennen zu lernen und dann noch so viele.
Ich kannte eben wirklich wenige. Domi war meine einzige Freundin.
„Verdammt scheiße.“
Was...? Hatte ich irgendetwas falsch gemacht? Ich wusste es nicht.
„Wa- Warum?“ Ich wusste auch nicht, dass ich komplett verzweifelt rüber kam.
Manchmal fragte ich mich, wie ich mit dieser Dummheit überhaupt leben konnte.
Wahrscheinlich hatte ich einfach nur so Glück, dass ich das tat, was mich nicht umbrachte.
„Naja. Da ist schon mal Riche. Total die Streberin. Weiß viel zu viel.“
Ich würde gern sie sein und so viel wissen. Wirklich.
„Und Dante ist mega ätzend. Er ist immer sofort angepisst, wenn auch nur eine Kleinigkeit ist.“
Vielleicht war er ja einfach so, oder eben nicht. Vielleicht tat er ja nur so.
„Johann ist einfach nur krank. Und er ist Deutscher. Kommt aber eher rüber wie ein typischer Franzose, oder Italiener. Seltsames Gemisch.“
Klang doch echt interessant.
„Und dann ist da zum Beispiel... dieser gewisse Typ, der alle nervt und mit dem eigentlich keiner was zu tun haben will.“
War er dann nicht komplett allein? Oh Gott... der Arme. Ich müsste herausfinden, wer das war. Ich wollte nicht, dass es ihm deswegen schlecht ging oder so.
Irgendwie konnte ich ihm bestimmt helfen, oder? Oh Mann.
„Die einzigen die voll in Ordnung sind, sind meine Freundinnen. Nox, Amelia und Jeanne. Wobei Jeanne... immer von diesem Typen angemacht wird!“
Was war das für ein Unterton? Ehrlich, warum. War. Ich. So. Dumm.
„Nox ist aber viel zu pflichtbewusst. Amelia... viel zu nett und Jeanne... in den letzten paar Monaten, seit dem der Typ da ist, hauptsächlich stark genervt oder einfach peinlich berührt, weil der Typ ihr peinlich ist. Er ist so ein Stalker verdammt.“
Ok. Langsam bekam ich doch Angst vor dem Typen. Ich meine... was zur Hölle. Warum belästigte er sie.
„Alle anderen sind Leute, die sich komplett geil fühlen. Wir sind sozusagen zwei Hälften. Die 'total coolen' und wir, die Seltsamen. Du gehörst zu uns, nur damit dass klar ist. Und der Typ dessen Namen ich gar nicht erst nennen will, ist Außenseiter.“
„Ja. Aber ich will nicht, dass ihr ihn ausschließt, vielleicht geht es ihm deswegen voll schlecht, er hat bestimmt Gründe... oder so deswegen!“
„Der und Gründe... pfft, dass ich nicht lache.“
Sie lief noch ein mal schneller und ich eilte ihr hinterher, bevor die Leine zu kurz wurde und ich stolperte.
„Domi...! Warte doch jetzt mal gerade! Ich... ich werde mit ihm reden und...!“
„Der wird mit dir reden bevor du überhaupt dazu kommst... ach, wenn man vom Teufel spricht.“
„HEY! Hallo, Domi, hast du Jeanne gesehen?!“
Ich drehte mich um, Domi begann zu rennen und ich flatschte auf den Boden und wurde weggeschleift.
Ich hatte keine Zeit, nach dem Typen zu gucken, geschweige denn mit ihm zu reden, weil, verdammt der Bürgersteig tat weh.
„Domi...!“, schrie ich und plötzlich lag ich auf der Stelle und keuchte mit geschlossenen Augen.
Ich hörte ein erschrockenes Aufkeuchen von vorn, wahrscheinlich Domi.
Hoffentlich war sie nur gestolpert und nicht hingefallen.
Neben mir raschelte etwas leise, es hörte sich an wie Klamotten und ich öffnete ganz langsam wieder meine Augen, nur um in Blaue zu blicken.
Irgendwo auf Yahoo ask gab es diese Frage:
Habt ihr jemals einen Mann gesehen, der so hübsch war, dass ihr anfangen musstet, zu weinen?
Wäre ich nicht so fasziniert von ihm gewesen, dann hätte ich geweint.
Ich starrte ihm also erst mal in seine Augen.
Sie sahen wunderschön aus.
Die Pupillen wurden von hellblau umrandet, es waren einige dunklere Sprenkel darin und das Licht reflektierte sich so schön in ihnen.
Sein schmales Gesicht wurde von einer schwarzen Kapuze und dunkelblauen Haaren umrahmt.
Mein Mund ging auf und wieder zu.
„Alles gut bei dir?“ Er stand auf – wohlbemerkt ohne zu bemerken, was er mir antat – und zog mich mit rauf.
Ich nickte etwas perplex und stellte dann fest, dass er sehr viel kleiner war als ich und er musste ernsthaft zu mir hochschauen.
Verdammt mir kamen ernsthaft die Tränen.
„J-ja...“, sagte ich und blinzelte übertrieben oft, als schon die erste Träne fiel.
„Hey, du weinst, da ist nicht alles gut!“
„D-doch nur... du bist so schön und... da musste ich einfach weinen...!“
Der Junge brach in einen Lachanfall aus und Domi, die plötzlich neben mir stand, starrte mich auch nur komplett verstört an.
„Ey, Domi, wer ist dieser Typ? Ist das dieser Noé? Wenn ja, er ist sehr interessant!“
Es herrschte Stille und Domi starrte ihn mit Todesblick an.
„Domi...?“, ich war verwirrt, „Und... Typ? Ist alles ok?“
Ich blickte zwischen beiden hin und her, bis der Schwarzhaarige wieder losprustete und ich nun noch verwirrter war, als ich es wahrscheinlich mein ganzes Leben lang schon war.
Plötzlich streckte er mir die Hand hin und ich starrte ihn an.
„Ähm... du kannst deine Hand ruhig wieder sinken lassen ich... ich liege nicht mehr auf dem Boden.“
Er lachte einfach noch lauter und Domi wurde immer genervter.
„Noé. Gib ihm deine Hand damit er Ruhe gibt. Das macht man, wenn man sich kennen lernt. Landei, ey...“
„...Oh“, war das einzige, was mir dazu wirklich einfiel und ich ergriff seine Hand.
„Ich bin Noé Archiviste ähm... freut mich... dich kennen zu lernen?“
Er grinste und seine blauen Augen blitzten und reflektierten das Sonnenlicht, ich starrte ihn wieder an.
„Freut mich. Ich bin Vanitas.“

Den restlichen Weg verbrachte Domi damit, von uns weg zu rennen und ich ging neben Vanitas her und starrte ihn einfach weiter an.
„Was ist?“, fragte er mich dann, als wir durch das Schultor gingen.
Auf dem Pausenhof waren schon viele Leute, irgendwo weiter hinten erkannte ich Amelia und Jeanne, denn erstens lief Domi zu ihnen und zweitens hatten sie genug Bilder auf Instagram gepostet, sodass ich sie einfach kennen sollte, auch, wenn ich sie eigentlich noch nie gesehen hatte.
„Ich weiß nicht... du bist irgendwie so schön. Ich... ich weiß es nicht. Aber... Domi meint immer, ich würde alles total faszinierend finden... vielleicht liegt es daran.“
Er schwieg und starrte sehnsüchtig zu den Mädchen und ich starrte dann auch dahin.
„Stimmt, Domi hat mir erzählt, dass du Jeanne belästigst.“
Sofort starrte er mich an und ich starrte wieder zurück.
„Hey, ich belästige sie nicht! Ich liebe sie!“
Ich wusste doch nicht einmal, was Liebe wirklich war. Sollte ich fragen? Nein... lieber nicht...
Das käme vielleicht komisch.
Irgendwie war das voll komisch.
Vanitas war tatsächlich seltsam. Ich mochte ihn nicht.
„Ich meine... schau sie dir doch an... sie ist perfekt...!“
Ich sah sie an und verstand irgendwie was er meinte. Trotzdem hatte er mich mehr fasziniert.
„Mh...“, brummelte ich nur und wandte mich von ihm ab um mir die anderen Schüler des Lycée* anzuschauen.
Irgendwie sahen alle gleich aus. Alle Pullis und enge Jeans, beziehungsweise die Jungs weite und Turnschuhe.
Da stach der Junge neben mir wirklich heraus.
Er trug einen Wintermantel – offen wohlgemerkt sodass er nicht wirklich etwas brachte – und ein blaues Hemd, sowie eine schwarze Jeans und weiße Stiefel.
Woher auch immer er die hatte – ich hatte noch nie im Leben weiße Männerstiefel gesehen - aber naja, woher sollte ich das denn auch wissen?
„Hey, Noé...~ Wir sind doch jetzt sicher befreundet, oder?“
„Nein. Du bist die komischste Person, die ich je getroffen habe. Das... das ist echt nicht gut für meine Psyche, ok?“
Die Schulglocke ertönte gleichzeitig mit einem lauten Lachen.
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