The World Class

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
Kaede Kayano Karma Akabane Koro Nagisa Shiota OC (Own Character) Tadaomi Karasuma
12.07.2017
24.09.2017
19
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Bevor ihr lest gebe ich eine Spoiler Warnung, diese Geschichte spielt nach dem Ende der wirklichen Serie.
Alles andere ist von mir frei erfunden.  
Zudem habe ich seit Jahren hier nichts mehr geschrieben und bin sehr eingerostet was Fanfiktions angehen. Ich hoffe das im Verlauf der Geschichte es sich verbessern wird :)

Kapitel I - Alltag
           
   
Leise und elegant flogen die Kirschblüten um den Frühling auf der Erde Willkommen zu heißen. Leute, Familien und Kinder waren in zahlreichen Parks wo diese besonderen Bäume wuchsen und ihre Schönheit präsentierten. In Kyoto schaute man nur noch auf einem Brüchigem Mond in der Nacht, doch nach all den Jahren schauten auch heute wieder Paare zu ihm hinauf um sich erneut zu verlieben. Der Mensch war nun mal halt ein Gewohnheitstier.  Auch in Tokio war dieses Phänomen zu sehen, doch das Leben geht weiter und auch so verblüht irgendwann die Kirschblüte und macht den Weg frei für den ankommenden Sommer und die Arbeit die man trotz alledem nicht vernachlässigen sollte. In einem hohen Gebäude machte ein rothaariger gerade seine für ihn einfach viel zu kurze Pause. Er beschloss in den nächst gelegenen Park zu gehen, jetzt da wo die Kirschblüten am meisten den Boden und den Himmel bedeckten konnte er für eine kurze Zeit sich entspannen. Wenn er zu spät käme würden schon sämtliche Leute bei ihn Sturmklingeln, ein Pech sein Handy war immer auf stumm, das hatte ihn schon oft Ärger einkassiert. „Herr Akabane Sie müssen sich melden!“ „Aber Herr Akabane sie müssen doch immer erreichbar sein!“ und davon gab es noch hunderte Aussagen mehr. Er entschloss sich an einem ruhigen Plätzchen sich hinzusetzen, direkt unter einem der Bäume an die er sich entspannt anlehnte und mit einem lächeln und geschlossenen Augen die Ruhe genoss. Doch es dauerte nicht lange und schon war die Zeit um, sein Timer auf der Uhr fing an zu piepsen. Er schaltete seufzend den Alarm aus und stand auf. Gegessen hatte er nicht. Langsam schritt wieder in das hohe Gebäude. Er wurde von den Empfangsdame begrüßt, wie jedes mal. Alltag so könnte man es nennen. Er hörte nur noch von ihr „War Ihre Pause erholend?“, darauf gab er wie jedes mal eine Geste mit der Hand mit „Ja, war es!“. Mit dem Aufzug in den 5 Stock. Sein Büro. Alltag, dachte er. Akabane setze sich an seinem Schreibtisch, die Augen auf dem Monitor. Wäre es doch nur kein Monitor auf den er all den ganzen Tag Mutterseelen allein starren müsste. Mal wieder nicht viel Arbeit, zu einfach. Nichts worüber man sich den Kopf zerbrechen müsste, alles zu einfach. Er sah nach dem Abschluss der Tätigkeit auf die Uhr die in ihrem gewohnten Takt tickte. 16:30, bald ist Feierabend. Er lehnte sich zurück, begutachtete seinen Monitor. Vielleicht sollte er mal wieder was unternehmen? Nagisa hatte zwar auch jede Menge zu tun, aber bald war ja Wochenende. In den Gedanken, schweifte er von seiner Arbeit ab. Die würde ich auch in zwei Sekunden kurz vor Schluss fertig bekommen, dachte er sich. Halt zu einfach. Doch ehe er sich versah klopfte es an die Tür, ohne das er jemanden hereinbat wurde diese auch schon langsam geöffnet und eine junge Frau betrat den Raum. „Herr Akabane, entschuldigen Sie die Störung, aber hätten sie kurz eine Minute?“ fragte sie, etwas schüchtern. Sie war neu eingestellt, das bemerkte er sofort. „Die Minute läuft“ sagte er. Sie zögerte kurz und schritt näher. In dem Arm Unterlagen für verschiedene Personen. In der anderen Hand einen Zettel. Diesen Zettel händigte sie ihm aus. „Ein Meeting steht bald an.“ sagte sie mit einem herzlichen lächeln. Akabane beäugte das Papier. „Kann man mir nicht mal mehr eine einfache E-Mail schreiben?“ fragte er, mehr zu sich selbst. Die neue Angestellte wusste nicht recht was sie darauf hätte antworten sollen. „Aber danke für ihre Mühe es mir herzu bringen“ sagte er mit einem lächeln um sie etwas mehr in Sicherheit zu wiegen keine Angst vor neuen Leuten zu haben. „D..Danke Herr Akabane“ sagte sie und ging wieder zur Tür um den Raum zu verlassen. „Auf gute Zusammenarbeit Frau...?“ sie hatte noch kein Schild an ihrer Uniform. „Iwakawa, Frau Iwakawa“ sagte sie und strich sich eine braune Strähne aus dem Gesicht. „Dann gute Zusammenarbeit Iwakawa“ korrigierte Akabane und war wieder nachdem sie gegangen war alleine im Raum. Er war viel zu groß für eine Person die nur an einem Schreibtisch saß und einen Monitor oder ab und zu mal Papiere anstarrte. Ein Regal schmückte den  Raum, unwichtige Bücher standen dort drin als Dekoration.
Er sah erneut auf die Uhr.16:50, noch genug Zeit den Rest zu erledigen. Der rothaarige tippte auf der Tastatur herum, in Rekordzeit könnte man es nehmen.

Es war 17 Uhr, Feierabend für heute. Für seine Arbeit hatte er nur fünf Minuten gebraucht. Zu einfach, zu einfach. Er schaltete alles aus, Strom sparten nur die wenigsten hier, aber er machte es trotzdem. Könnte ja anfangen zu brennen.
Auf dem Weg nach unten beschloss er die Treppen zu nehmen, er hatte genug Zeit und Zuhause erwartete ihn genau gar nichts. Wie jeden Tag verabschiedete er sich von der Empfangsdame am Eingang.

Nach Hause war es zwar etwas weit, aber sein Auto war in der Werkstatt und sein Fahrrad? Nun ja das hatte er erst bedacht als er die Tage zuvor auf dem halben Weg zur Arbeit war. Auf ihn wartete eh niemand mit einem strahlendem Lächeln und fertig gekochtem Essen. An Frauen hatte er noch nie besonders groß nachgedacht. Oder an jemandem der mit ihm eine Wohnung teilte.er ging einem künstlichen Fluss entlang, dort saßen sie wieder. Teenager, Paare, Kinder. Sie hatten nichts um das sie sich sorgen machen müssten. Niemanden den sie vermissten.

Als Akabane endlich Zuhause ankam war es schon dunkel draußen, er schloss die Tür auf und betrat das kleine Haus in dem er lebte. Er legte seine Aktentasche ab und machte den Fernseher an. Das Esszimmer und das Wohnzimmer waren zusammen in einem Raum, die Küche halb getrennt hinter einer Wand, wo er während des Kochens aber weiter schauen konnte.Es gab nur Reis heute, er hatte noch nichts eingekauft. Das konnte er meist erst am Wochenende machen. Im Fernsehen kamen gerade die Nachrichten. 18:30. Nur die kürzesten und wichtigsten Meldungen des Tages. Es wurden die Landesweiten Abschlüsse der wichtigsten Schüler Tokios präsentiert. Mal wieder nur hochnäsige, reiche Kinder. Wie immer. Manchmal sehnte sich Akabane nach den alten Zeiten wo er auch dazu gehörte. Mehr oder weniger. Er lächelte und vertrieb die Gedanken. Sein Essen war fertig. Er setzte sich am Tisch und verfolgte weiter die Meldungen. Wie langweilig, es war nichts spannendes, nicht mal ein Mord oder ein Raub war Geschehen. Irgendwann war es auch schon 22 Uhr. Akabane wurde Müde, das merkte er weil er nur gähnen musste. Im Fernsehen lief gerade irgendeine Talk Show. Er hob die Fernbedienung neben sich auf und schaltete das Gerät aus. Langsam schritt er in das Badezimmer, fuhr sich durch die Haare und putzte sich die Zähne. Wie jeden Abend. Als er sich ins Bett legte las er noch ein Buch, es ging um irgendeinen Wirtschaftsmann der seine Firma vor der Insolvenz retten wollte. Wie Akabane der sich von seinem Alltag. Doch der Mann im Buch schien erfolgreicher als er zu sein sich zu retten. Er bemerkte gar nicht wie seine Augen nach einer Weile zu fielen und das Buch auf dem Boden fiel. Zwar einfach dieser Alltag aber doch ganz schön anstrengend. Nun er wurde nun mal nicht jünger.

Der nächste Morgen war genauso wie der vom Vortag. Der Wecker klingelte eine Weile bis er ausgemacht worden war. Mit frisch geputzten Mund und einem Toast zum Frühstück ging es zur Arbeit. Um sechs Uhr musste er bereits los, damit er auch pünktlich seinen Dienst erreichte.
Am Morgen fand er nur Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit und Schüler auf dem Weg zur Schule. Heute schien es warm zu werden, der Himmel war kaum bewölkt. Eine super Zeit um genau den ganzen Tag im sich immer mehr aufwärmenden Büro zu sitzen. Ein Glück wäre beim Meeting heute eine Klimaanlage vorhanden. Niemand mochte schwitzende 5-10 Leute im Anzug in einem kleinen Raum.
Auch an diesem Morgen grüßte ihn die Dame am Empfang. In der ferne sah er den Hausmeister mit der Reinigungskraft diskutieren. Wohl möglich um das Männer Klo, dachte Akabane sich. Wie immer. Und auch wie immer nahm er den Aufzug in den fünften Stock zu seinem Büro. Das Meeting war erst um 13 Uhr, also konnte er noch ein bisschen entspannen.

Die Arbeit die er an diesem Tag hatte war bis zur Mittagspause schnell abgearbeitet. Heute war Freitag, das hieß nach dem Meeting nach Hause. Akabane lehnte sich zurück und kaute auf seinen Kugelschreiber herum. Ihm war langweilig und heiß, die Sonne schien direkt in das Fenster hinein. Wie ein ungebetener Gast, den man nur draußen im Freien noch ertragen konnte.
Die Uhr ging wieder im Takt, genau wie all die Jahre davor auch. Und endlich schlug sie 13:00. Akabane richtete sich auf. Nahm seine Sachen, schaltete den Rechner aus und verließ den Raum.
Zeit für das Meeting. Es würde eh nur wieder Herr Towara allen einen Vortrag halten. Auch sonst würde sich niemand freiwillig melden außer er.
Manchmal vertrat ihn ein anderer Kollege oder Akabane selbst.
Towara war auch der erste der sich wieder vorbereitete, alle anderen waren noch nicht da. Anscheinend rauchten sie. „Guten Tag Herr Akabane!“ wurde der rothaarige begrüßt. Towara war ein ziemlicher Nerd mit dem Herz am richtigen Fleck. Akabane lächelte. „Guten Morgen Herr Towara“ damit setzte er sich hin und wartete ab. „Haben Sie schon gehört?“ kam es auf einmal von seinem Kollegen, Akabane schaute mit den Augenwinkeln zu ihm, sagte aber nichts, Towara würde eh fortfahren ohne auf eine Antwort zu warten. „Die Empfangsdame hatte mir erzählt dass sich die Kantine über verschwundenes Essen beschwerte, sie sagten er und die Reinigungskräfte würden heimlich naschen. Was aber natürlich jeder bestritt und ich auch kaum glaube. Wie von Geisterhand, denn selbst nach dem ein Kammerjäger heute Vormittag bestätigte es gäbe keine Ratten, geht nun das Gerücht herum das es ein Geist war.“ Towara und Akabane verstanden sich gut, im Dienst siezten sie sich und sprachen weniger, aber in der Freizeit waren sie schon öfter mal an der Bar oder Poker spielen. „Ein Geist? Wer sagt denn das es nicht nicht das Kantinen Personal selbst war? Ich würde auch einfach alles weg essen würde es mir einfach so angeboten werden.“ antwortete Akabane. Towara schob seine Brille nach oben. „Nun ja es gibt zu mindestens Beweise das es nicht das Personal war.“, „Haha, aber trotzdem ein Geist? Ich wette mit dir auf das Personal, wer sonst würde sich heimlich Vorräte klauen und damit davon kommen?“. Die beiden diskutierten noch ein paar Minuten, endeten aber die Unterhaltung abrupt als die Nachzügler den Raum betraten. Sie stanken nach Qualm. Towara konnte also nun mit seiner Präsentation beginnen. Dies dauerte gut eine Stunde.

So schweigsam die Raucher kamen, so schweigsam gingen sie auch wieder und ließen nur Akabane und Towara alleine. „Feierabend!“ sagte Akabane und streckte sich, seine Arme und beine waren schon von dem langen sitzen eingeschlafen. „Hey Towara, möchtest du vielleicht mal morgen oder so mit mir auf Spuren suche gehen? Ich würde gerne einen Schuldigen finden und ihn, naja dafür bestrafen das mein Lieblings Kantinenessen heute nicht da war.“ normalerweise aß Akabane nicht das Kantinenessen, aber das Reiscurry war einfach himmlisch. Towara schob seine Brille hoch. „Nunja...leider kann ich nicht, ich bin verabredet. Aber dir viel Glück, wir könnten ja am Sonntag in die Bar? Dort sind wieder diese Möchtegern Pokerprofis.“ Akabane war ein wenig enttäuscht aber ließ es gut sein, ein wenig Abwechslung in seinem leben könnte er gebrauchen, auch wenn es nur wieder ihn allein betraf. „Na schön, Sonntag um 18 Uhr, dann machen wir sie platt“ er lächelte und verließ den Raum.

Er ging die Stufen nach unten, hörte die Putzfrau auf einer Etage wischen. Gab es eigentlich mehr davon? Er sah immer nur eine Frau. Wenn ja, Hut ab.
Unten angekommen, verabschiedete er sich wieder von der Empfangsdame und ging nach Hause.

Heute gab es nur kalte Küche, aber ab morgen hatte er ja wieder Zeit ein zu kaufen. Gleich morgen früh, wie jedes mal. Im Bett plante er schon für sich aber den Tag und wie er den Täter, falls er noch wüten sollte fassen würde.
Abwechslung, genau das was er nach so langer Zeit mal wieder brauchte. Zufrieden schloss er die Augen und war auch im Nu schon eingeschlafen.
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