Für meinen Sohn

GedichtFamilie / P6
08.07.2017
08.07.2017
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Unser Sonntag  (2012)

Des Sonntags morgens früh um acht,

wird die Tasche schnell gepackt.

Die Sonne scheint, was will man mehr,

auf das Rennen freuen wir uns sehr.



Kartfahren ist dein liebstes Ziel,

dafür opfern wir echt viel.

Samstags Training und sonntags dann,

schau ich mir dein Können an.



Häufig würde ich gern noch schlafen,

müde von der Woche Schaffen,

doch immer wieder sag ich mir,

dieser Tag gehört nur dir.



Und Motorsport, so glaubt mir das,

macht nicht nur den Männern Spaß.

Auch als Mutter ist es schön zu sehn,

wie die Kinder  Runden dreh‘ n.



Konzentriert und voller Spannung,

gerät das Herz in große Wallung.

Orientiert und mit Bedacht,

wird das Kart durch den Parcours gebracht.



Kart zu fahren ist meist der Beginn,

arbeitet man sich dann zur ‚Formel‘ hin.

Berühmt wie Schumi mal zu werden,

ist das heimliche Begehren.



Später Mal, mit 15 dann,

fängt man mit dem Auto an.

Im Slalom lenken sie die ‚Boliden‘,

um im Clubsport dann zu siegen.



Ist der Erfolg auch nicht so groß,

oftmals ist man letzter bloß,

kann man doch die Freude sehn,

wenn sie auf dem Treppchen steh ‘n.



Ach wie denk ich gern daran,

wie mein Junge strahlen kann,

wenn er glücklich den Podest besteigt

und den Pokal der Runde zeigt.



Viele zählt er schon sein Eigen,

sie zu entstauben, kann ich nicht leiden.

Doch dann sag ich ganz leis‘ zu mir,

sie zu erringen war die schönste Zeit mit dir.



Eines Tages kann ich nur noch sagen:

„Ach wär das schön noch mal zu fahren,

morgens früh um acht mit dir

zum geliebten Karttunier“.



@Maya Winter 2012