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Ich bin zu Hause?!

GeschichteAllgemein / P18
Alucard Integra Wingates Hellsing OC (Own Character) Paladin Alexander Anderson Seras Victoria
07.07.2017
05.10.2020
31
119.394
10
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07.07.2017 1.840
 
Hallo und willkommen zurück. Zunächst muss ich wohl einiges erklären. Als erstes: ich musste die eigentliche Fortsetzung löschen, weil mir sehr spät aufgefallen ist, dass ich ein ziemlich wichtiges Kapitel im Verlauf der Geschichte vollkommen vergessen habe hochzuladen, dazu allerdings manche Passagen versehentlich doppelt in Kapiteln stehen hatte und der Rest der Story demnach schwer, bis kaum noch nach zu vollziehen war. Zudem hatte ich privat einiges um die Ohren, weswegen ich mich wohl eher stiefkindmäßig darum gekümmert habe, die Buchstaben in die richtige Reihenfolge zu bekommen, damit eine ordentliche Geschichte daraus entstehen kann... Kurz um:
Sunny hat gewaltigen Mist gebaut!  
Demzufolge war es wohl besser, nochmal von vorn zu beginnen und dem Ganzen eine zweite Chance zu geben. Vornehmlich diesmal ohne derartige Patzer. Die folgende Geschichte ist daher eine überarbeitete Version von dem, was ihr bereits kennt. Die Handlung und der meiste Text ist noch wie zuvor, allerdings an manchen Ecken etwas abgeändert. Dennoch ändert es nichts am bisherigen Plot. So, ich hoffe, dass ich mir mit dieser Aktion nicht mehr Feinde geschaffen habe, als gedacht. Wenn es euch gefällt, wie immer gerne ein Review da lassen. Wenn ihr was zu verbessern habt, auch gerne Kritik. Nun denn, genug der Worte. Es bleibt nur noch zu sagen: Viel Spaß beim Lesen.





>>Olivenöl, Sonnenblumenöl....Öl. Warum muss ich wissen, wie Öl riecht oder aussieht? Ich habe nicht den Kopf dafür, zuzuhören. Vermutlich liegt es daran, dass heute Montag ist. Am liebsten würde ich noch schlafen, aber ich sitze hier. In der Schule, in welcher ich gezwungenermaßen sein möchte. Die nächste Präsentation. Stille. Nein, eher Getuschel. "Einen Moment.", kommt es vom Lehrer. Aber die Stimmen werden lauter, wie immer. Genau, wie meine Gedanken. Wie gerne wäre ich nun woanders. Weit, weit weg von hier. Aber wie soll das gehen? Ich kann ja nicht zurück. Es ist eigentlich egal, wohin ich gehe. Überall schauen sie einen schräg an. So sind sie eben. Menschen... <<



"Was sagen Sie dazu, Lady Integra? Was soll dieser Aufschrieb bitte bedeuten?"
Mit diesen Worten reichte Miss Proudt der blonden Frau jenen Aufschrieb, den Mira in der Biologiestunde verfasst hatte. Integra verstand natürlich den Sinn dieser Zeilen.
Seit sie in die Schule ging, war die nun Fünfzehnjährige seltsam einsilbig, beinahe melancholisch geworden. Noch immer fand sie sich nicht richtig unter Menschen zurecht, fühlte sich unwohl und war immer müde. Es lag auch an ihrem Tagesrhythmus.
Morgens früh aufstehen, dann Schule, später noch lernen, dann Training und schließlich die nächtlichen Einsätze für Hellsing, die häufig bis weit nach Mitternacht andauerten. Allerdings waren diese und das Training so ziemlich das Einzige, was das junge Mädchen gelegentlich wieder auf Trab brachte.
Wenn das nicht half, schaffte es nur noch Alucard sie wieder mehr oder weniger gut zu stimmen.
Ihr Vater verstand Integra, wie die Queen, absolut nicht. Mira unter Leute zu schicken, war wohl die unlogischste Idee, auf die man kommen konnte. Wozu brauchte sie denn die Schule? Alles, was für sie wichtig war, wusste sie doch. Und wenn sie ohnehin weiter bei Hellsing lebte, würde sie sicher nicht die Wertigkeit von Lebensmitteln brauchen, um gegen Ghouls und Freaks zu kämpfen.
Aber das Sagen hatte schlussendlich Integra, seine Herrin, ob es dem No life King nun gefiel oder nicht.
Es machte ihn wütend, dass er nichts dagegen sagen konnte. Schließlich war Mira seine Tochter.
Er bemerkte es ohnehin, dass sie selbst bei den Einsätzen lustlos geworden war und immer öfter missgestimmt. Nur, wenn er oder Vis in ihrer Nähe waren, hellte sich ihre Stimmung zumindest ein wenig auf.
Der Hund durfte sich frei auf dem Gelände bewegen, wo und wie er wollte. Doch wenn Mira da war, folgte er ihr, wie ein Schatten. Er schien es noch immer genauestens zu wissen, dass er dem Mädchen sein Leben zu verdanken hatte. Mira hatte ihn damals als Welpe vor dem Ertrinken gerettet. Seitdem war der nunmehr dreijährige Rüde immer an ihrer Seite. Er würde sie mit seinem Leben beschützen, das wusste auch der Vampir.
Das Mädchen hatte schon ein schlechtes Gewissen, weil sie nicht mehr so viel Zeit für ihn hatte, wie damals. Sie nahm ihn jedes Mal auf die Einsätze mit, die jedoch auch immer seltener wurden. Es schien so, als seien die meisten Freaks, seit dem Vorfall in Irland nun endgültig vernichtet worden...
"Lady Hellsing!?",
wurde Integra von der energischen Stimme Proudts wieder in die Realität zurück gerufen.
"Ja, ich habe eine Vermutung, was das sein könnte. Sobald sie zu Hause ist, werde ich mit ihr darüber sprechen."



Erschöpft ließ Mira sich auf ihr Bett fallen, nachdem sie ihren Schulranzen unliebsam in die nächstbeste Ecke ihres Zimmers gepfeffert hatte.
Seit zwölf Stunden war sie bereits unterwegs. Gerade kam sie von der Mittagschule nach Hause. Von dem Gespräch zwischen Lady Integra und ihrer Lehrerin wusste sie allerdings nichts. Noch nichts. Ein halbes Jahr nach der Sache mit Irland war es soweit gewesen, dass auch sie nun in eine Schule gehen sollte.
Zunächst hatte es ihr auch Freude bereitet, zu lernen. Sie war nicht schlecht gewesen. Ihre Noten waren völlig in Ordnung und für das, dass sie von Geometrie, Biologie und Chemie zuvor nicht die leiseste Ahnung gehabt hatte, war dies ein wahres Meisterwerk.
Ja, all dieses neumodische Zeug, was die Menschen in der heutigen Zeit lernten, hatte sie interessiert. Doch die Sache hatte einen Haken. Alle merkten genau, dass sie nicht recht dazu gehörte. Sie war eben anders, passte einfach nicht in diese Welt.
Und so war sie seit dem ersten Tag der Außenseiter, wie er im Buche stand. Das wäre ja nicht das Problem. Das Problem war eher, dass sie das beliebteste Opfer für Beleidigungen und Streiche war. Und Mira mit ihrem unbeugsamen Stolz konterte natürlich jedes Mal und verstrickte sich dadurch immer wieder in Streitereien und nicht selten auch in die ein oder andere Schlägerei auf dem Pausenhof.
Also war sie auch heute dementsprechend fertig und wollte nichts anderes mehr, als ihre Ruhe. Doch die angenehme Stille, die sich nun ausbreitete, sollte nicht von langer Dauer sein. Denn bereits nach fünf Minuten wurde sie auch schon in Integras  Büro gerufen.
"Passen Sie nur auf, Fräulein Mira. Sie ist am Kochen.",
sagte Walter zu ihr, ehe sie an die Tür klopfte und eintrat. Bereits als die Tür hinter dem Mädchen zu ging wusste sie, dass Integra ihren "Aufsatz" gelesen haben musste.
Und richtig.
Kaum stand sie vor dem Schreibtisch, hielt Lady Hellsing ihr das Stück Papier unter die Nase. Die Schwarze Tinte blitzte ihr so verräterisch entgegen, dass Miras Blick mindestens genauso finster wurde, wie die Buchstaben auf diesem unschuldigen, weißen Blatt Papier, das gar nichts für diese Zeilen konnte, mit denen es beschrieben worden war.
"Das kann beim besten Willen nicht so weiter gehen, Mira! Das ist jetzt schon die dritte Beschwerde innerhalb von zwei Wochen!",
prasselte Integras Stimme gnadenlos auf sie nieder, während das Mädchen selbst gelassen vor dem Schreibtisch stand, die Hände hinter dem Rücken verschränkte und das Donnerwetter fürs Erste einfach über sich ergehen ließ.
Mira wusste, kam Integra erst einmal in Fahrt, war alles zu spät. Also konnte sie sich auch einen zynischen Spruch sparen, da der sie nur noch mehr zum Kochen bringen würde. Zeitweilen war es ja ganz witzig, die Lady auf die Palme zu bringen, doch nicht wenn sie selbst gerade mal drei Stunden Schlaf und zehn Stunden Schule hinter sich hatte. Also schwieg sie einfach und driftete gedanklich ab, bis sich Integras Wutanfall etwas beruhigt hatte und sie merkte, dass das Mädchen ihr eigentlich gar nicht zuhörte.
Erst als ihre Faust auf den Tisch krachte, beförderte sie Mira wieder ins Hier und Jetzt zurück.
"Es bringt dir absolut gar nichts, auf Durchzug zu schalten. Antworte mir jetzt! Warum lässt du dich so gehen? Du bist doch sonst nicht so. Was hat das für einen Grund?"
Einen Moment bleib es still. Das Mädchen blickte Integra einfach nur an. Integra jedoch hasste dieses ewige Schweigen und beschloss es wieder zu brechen.
"Wenn du mir nichts sagst, kann ich dir auch nicht helfen."
"Es ist nichts, was es wert ist, darüber zu sprechen. Es sind Kindereien, nichts weiter.",
sagte sie nur schulterzuckend.
"Offensichtlich nicht. Sonst wärst du nicht so seltsam."
Mira grinste.
"Seltsam also? Inwiefern denn?"
"Du weißt genau, was ich meine, also lass diese Spielchen und sag es mir. Sofort!"
Das Gesicht des Mädchens zeigte keinerlei Emotion. Man hätte genauso gut von einer Wand fordern können, dass sie einen anlachen sollte.
"Ihr wollt es also wissen?"
"Ja, wie oft denn noch?!"
Integra erntete von Mira nur wieder ein müdes Grinsen, als sie einen Ärmel ihrer Weste hochschob.
"Was in Gottes Namen hast du denn angestellt?!",
Integra hatte mit viel gerechnet, aber nicht damit. Von Miras Handgelenk bis zu ihrem Ellenbogen zog sich deutlich ein starker Ausschlag. Gerade so, als hätte man sie mit Säure übergossen.
"Das passiert also in eurer Welt, wenn man seine Meinung sagt.",
meinte Mira seltsam grinsend und schob den Ärmel wieder runter, ehe sie sich leicht verbeugte und zum Gehen wandte.
"Was ist das?",
wollte Integra wissen, erhielt jedoch keine Antwort mehr und noch bevor sie ein Machtwort hätte sprechen können, fiel die Tür hinter Mira bereits ins Schloss.
Sie war überrascht. So hatte sie Mira noch nie gesehen. Es schien ihr fast schon egal zu sein, was sie mit ihr anstellten, wenn sie versuchte, sich zu verteidigen.
Integra war das Mädchen sonst ganz anders gewohnt. Frech, aufgeweckt und wissbegierig. Aber die Mira, die sie in letzter Zeit zu Gesicht bekam, gefiel ihr ganz und gar nicht.
Sie war sehr einsilbig, ihre Augen waren irgendwie leer und wirkten glanzlos, gelangweilt, alt. Das Mädchen sah sie manchmal fast schon so an wie es ihr Vater tat.
Alucard.
Was würde er wohl dazu sagen, wenn er das herausfinden würde?
Sicher würde Mira es ihm nicht sagen. Doch wenn er ihre Gedanken lesen würde, was er gelegentlich sicher noch tat, würde er es gewiss herausfinden. Und dann rechnete Integra mit allem.
Wie ein Schießhund achtete der Vampir auf sein "junges Blut" und hatte stets ein Auge auf sie. Ja, seit Irland war er mehr als nur ein wenig vernarrt in seine Tochter. Integra fiel es stark auf.
War der Vampir etwa tatsächlich zahm geworden?
Nein, das würde nicht zu ihm passen. Denn die Lady merkte auch, wie er langsam seine alte Haltung wieder bekam. Je älter Mira wurde, desto mehr zeigte er wieder seine gewohnten Züge.
Oh ja, die "Kuschelvampirzeit" war definitiv vorbei. Aber dennoch waren die beiden sehr tief verbunden. Mira hing an ihrem Vater, wie an niemandem sonst und so war es wohl auch umgekehrt. Alucard war nicht etwa aufdringlich oder schränkte sie ein aber trotz Allem war der Vampir stets präsent, sobald auch sie in der Nähe war.
Lady Hellsing war sich sicher, damals in Irland war mehr vorgefallen, als die Beiden erzählt hatten.
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