Tschick- Epilog

GeschichteAllgemein / P12
Maik Klingenberg
07.07.2017
07.07.2017
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Epilog

Ich stieg den Hügel hinauf. Als ich das letzte Mal am Gipfel stand, bin ich mit dem Auto hochgekurvt, nun ging ich zu Fuß. Weil, ich dachte ja, dass ich das schaffe, aber jetzt bereue ich meine Entscheidung.

Tschick und Isa vermisste ich sehr. Die beiden waren meine besten und einzigen wahren Freunde gewesen. Das mit Isa und mir hätte nie geklappt, das ist mir irgendwann klar geworden. Vor fünfzig Jahren waren wir jung, naiv und voller Unternehmungsfreude, von dem Gedanken erfüllt, die ganze Welt zu bereisen und wenn Aliens irgenwann die Menschheit auslöschen würden. Wir dachten wir würden ewig leben, nie sterben. Aber so ist das nicht. Nachdem meine Mutter im Pool ersoffen ist, ist meine Welt zusammengebrochen. Ich habe die Polizisten angeschrien, sie sollen nicht so doof rumglotzen und mir helfen sie aus dem Wasser zu ziehen, weil, nicht, dass ich das schon versucht hätte, aber ich war zu schwach. Zu schwach, den einzigen Menschen zu retten, der mich mein ganzes Leben, so geliebt hat, wie ich war. Auf ihrer Beerdigung hab ich das letzte Mal geheult.

Jedenfalls sind die zehn besten Monate vergangen, die ich je erlebt habe, auch wenn sie mir schrecklich gefehlt hatte. Ich war mit Isa zusammen. Es war keine dämliche What’s- App Beziehung gewesen. Es war uns ernst. Uns beiden, das glaubte ich zumindest. Wir haben geknutscht und sind sogar noch ein bisschen weitergegangen. Aber dann wollte sie weg. Ein zweites Mal hat sie mich wegen ihrer Schwester sitzen lassen. Sie hätte mich mitgenommen, aber ich hab hierbleiben wollen. Meinem Vater beistehen, der sie auch vermisste. Er hat geheult. Um meine Mum. Aber dieser Zustand wärte nicht lange, er heiratete ein Jahr später. Mona. Er heiratete Mona. Allerdings ist er auch gestorben. Als ich 20 war.

Plötzlich hubte hinter mir ein Auto. Ein Lada. Genauso ein Lada, wie vor fünzig Jahren. Hinter dem Steuer saßen zwei Männer. Einer sah aus wie ein Mongole und der andere wie ein hübscher Chinese. Das eine musste Tscick sein, weil, er grinste wie verrückt. André Schmidt und Liang Schmidt. Sie haben vor dreißig Jahren geheiratet. Tschick hat Liang in ein einem Club in China kennengelernt, als er die Welt umreist hat.

Ich fuhr mit den beiden soweit wie’s ging. (Im Lada war kein Platz mehr, deswegen musste ich auf der Laderampe hocken.) Dann stand sie, mit dem Rücken zu uns. Sie hat ihre grauen Haare wachsen lassen und sie nun zu einem dicken Zopf geflochten. Sie war dicker geworden.

Dann drehte sie sich um und ich grinste wie verrückt, bis ich merkte, dass … dass das nicht Isa war.

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Hey, also mal nicht Harry Potter: - ) Wir mussten in der Schule einen Epilog zu Tschick schreiben. Ich dachte, ich veröffentliche ihn, dann ist die Arbeit nicht umsonst gewesen Er ist weder besonders lang, noch überarbeitet. Ich freue mich auf eure Reviews.

VG MOLI
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