Die Weihnachtsgeschichte

von Blueice91
GeschichteAllgemein / P16
Colonel William Tavington
06.07.2017
23.09.2017
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06.07.2017 2.673
 
Grau und Weiß. Zwei Farben. Die eine trug der Himmel mit seinen grauen Wolken und die andere, das Land. Das weiße Land war gekleidet in schönen Schnee des Winters im Dezember. Der Winter begann vor einen Monat im November und fortan wurde es immer kälter und kälter. Die meisten Waldtiere waren schon im Winterschlaf und die Vögel fort zu den warmen Ländern auf dieser Erde. Zu dieser winterlichen Zeit war es auf diesen Land still geworden. Die Menschen hier hörten keine Pistolen oder Kanonenschüsse mehr.
Jetzt fragt ihr euch bestimmt, wo meine Geschichte spielt. Ich verrate es euch, aber sicher wisst ihr es schon. Ich schreibe das Datum 23. Dezember 1778, Fort Carolina in South Carolina.

Seit ein paar Jahren lieferten sich Amerikaner und Briten einen erbarmungsvollen Krieg auf den Schlachtfeldern. Der größte Traum der Amerikaner war es, die Unabhängigkeit vom Mutterland Großbritannien zu bekommen. Doch was brachte dieser Wunsch, Tod und Leid auf beiden Seiten. Aber jetzt im Winter, der hart und bitter war, unterbrachen beide Parteien das Kämpfen. Die Soldaten konnten nicht mehr und wünschten so sehr bei ihren Familien zu verweilen, aber sie mussten in den Lagern der Armeen bleiben und konnten ihren Liebsten nur mit Briefen eine schöne Weihnachtszeit wünschen. Im Frühjahr wird dann der Krieg fortgesetzt und es werden weitere Soldaten fallen und nicht mehr heimkehren.
Heute dachte aber kein Soldat an den Tod oder an den Krieg. Morgen. Ja, morgen ist Weihnachten und nichts und niemand konnte diesen Gedanken aus den Köpfen der Soldaten entreißen.

Der kalte Westwind flog über das Fort Carolina hinweg und wirbelte den Pulverschnee auf. Das große Ziegelhaus stand fest auf seinen Hügel und glitzerte mit seinem schneebedeckten Dach. Die Fenster schienen wie aus Kristall zu sein und die Soldaten sahen aus wie schöne Eisskulpturen, wie sie so dastanden und der Schnee auf sie herab fiel. Der Wind und Schnee freuten sich über die gutgelaunten Menschen, die sich dort unten so sehr auf Weihnachten freuten und beide flogen weiter. Beide flogen um die Wette und bedeckten unterwegs jedes Fenster mit Schneeglanz. Doch vor einem Fenster prallte deren Zauber ab und die Naturphänomene konnten es nicht verstehen, warum ihnen dieses Fenster so eine Angst einjagte. Der Schnee floh vor der harten Kälte der Aura, die vom Fenster kam und der Wind stieg empor zum Himmel und versteckte sich in einer Schneewolke und beide kamen nicht mehr zurück. Doch vor was oder wen hatten beide solche Angst? Eine kalte Aura? Klingt irgendwie mystisch, nicht wahr? Kommt mit mir und lasst uns sehen, was hinter diesem Fenster lebt.

Habt keine Angst, denn ich bin ja da. Wir werden für die Menschen hier nur unsichtbare Besucher sein und niemand kann uns sehen oder hören. Nehmt meine Hand und nun stehen wir hier im Zimmer und wir können einen Mann sehen, aber jetzt einmal beginnt hier meine Geschichte und lasst uns sehen, was geschieht.

Der Heiligabend war für diesen Mann eine kalte, dunkle, düstere und elende Angelegenheit. Einfacher gesagt, mochte er dieses Fest nicht. Die Rede ist von Colonel William Tavington. Der Anführer und Oberbefehlshaber der British Green Dragoons und Soldat unter General Lord Charles Cornwallis. Er war 35 Jahre alt und hatte schwarzes Haar, dass er hinten zusammengebunden hatte. Typisch für einen Dragoon trug er diese elegante rote Uniformjacke und die dunkelgrüne Reithose dazu. Seine mächtigste Waffe, der Säbel ruhte am seinem Gürtel, es sah so aus, als ob er jeden Moment angreifen könnte. Doch im Moment war er damit beschäftigt einige Berichte zu schreiben.
Das Zimmer in das er saß, war klein und karg eingerichtet und es lag eine große Kälte darin. Tavington wollte keine weitere Kohle in den Ofen geben, denn dieser wertvolle Kraftstoff war zu dieser Jahreszeit rar und sehr kostbar und er wollte sie nicht verschwenden. Doch anstatt die Kälte zu verschmähen, mochte er sie. Das einzige Zeichen von einem Gefühl, dass sich auf seinem Gesicht zeichnete, war der Ausdruck von Ärger. Die Ursache die dahinter steckte war die, dass die Tinte für die Schreibfeder durch die Winterkälte zu Eis erstarrt war. Er blickte auf den meterhohen Stapel von Berichten, die er noch unterzeichnen musste. Mit ärgerliche Miene verzog er das Gesicht und sein Blick flog zum Fenster. Nicht nur das die Tinte eingefroren war, sondern auch seine Konzentration war in diesen Moment schwer angeschlagen. Lärm. Lärm hinter diesem Fenster. Das Lachen von Kindern war zu hören.

Tavington schob seinen Stuhl vom Schreibtisch weg. Mit vier gezielten Schritten stand er am Fenster. Der Lärm war schnell ausfindig gemacht. Eine Schneeballschlacht. Einige Kinder der ranghöheren Offiziere, die hier mit ihren Familien im Fort lebten, spielten unbeschwert im Schnee. In den warmen Sommermonaten spielten sie lieber am Fluss und ließen dort ihre Schiffe, die sie aus Stöcken bastelten, um die Wette schwimmen. Auf Fluss fand im Sommer jedes Mal eine Seeschlacht statt. Doch jetzt wurde im Schnee eine Schlacht nachgespielt. Eine Seite waren die Patrioten und die andere die Briten. Beide Seiten versteckten sich hinter großen Schneehaufen. Deutlich konnte man die Anführer erkennen. Ein kleiner Junge in blauen Wintersachen stellte General George Washington dar und ein anderer Junge mit roter Kleidung General Lord Cornwallis. Die übrigen Kinder waren die normalen Fußsoldaten und warteten mit Schneebällen auf den Befehl zum Angriff. Der Befehl kam mit hochgehaltenen Stöcken der Anführer. Die Bälle flogen und als das erste Kind eine Ladung ab bekam, fiel es um und spielte einen gefallenen Soldaten nach.
Mit verschränkten Händen hinter seinem Rücken, verfolgte Tavington das Geschehen und wünschte sich, dass jemand diese Bälger zügeln solle. Irgendwie hatte sein Gedanke eine Himmelsmacht ausgelöst. Sein Blick ging nach rechts und er sah eine Gruppe von jungen Offizieren, die auf die Kinder zugingen. Mit einer zufriedenen Miene wollte er sich schon abwenden, da erklang ein noch viel lauteres Getöse. Was er sah widerte ihn an. Die jungen Offiziere stimmten in die Schneeballschlacht mit ein und nicht nur dass, denn auch ein paar der älteren Generäle konnten einfach nicht widerstehen und spielten mit. Noch widerlicher war, dass einige seiner Männer dort unten mitmachten. Aber nicht Capt. John Bordon. Dieser beobachtete auch nur das Treiben mit einem undefinierbaren Gesichtsausdruck und versorgte weiter sein Pferd mit Futter und bürstete Mähne und Fell des Tieres von Schnee frei.

„Sind die völlig verrückt geworden“, kam es von Tavington und wandte dem Fenster den Rücken zu. „Morgen ist Weihnachten und diese erwachsenen Männer vergessen ihre Würde und verhalten sich wie Kinder! Schwachsinn!“. Er zog die Vorhänge zusammen und ging zurück an seinen Schreibtisch. Reizbar war er geworden, seit diese Weihnachtsstimmung im Fort Einzug gehalten hatte. Alles um ihn herum war so fröhlich und freundlich und keiner sprach mehr vom Krieg. Man sollte planen und nicht feiern. Bis zum Frühling war es noch lange hin und darauf freute er sich am meisten, endlich wieder in warmen Sonnenstrahlen über die Wege zu reiten und Ehre und Ansehen zu erlangen.
„Ich schwöre, wenn mir nur noch eine Person ein frohes Weihnachtsfest wünscht dann...“, murmelte er vor sich hin und stellte sich verschiedene Strafen vor, die er ausüben könnte.
Doch seine Gedankenwelt wurde je zerstört, als ein kalter Windstoß ins Zimmer flog. Der Colonel sah von seiner Arbeit auf und seufzte. Der Mann, der im Türrahmen stand, war sein Diener Bob Cratchit. Er trug die Galauniform des Colonels und einen Korb mit diversen Kleidungsstücken.
„Guten Tag, Sir“, sagte Bob freundlich und stellte behutsam den Korb auf den Schreibtisch. Sorgfältig hielt er das Kleidungsstück zu seinem Herrn und sagte dabei: „Ich habe Ihre Hemden gewaschen, gefaltet und die Knöpfe neu aufpoliert“. Tavington nahm die Uniform und hängte sie über die Lehne seines Stuhls. Bob verfolgte wie seine gründliche Arbeit, von einer Sekunde auf die andere zunichte gemacht wurde. Der Colonel nahm davon keine Notiz.

„Ah, Sir?“, sagte Bob, der vor dem Schreibtisch Tavington anblickte. Tavington, der schon wieder tüchtig bei der Arbeit war, sah auf.
„Immer noch hier, Bob? Gibt es noch etwas, was Sie hier noch hält?“.
„Nun, Sir, ich hatte gehofft, Sie zu fragen, … es ist so, alle Aufgaben, die Sie mir aufgetragen haben, sind erledigt und morgen ist Weihnachten...“, sagte Bob mit einer leisen Stimme, die gerade noch für Tavington hörbar war. Dieser blickte seinen Diener mit seinen kalten grauen Augen an und bei diesem Anblick starrte der Diener auf seine Füße und hustete vor Verlegenheit.
„Sie möchten den Tag frei haben“, beendete Tavington den angefangenen Satz.
„Ja, Sir“, antwortete Bob. „Das heißt, wenn es nicht so viele Umstände macht. An Weihnachten möchte ich bei meiner Frau und unseren vier Kindern sein. Außerdem versprach ich es meinem jüngsten Sohn“. Der Colonel nahm davon keine Notiz.
„Spielt er dort unten im Schnee mit den anderen?“, fragte er und deutete mit dem Finger auf das Fenster, ohne auch nur von seiner Arbeit aufzusehen.
„Oh nein, Sir“, sagte Bob und ein trauriger Blick zierte sein Gesicht. „Mein Sohn ist ein ruhiges kleines Kind“.
„Na gut“, sagte Tavington. „Ich brauche morgen Ihre Dienste eh nicht. Aber ich werde Ihnen diesen freien Tag nicht bezahlen“.
„Natürlich, Sir“, stimmte Bob zu. „Vielen Dank, Sir. Frohe Weihnachten“.
Der Kopf des Colonels schoss nach oben und starrte Bob gereizt an.
„Weihnachten“, knurrte er. „Dieses Wort ist nichts anderes als eine Entschuldigung. Die Menschen vergessen sich selbst. Sie betrinken sich, fressen und verursachen nur Ärger. Jeder Soldat der mit „fröhliche Weihnachten“ auf den Lippen vor mir rum tanzt, sollte mit der eigenen Gans gebrannten und mit einem Stechpalmenzweig im Herzen lebendig begraben werden! Nun, wenn Sie keine Fragen mehr haben, die meine Arbeitszeit beanspruchen, würde ich gerne weiter arbeiten!“.
Dieser Vortrag war etwas zu heftig als Tavington es beabsichtigt hatte und die Angst und der Schrecken nagten beide an Bobs Gesicht und er versuchte herzlich zu lachen. Eine schnelle Verbeugung folgte und der Diener machte einen eiligen Rückzug aus der Tür.

„Endlich Ruhe“, brummte Tavington, als der Diener die Tür schloss. Vielleicht werde ich vor Einbruch der Nacht noch fertig, nur wenn es keine weiteren Störungen mehr gibt.
Sein Oberkörper entspannte sich und steckte seinen Kopf in die Blätter zurück, als erneut die Tür aufflog. Der Colonel sah nicht einmal auf.
„Mr. Cratchit. Ich sagte doch, dass ich beschäftigt bin und keine Störungen...“, weiter kam er nicht, denn ein Räuspern erklang und Tavington wurde schlagartig ruhig, als die Person ins Zimmer trat. Das Gesicht des Colonels wurde blass und er erhob sich von seiner Arbeit und deutete eine respektvolle Verbeugung an.
„Mylord, ich entschuldige mein Verhalten. Ich dachte, Sie wären jemand...“.
„Jemand anderes. Ich weiß, Colonel. Setzen Sie sich“, sagte seine Lordschaft und nahm auf den freien Stuhl vor dem Schreibtisch Platz.
„Wie komme ich zu der Ehre, das sie mich besuchen?“, fragte Tavington mit rauer Stimme. Er wusste sehr wohl, dass der Lord nicht viel von ihm hielt, und das letzte, was er jetzt im Moment brauchte, war eine Kränkung oder besser gesagt, eine Geringschätzung.
„In dieser Jahreszeit lässt sich der Geist nicht mehr blicken“, begann Cornwallis etwas humorvoll die Unterhaltung. Tavington widerstand dem Drang zu seufzen. „Ich habe zu Weihnachten angeordnet, dass meine Offiziere mit mir morgen in meinen Räumlichkeiten ein Festmahl einnehmen können“.
Warum erzählt er mir das? Wahrscheinlich will er mir nur eröffnen, dass ich nicht eingeladen bin und es mir deshalb persönlich mitteilen wolle, bevor ich es von General O'Hara erfahre. Dieser arrogante Mistkerl!, dachte Tavington.
„Ich möchte, dass Sie Colonel und Captain Bordon zu meiner Feierlichkeit erscheinen. Bordon hat schon zugesagt und jetzt steht ihre Antwort nur noch aus“, kam die feierliche Einladung aus dem Mund des Lords.
Verwunderung stand in Tavingtons Gesicht geschrieben, doch er wollte nicht dorthin, zu den ganzen aufgeblasenen Offizieren, die sich nur das Maul über den Colonel zerrissen.
„Obwohl ich mich sehr geschmeichelt fühle, dass sie mich einladen, fürchte ich, dass ich ablehnen muss“.
„Ablehnen? Warum, Tavington?“, sprach seine Lordschaft den Green Dragoon vor ihm an. Es kam nicht oft vor, dass ein Mann diese wertvolle Einladung so einfach ablehnte, noch dazu von einem Mann, der König George III. unterstellt war. Immerhin war dies ein Privileg und eine Ehre.
„Ich bin an Weihnachten selbst nicht glücklich und ich möchte lieber meine Berichte fertig bekommen und ein bisschen Ruhe genießen. Außerdem kann mich Captain Bordon würdevoll vertreten“.
Cornwallis runzelte die Stirn und Tavington zuckte innerlich zusammen. Jetzt bin ich zu weit gegangen und habe ihn beleidigt. Wunderbar. Einfach wunderbar.
„Sagen Sie mir, ist dies wirklich der einzige Grund um nicht Weihnachten zu feiern?“, fragte der Lord. In seinen alten Augen lag ein gefährliches Glitzern, aber Tavington antwortete ehrlich: „Es ist nur ein weiterer Tag, Sir“.
„Ein weiterer Tag? Weihnachten, Colonel, ist ein Tag der Brüderlichkeit und die Geburt unseres Herren. Sie sollten meine Worte im Gedächtnis behalten und darüber nachdenken!“, lehrte der Lord ihn und Tavington widersprach ihn nicht mehr, er wollte keinen weiteren Streit provozieren und nickte nur noch.

„Nun gut. Ich lasse Ihnen Ihre Erinnerungen, Mylord und lassen Sie meine Erinnerungen“, sagte der Colonel.
„Wie Sie wollen“, sagte Cornwallis mit ruhiger Stimme. „Wenn Sie Ihre Meinung diesbezüglich ändern, Sie sind herzlich willkommen“.
„Natürlich. Danke, Euer Ehren“, sagte Tavington. Der Lord nickte und schlüpfte aus dem Zimmer, sodass ein kleiner Windstoß hereinkam.
Lord Charles Cornwallis ging über den langen Flur in Richtung zu der riesigen Küche, wo es schon köstlich nach Weihnachten roch. Gekochtes Gemüse, Truthahn und die Nachspeise. Er wollte nur einen kleinen Blick erhaschen und als er seinen Kopf durch die Tür steckte, sah er es. Alle Bediensteten lachten und sangen voller Freude, dass erwärmte das Herz der Lordschaft und er verließ die Küche wieder.
Draußen war die Sonne schon am untergehen, als die Diener fertig waren und sich für den Heimweg nach Charlestown aufmachen wollten. Zuvor packten sie aber noch ein kleines Geschenk für Lord Cornwallis ein. Nur eine Kleinigkeit. Einen selbstgestrickten Schal und ein schwarzes Notizbuch in Leder eingebunden. Damit wollten die Diener dem Lord danken, dass sie bei ihm arbeiten durften. Die Küche wurde noch mal begutachtet und Bob stimmte ein Lied an.

Es liegt seit vielen Tagen schon
Ein Zauber in der Luft.
Als ob ein Engel zur Vernunft
Die Menschen leise ruft.
Was uns dereinst verheißen ward
Das soll nun bald geschehen.
Nur noch einmal schlafen geh'n
Und dann ist Wei-hei-nacht!

Aus aller Welt liegt es
Wie Glanz in weihnachtlicher Zeit.
Es öffnen Türen sich
Und Herzen füreinander weit.
Der Fremde
Wird uns Bruder
Wir freuen uns mit ihm.
Nur noch einmal schlafen geh'n
Und dann ist Wei-hei-nacht!

Die Küche war fertig und Bob schloss die Tür der Dienerschaft ab und alle gingen aus dem Fort Carolina.

Ja, wir woll'n uns auf die Weihnacht freu-heu-en.
Unser Herz sagt uns täglich, dass sie sich naht.
War'n wir lieblos zueinander,
wollen wir's bereuen.
Denn Friede auf Erden
Wird werden nur durch diese Tat.

Unterwegs entdeckten alle eine dicke Eisschicht auf dem Fluss. Eine gute Gelegenheit um noch schneller in der Stadt zu sein und auch für eine Rutschpartie. Alle drehten wundervolle Figuren auf der Oberfläche des gefrorenen Wassers. Es sieht schön aus. Mmh. Soll ich es auch mal probieren? Was kann da schon schief gehen. Gut, okay. Zeit, dass die Eiskunstläuferin in mir erwacht. Anlauf nehmen und wie im Ballett das rechte Bein hochheben. Hui. Ich gleite dahin. Oh, verdammt. Stopp. Nein. Aua! Das war mein Po. Na ja, zum Glück bin ich mit dem Kopf im Schnee gelandet. Aber es hat Spaß gemacht.

Es kommt was mit dem Wind einher
Das gut für jeden ist.
Und Sonne macht sich in uns breit
Die lange wir vermisst.
Wer's fast vergessen hätte
Der fühlt es tief in sich:
Nur noch einmal schlafen geh'n
Und dann ist Wei-hei-nacht!

Die Bediensteten verabschieden sich nacheinander von Bob und gehen ihrer Wege.

Nur noch einmal schlafen geh'n
Und dann ist Wei-hei-nacht!

Jetzt stand er im hellen Mondlicht und sah eine Sternschnuppe vorüberziehen. Der kalte Nachtwind veranlasste Bob seinen Schal noch enger an ihm zu binden und so ging er mit müden Augen die Straße hinunter bis er nicht mehr zu sehen war.
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