The Teacher

GeschichteDrama, Romanze / P16 Slash
05.07.2017
23.12.2018
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Es war mal wieder ein verregneter und nebliger Tag in Dublin.
Die Straßen waren leer und nur hier und da fuhr ein Auto durch die Straßen, oder es huschte einer der Bewohner durch die Straßen von Dublin.
Es schien allerdings für eine junge Frau vollkommen egal zu sein, welches Wetter gerade herrschte.
Mit einem gelben Regenschirm in der Hand, lief die brünette junge Frau gemütlich durch die Straßen.
Sie war gerade 21 geworden und kam eigentlich aus London.
Doch ihre Eltern hatten beschlossen sie in Dublin auf eine Privatschule zu schicken.
Auf die Dundalk, die bis vor drei Jahren noch ein Internat gewesen war, um genau zu sein.
„Ja Mutter, ich werde morgen, wie vereinbart zu der neuen Schule gehen“ die junge Frau verdrehte ihre Augen, während sie weiter durch die Straßen lief.
Ihre Eltern waren noch in London und würden erst Ende der Woche nach Dublin kommen.
„Ich bin gerade mitten in der Stadt noch ein paar Sachen kaufen. Ihr musstest ja unbedingt das Haus nehmen, welches mehr als eine halbe Stunde aus der Stadt raus ist“ seufzte die Frau, als sie an einer Kreuzung stehen blieb und darauf wartete, das die Ampel grün wurde.
„Das haben wir gemacht, damit du deine Pferde und die Hunde halten kannst. Wir hätten auch gerne ein Haus mitten in der Stadt kaufen können, dann hättest du dich allerdings von deinen Tieren verabschieden müssen“ hörte sie ihre Mutter am anderen Ende der Leitung und tief atmete die junge Frau durch.
„Dafür bin ich euch auch echt dankbar, aber es hätte doch wenigstens etwas näher sein können oder? Immerhin wollt ihr doch, dass ich pünktlich zur Schule komme“
„Früh aufstehen mein Kind. Ich muss aber jetzt auch weiter. Wir sehen uns Sonntag“ und bevor die junge Frau noch etwas sagen konnte, hatte ihre Mutter auch schon aufgelegt.
Seufzend sah sie auf ihr Handy, ehe sie sich die Kopfhörer rein machte und Musik hörte.
Sie hatte nicht einmal ein Auto um die Einkäufe bis nach Hause zu schaffen.
So musste sie mit dem Bus fahren.
Etwas, was sie noch nie in ihrem Leben getan hatte.
Natürlich genoss sie die Vorzüge, dass ihre Eltern sehr gut verdienten und auch das sie ein Einzelkind war.
Doch manchmal wünschte sie sich, dass ihre Eltern kaum Geld hatten und sie vielleicht einen großen Bruder hätte.
Doch dem war nicht so.
Ihre Liebe hatten ihre Eltern ihr mit Geschenken und allem gekauft, was nur ging.
Dazu zählten auch die beiden Pferde und die Hunde.

„Es regnet ja immer noch“ murmelte die junge Frau, als sie mit einer vollgepackten Tasche einen kleinen Supermarkt verließ.
„Schlimmer als in London“ seufzte sie, als sie ihren Regenschirm wieder öffnete und zur nächsten Haltestelle fuhr.
Weit kam sie jedoch nicht, als sie ungeachtet in jemanden hinein lief.
„Na super“ die junge Frau machte ihren Schirm wieder zu und sammelte schnell ihre Einkäufe ein, damit diese nicht völlig nass wurden.
„Das tut mir leid Miss“ hörte sie eine Stimme und blickte wenig später in klare grüne Augen einer Frau, die gut 13 Jahre älter war als sie.
„Kein Problem, ich hätte selbst etwas besser aufpassen sollen“ lächelte die junge Frau, als sie noch schnell das Hundefutter in ihre Tasche packte und wieder aufstand.
„Bei dem Wetter wollte ich einfach nur schnell zu meinem Wagen und nach Hause“ lachte die Schwarzhaarige, die sich durch ihre nassen Haare fuhr.
Die brünette junge Frau lächelte leicht und öffnete ihren Schirm so, dass auch die Fremde etwas mit unter dem Schirm war.
„Sie haben wenigstens ein Auto, ich muss mit dem Bus gut eine halbe bis fast dreiviertel Stunde aus der Stadt raus bis ich zuhause bin“ GAB DIE Brünette ruhig von sich, während sie sich die Frau vor sich einmal genauer ansah.
Sie war gut zwölf Zentimeter kleiner als sie, hatte ihre schwarzen Haare in einem Pferdeschwanz und ihre grünen Augen wurden von einer großen eckigen Brille eingerahmt.
Zudem trug sie eine enge schwarze Jeans und einen dunklen knielangen Mantel.
„Der nächste Bus fährt erst in zwei Stunden, wenn Sie mögen, kann ich Sie gerne nach Hause fahren“ Nun zog die Brünette eine Augenbraue hoch und sah die Frau vor sich verwirrt an.
„Zu einer Fremden einfach ins Auto steigen? Ob das eine so gute Idee ist?“
„Mein Name ist Katie McGrath und Sie sind?“ lächelte Katie freundlich, was die Brünette leise lachen ließ.
„Michelle, Michelle Taylor. Und ich denke, das Angebot hätte ich auch so angenommen. Immer noch besser als zwei Stunden auf den nächsten Bus zu warten“
„Dann kommen Sie Miss Taylor“ Katie deutete in eine Richtung und schon folgte Michelle ihr.
Am Wagen packte Michelle ihre Einkäufe schnell in den Kofferraum, ehe die beiden Frauen auch schon einstiegen und Katie zu Michelle fuhr.
„Wogenau wohnst du?“
„Einfach raus aus der Stadt, es ist eine kleine alte Farm, warte, ich suche eben die Adresse“ lachte die Brünette, ehe sie die genaue Adresse aus ihrer Handtasche suchte und sie Katie nur kurz darauf gab.
„Ja, ich weiß wo das ist. Da ist es eigentlich sehr schön“ lächelte Katie, die auf die Verregnete Straße blickte.
„Ich bin anderes gewohnt“ zuckte die Jüngere mit den Schultern, während sie aus dem Fenster blickte.
„Und woher kommst? Zu mindestens nicht aus Irland das würde ich hören“
„London. Aber eigentlich komme ich aus Dublin. Meine Eltern sind aber vor 20 Jahren nach London gezogen“ zuckte Michelle mit den Schultern, als sie zu Katie blickte.
Diese nickte lächelnd und fuhr auch schon aus der Stadt raus.

„Da wären wir“ nach gut zwanzig Minuten hielt Katie auf dem Hof der alten kleinen Farm.
„Danke, wirklich. Ich wüsste nicht, was ich sonst getan hätte“
„Nun ja, Sie hätten vermutlich noch zwei Stunden im Regen auf den Bus gewartet“ zwinkerte Katie der Brünetten zu, was diese leise lachen ließ.
Zusammen stiegen die Beiden aus, damit Michelle noch schnell ihre Einkäufe aus dem Wagen holen konnte.
„Ich werde mich irgendwann dafür revanchieren“
„Sie wissen doch gar nicht, ob wir uns jemals wieder über den Weg laufen werden“ lachte Katie, die den Kofferraum wieder zu machte und zur Fahrerseite ihres Wagens ging.
„Ich habe so ein Gefühl, als würden wir uns früher oder später wieder sehen Miss McGrath“ lächelte Michelle, was auch die Ältere leicht lächeln ließ.
„Ich bin gespannt, einen schönen Tag noch Miss Taylor“ und mit diesen Worten war Katie wieder ins Auto gestiegen und keine Sekunde war die Schwarzhaarige auch schon los gefahren und verschwunden.
Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen ging Michelle dann schnell ins Haus um die Einkäufe alle wegräumen zu können.
Weit kam sie allerdings nicht, als sie von ihren zwei Hunden begrüßt wurde.
„Blue, Ivy“ lachte Michelle, als die beiden Bodercollie fast dafür sorgten, dass sie all ihre Einkäufe fast fallen ließ.
Kurzerhand stellte sie die Taschen beiseite und streichelte ihre Hunde ausgiebig, bevor sie sich allerdings daran machte alles wegzuräumen.
Immerhin hatte sie auch ein paar gefrorene Sachen dabei, die schnell eingeräumt werden mussten.
Bevor sie sich allerdings daran machen konnte, sich zu überlegen, was sie heute Abend essen könne, klingelte auch schon wieder ihr Handy.
„Was gibt es Mutter?“ seufzte Michelle, als sie den Anruf entgegen genommen hatte.
Würde sie dies nicht tun, dann würde ihre Mutter den restlichen Abend versuchen sie zu erreichen und irgendwann würde die Polizei vor der Türe stehen.
„Dein Vater und ich werden vermutlich doch schon morgen in Dublin sein“
„Wie?“ nun war Michelle verwirrt.
Sie hatte sich schon darauf eingestellt, die komplette restlichen Woche alleine zu sein.
„Der Vertragsabschluss ging schneller durch als geplant. Freust du dich nicht?“
„Doch, aber wenn ihr kommt bin ich noch in der Schule“
„Das ist kein Problem, wir werden vom Flughafen direkt zur Schule kommen und dich abholen. Dann können wir drei zusammen Essen gehen“ Michelle konnte sich genau vorstellen, wie ihre Mutter ein Lächeln auf den Lippen hatte.
„Ja, hört sich gut an“ seufzte die Brünette, die sich eine Schüssel, Milch und ein paar Flakes auf die Anrichte stellte und sich schnell was zu Essen machte.
Auf mehr hatte sie nun wirklich keine Lust mehr.
„Ach und bevor ich es vergesse“
„Was denn Mutter? Ich wollte jetzt essen und dann müssen die Hunde noch raus und ich muss nach den Pferden sehen“ Michelle hatte einfach keine Lust mit ihrer Mutter zu reden.
Sie war doch Schuld daran dass sie nun hier in Dublin fest saß.
Auf einer alten Farm, außerhalb der Stadt und Gott weiß wie viele Meilen von ihren Freunden entfernt.
Am Sonntag kommen ein paar alte Freunde mit ihrer Tochter zum Essen“
„Und wieso sagst du mir das jetzt schon, wenn ihr morgen bereits kommt?“ Michelle verdrehte ihre Augen, ehe sie sie sich an den Esstisch setzte und anfing zu Essen.
Links und rechts hatte sie ihre Hunde sitzen, die sie genau beobachteten und hofften, dass ihr vielleicht etwas hinunter fallen würde.
„Ich wollte dir es nur jetzt schon gesagt haben, damit du nicht sagen kannst, wir hätten es dir früher sagen sollen“ tief atmete Michelle durch und schloss kurz ihre Augen.
„Und wie heißen diese Freunde?“ Michelle hatte eigentlich keine Lust darauf, aber direkt jetzt, am Anfang, schon Probleme machen, wollte sie auch nicht, also versuchte sie sich wenigstens die erste Zeit zu benehmen und ihren Eltern keine Steine in den Weg zu legen.
Auch wenn sie einfach mal so beschlossen ein paar alten Freunde einzuladen, die ihre Eltern vermutlich seit über zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hatten.
„McGrath. Die Tochter der Beiden wird deine neue Lehrerin in Geschichtswissenschaften“
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