Fräulein Milé

von SwayChay
GeschichteAllgemein / P12
Kirby König Nickerchen/King Dedede Meta-Knight OC (Own Character) Tip/Tiff Tuff
02.07.2017
02.07.2017
1
1919
 
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°Da hat wohl der ein oder andere doch den Weg in diese Geschichte gefunden. Allein dafür bin ich schon dankbar.~

°Um das Ganze zu erklären, es handelt sich bei dieser FanFiktion um eine Gijinka-Story. Sprich, einige viele (eigentlich alle) Charaktere sind ,,vermenschlicht" (so viel Mensch, wie geht...), da dies in meinen Augen, vorallem in der Kirby-Community, recht wenig vorkommt. Ich werde versuchen, mein Bestes zu geben.

°Bezogen auf das Vorherige: bis auf einige, wenige Beschreibungen überlasse ich das Aussehen der Charaktere den Vorstellungen des Lesers. Viel Spaß dabei!

°Ich werde für kurze Zeit nur den Prolog hochladen, um zu sehen, wie mein Schreibstil und die generelle Idee von einer Gijinka-Story ankommt.

°Konstruktive Kritik und Beurteilungen sind gerne erwünscht.

(°-Ich weiß selbst noch nicht so recht, wie die Geschichte ihren Lauf nehmen soll/ausgeht. Meh.-)

Viel Spaß beim Lesen!(⌒▽⌒)



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,,Das wird wohl auch nichts..." Tip fasste sich ans Kinn und legte den Kopf zur Seite. Sie wusste, dass sie sich zu sputen hatte.
,,Aha! Vielleicht ja so." Das Mädchen setzte ein weiteres Mal die Bürste an Kirbys Haare an und versuchte so, die unbändige Mähne auf irgendeine Weise in den Griff zu bekommen. Leider blieb dies erfolglos. Seufzend legte sie die Bürste zur Seite und stemmte nachdenklich die Arme in ihre Hüfte. ,,Das ist doch buchstäblich zum Haareraufen!", meinte sie enttäuscht. Tip warf einen Blick in den Spiegel, welcher das schmollende Gesicht Kirbys zurück warf. Er saß nicht freiwillig dort. Tatsächlich hatte Meta-Knight angeordnet, der junge Sternenkrieger müsse sofort etwas an seiner Frisur ändern. Ständig blieb Kirby mit seinen Haaren entweder an den verschiedensten Hindernissen hängen oder sie fielen ihm bei starkem Gegenwind ins Gesicht, sodass er nichts mehr sehen konnte. Im Ernstfall könnte ihm dies zum Verhängnis werden. Tip versuchte nun schon seit einer halben Ewigkeit eine Lösung für dieses Problem zu finden. Vergebens.
,,Es führt wohl kein Weg daran vorbei, Kirby.", seufzte Tip ackselzuckend und griff nach der Schere auf dem Tisch. ,,Augen zu und Zähne zusammen beißen, es geht auch ganz schnell."
Noch bevor sie zum Einsatz kam, schlug Kirby ihr die Schere aus der Hand und schüttelte unwillig den Kopf, was seinen Haarschopf nur noch mehr zerzauste. Mürrisch schmiss sich Tip auf ihr Bett und vergrub kraftlos das Gesicht in ihre Hände. ,,Ich geb's auf...". Sie drehte sich jammernd zur Seite. ,,Du kannst deinem Meta-Knight ruhig erzählen, dass er es selber machen kann."

Kirby fuhr sich nachdenklich durch die dicken, noch etwas nassen Haare. Er fand den Gedanken, sie zu schneiden, schon immer abscheulich. Es wäre für ihn fast so, als würde er einen wichtigen Teil von sich selbst abschneiden und somit sein eigenes Ich verletzen.
Er spielte noch einige Sekunden lasch mit seinen Haaren herum, bis er plötzlich das Quietschen der sich öffnenden Tür hörte.
,,Wie läuft's?", brach die bekannte Stimme die bedrückende Stille im Raum. Es war Tuff, Tips kleiner Bruder, der genauso wie sie mit ihrer Familie auf dem Schloss des Königs lebte.
Neugierig ging er zu Kirby rüber und betrachtete ihn erwartungsvoll von allen Seiten. ,,Gar nicht mal so schlecht, Schwesterherz.", witzelte er daraufhin. ,,Du hast es geschafft, rein gar nichts an Kirbys Haaren zu verändern."
,,Sehr lustig..." Tip setzte sich wieder auf und stützte den Kopf auf ihren Arm. ,,Ich weiß nicht, was ich noch machen soll." Das Mädchen strich sich ihre eigenen Haare aus dem Gesicht. ,,Nichts was ich mache sieht annäherend gut aus und schneiden kommt bei Kirby absolut nicht in Frage." Sie ließ sich rückwärts wieder auf das Bett fallen. ,,Bis Mittag muss ich fertig sein, sonst bringt Meta-Knight mich noch um.", sagte sie mit gereiztem Unterton.
Tuff drehte sich wieder zu Kirby und fuhr ihm selbst durch die Haare. ,,Hast du es schon mit einem Haargummi probiert?", fragte er eher weniger überzeugt. Seine Schwester klatschte sich mit der flachen Hand auf das Gesicht. ,,Stimmt ja.. Warum bin ich nicht früher darauf gekommen?"
Sie sprang auf und kramte nach einem Haarband, um Kirbys Mähne endlich zu bändigen.
,,Du willst ihm doch nicht etwa einen läppischen Zopf binden, oder?", wendete Tuff schockiert ein. Tip und Kirby sahen den Jungen verwirrt an. ,,Stellt euch doch mal vor!" Tuff fing mit hektischen Handbewegungen an zu erklären. ,,Was ist, wenn Kirby sich plötzlich in einem ernsten Kampf befindet? Sein Gegner könnte ihn ganz einfach von hinten packen. Er wäre verloren!"
Tip warf unwissentlich das Haarband zur Seite und blickte ihren Bruder beleidigt an. ,,Und was schlägst du sonst vor?", begann sie knurrend. Während sich die beiden Geschwister stritten, griff Kirby nach dem Haargummi und beschloss, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.
Nachdenklich ging er alle seine Möglichkeiten durch und beließ es schließlich bei einem seitlichen, hochgelegenen Pferdeschwanz.  Er sah damit zwar recht weiblich aus, jedoch war es allemal besser, als die Haare zu entfernen.
Erleichtert, endlich eine Lösung gefunden zu haben, grinste Kirby in den Spiegel, der die angenehmen Strahlen der Vormittagssonne reflektierte. Auch seine zwei Freunde hörten auf, sich zu zanken und betrachteten eher zweifelnd als glücklich Kirbys neue Frisur. Schlussendlich war es ihnen allerdings gleichgültig. Schließlich mussten sie sich jetzt keine Sorgen mehr darüber machen.

,,Hey, wir haben noch jede Menge Zeit bis zu deiner nächsten Trainingstunde heute Mittag, Kirby. Lass uns eine Runde Fußball mit den anderen spielen!" Tuff nahm den jungen Sternenkrieger an die Hand und führte ihn zur Tür hinaus.
,,Tuff! Warte!", rief ihm seine große Schwester hinterher und folgte ihnen.
Die drei Freunde rannten den langen Schlossgang hinunter und wurden dabei wie so häufig von dem aufmerksamen Waddle Dees, Diener des Königs, beobachtet. Kaum erreichten sie den Hauptflur, hörten sie laute Geräuschd, die das Schloss zum Beben zu bringen schien. Undeutlich waren zwei vertraute Stimmen in der Ferne zu hören.
,,Das sind doch der König und Escargoon...", flüsterte Tip misstrauisch. Sie fasste sich sorgenvoll an den Kopf. ,,Worüber mögen sie sich denn nur schon wieder aufregen?"
,,Wir sollten der Sache auf den Grund gehen!", schrie Tuff aufgeregt und voller Elan. ,,Wenn der King schon wieder darüber nachdenkt, denn Bolzplatz zu schließen, kann er was erleben!"
Mit diesen Worten rannte er los, dicht gefolgt von den anderen beiden.

Zu ihrem Glück stand das Tor zum Thronsaal einen Spalt breit offen, sodass sie gerade noch zu dritt hineinschauen konnten. Vor ihnen spielten sich gewohnte Szenarien ab. König Dedede und sein treuer Berater Escargoon stritten sich mal wieder. Meistens geschah dies nur, wenn sich Escargoon ungerecht behandelt fühlt oder es dringend Zeit für den König war, seine Schulden abzubezahlen.
Doch dieses Mal schien es um etwas anderes zu gehen.

,,Nein, nein und nochmals nein!", brüllte der egoistische König, während er auf die Armlehne seines Throns haute. ,,Das hättest du mir früher mitteilen müssen!", meckerte er lauthals.
,,Aber Sire...", versuchte Escargoon zu erwidern. ,,Ich rede schon seit Wochen darüber!"
Dedede stand von seinem Thron auf und marschierte kreisend durch den Saal. Dabei schliff er seine dicke, rote Robe wie gewöhnlich hinter sich her. Auf die drei Freunde wirkte es so, als denke er seit langem wieder einmal angestrengt nach. Er beendete seinen Rundgang, indem er hinter Escargoon stehen blieb. Dieser jedoch wendete seinen Blick nicht vom Thron ab. Der König legte seine Hand drohend auf die Schulter seines treuen Untergebenens und begann zu sprechen. ,,Dann erzähl mir doch einmal, wie du gedenkst, diesen aufwändigen Empfang bis morgen vorzubereiten, mein Guter." Er sprach zwar ruhig und gehoben, jedoch war der Zorn in seiner Stimme unüberhörbar.
,,Lassen Sie dies meine Sorge sein, Sire. Die Vorbereitungen sind schon im vollen Gange. Ich wollte Sie lediglich vorwarnen." Escargoon löste die Hand des Königs von seiner Schulter und machte Vorkehrungen, den Saal zu verlassen. ,,Dann ist ja alles Bestens.", meinte König Dedede und trödelte wieder Richtung Thron, warf seinem Berater jedoch noch einen Blick über die Schulter zu. ,,Jedenfalls wäre es das, wenn ich wüsste, wo sie herkäme."
Escargoon schaute verwirrt zu Boden. ,,Das weiß ich leider auch nicht...", murmelte er.

Wenige Momente später ging Escargoon in Richtung Ausgang.
,,Achtung, er kommt!", wisperte Tuff und trippelte nach hinten, bemerkte jedoch zu spät, dass Kirby nicht rechtzeitig reagierte. Gemeinsam fielen sie mit lautem Aufprall zu Boden. ,,Ach, Jungs...", stöhnte Tip und machte unwillig den Weg für Escargoon frei.
,,Was macht ihr Kinder denn hier?", raunte er wütend. ,,Ihr habt wohl nicht etwa gelauscht, oder?"
,,Doch, haben wir.", erwiderte Tuff mit aufgeblasenen Wangen, während er Kirby beim Aufstehen half. ,,Was genau soll morgen passieren?" Escargoon schüttelte eine Antwort ab. ,,Das geht euch wenig an. Seid lieber gehorsam und helft den anderen in der Stadt bei den Vorbereitungen." Mit diesen Worten stapfte er den Gang hinunter. ,,Du solltest dich ganz besonders auf etwas gefasst machen, Kleine.", rief er Tip zu ohne sich umzudrehen.

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Beim Abendessen am Ende des Tages stocherte Tip nur lustlos in ihrer Mahlzeit herum. Ihr sind die Worte Escargoons seit dem späten Vormittag nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Sie konnte sich nicht vorstellen, was er ihr mit seiner Andeutung mitteilen wollte. Sie machte sich Sorgen, man konnte dem König und seinen Schergen noch nie trauen.
,,Was ist denn los, mein Schatz?", wandte Tips Mutter plötzlich ein. ,,Hast du den gar keinen Hunger?"
Tip zuckte als Antwort nur schwach mit den Schultern und starrte ihr Essen an. ,,Sie macht sich Sorgen wegen morgen.", antwortete Tuff an ihrer Stelle mit vollem Mund, hielt jedoch inne, als ihn seine Schwester giftig ansah.
,,Es gibt doch gar keinen Grund zur Sorge, meine Tochter!", lachte Sir Ebrum. ,,Es wird nicht so schlimm werden."
Tip schüttelte leicht den Kopf, klopfte ihr Kleid sauber und stand auf, um wortlos ins Bett zu gehen.

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Noch am selben Abend schlenderte Kirby vor seinem Häuschen herum, um vor dem Schlafengehen noch einmal frische Luft zu schnappen. Er legte sich ins weiche Gras und bewunderte die Sterne der mondlosen Nacht. Der kleine Junge tat dies öfters. Die vielen Sternenbilder und die Geschichten, die sie zu erzählen hatten, beruhigten ihn immer wieder. Sie ließen ihn all das Böse auf dieser Welt vergessen und Eins mit ihnen werden. Ein sanftes Lächeln bildete sich auf seinem Gesicht.
,,Vergiss nicht, dass du nie aufgeben darfst." Eine ernste Stimme brach die angenehme Ruhe. Kirby schaute zur Seite und bemekte, dass sich sein Mentor Meta-Knight neben ihn gesetzt hat. Auch sein Blick war gen Nachthimmel gerichtet. ,,Du kämpfst für diese Sterne. Und für alles, was sich unter ihnen befindet, Kirby." Meta-Knights Umhang wehte im leichten Wind der Nacht. Er blickte wieder nach unten und schaute Kirby tief in die Augen. Kirby hätte es ihm gleichgetan, jedoch waren Meta-Knights Augen kaum zu sehen. Der junge Sternenkrieger hätte alles getan, um die obere Gesichtshälfte des Ritters einmal zu sehen. Jedoch wird ihm dies wohl für eine lange Zeit verboten bleiben.
,,Du musst dir um das morgige Ereignis keine Sorgen machen, Kirby." Meta-Knight lachte kurz, ein seltenes Phänomen. ,,Schließlich kannst du mit jungen Frauen besser umgehen, als ich."
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