Frostzeit

von IceK04
GeschichteRomanze, Angst / P12
02.07.2017
23.01.2018
3
4350
1
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Dieses Kapitel
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Hey ihr Lieben♡

Ich hoffe euch gefällt meine Fanfiktion. Ich bin ein riesen Fan von Aurora Metis und habe bis jetzt keine Ff über sie gefunden, die ich mir gewünscht hatte…lasst mir doch bitte ein Review da (Ich kann auch negative Bewertung verkraften;) ), damit ich weiß, was ich besser machen kann. Wenn ihr sonst noch Tipps oder Wünsche habt könnt ihr das auch gerne sagen.

Danke schon mal;) Und jetzt viel Spaß beim ersten Kapitel…

IceK


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~Der Valentinsball~

Aurora stand mit Nickamedes und Ajax am Rand der Tanzfläche und beobachtete die Schüler. Jedenfalls tat sie so. Ihr Blick glitt immer wieder zu Nickamedes und sie musste sich zusammen reißen, um nicht nur noch ihn anzuschauen. In einer Ecke wurde es laut und schnell wendete Aurora den Blick von Nickamedes ab und sah zur Quelle des Lärms. Eine Gruppe von Schülern mit Pappbechern in der Hand, in denen definitiv Alkohol war, versammelten sich um zwei Jungs und stachelten sie an, damit sie sich prügelten. Ajax stieß sich von der Wand ab. „Ich mach das schon!“, sagte er und entfernte sich von ihnen. Einen Moment lang beobachtete Aurora wie Ajax jedem einzelnen Schüler den Pappbecher aus der Hand nahm und dann die beiden Jungs voneinander entfernte, aber dann berührte sie plötzlich jemand von der Seite. Sie fuhr herum und blickte in Nickamedes‘ eisblaue Augen. Ein lächeln umspielte seine Lippen, „Aurora….würdest du mit mir tanzen?“ Aurora glaubte sich verhört zu haben, aber nein! Nickamedes sah sie immer noch abwartend an. Am liebsten hätte sie ja gesagt, aber dann hätte sie ihn vielleicht nicht mehr loslassen können und das wollte die Professorin auf keinen Fall riskieren. Also schüttelte sie den Kopf. „Ach komm schon!“, Nickamedes blieb hartnäckig wie immer. Wieder schüttelte Aurora den Kopf, „Wir müssen die Schüler im Blick behalten, Nickamedes!“ Dieser ließ nicht locker, „Das können wir auch wenn wir tanzen. Es ist ja nur ein Tanz!“

Aurora schüttelte nochmal den Kopf, „Nein Nickamedes. Tut mir leid. Frag doch…frag doch Serena.“ Jetzt musste Nickamedes grinsen und er nahm ihre Hand. Ein warmes Kribbeln breitete sich von der Stelle aus, an der er sie berührt hatte. „Aurora ich möchte mir dir tanzen. Nicht mit Serena!“, sagte er und sein Lächeln ließ Aurora fast einwilligen. Schnell entzog sie sich seinem Griff, „Sie kann es eh viel besser als ich, Nickamedes! Sowieso…ich sollte jetzt gehen.“ Sie drehte sich um und war schon im Begriff zu gehen, als Nickamedes sie plötzlich sanft an den Schultern packte und sie zu sich umdrehte. Vollkommen überrascht starrte Aurora ihn an und öffnete die Lippen um zu reden, aber da beugte Nickamedes sich plötzlich vor und küsste sie. Seine Lippen waren weich und sanft. Aurora erstarrte. Was fiel ihm ein? Vor den Schülern und dem Kollegium…an mehr konnte sie nicht denken. Sie löste sich aus ihrer Starre und hob langsam die Arme, um sie um seinen Hals zu schlingen.

Dann begann sie vorsichtig, beinahe unschuldig den Kuss zu erwidern. Und dann löste Nickamedes sich von ihr, sah ihr in die strahlend grünen Augen und strich ihr das schwere, schwarze Haar hinter den Rücken. Aurora starrte ihn immer noch an. „Was zum…?“, begann sie, aber Nickamedes unterbrach sie, indem er ihr die Hand hinhielt. „Tanzt du jetzt mit mir, Aurora?“, fragte er und sie merkte wie sich ein leises Lächeln auf ihre Lippen stahl. Dann nickte sie und ließ sich von Nickamedes auf die Tanzfläche ziehen. Er legte seine Hände an ihre Hüfte und zog sie so näher an sich heran, während sie ihm die Hände sanft um den Hals legte. Dann begannen sie zu tanzen. Aurora merkte genau, dass Nickamedes Lippen nur noch wenige Millimeter von ihrem Ohr entfernt waren. „Von wegen du kannst nicht so gut tanzen, wie Serena!“, sagte Nickamedes und Aurora musste lachen.


~Am nächsten Tag~

Es war bereits später Nachmittag als Aurora den Unterricht des letzten Jahrgangs beendete und sich auf den Weg in die Bibliothek der Altertümer machte. Sie ging über die gepflasterten Wege der Akademie und dachte an jemand ganz bestimmten. An Grace. Grace Frost. Ihre beste Freundin, bis zu dem Tag, an dem sie ermordet wurde. Sie war mit Nickamedes zusammen gewesen. Was sie jetzt wohl sagen würde? Vielleicht hatte Gwen ja recht und Grace würde sich freuen, zumal sie selbst schon ihre große Liebe Tyr gehabt hatte. Aurora ging die Treppe zum Bibliothekseingang hoch und musterte im Vorbeigehen die Greifenstatuen. Grace hatte sich immer für diese Statuen interessiert und Gwen ging es genauso. Vielleicht hing es mit ihrer Gypsiegabe zusammen…Grace hatte immer erzählt, dass sie manchmal Dinge sah durch ihre Fähigkeiten. Dass die Statuen sich bewegt hatten. Manchmal jedenfalls. So kannte Aurora das nur von der Statue der Göttin, der sie diente. Athene, die griechische Göttin der Weisheit.

Aurora stieß die beiden Türen auf und befand sich im Hauptraum der Bibliothek. Überall Regale, die fast drei Meter hoch reichten und unzählige Studiertische, an denen ein paar Schüler saßen und eifrig in Büchern blätterten, Hausaufgaben machten oder einfach nur etwas aßen und mit Freunden redeten. Vor dem großen Bürokomplex und neben dem Ausleihtresen, an dem in einer halben Stunde Gwen für ihre Schicht sitzen würde, stand der Kaffeewagen von Raven. Raven saß da und blätterte in einem ihrer Klatschmagazine und bemerkte so gar nicht, wie Aurora auf den Wagen zuhielt. Erst als sie kurz davor stand und sich räusperte, bemerkte Raven sie. „Hallo Raven!“, sagte Aurora und Raven legte ihr Magazin beiseite. „Hallo.“, antwortete Raven. Sie war nicht die Person die fiel sprach. Vielmehr verständigte sie sich mit Blicken und Gesten. „Ich hätte gerne zwei Kaffee und vier American Cookies.“, sagte Aurora und Raven stellte zwei Becher unter die Kaffeemaschine. Es dauerte etwas bis Raven ihr Geld und Aurora ihre Bestellung hatte. Dann entfernte sie sich von Raven und ihren Wagen und trat in Nickamedes Büro. „Ja?“, fragte Nickamedes, „Bist du das Gwendolyn?“ Aber da hatte Aurora auch schon einen Stuhl herbei gezogen und Nickamedes den Kaffee und zwei Cookies gereicht. „Oh!“, sagte er und nippte an seinem Kaffee, „Danke Aurora!“ Sie lächelte  ihn an. Anscheinend begriff er nicht...dachte sie aber sie hatte sich getäuscht, denn in diesem Moment lehnte Nickamedes sich vor und küsste sie. Sie unterdrückte einen Seufzer und musste aufpassen, dass sie sich nicht den Kaffee übergoss. „Danke!“, wiederholte er und lehnte sich wieder zurück. „Wieso dachtest du es wäre Gwen?“, fragte Aurora und biss in ihren Cookie. Genüsslich schloss sie die Augen. Der Rand war etwas knusprig und innen war ein flüssiger Kern. Obendrauf noch ein paar Schokosplitter und Mandelstückchen…Nickamedes lachte leise. „Was ist los?“, fragte Aurora und öffnete die Augen. „Nichts!“, meinte Nickamedes und nahm ihr den Cookie aus der Hand. Seine linke Hand rutschte in ihren Nacken und zog sie näher zu sich heran, während sein linker Daumen ihr über die Wange strich. Aurora konnte diesmal kein Seufzen unterdrücken. Seine Finger durchkämmten ihre dichten Haare und er rutschte näher an sie heran. Dann berührten ihre Lippen endlich seine und sie schloss die Augen.


~Etwas später~

Vor wenigen Sekunden war Gwen eingetreten und sah sich nun um. Nyx, die kleine Fenriswölfin, sprang um sie herum und bellte fröhlich. Schnell kniete Gwen sich hin und löste die Leine von der Wölfin. Diese flitzte sofort durch den Raum auf Morgan McDougall zu, die erfreut strahlte, als sie Nyx entdeckte. „Was machst du denn hier Fellknäul?“, fragte sie gespielt genervt, „Ich muss arbeiten und du lenkst mich ab…“ Mehr bekam Aurora nicht mit. Sie ging hinüber zu Nickamedes und küsste ihn auf die Wange. „Bis später!“, sagte sie, winkte Gwen zu und verschwand aus der Bibliothek.
 
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