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Komm, lass uns fliegen

von Jippy
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Jack Frost Jamie OC (Own Character) Pitch
30.06.2017
07.08.2019
10
8.549
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30.06.2017 639
 
"In den Kartons ist sehr zerbrechliche Ware! Die kommen ganz nach oben!"
Ich war erstaunt, als ich diese Szenerie beobachtete.
Vor dem Wohnblock stand ein riesiger Laster, und mehrere muskulöse Männer trugen Kisten aus der Wohnung der Bennets und luden sie in die Ladefläche.
Was soll das hier werden? Wo sind Jamie und Sophie?
Normalerweise stürmten die Geschwister immer sofort nach draussen, wenn ich die ersten Schneeflocken zu ihnen schickte.
Ich flog auf die Höhe von Jamies Zimmer und liess mich auf der Fensterbank nieder.
Dort erwartete mich ein erschreckender Anblick.
Ein kalter, nackter Raum.
Jamies Bett, sein Kleiderschrank, sein Spielzeug... alles war weg!
Hastig klopfte ich an die Fensterscheibe.
"Jamie! Sophie! Seid ihr da?!"
In diesem Moment kam Jamie ins Zimmer und entdeckte mich.
Er öffnete das Fenster.
"Jack!", rief er, in seiner Stimme schwang Erleichterung mit.
"Gut, dass  du hier bist! Ich muss dir dringend etwas erzählen."
"Was ist mit deinen Sachen passiert? Was machen all diese Leute in eurer Wohnung? Was ist hier los?"
Bevor Jamie antworten konnte, flog die Tür erneut auf und Sophie schwebte hinein, freudestrahlend.
"Ich habe Jack vom Fenster aus gesehen. Schön, dass du mit uns Abschied nimmst."
"Was meinst du mit 'Abschied'?", fragte ich verwirrt.
Sophie legte den Kopf schief.
"Weil wir umziehen."
Umziehen?!
Die Überraschung meinerseits war gross.
"Warum das denn?"
Jamie verzog das Gesicht.
"Mom hat sich verlobt. Mit so einem komischen Business Typen. Der will, dass wir in seiner Villa in Nolson leben. Wir müssen raus aus der Wohnung, raus aus der Stadt! Ich muss sogar die Schule wechseln."
Uff, das tönt bitter.
"Aber Mommy sah sehr glücklich  aus, als er das gesagt hat.", wandte Sophie ein.
"Ausserdem meinte er, dass er für uns alle sorgen kann und Mommy sich keine Sorgen mehr um Geld machen muss. So hat sie auch mehr Zeit für uns."
Jamie seufzte.
"Wahrscheinlich hast du Recht. Der Kerl ist ganz okay, und solange Mom mit ihm glücklich ist, kann ich damit leben. Aber ich habe trotzdem Bedenken, wie wir an diesem Ort klar kommen werden."
Ich hatte Mitleid mit Jamie.
Diese Stimmung passte überhaupt nicht zu dem optimistischen Jungen, den ich kannte.
"Ich bin mir sicher, dass ihr euch hervorragend einleben werdet."
Jamie und Sophie drehten sich überrascht um.
Nun bemerkte auch ich Mrs. Bennet, welche im Türrahmen stand und ihren Kinder aufmunternd zulächelte, mich konnte sie natürlich nicht sehen.
"Nolson ist ein wunderschöner Ort. Direkt hinter dem Grundstück befindet sich ein hübsches Wäldchen und sogar ein See. Im Winter werdet ihr dort viel Spass beim Rodeln und Schlittschuhlaufen haben. Jamie, du bist so ein positiver, kreativer Junge. Du wirst ganz schnell neue Freunde finden."
Liebevoll verwuschelte sie Jamies braunen Haarschopf.
Dieser entzog sich schnell ihrer Liebkosung, doch sein Gesichtsausdruck wirkte etwas zuversichtlicher.
"Bitte nehmt eure restlichen Sachen und kommt runter. Mitchell erwartet uns und die Sachen in drei Stunden bei der Villa, damit wir heute noch die Zimmer beziehen können."
Mit diesen Worten verliess Mrs. Bennet das Zimmer.
Jamie seufzte erneut.
"Dann wollen wir mal. Komm, Sophie."
Er wollte Sophie an die Hand nehmen, doch sie ignorierte ihren Bruder und zog an meinem Hosenbein.
"Kommst du mit uns, Jack?", fragte sie.
Jamies Miene hellte sich auf.
"Das ist eine gute Idee! Dann weisst du, wo du uns findest."
Er zwinkerte mir zu.
"Und du kannst gleich dafür sorgen, dass in Nolson genug Schnee für eine ordentliche Schneeballschlacht liegt."
Ich grinste.
"Einverstanden."
Jamie und Sophie liefen raus auf den Hof.
Als der Umzugswagen davonfuhr, liess ich mich von dem Wind in die Höhe treiben und flog hinterher.
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