After Story ~ <3

GeschichteRomanze, Fantasy / P12
OC (Own Character)
30.06.2017
01.07.2017
2
2.023
 
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30.06.2017 1.231
 
Kapitel 1: Miru Takegawa

Die Vögel zwitscherten und die Sonne schien mir ins Gesicht. Heute würde ich mich trauen. Ganz sicher! Ich saß draußen im Garten als meine Mutter mich rief. "Miru. Kommst du bitte mal?" Ohne lange drüber nachzudenken, was meine Mutter plötzlich von mir wollte, stand ich auf und ging zu ihr hin.

Sie stand im Flur mit einem Hut auf dem Kopf und einem Korb in der Hand. "Ich gehe wieder etwas raus. Wenn Papa wieder da ist, sagst du ihm dann bitte, dass ich in der Stadt was zu erledigen habe?" Artig wie ich war nickte ich und sah wie die Tür vor mir zufiel. Es war bestimmt schon das zehnte mal, dass sie diesen Sommer plötzlich etwas in der Stadt zu erledigen hatte und immer nahm sie die Kitsune-Maske mit. Ich sah mich im Wohnzimmer um, um sicher zu gehen, dass die Maske auch dieses mal wieder weg war. Das tat sie aber komischer Weise immer nur im Sommer. Und immer sah sie dabei etwas traurig aus. Ich schob meine Gedanken beiseite und ging hoch auf mein Zimmer wo ich mich auf mein Bett schmiss und die Decke anstarrte.

Mein Name ist Miru Takegawa und ich bin 11 Jahre alt und besuche die 5. Klasse einer Schule hier in der Nähe. Vor zwei Jahren sind wir hier her in die Berge gezogen da mein Großonkel gestorben war. Meine Mutter liebte dieses Haus und die Gegend. So beschlossen wir vor zwei Jahren her zu ziehen. Mein Vater betreibt hier einen kleinen Laden und meine Mutter kümmerte sich immer um das Haus. Als sie klein war, war sie hier jeden Sommer bei meinem Großonkel zu besuch. Nun leben wir hier. Ich geh immer viel raus und spiel alleine auf Wiesen und Felder. Ich liebe sie! Allerdings hab ich mich nie getraut in den Wald zu gehen. Mama hatte es mir immer verboten. Eigentlich wäre jetzt die beste Gelegenheit meine Angst zu überwinden und mal was neues zu erleben. Auch wenn Mama es mir nicht erlaubte. Das war mir gerade egal. Ich wollte unbedingt wissen ob die Gerüchte über die Geister wirklich stimmen!

Entschlossen stand ich auf und rannte runter um mir meine Schuhe an zu ziehen. Sicherheitshalber schrieb ich Papa einen Zettel, dass ich draußen spielen würde. Dann ging ich raus und lief direkt den Waldweg an. Was würde mich erwarten? Geister wie in Filmen? Sprechende Blumen? Oder... nichts? Die Aufregung packte mich immer mehr und ich fing an etwas unruhig zu werden. Ich kam dem Wald immer näher und lief einfach rein. Wie weit musste ich laufen um einen Geist zu sehen? Wie lange würde es dauern? Ich fing an langsam ein bisschen langsamer zu laufen und mich genau um zu sehen. Bildete ich mir das ein oder war ich hier schon? Ein Baum sah genau so aus wie der andere. Ich lief einfach weiter bis ich begriff, dass ich mich wirklich verlaufen hatte. Mittlerweile war Dämmerung und der Wald war ziemlich dunkel. Ich setzte mich unter einen Baum und zog die Beine an. Dann wartete ich. Und ich dachte nach. Hatte ich wirklich gedacht, ich würde einen Geist treffen? Ich wusste nicht wo ich war, ich war allein, erschöpft und müde. Ich hätte auf Mama hören sollen und ehe ich mich versah fing ich an zu weinen.

Ich wusste nicht wie lange ich da saß und weinte aber irgendwann schaffte ich es, mich zu beruhigen. Ich saß also weiterhin da und starrte die Bäume an. Ein Baum war größer als der andere. Sie waren gleich und unterschiedlich zugleich. Während mein Kopf anfing wirres Zeug zu denken sah ich ein fliegendes kleines Licht. Nein... Es war ein Glühwürmchen! Und dann kam noch eins! Ehe ich mich versah, waren es ganz viele die um mich schwirrten und irgendwie musste ich lächeln. Ich wusste in dem Moment nicht ob ich mir das nur einbilde oder ob diese schönen kleinen Lichter wirklich nach und nach eine Linie bilden. Es war, als würden sie mir etwas zeigen wollen. Ich stand auf und folgte den Glühwürmchen. Sie führten mich irgendwo hin. Aber wo? War das normal für Glühwürmchen? Wir kamen an einer Steintreppe an. Sie führte irgendwo hoch zu einem roten Tor. "Eintritt verboten" stand an den Schilden dran aber die Glühwürmchen flogen rein. Also folgte ich ihnen. Ich weiß, ich hätte jetzt einfach dem Steinweg nach draußen folgen können aber irgendwie wurde ich neugierig. Es konnte doch nichts passieren solange ich auf diesem Weg bleibe, oder? Ich folgte den Lichtern weiter.

Langsam wurde mir kalt. Ich lief schon eine ganze Weile den Fliege-Tierchen hinterher und langsam spielte mein Verstand verrückt und ich wollte einfach nur noch nach Hause. Gerade als ich mich umdrehen wollte, verschwanden die Glühwürmchen plötzlich. Wohin waren sie geflogen? Oder hatten sie sich gerade in Luft aufgelöst?! Ich nahm ein leichtes rascheln wahr und sah mich panisch um. "Hotaru..." glaubte ich zu hören. "Die kleine Hotaru..." Ich drehte mich um und versuchte weg zu rennen aber ich hatte das Gefühl etwas würde mich hier festhalten. Plötzlich stand jemand vor mir. Ein Junge. Größer als ich, weiße Haare und er trug eine Kitsune-Maske welche die meiner Mutter ähnlich sah. "Das kann nicht Hotaru sein..." meinte er. Irgendwas in seiner Stimme lies mich erschauern. Neben ihm tauchte eine Art Schleimmonster auf. Ganz in schwarz mit riesigen Augen. "Nein aber sie sieht aus wie Hotaru damals!" Es sah so aus als würde das Monster lächeln. Ich bekam angst und ging ein paar Schritte zurück. Neben dem Schleimmonster tauchte ein Fuchs auf. Aber er war riesig! "Hotaru müsste heute eine erwachsene Frau sein" sagte es. Ich war verwirrt. Hotaru? Wie sie aussehen... "Wieso... Woher... kennt ihr meine Mutter?" Ein großes schweigen folgte und es tauchten immer mehr Monster auf. "Hotaru hat eine Tochter?" kam es von irgendwo. Der Junge der als erstes vor mir aufgetaucht war, kam mir näher. "Wo ist Hotaru?" Ich schüttelte den Kopf. "Was wollt ihr von ihr?" fragte ich ängstlich und die Stimme des Jungen wurde härter. "Sie wird für den Vorfall mit meinem Bruder... bezahlen. WEGEN IHR IST MEIN BRUDER NICHT MEHR DA!" Ich stolperte Rückwerts und fiel zu Boden. Hinter mir ertönte eine vertraute Stimme. "Es... Es ist nicht meine Schuld..." Meine Mutter trat aus dem Schatten und stellte sich neben mich. Ein großes Geflüster trat auf. "Hotaru!" "Sie ist erwachsen geworden" "Gin wäre so froh..." Ich nahm das alles nur vereinzelnd war. Was hatte das alles zu bedeuten?! Der Fuchs trat vor. "Du hast dich lange nicht mehr sehen lassen. Erwachsen bist du geworden" sagte er. Meine Mutter nickte und setzte sich neben mich. Sie drückte ihre Kitsune-Maske fest an sich. "Ich glaube. Ich bin meiner Tochter und auch euch eine Erklärung schuldig..."


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Heeey!
Schön, dass ihr schon bis hier hin gelesen habt! ^^
Das Kapitel wirft jetzt viele Fragen auf aber die klären sich wahrscheinlich im nächsten Kapitel :D
Über positive und auch negative Reviews würde ich mich mega freuen!
Auch wenn ihr irgendwelche Ideen habt, die ich vielleicht einbauen kann ^^
Dankeeeee~ *verteilt Cookies*
Und schöne Sommerferien~ <3
Vielleicht trefft ihr in dieser Zeit ja auch einen Waldgeist :P

Amy~
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